Hillbilly Jim: Eine Karriere im Rampenlicht des Wrestling

Die Welt des Wrestlings ist voller unvergesslicher Charaktere und Momente. Einer dieser Charaktere ist Hillbilly Jim, dessen Karriere in den 1980er Jahren begann und der sich zu einem der bekanntesten Gesichter und größten Fanlieblinge entwickelte.

Der Aufstieg von Hillbilly Jim

Laudator Jimmy Hart sprach darüber, dass Hillbilly Jim sich als Kind nur für Country Musik, Wrestling und Basketball interessiert habe. Er sei als Basketballspieler so gut gewesen, dass er gleich von sechs Colleges Stipendien angeboten bekam.

Er selbst wollte aber immer nur Pro Wrestler werden und arbeitete jahrelang hart dafür, es an die Spitze zu schaffen. Dabei ließ er sich selbst von einer schweren Knieverletzung nicht abhalten.

Obwohl die Ärzte sagten, dass er nur durch ein Wunder wieder wrestlen könnte, gab er sein Comeback bei WrestleMania III vor über 90.000 Leuten. Darüber hinaus sei Hillbilly Jim auch der Grund dafür gewesen, dass er selbst es zur WWE geschafft habe.

Dafür dankt er ihm und holt nun den frischgebackenen Hall of Famer auf die Bühne, wo die beiden noch ein kleines Tänzchen vorführen.

Die Hall of Fame Rede

Hillbilly Jim spricht darüber, wie er eines Tages von einem Mann in einem Fitnessstudio angesprochen wurde, der ihn für das Wrestling Business gewinnen wollte. Dieser Mann sei Bruce Swayze gewesen und habe den Stein für seine Karriere ins Rollen gebracht.

Er sagt, dass ein Wort, das Jim Ross geprägt hat, seine Karriere am besten beschreibt und das sei „Opportunity“. Jeder im Leben habe gewisse Chancen, die man ergreifen müsse, denn sie würden nie wieder kommen.

Er selbst sei glücklicherweise immer gut darin gewesen, Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Er spricht darüber, wie er zu Beginn seiner Karriere einige Chancen ergriffen hat.

Besonders wichtig sei es für ihn gewesen, sich Stampede Wrestling unter der Leitung Stu Harts anzuschließen, wo er viel trainiert und gelernt habe. Dort habe er mit Bruce Hart auch einen seiner besten Freunde kennengelernt.

Leider musste er aufgrund einer Krankheit seiner Mutter wieder vorzeitig nach Kentucky zurückkehren. Dort habe ihn in Form eines Anrufs von Jerry Lawler jedoch eine weitere Chance erreicht.

Fortan arbeitete er mit weiteren Größen wie Rick Rude oder Jim Neidhart unter Jerry Jarrett und Jerry Lawler in Memphis. Danach habe er durch Pat Patterson eine weitere Chance erhalten und ist zur WWE gewechselt.

Dort hat ihn dann in der Boomzeit des Wrestlings der große Hulk Hogan unter seine Fittiche genommen. Er sei in der WWE immer glücklich gewesen, weil sich die Promotion immer gut um ihn gekümmert habe und weshalb man ihn auch nie wieder bei anderen Promotions gesehen hat.

Es sei eine großartige Zeit gewesen, in der er mit großartigen Leuten wie Andre the Giant oder Bobby Heenan zusammenarbeiten konnte. Er erzählt noch eine persönliche Geschichte, wie er zusammen mit Andre während eines Fluges den kompletten Alkoholvorrat leertrank, wobei Andre mit 50 Drinks den Großteil davon trank.

Danach spricht er noch etwas über WrestleMania III, was eines seiner großen Karrierehighlights war. Er sagt, dass er bereits ein Hall of Fame Leben hatte, aber er akzeptiere diese Auszeichnung vor allem für seine verstorbene Mutter und den Rest seiner Familie sowie den Bundesstaat Kentucky, den er immer bestmöglichst vertreten wollte.

Darüber hinaus bedankt er sich noch bei seinen Freunden im Business, will aber nicht jeden Namen nennen, da es viel zu viele seien. Zum Abschluss will er den Hall of Fame Ring noch für die Fans im Business akzeptieren, die ihn vom ersten Tag an und überall auf der Welt unterstützt haben.

Es gehe ihm nicht darum, wie man sich an ihn erinnert, es sei ihm nur wichtig, dass man sich überhaupt an ihn erinnert. Denn er erinnere sich an viele seiner Kollegen, die im Laufe der Jahre verstorben sind wie Johnny Valiant, Andre the Giant, Lord Alfred Hayes, Gorilla Monsoon, Bobby Heenan, Freddie Blassie, Captain Lou Albano, Jimmy Snuka, Randy Savage und Roddy Piper.

Er bedankt sich noch einmal bei allen Anwesenden und wünscht ihnen ein schönes WrestleMania Wochenende.

WrestleMania III: Ein unvergessliches Ereignis

Wrestlemania III, jenes beispiellose Event im Pontiac Silverdome im US-Bundesstaat Michigan, markierte den Beginn dieser Erfolgsgeschichte. Es war zu seiner Zeit das größte Hallensportereignis der Welt.

Das Großevent wurde vom damaligen WWF-Besitzer und heutigen WWE-Boss Vince McMahon perfekt inszeniert und vermarktet. Souldiva Aretha Franklin sang herzergreifend die Eröffnungshymne.

Die Fights waren perfekt choreografiert, die Dramaturgie leicht nachzuvollziehen und monatelang vorbereitet. Groß gegen Klein, Schön gegen Hässlich, die westliche Welt gegen den bösen Osten und die USA gegen Kanada - es war ein Fest der Vorurteile.

In einem Zwergenmatch, bekamen die beiden "Riesen" Hillbilly Jim (2,01 Meter) und King Kong Bundy (1,96 Meter) jeweils Unterstützung von zwei kleinwüchsigen Wrestlern.

Der Einfluss auf die heutige Wrestling-Welt

Hillbilly Jim hat nicht nur seine eigene Karriere geprägt, sondern auch zukünftige Generationen von Wrestlern beeinflusst. Sein einprägsames Gimmick und seine Fähigkeit, eine Verbindung zum Publikum herzustellen, haben ihn zu einem Vorbild für viele gemacht. Auch heute noch wird sein Name in der Wrestling-Welt mit Respekt und Anerkennung genannt.