Das Interesse an Kampfkünsten ist ein wachsender Trend, und Kickboxen erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Es hat sich aus verschiedenen traditionellen Kampfsportarten entwickelt und bietet eine effektive Möglichkeit zur Selbstverteidigung sowie zur Verbesserung der körperlichen Fitness.
Die Vielseitigkeit des Kickboxens
Kickboxen ist eine beliebte Kampfsportart, die sich aus verschiedenen traditionellen Kampfsportarten entwickelt hat. Die Sportart hat ihren Ursprung in den USA, hat sich jedoch in den 1970er und 1980er Jahren in Europa und Deutschland schnell verbreitet. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Kickbox-Vereinen und -Schulen, die von verschiedenen Verbänden und Organisationen unterstützt werden. Zu den bekanntesten gehören der Deutsche Kickbox Verband (DKBV), die World Kickboxing and Karate Union (WKU) und die World Kickboxing Association (WKA).
Kickboxen und Thaiboxen
Im Training werden die Grundtechniken des Angriffs und der Verteidigung geübt, die in Extremsituationen nützlich sein können. Es werden Sparrings- und Vereinswettkämpfe angeboten (keine Pflicht), bei denen Du Deine Fähigkeiten testen kannst. In einem eigenen Bereich für Frauen vermitteln wir z. B. Selbstverteidigung.
Warum Kickboxen eine gute Wahl für Selbstverteidigung ist
Kickboxen wird von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt praktiziert und ist eine der beliebtesten Kampfsportarten. Es erfüllt die Anforderungen von nahezu jeder Altersgruppe und von Menschen mit unterschiedlichen Zielen. Es ist eine großartige Option, um Gewicht verlieren, die Muskelkraft verbessern oder wenn man vielleicht später zum MMA wechseln möchten.
- Verbesserung der körperlichen Fitness: Die Trainingseinheiten umfassen nicht nur das Training in Kampftechniken, sondern auch Übungen für Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit. In den Kursen werden verschiedene Muskelgruppen angesprochen, so dass Du den Körper und seine Fähigkeiten harmonisch fördern kannst.
- Cardio-Last: Das Training bietet eine starke Cardio-Auslastung, die die Aktivierung von Fettverbrennungsprozessen fördert. Außerdem macht Kick- Boxen viel mehr Spaß.
- Mit Stress umgehen: Kickboxen ist der beste Weg, um nach einem anstrengenden Tag Stress abzubauen, die angestauten Emotionen loszulassen und den Kopf von aktuellen Problemen zu befreien. Regelmäßige Kurse lehren Konzentration, schulen Aufmerksamkeit, was auch bei der Lösung von Geschäftsproblemen nützlich ist.
Die Techniken und ihr Nutzen
Kickboxen ist eine Mischung aus Karate und den Vollkontaktregeln des Muay Thai. Daher lernen Sie, wie man verschiedene Tritte mit viel Kraft ausführt und wie man diese mit Boxkombinationen des westlichen Boxens kombiniert. Jede Technik oder Bewegung ist so konzipiert, dass sie in einem echten Kampf gegen eine Person funktioniert, die echten Widerstand leistet und versucht, sich zu wehren und Sie zu verletzen. Das Konzept und die Methoden des Trainings entsprechen der Art von Kämpfen, die man auf der Straße antreffen kann.
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Kickboxen in der Praxis
Nach etwa 6 Monaten Training beginnen die meisten Schüler mit dem Sparring. Dabei handelt es sich um eine Trainingsmethode, bei der das Ziel darin besteht, einen echten Kampf zu simulieren, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, zu lernen, wie man die Techniken auch im wirklichen Leben anwendet. Dies hilft den Schülern, ein gutes Timing, gute Reaktionen und ein Gefühl für die Distanz zu entwickeln. Die ersten Sparringssitzungen können sich beängstigend anfühlen und gerät wahrscheinlich nach dem ersten Schlag oft in Panik. Aber mit der Zeit und mit der Verbesserung des Muskelgedächtnisses lernen der Geist und der Körper, „Schäden“ zu absorbieren und ruhig zu bleiben, wenn die Fäuste fliegen. Das ist von entscheidender Bedeutung, denn nur wenn man in einem Kampf ruhig bleibt, kannt man rationale Entscheidungen treffen und Techniken anwenden, die man im Training gelernt hat.
