Karate Geiger: Eine Erfolgsgeschichte

Thomas Geiger, ein Name, der in der Region und weit darüber hinaus für Karate steht, begann seine Reise in Drachselsried. Dort übernahm er mit 16 Jahren das Dojo, mangels eines Trainers, was der Grundstein für die heute beliebteste Karate-Schule Deutschlands war.

Inzwischen ist die Kampfkunstschule Geiger in über 25 Orten mit Filialen vertreten.

Thomas Geiger selbst ist in Wettkämpfen hochdekoriert und zählt als Karate-Trainer zu den bedeutendsten seiner Stilrichtung, dem Shitoryu Shukokai Karate, in Europa. Doch Karate ist für ihn viel mehr als ein Sport, es ist eine Philosophie, oder schlichtweg sein Leben.

Diese Hingabe spiegelt sich auch in der Organisation des Karate Mastercamps wider. Diese Veranstaltung bietet die Möglichkeit, mit international hochrangigen Lehrern zu trainieren und dient gleichzeitig als Rahmen für Dan-Prüfungen und Ehrungen.

Bisher immer in Bad Kötzting abgehalten, fand das Mastercamp dieses Jahr zum ersten Mal in Bodenmais statt. Über 300 Teilnehmer aus ganz Europa waren angereist, um in der Schulturnhalle zwei intensive Tage zu verbringen.

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Dabei stand nicht nur das Training im Vordergrund, auch die Kommunikation unter den einzelnen Völkern ist ein entscheidender Bestandteil des Treffens. „Verständigung ist wichtig, um die Stile der einzelnen Schulen immer wieder untereinander abzugleichen und nicht den gemeinsamen Weg zu verlieren,“ weiß Geiger die Bedeutung des Mastercamps für die Trainer einzuordnen. Die zahlreichen Teilnehmer profitieren dann von den Anweisungen in den Trainingsstunden, ganz besonders von hochqualifizierten Coaches wie Tsutomu Kamohara (Japan, 9. Dan), Denis Casey (England, 8. Dan), Dr. Thomas Hausner (Österreich, 7. Dan), Christopher Mileham (England, 7. Dan) und natürlich Thomas Geiger (6. Dan).

Die Anzahl der Teilnehmer, insbesondere der große Anteil internationaler Gäste, freute vor allem Bürgermeister Jolli Haller, der das Camp am Samstag persönlich eröffnen durfte. Als erstmaliger Ausrichter war man in Bodenmais sichtlich überrascht ob der regen Begeisterung für Karate. Vom kaum zehnjährigen Anfänger bis zum leicht ergrauten Erwachsenen waren schließlich alle Altersgruppen vertreten.

Mit einem Besuch auf dem Bennofest und einem abendlichen Empfang im Pfarrzentrum konnte sich der beliebte Urlaubsort auch gleich von seiner besten Seite zeigen.

Shitoryu Shukokai Karate

Von allen Karate-Richtungen zeichnet sich Shito-ryu Shukokai durch besonders weiche und fließende Bewegungen aus. Teilweise leiten sich die Bewegungen direkt aus der chinesischen Medizin ab, im Vordergrund steht dabei die Harmonisierung von Körper und Geist.

Die drei Säulen des Shito-Ryu Shukokai Karate

  • KIHON: Die Grundtechniken dienen dem Erlernen einzelner Techniken und Technikkombinationen, der Kräftigung der Muskulatur, der Dehnung und der Entwicklung von Koordination, Stabilität und Gleichgewicht. Das Üben von Grundtechniken bildet die Basis für das Erlernen von Kata und Kumite.
  • KATA: Kata sind historisch überlieferte Technikkombinationen, in der einfachsten Bedeutung “Kampf gegen imaginäre Gegner” oder auch „Schattenboxen“. Sie dienen der Entwicklung von Koordination, Stabilität, Gleichgewicht, Rhythmus, Konzentration und Zanshin - der geistigen Wachsamkeit - und sind nicht zuletzt Studien zu den Strategien des Kampfes. Sie haben in ihrer ursprünglichen Form auch medizinische und esoterische Bedeutung. Es gibt an die 60 Kata im Shito-ryu Karate, fast alle sind sehr nahe an der ursprünglich überlieferten Form.
  • KUMITE: Kumite wird sowohl für den Wettkampf, als auch als Kampf ohne Regeln (nur für Fortgeschrittene) trainiert. Besonderes Merkmal im Shito-ryu Shukokai Karate sind rasche Deplatzierungen und zahlreiche Bein-, Wurf- und Fegetechniken. Außerdem werden verschiedene Vorstufen zum Kampf unterrichtet, wie z. B. Ippon-Kumite.

