„Karate Kid: Legends“ knüpft mit spürbarer Ernsthaftigkeit an die bekannten Elemente der Reihe an.
Handlung von "Karate Kid: Legends"
„Karate Kid: Legends“ beginnt mit einem Rückblick, in dem Mr. Miyagi seinem Schüler Daniel eine alte Familiengeschichte anvertraut. Die Verbindung zwischen der Miyagi- und Han-Familie bildet die Grundlage für das aktuelle Geschehen.
In der Gegenwart verlässt der junge Li Fong seine Heimat und zieht mit seiner Mutter nach New York. Dort soll er Martial Arts aufgeben, um die Vergangenheit ruhen zu lassen. Der Umzug fällt ihm schwer, auch weil die Erinnerungen an den Tod seines Bruders nicht verblassen.
Während sich Li in der neuen Umgebung zurechtfindet, trifft er auf Conor, einen aggressiven Karatekämpfer mit Einfluss. Nach einer Niederlage gerät Li in weitere Probleme, wird aber durch einen Vorfall erneut mit Gewalt konfrontiert. Diese Wendung führt ihn zurück zu seinen Wurzeln.
Unterstützung kommt von zwei Mentoren mit unterschiedlicher Tradition. Beide fordern ihn heraus, an sich zu glauben.
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Im Sommer 1985 erzählt Mr. Miyagi seinem Schüler Daniel LaRusso von den Ursprüngen des Miyagi-Do-Karate. Dabei geht es um Shimpo Miyagi, der im 16. Jahrhundert nach China verschlagen wurde und dort Kung Fu von der Familie Han lernte. Diese Techniken brachte er später nach Okinawa zurück.
In der Gegenwart lebt Mr. Han als angesehener Kung-Fu-Meister in Peking, und sein Großneffe Li trainiert in seinem Dojo, bis Li schließlich mit seiner Mutter nach New York zieht.
In New York fällt es Li schwer, sich einzuleben, denn vieles ist ungewohnt. In der Schule lernt er Mia kennen, die Tochter des früheren Box-Champions Victor Lipani. Ihre Beziehung wird jedoch durch Mias eifersüchtigen Exfreund Conor belastet, der inzwischen als Karate-Champion auftritt.
Nach einer Niederlage gegen Conor gerät Li in einen gefährlichen Konflikt, als er Victor gegen Schläger verteidigt. Victor will wieder boxen, um seine Schulden zu tilgen. Li unterstützt ihn dabei, gerät aber durch die Verletzung Victors und eigene Zweifel in eine Krise.
Mr. Han reist nach New York und motiviert Li zur Teilnahme am Turnier, weil er sein Potenzial erkennt. Er bittet Daniel LaRusso um Hilfe, woraufhin Li fortan mit beiden Meistern trainiert, eine neue Technik entwickelt und gleichzeitig seinen Willen stärkt.
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Er tritt schließlich beim Turnier an, erreicht das Finale gegen Conor und schafft nach Rückstand ein Unentschieden. Mit einer überarbeiteten Version des Dragon Kicks gewinnt Li und beweist dadurch Stärke und Mitgefühl. Am Ende versöhnen sich alle Beteiligten.
Victor eröffnet ein zweites Lokal, Mr.
Besetzung und Produktion von "Karate Kid: Legends"
„Karate Kid: Legends“ erschien 2025 und wurde von Jonathan Entwistle inszeniert. Rob Lieber schrieb das Drehbuch, basierend auf der Vorlage von Robert Mark Kamen. Jackie Chan spielt erneut Mr. Han, Ralph Macchio kehrt als Daniel LaRusso zurück und Ben Wang übernimmt die Hauptrolle als Li.
Die Produktion übernahm Karen Rosenfelt, während Justin Brown die Kamera führte und Dana E. Glauberman den Schnitt verantwortete. Dominic Lewis komponierte die Filmmusik.
Das Action-Abenteuer mit einer Laufzeit von 94 Minuten erhielt eine Altersfreigabe ab 12 Jahren. Die Dreharbeiten fanden von April bis Juni 2024 in Montreal statt und liefen unter dem Arbeitstitel „Victory Boulevard“.