Vorbild sein
Kinder tun selten, was ihre Eltern sagen, aber sie wiederholen immer, was ihre Eltern selbst tun. Kickboxen ist eine großartige Option für ein Familienhobby! Der Sport eignet sich bestens, Vater und Sohn einander näher bringen oder einer allzu schüchternen Tochter Selbstvertrauen zu geben. Kickboxen ist im Wertesystem von Kindern und Jugendlichen schließlich richtig cool!
Die verschiedenen Disziplinen im Kickboxen
Die Wettkämpfe im Kickboxen sind in verschiedene Disziplinen unterteilt. Diese Disziplinen unterscheiden sich in ihren Regeln, Techniken und dem Grad der erlaubten Kontaktaufnahme.
- Leichtkontakt
- Vollkontakt
- Low-Kick
- K-1
- Muay Thai
- Pointfighting
Verschiedene Richtungen im Kickboxen:
- Vollkontakt-Kickboxen: Bei dieser Variante sind Tritte und Schläge gegen den gesamten Körper erlaubt, wobei Schutzausrüstung wie Helme und Schienbeinschützer getragen wird, um Verletzungen zu minimieren.
- Low-Kick-Kickboxen: Hier sind neben den Schlägen Tritte auf die Oberschenkel erlaubt, was eine zusätzliche Herausforderung und taktische Option für die Kämpfer darstellt.
- Thai-Kickboxen (Muay Thai): Diese traditionelle Form des Kickboxens aus Thailand legt besonderen Wert auf Ellenbogen- und Knietechniken sowie den Einsatz von Klinch-Techniken, die es dem Kämpfer ermöglichen, den Gegner zu kontrollieren und effektiv zu attackieren.
- K-1-Stil: Diese Variante des Kickboxens kombiniert Elemente aus verschiedenen Kampfkunststilen und erlaubt schnelle und dynamische Kämpfe mit einer breiten Palette von Techniken.
Kickboxen im Vergleich zu anderen Kampfsportarten
Kickboxen ist nicht die einzige Option für Selbstverteidigung. Andere Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, MMA, Karate und Brazilian Jiu Jitsu bieten ebenfalls effektive Techniken. Für eine umfassende Selbstverteidigung kann die Kombination aus verschiedenen Disziplinen optimal sein. So sind Boxen und Kickboxen hervorragend für den Standkampf geeignet, während Brazilian Jiu Jitsu im Bodenkampf brilliert. Am wichtigsten sind jedoch regelmäßiges Training und eine gute Situationswahrnehmung.
Alternativen zum Kickboxen
Hier sind 3 der Kampfkünste, die du alternativ zum Boxen nutzen kannst um dich selbst zu verteidigen:
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- Flexibles, vielseitiges und effektives Kampfsystem: Individuelle Anpassung der Techniken an die jeweilige Situation. Neben Schlägen und Tritten lernt man Trapping, um den Gegner zu kontrollieren und zu entwaffnen.
- Realistisches, effektives und relativ einfach zu erlernendes Kampfsystem: Neben Schlägen und Tritten lernst du auch Würfe und Hebel, um deinen Gegner zu Boden zu bringen.
- Effektives und relativ einfach zu erlernendes Nahkampfsystem: In dessen Mittelpunkt Würfe, Hebel und Haltegriffe stehen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Atemi-Techniken, d.h.
Die Grenzen des Kickboxens
Obwohl Kickboxen viele Vorteile bietet, hat es auch seine Grenzen. Es ist eindimensional, da es sich nur auf die Kombination von Tritten und Schlägen konzentriert. Keine schmutzigen Taktiken - das ist ein großer Nachteil, wenn es um Selbstverteidigung geht, denn Sie lernen nicht, wie Sie sich verteidigen oder schmutzige Tricks anwenden können.