Geschichte des Shito-Ryu Shukokai Karate

Diese Karate-Schule wurde durch TANI Chojiro Sensei, geb. am 25. Januar 1921 in Kobe, Japan, gegründet. Seine Lehrer waren MIYAGI Chojun Sensei - Gründer von Goju-ryu Karatedo und MABUNI Kenwa Sensei - Gründer von Shito-ryu Karatedo.

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Tani Sensei studierte an der Universität Doshisha in Kyoto, von der er auch diplomiert wurde. 1948 öffnet er seine Schule “Forschungsinstitut für Tani Karatedo” und gibt ihr die beiden Namen SHUKOKAI bzw. TANI-HA SHITO-RYU KARATEDO. Shukokai bedeutet “Verein für gemeinsames Üben”, ein Name der aus politischen Gründen so gewählt wurde.

Zur damaligen Zeit, nach der Niederlage im zweiten Weltkrieg, war die Ausübung von Kampfsport in Japan verboten. Unter diesem Namen konnte man jedoch ungestört trainieren.

Tani Chojiro war nicht der einzige Schüler von Mabuni Sensei, der seine eigene Schule gründete, und so gibt es derzeit mehrere Gruppen im Shito-Ryu (Mabuni-Shito-Ryu oder Yoshu-Kan, Shito-ryu Shukokai, Hayashi Shito-Ryu, Itosu-Kai, Shito-Kai, Seishinkai Shito-Ryu…). Tani Sensei wurde mit der Betreuung zahlreicher Universitätsdojo in der Region Kobe, Osaka und Kyoto betreut. Die Universitätsdojo haben heute wie früher große Bedeutung in der Entwicklung des Karate in Japan und gelten nach wie vor als Kaderschmieden. Entsprechend findet man auch heute noch die meisten Shito-ryu Shukokai-Dojo in der oben genannten Region. Shito-ryu Shukokai ist bereits weltweit verbreitet in Australien, Brasilien, Canada, Europa, Indien, Iran, Sri Lanka und USA.

Tani Sensei ist im Januar 1998 in Kobe, Japan verstorben. Einer der bekanntesten Schüler von Tani Sensei war NANBU Yoshinao, der in den 60er Jahren zu den Pionieren des Karate in Frankreich zählte und durch seine kämpferischen Qualitäten große Bekanntheit erlangte.

Shito-Ryu Shukokai World Union

Masataka OHSHITA, 9.Dan, SOKE ist der aktuelle technische Direktor unseres Karate-Verbandes, Shito-Ryu Shukokai Karatedo World Union! Er wurde am 18.7.1956 in der Hyogo Präfektur in Japan geboren und lebt seit 2010 in Österreich.

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Qualifikationen von Masataka Ohshita

  • Shito-Ryu Shukokai Karatedo World Union: Soke, Hanshi 9. Dan, Technischer Direktor
  • International Shito-Ryu Karatedo Union (I.S.K.U.): Soke, Hanshi 9. Dan
  • Karatedo Shito-Ryu Kensei-kan: Hanshi 9. Dan
  • Shito-Ryu Karatedo Seishin-kan: 9. Dan
  • Austria Karate Federation: 8. Dan
  • Japan Karate Federation: Kyoshi 7. Dan
  • Laido - Muso Jikiden Eishin-ryu, Suirei-Kan, Kancho: 7. Dan
  • All Japan Kendo Federation: 3. Dan
  • Nippon Kenpo: 3. Dan
  • Judo: 2. Dan
  • Japanese Calligraphy: 7. Dan, Pen Name = Suiho
  • JASA Coach IV
  • MA. Ed. = Master of Arts in Education
  • University Wien: Doctral Course in Philosophy

