Nach 40 Jahren kehrt Meister Miyagi nach Japan zurück. An seiner Seite: Sein Schüler und Freund Daniel. Der Grund für die Reise nach Okinawa: Miyagis alter Vater liegt im Sterben und möchte seinen Sohn noch einmal sehen.
Außer von seinem Vater wird Miyagi von zwei anderen Menschen erwartet: Von Yukie, der Jugendliebe, die ihm über all die Jahre hinweg die Treue gehalten hat, und von Sato, dem ehemals besten Freund und jetzigen Erzfeind, der noch eine alte Rechnung mit Miyagi offen hat und ihn zum Zweikampf fordert. Auch für Daniel wird es kein friedlicher Urlaub.
Daniel begleitet seinen Meister Miyagi nach Japan. Dessen Vater liegt im Sterben und möchte seinen Sohn noch einmal sehen. Doch auch in den vierzig Jahren, in denen Miyagi nicht mehr in Japan war, sind einige alte Wunden nicht verheilt.
Für alle, die schon immer mehr über den schrulligen und geheimnisvollen Karate-Meister erfahren wollten, ist Karate Kid 2 aber ein Volltreffer. So erfahren wir, dass Mr. Miyagi vor über 40 Jahren wegen einer unglücklichen Liebschaft (das Mädchen Yukie war seinem besten Freund Sato versprochen) seine Heimat verlassen hatte. Eben jene Yukie veranlasst nun Mr. Miyagi zurück zu kehren, um seinem sterbenden Vater die letzte Ehre zu erweisen.
So reist er in Begleitung seines Freundes Daniel LaRusso nach Okinawa und trifft dort auf einen vom Hass zerfressenen (weil in seiner Ehre gekränkten) Sato (Danny Kamekona), der ihn zum Kampf um Leben und Tod fordert. Der sterbende Vater, der beider Lehrmeister gewesen war, und die alte Liebe, Yukie, hatten weder Sato noch einen anderen geheiratet und sorgen für eine brisante Konfliktsituation rund um den friedliebenden Miyagi.
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Das allein hätte bereits genug dramaturgisches Potential geboten, aber da es ja eigentlich um das „Karate Kid“ geht, musste auch eine ähnliche Konstellation für Daniel LaRusso geschaffen werden. So hat natürlich auch Sato einen besten Schüler, der ähnlich seinem Vorgänger Johnny Lawrence als wenig facettenreicher, arroganter Fiesling daher kommt.
Natürlich treffen die beiden am Ende in einem großen Karate-Duell aufeinander, das aber nicht wie das All Valley Turnier aus Teil 1 sinnvoll in die Handlung integriert, sondern unvermittelt aus dem Kimono gezaubert wird. Schließlich erfand man eine recht grob gestrickte Liebesgeschichte zwischen Daniel und Yukies Nichte, da Allie alias Elizabeth Shue wegen ihres Studiums nicht mehr zur Verfügung stand.
Denn trotz aller dramaturgischen Überfrachtungen und Nachlässigkeiten ist auch der zweite Karate Kid noch ein charmanter Ausflug in fernöstliche Kampfkunst-Gefilde, der vor allem von der tollen Chemie zwischen Daniel LaRusso und Mr. Miyagi lebt. Ralph Macchio und Pat Morita hauchen ihren Figuren wieder ordentlich Leben und Gefühl ein und sind einfach ein grundsympathisches Gespann.
Mr. Miyagi reist gemeinsam mit seinem Lehrling Daniel nach mehr als vier Jahrzehnten zurück in seine Heimat Okinawa, da sein Vater im Sterben liegt. Als wäre dies nicht traurig genug, wird Mr. Miyagi in seiner Heimat von seinem Erzfeind Sato erwartet. Dieser hat noch eine Rechnung mit Daniels Lehrmeister offen, denn Yuki, mit der Sato einst verlobt war, sagte die Hochzeit wegen Mr. Miyagi ab.
Sato forderte Mr. Miyagi schon damals zum Duell heraus, doch dieser weigerte sich und will auch heute nach wie vor nicht gegen seinen einstmals besten Freund kämpfen. Die Rivalität erreicht ihren Höhepunkt als Daniel ein Auge auf Yukis Nichte Kumiko wirft. Doch Satos Meisterschüler Chozen missgönnt den Frischverliebten das Glück und macht ihnen das Leben zur Hölle.
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Als Chozen Yuki auf einem Fest in seine Gewalt nimmt, hat Daniel schließlich genug und gemeinsam mit Mr. Miyagi bereitet er sich auf den alles entscheidenden Karatekampf um die Ehre, die Liebe sowie Leben und Tod vor ...
Fortsetzung des Überraschungshits von 1984, die inhaltlich direkt an die Ereignisse des Vorläufers anschließt, aber die Handlung nach Japan verlegt. Ralph Maccio und Noriyuki "Pat" Morita sind wieder in den Rollen zu sehen, die sie seinerzeit international populär gemacht haben.
Wirklich viel Neues gibt es im Gegensatz zum ersten Teil eigentlich nicht zu sehen, außer dass man die Handlung nach Okinawa verlegt hat. Karate Kid II glänzt zwar sehr dadurch, die wahren Lehren des Karate zu vermitteln und tut dies wirklich gut, allerdings leidet dadurch der Tempo- und Actionanteil doch sehr stark.
Es gibt kaum Trainingssequenzen und auch eigentlich nur einen einzigen kurzen Kampf in der gesamten Laufzeit und dieser ist dann auch noch technisch sehr schwach ausgefallen. Das Macchio kein spitzen Karateka ist, hat er in Teil eins schon bewiesen und auch seine Moves hier reißen wirklich niemanden vor Staunen vom Sofa runter.
Der Schwerpunkt liegt aber auf den asiatischen Weisheiten, die wieder sehr gut von Pat Morita als Meister Miyagi auf den Punkt gebracht werden. Weiters darf sich Daniel in eine junge Japanerin verlieben und ein alter Zwist zweier Streithähne muss ausgeräumt werden, viel mehr passiert hier eigentlich nicht.
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Ich finde es sehr löblich, dass man sich ausgiebig der Philosophie, die hinter den Kampfsportarten steckt, näher betrachtet, aber zu viel Theorie sorgt eben hin und wieder für einige Längen, mit denen auch Karate Kid II zu kämpfen hat.
Daniel muss unterdessen mit seinen eigenen Problemen fertig werden. Er hat sich in Kumiko (Tamlyn Tomita) verliebt, die Nichte der Frau, um die es beim Streit zwischen seinem Meister und Sato geht. Die Handlung hätte auch für jeden x-beliebigen drittklassigen Karatefilm getaugt, der Vorteil hierbei besteht aber eben darin, dass das ganze mit vertrauten Figuren erzählt wird.
Maccio und Morita spielen ihre Rollen logisch und exakt weiter. Dadurch merkt man kaum, dass der Film eigentlich keine Handlung hat, sondern immer nur dasselbe passiert: Daniel geht irgendwohin und schaut sich um, dann taucht der fiese Chozen auf und macht Ärger.