Boxen als Selbstverteidigung
Boxen als Selbstverteidigung wird oft angepriesen, aber sich nur darauf zu verlassen, birgt Risiken. Bei diesem Wettkampfsport werden vor allem Angriffstechniken erlernt, was auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint. Abwehrtechniken sind jedoch für die Selbstverteidigung wichtig, da sie helfen, Verletzungen zu vermeiden und aus gefährlichen Situationen zu entkommen.Boxen vermittelt zwar Deckung, aber zu wenig Techniken gegen Tritte, Würgegriffe oder im Bodenkampf. Außerdem wird im Ring nach Regeln gekämpft, was für reale Bedrohungssituationen nicht förderlich ist. Fairness im Boxen soll Kämpfe gerecht gestalten, ist aber außerhalb des Rings nicht anwendbar. Wer sich nur auf das Boxen verlässt, lernt nicht genügend Verteidigungstechniken.
Wie man Kickboxen effektiv zur Selbstverteidigung nutzt
Um Kickboxen effektiv zur Selbstverteidigung zu nutzen, muss man zunächst die Techniken beherrschen und dann lernen, sie in realen Situationen anzuwenden. Dies erfordert regelmäßiges Training, Sparring und die Entwicklung von Fitness und Schnellkraft. Es ist auch wichtig, die Grenzen des Kickboxens zu erkennen und gegebenenfalls andere Kampfsportarten zu ergänzen.
Die Bedeutung von Fitness und Technik
Wissen und Erfahrung rund um Techniken sind recht nutzlos, wenn die Fitness fehlt, um die Techniken explosiv ausführen zu können. Fitness bedeutet vor allem Schnellkraft und je nach Länge eines Kampfes auch Kondition. Jeder Mensch, also auch jeder Gegner, besitzt mehr oder minder eine gewisse Reaktionszeit, die es mit Schnelligkeit der Techniken und mit Kreativität in Form von Körpertäuschungen auszutricksen gilt. In einem schlechten Fitnesszustand besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Techniken ihr Ziel erreichen und Wirkung hinterlassen. Je nach Kraft, Gewicht und körperliche Fähigkeiten des Gegners ist eine gewisse Grundfitness notwendig.
Kickboxen für Kinder
Mit Kickboxen finden Kinder einen guten Einstieg in eine Kampfsportart. Das Training schult die Reflexe, verbessert die körperliche Fitness und ermöglicht eine wirkungsvolle Selbstverteidigung. Durch den umfangreichen Körperschutz werden Kinder langsam an die Härte herangeführt, ohne durch übertriebene Härte die Lust am Kickboxen zu verlieren.
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Die Entstehung des Kickboxens
Die Entstehung der noch sehr jungen Kampfsportart Kickboxen geht auf die 1970iger Jahre zurück. Die Vereinheitlichung von Regeln und Techniken und die Einführung von Schutzausrüstungen waren revolutionäre Schritte. Kickboxen ist erst in der jüngeren Geschichte aus Kampfsportarten wie Karate entstanden. Unter einem Kampfsystem mit festgelegten Techniken und einheitlichen Regeln sollten sich die Kämpfer mit Schutzausrüstung auf Wettkämpfen messen.
Trainingseinheiten im Kickboxen
Im Kickboxen finden Sie Trainingseinheiten zu Technik, Schlagkraft und Ausdauer. Man startet mit leichtem Aufwärmen ins Training, geht dann zum Techniktraining über und bendet die Übungsstunde mit der Veresserung von Schnellkraft und Ausdauer. Kickboxen enthält neben den klassischen Boxschlägen auch Beintechniken, die beispielsweise aus dem Karate bekannt sind. Die Verwendung von Lowkicks und Fußfegern ist verbandsabhängig geregelt. Das Schlagen auf den Rücken und das Werfen des Gegners ist in allen Verbänden verboten.
