Internationaler Thüringen-Pokal in Bad Blankenburg: Erfolge und Herausforderungen für deutsche Judoka

Am vergangenen Wochenende fand der 31. Internationale Thüringenpokal in Bad Blankenburg für die Altersklassen U18 und U21 weiblich statt. Der Thüringenpokal ist bekannt als eines der hochkarätigsten Nachwuchsturniere Europas.

Am Samstag, den 22. März, startete in Bad Blankenburg der 31. Internationale Thüringen-Pokal. Ab 8:30 Uhr kämpften hier Nachwuchs-Judoka der Altersklassen U18 und U21 um die Medaillen. Das Turnier zieht jedes Jahr zahlreiche Top-Judoka an.

Insgesamt konnte man Wettkämpfe auf sehr hohem Niveau beobachten. Starke Nationen, wie Brasilien, in beiden Altersklassen mit 51 Teilnehmerinnen angereist, waren die Grundlage dafür. Das Turnier war stark besetzt - besonders das brasilianische Team zeigte sich in Topform, ebenso wie Belgien und viele weitere Nationen.

Für das NJV-Team starteten in der U18 Emily Pilch (-48kg, Vfl Grasdorf), Matilda Wamhof (-52 kg, Crocodiles Osnabrück), Leni Göckeritz (-52kg, Vfl Grasdorf), Lena Wendt (-63 kg, SFV Europa), Julia Klinkebiel (-63kg, Vfl Grasdorf), Sophie Wagner (-63kg, JG Uelzen), Insa Nehm (-63kg, MTV Elze), BSP-Athletin Anna Zakrzewska (-70kg, SpVg Eidertal Molfsee), Hedda Gottschalk (-70kg, JKG Diekholzen), Lara Malczak (-70kg, Braunschweiger Judo-Club), Daaje Ens (-70kg, TuS Holtriem) sowie Emilie Wagner (-70 kg, JG Uelzen).

Erfolge der deutschen Judoka

Für die deutschen Judoka gab es fünf Siege.

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  • In der U18 setzten sich in einem starken Teilnehmerfeld Hannah Glauner vom JC Wermelskirchen (bis 52 kg) und Maya Toszegi vom TSV Großhadern (bis 57 kg) durch.
  • In der U21 siegten Klara Erten von der SUA Witten (bis 52 kg), Coco Mia Baur von der Judoschule Roman Baur (bis 70 kg) und Mathilda Sophie Niemeyer vom 1. Hattinger JJJC (bis 78 kg).

Außerdem gab es eine Silbermedaille durch Katharina Kaiser vom JC 71 Düsseldorf in der Klasse bis 57 kg (U18). Bronze sicherten sich Lena Wendt vom SFV Europa (bis 63 kg) (U18), Helen Habib vom JC 66 Bottrop (bis 48 kg), Nina Güth vom JC 71 Düsseldorf (bis 52 kg), Marley Garland vom SV Nienhagen, Sara-Joy Bauer von der TSG Backnang (beide bis 63 kg) und Hannah Müller vom Judozentrum Heubach (bis 70 kg) (alle U21).

Bronze für Lena Wendt und Marley Garland

Die besten Wettkampfergebnisse erkämpften sich in der U18 Lena Wendt bis 63 Kilogramm und in der U21 Marley Garland, ebenfalls bis 63 Kilogramm. Mit über 40 Athletinnen in ihren Gewichtsklassen hatten sich die beiden NJV-Athletinnen etwas vorgenommen. Nach starken Vorrundenkämpfen mussten sich Lena Wendt und Marley Garland erst im Halbfinale gegen das wohl stärkste Team des Wettkampfes Brasilien geschlagen geben. Doch im kleinen Finale zeigten sie Nervenstärke. Mit starken Kämpfen setzten sie sich gegen ihre Kontrahentinnen durch und sicherten sich die Bronzemedaille.