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Der Film feierte seine Premiere am 7. Mai 2025 in Mexiko-Stadt und startete am 30. Mai in den USA. Sony Pictures Releasing übernahm den Vertrieb. Trotz gemischter Kritiken spielte der Film weltweit 50,1 Millionen Dollar ein.
Kritik und Rezeption
Die Rückkehr von Jackie Chan und Ralph Macchio wirkt nicht nostalgisch, sondern gut integriert. Ben Wang überzeugt mit körperlicher Präsenz und emotionaler Entwicklung, während das Drehbuch klare Schwerpunkte auf familiäre Konflikte und persönliche Verantwortung setzt.
Die Inszenierung meidet übertriebene Action, setzt aber auf durchdachte Choreografien und glaubwürdige Auseinandersetzungen. Jonathan Entwistle strukturiert die Handlung straff, ohne unnötige Längen. Die Verknüpfung von Kung Fu und Miyagi-Do-Karate eröffnet spannende Perspektiven.
Besonders die Trainingsszenen zeigen nachvollziehbare Entwicklungen. Die musikalische Untermalung unterstützt Stimmungen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Kritische Szenen rund um Trauma und Zweifel gelingen durch das ruhige Spiel der Darstellenden. Auch Nebenfiguren wie Victor oder Mia erhalten spürbare Tiefe.
Der Turnierverlauf bleibt vorhersehbar, doch emotionale Zwischentöne verhindern klischeehafte Momente.
Die Zeichentrickserie "Karate Kid"
Die 13-teilige Zeichentrickserie basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-nominierten Kinohit mit Ralph Macchio und Pat Morita in der Hauptrolle. Die sensibel gezeichneten Charaktere sind eng ihren Realfilmvorbildern nachempfunden.
Larry Houston führte bei 12 Folgen Regie, während Michael Maurer, Dorothy Middleton, Matt Uitz, Chris Weber und Karen Willson das Drehbuch schrieben. Komponist Haim Saban schrieb den Soundtrack.
Die Serie wurde erstmals am 23.09.1989 auf NBC (Englisch) ausgestrahlt und hatte ihre deutsche TV-Premiere am 21.08.1991 auf PRO 7.
Weitere Informationen
Der originale „Karate Kid“-Film aus dem Jahr 1984 wurde von John G. Avildsen inszeniert und war ein großer Kinoerfolg, der zum Kultfilm wurde und weitere Fortsetzungen nach sich zog. Nebenbei verhalf er der Kampfsportart zu einem regelrechten Boom, der viele Jugendliche in seinen Bann zog.
Vor einigen Jahren haben sich die einstigen Nachwuchs-Schauspieler für die Serie „Cobra Kai“ wieder zusammengefunden.
"Karate Kid" (2010)
„Karate Kid“ aus dem Jahr 2010 ist eine Neuverfilmung des „Karate Kid“ aus dem Jahre 1984. Bereits am Startwochenende spielte der Film 56 Millionen Dollar in den USA ein. Anschließend konnten rund 358 Millionen Dollar eingespielt werden, so gilt er als der erfolgreichste Film des Hauptdarstellers.
Regisseur Harald Zwart erreichte mit seiner 140-minütigen Neuverfilmung eine Altersfreigabe ab sechs Jahre. Das Drehbuch von Christopher Murphey basiert auf dem Original von dem Drehbuchautor Robert Mark Kamen. Produziert wurde „Karate Kid“ von Jerry Weintraub, Will Smith, James Lassiter, Jada Pinkett Smith und Ken Stovitz.
Roger Pratt führte die Kamera und zeigt den Zuschauern die Hauptrollen mit Jackie Chan und Jaden Smith. Ersterer spielt Mr. Han und Letzterer seinen Schüler Dre Parker. Geschnitten wurden die Szenen von Joel Negron, mit einer musikalischen Untermalung von James Horner.
Die weitere Rollenvergabe: Taraji P. Henson spielt Dres Mutter, mit dem Namen Sherry Parker. Han Wenwen versetzt sich in den Charakter May Ying. Wang Zhenwei bringt Cheng zum Leben und Yu Rongguang den Master Li.
Handlung von "Karate Kid" (2010)
Dre Parker ist zwölf Jahre alt und lebt in seiner Geburtsstadt Detroit. Dort ist der Junge glücklich und unter seinen Gleichen sehr beliebt. Eines Tages macht seine Mutter einen entscheidenden Karrieresprung, denn ein Job in China wartet auf sie. In der neuen Heimat fühlt sich Dre nicht wohl.
Aber es dauert nicht lange, bis er in der neuen Schule das Mädchen May Ying näher kennenlernt. Schnell verliebt er sich in sie, was auch zurückgegeben wird. Ein jüngerer Schüler, Kung Fu, bemerkt die aufsteigenden Gefühle und schikaniert Dre. Allerdings ist dies eine Abwehrhaltung gegenüber seinen eigenen Gefühlen.
In den nächsten Tagen und Wochen folgt Cheng dem Amerikaner mit seinen Freunden ständig. Alle können Kung Fu und Dre bezieht Prügel und wird zum Gespött der Schule. Bei einer Prügelei liegt Dre bereits verletzt am Boden und Cheng versucht, ihm den letzten Faustschlag zu verpassen. Dies wird von dem Hausmeister Mr. Han vereitelt. Er kommt zur gleichen Zeit aus dem Apartmentkomplex von Dre.
Zusammen tauchen die beiden in der Kampfschule von Cheng auf. Sie wollen den Zwischenfall klären, doch der Lehrer, Master Li, fordert einen Zweikampf zwischen Cheng und Dre. Daraufhin schlägt Mr. Han vor, dass Dre an dem nächsten Kung-Fu-Turnier teilnimmt und der Trainer ist einverstanden.
Währenddessen lernt der junge Amerikaner bei seinem Hausmeister richtiges Kung Fu. Es wirkt, als ob Dre erst nur unsinnige Aufgaben bekommt. Doch später stellen sich diese Aufgaben als Grundtechniken von Kung Fu heraus. Beide unternehmen sogar einen Ausflug in ein Kloster in die Berge im Film „Karate Kid“.
In der Zwischenzeit nimmt May Ying an einem Geigen-Vorspiel teil. Leider kommt sie fast zu spät zu der Aufführung, alles nur wegen Dre, worauf die Eltern ein erneutes Treffen mit ihm verbieten.
Die Vorbereitungen gehen dem Ende zu und Han ist über den Verlauf positiv gestimmt. Bei dem Turnier startet Dre nervös, trotzdem kommt er bis ins Halbfinale. Natürlich hat sich der Musterschüler Cheng schon fürs Finale qualifiziert. Trainer Li weist den nächsten Rivalen an, den Kampf mit Dre zu verlieren, damit er ins Halbfinale kommt. Daraufhin kämpft er mit unfairen Mitteln, wobei Dre sich schwer verletzt. Jedoch wird der Schüler dafür disqualifiziert.
Nun kommt wieder Mr. Han ins Spiel, denn er schafft es, Dre für das Finale zu heilen.
Unterschiede zum Original
Die Neuverfilmung von „Karate Kid“ weist einige Unterschiede zum Original auf, denn es findet ein Kung-Fu-Kampf statt und kein Karate-Kampf. Zudem spielt die Handlung an einem anderen Ort, dabei sind die Schauspieler wesentlich jünger. Das Alter im Durchschnitt liegt in etwa bei zwölf Jahren und nicht bei etwa 16 Jahren.
Mit dem großen Auftritt von Jackie Chan fängt der Film so richtig an Spaß zu machen. Zum Glück stimmt die Chemie zwischen dem Altmeister und dem jungen Smith. Die Action-Sequenzen sind ansprechend choreografiert. Der Zuschauer profitiert von den großartigen Kampfkünsten des jungen Cheng-Darstellers.
Zu dem Film aus dem Jahre 2010 hat sich „Karate Kid“ nicht viel verändert.