Weitere Platzierungen der deutschen Starterinnen

Die Platzierungen der deutschen Starterinnen im Überblick:

Frauen U18

  • -44 kg (16 Teilnehmerinnen):
    • 5. Zoe Roeder, FC Puchheim
    • 7. Vivian Michi, JC Jena
  • -52 kg (49 Teilnehmerinnen):
    • 1. Hannah Glauner, JC Wermelskirchen
    • 5. Matilda Wamhof, Crocodiles Osnabrück
    • 7. Emilia Lemm, TB Hamburg-Eilbeck
    • 7. Sarah Güth, JC 71 Düsseldorf
  • -57 kg (53 Teilnehmerinnen):
    • 1. Maya Toszegi, TSV Großhadern
    • 2. Katharina Kaiser, JC 71 Düsseldorf
    • 5. Johanna Kull, TSV Schwieberdingen
  • -63 kg (47 Teilnehmerinnen):
    • 3. Lena Wendt, SFV Europa
    • 5. Grace Storm, TSV Abensberg
    • 7. Luisa Stock, Homburger TG
  • -70 kg (32 Teilnehmerinnen):
    • 5. Emelie Wagner, JG Uelzen
    • 5. Svenja Keding, TSV Hertha Walheim
    • 7. Anna Zakrzewska, SpVg Eidertal Molfsee
  • +70 kg (12 Teilnehmerinnen):
    • 5. Elina Dilger, Budokan Lübeck

Frauen U21

  • -48 kg (16 Teilnehmerinnen):
    • 3. Helen Habib, JC 66 Bottrop
  • -52 kg (31 Teilnehmerinnen):
    • 1. Klara Erten, SU Witten Annen
    • 3. Nina Güth, JC 71 Düsseldorf
    • 5. Tabea Mecklenburg, Berlin
  • -57 kg (36 Teilnehmerinnen):
    • 5. Helene Riegert, JC Wiesbaden
    • 7. Jolina Reinhold, TSV Abensberg
    • 7. Kathrin Krause, PSV Berlin
  • -63 kg (42 Teilnehmerinnen):
    • 3. Marley Garland, SV Nienhagen
    • 3. Sara-Joy Bauer, TSG Backnang
    • 5. Saraphina Muhammed, JC Kim-Chi Wiesbaden
    • 7. Julia Schwarzenberg, Braunschweiger JC
  • -70 kg (34 Teilnehmerinnen):
    • 1. Coco Mia Baur, Judoschule Roman Baur
    • 3. Hannah Müller, Judozentrum Heubach
    • 7. Alica Thiele, UJKC Potsdam
  • -78 kg (18 Teilnehmerinnen):
    • 1. Mathilda Sophie Niemeyer, 1. Hattinger JJJC
    • 7. Zyna Schreiber, SV Nienhagen
  • +78 kg (11 Teilnehmerinnen):
    • 7.

In einem stark besetzten Teilnehmerfeld konnten sich Tabea Nika Mecklenburg (Polizei SV) mit einem 5. Platz bis 52 kg und Kathrin Krause (Polizei SV) bis 57 kg mit einem 7. Platz in der Nähe des Podestes platzieren. Tabea Nika Mecklenburg vom Polizei SV, frischgebacken Deutsche Meisterin 2025, scheiterte mit eine fünften Platz knapp an einer Medaillen. Im Viertelfinale konnte sich Klara Erten (Witten Annen) für die Halbfinalniederlage in Potsdam revanchieren. Nach zwei Siegen in der Trostrunde, traf sie im kleinem Finale auf Nina Güth (JC 71 Düsseldorf). Das war die Neuauflage des Finale der Deutschen Meisterschaften. Kathrin Krause (Polizei SV) verlor in der zweiten Runde gegen Raine Kenady (GBR). Nach zwei Siegen in der Trostrunde stoppte die Deutsche Vizemeisterin, Helene Riegert (JC Wiesbaden) Kathrin auf dem Weg in den Kampf eine Bronzemedaille.

Ebenfalls siebte Plätze erkämpften sich in der U21 Julia Schwarzenberg (-63 kg) und Zyna Schreiber (-78 kg). In der gleichen Gewichtsklasse kämpfte sich Anna Zakrzewska mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf den 7. Platz.

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Matilda Wamhof gewann bis 52 Kilogramm zwar die erste Runde, unterlag dann aber der starken Brasilianerin. Mit drei weiteren Siegen kämpfte sie sich vor bis ins kleine Finale, in dem ihr erneut eine Brasilianerin gegenüberstand. Auch diesmal zeigte sich das südamerikanische Team als das stärkere. Ähnlich ging es Emelie Wagner bis 70 Kilogramm. Sie traf bereits in der ersten Runde auf die spätere Siegerin aus Brasilien, marschierte dann aber in der Trostrunde durch drei Siege in den Kampf um Bronze.

Wertvolle Kampferfahrungen sammelten in der U18 auch Emily Pilch, Leni Göckeritz, Julia Klinkebiel, Sophie Wagner, Insa Nehm, Hedda Gottschalk, Lara Malczak, Daaje Ens sowie in der U21 Janine Hardenberg und Sophie Scharnberg. Der Thüringenpokal bot unseren Athletinnen eine gute Möglichkeit, sich mit einigen der besten Judoka ihrer Altersklassen zu messen und wertvolle Wettkampferfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln.

Cheyenne Schneider faßt wie folgt zusammen „Auch wenn es am Ende für keine Medaille gereich hat, war es ein insgesamt guter Wettkampf, bei dem die Athletinnen Mut und Präsenz gezeigt haben.

Brasilianische Dominanz und Internationale Konkurrenz

Auch in den anderen Gewichtsklassen zeigte sich schnell, dass das große Team aus Brasilien immer wieder die Nase vorn hatte. Brasilianerinnen dominieren den Thüringenpokal

Bremen Masters (Männer U18 & U21)

Parallel dazu gehen die männlichen Judoka in Bremen beim Bremen Masters an den Start. Am Samstag (22. März) treten zunächst die U18-Kämpfer auf die Matte, bevor am Sonntag (23. März) die U21-Athleten ihr Können unter Beweis stellen. Traditionell fanden zwei Wochen nach den Deutschen Meisterschaften der Junioren die Bremen Master der Männer u18 und u21 statt. In diesem Jahr reisten reichlich 700 Judoka aus 26 Ländern an.

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Die Männer u18 hatten am Samstag ihren Wettkampf. Für die Berliner Kämpfer standen am Ende drei siebente Plätze zu Buche. Noah Petchallies (Polizei SV) hat seine ersten drei Kämpfe gegen A. Anderson (GBR), T. Vlieghuis (NED) und J. Kuipers (NED) gewonnen. Im Poolfinale wurde er durch den dritten Niederländer, C. Uyar, den späteren Turniersieger, auf dem Weg in das Halbfinale gestoppt. Dabei konnte Uyar den Kampf erst im Golden Score für sich entscheiden. Im anschließenden Trostrundenkampf gewann Noah gegen P. Neto (BRA). A. Dodero, der zweite Brasilianische Sportler versperrte ihm den Weg in den Kampf um Platz drei. Jerome Goltz (PSV Olympia) stand nach Siegen gegen T. Pottelet (BEL) und A. Letras (GBR) im Poolfinale. Hier verlor er im Golden Score knapp gegen C. Tristane (BRA). Nach einem Sieg in der Trostsunde gegen J. Nante (NED) mußte er sich gegen R. Boomkamp (NED) geschlagen geben.

Am Sonntag folgten die Männer u21. Aus Berlin nahmen lediglich zwei Athleten, Melvin Noack (SC Berlin) bis 73 kg und Lasse Trjak Schindler (Polizei SV) bis 100 kg teil. Melvin Noack bestritt vier Kämpfe. Nach einem Sieg gegen J. MacLeod (GBR) unterlag er im nächsten Kampf Yuichi Yokoyama (JC Düsseldorf), Vizemeister 2025. In der Trostrunde folgte wieder ein Sieg, gegen R. Aydinov (AZE). Nach einer Niederlage gegen Tigran Balayan (1.

Trainer Frank Borkowski fasst es so zusammen: “Licht und Schatten liegen eng beieinander. Die gewonnen Kämpfe von Melvin waren gut, auch taktisch gut gearbeitet. Ansonsten werden Fehler hier entsprechend bestraft.

Auch in Bremen gehören die Berliner Kampfrichter zum festen Bestandteil. Mit Dorina Zeibig, Robert Blümel und Daniel Wernicke drei Referees auf der Matte in Aktion. Alles in allem war es wieder ein tolles Turnier mit viel Stimmung (gerade von den Brasilianern) und guten Kampfrichterleistungen auch unserer Kampfrichter. Das drückte sich auch in den Finaleinsätze aus.

Im Anschluss an das Turnier haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, an einem intensiven Trainingscamp vom 23. bis 28. März teilzunehmen, um ihre Fähigkeiten weiter zu verbessern.

Trotz starker Auftritte und den guten Platzierungen ist für die Trainer noch Luft nach oben: "Die Ergebnisse sind solide, aber wir sehen noch Potenzial nach oben.

Weitere Informationen: www.thueringer-judoverband.de