Shito-Ryu Shukokai Deutschland

  • Präsident: Sensei Paul Gruber, 5.DAN
  • Vize-Präsident: Sensei Daniel Maske, 5.DAN
  • Technischer Leiter: Shihan Thomas Geiger, 7.DAN

Directory Comitee

  • President: Mr. Thomas HAUSNER, 8th Dan (Austria)
  • Soke & Technical Director: Mr. Masataka OHSHITA, 9th Dan (Japan / Austria)
  • Vice-President: Mr. Chris MILEHAM, 7th Dan (England)
  • General Secretary : Mr. Thomas GEIGER, 6th Dan (Germany)
  • Deputy General Secretary: Mrs. Gayle BERRY-ZÖCHBAUER, 4th Dan (USA / Austria)
  • Treasurer: Mr.

Die Karateschule Geiger engagiert sich auch in der Kindererziehung. Im Rahmen des Themas „es lebe der Sport - die Kita St. Nikolaus macht sich fit“ besuchten am 04.02.2025 und 05.02.2025 zwei Trainer der Karateschule Geiger aus Straubing die Kita. Durch eine kreative Geschichte wurden die Karatetechniken den Kindern nähergebracht. Jedes Kind durfte diese Techniken einmal ausführen. Es wurden Achtsamkeitsübungen und Gemeinschaftsübungen umgesetzt.

Das Wichtigste bei Karate Geiger sind nicht etwa das Kämpfen, sondern vielmehr wie man Grenzen aufzeigen, den eigenen Selbstwert fördern, Sicherheit und Struktur erlernen, sowie soziale Kontakte finden kann.

Viele Kampfsportschulen üben auch eine "starke Stimme". Zusätzlich üben die Drei- bis Sechsjährigen regelmäßig den Satz "Stopp, lass mich in Ruhe!", laut und deutlich, in aufrechter Körperhaltung. Für die Übung kommt dabei ein Bein in den Ausfallschritt. Die Hände zeigen abwehrend nach vorne. Im Ernstfall muss diese Haltung nicht sein, aber innerlich sollen sie dran denken: "Stimme ist auch ein Ausdruck von Selbstbewusstsein und Stärke", sagt Thomas Geiger, der Leiter der Karateschule. Sie ist oft der "erste Schritt, um Grenzen zu setzen". Deshalb gehöre eine "starke Stimme" genauso zum Training wie Karate-Techniken. "Für die Kinder ist es wichtig, um sich selbst kennenzulernen, und um zu merken, was kann ich tolerieren, was nicht", sagt Karatetrainerin Emily Götz, "und wie kann ich es dann artikulieren, ohne dass ich jemandem schade." Es geht also darum, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Die Eltern vieler Karate-Kinder beobachten, dass ihre Kinder durch die Übungen tatsächlich besser mit den typischen Alltagskonflikten von Kindern untereinander umgehen können. Die Mutter der fünfjährigen Amelie erzählt zum Beispiel, dass ihre kleine Tochter zwar immer noch "Respekt hat vor jedem. Aber wenn ihr etwas nicht passt, dann traut sie sich mittlerweile, das auch deutlich zu sagen", zum Beispiel auf dem Spielplatz. Vom Kindergartenpersonal gebe es dafür positive Rückmeldungen. Dem Vater von zwei kleinen Karate-Jungs ist wichtig, dass seine Kinder Selbstvertrauen haben. Er selbst habe als Jugendlicher "zugeschlagen", wenn er gemobbt wurde. "Es wäre aber wahrscheinlich besser gewesen, wenn ich damals wortgewandter gewesen wäre."

Von der Turnhalle zur größten Kampfsportschule Deutschlands: Vor über 35 Jahren begann unsere Reise in einer kleinen Turnhalle in Drachselsried. Heute sind wir die größte Kampfkunstschule Deutschlands mit über 50 Standorten in Bayern - und unser Wachstum geht weiter. Viele unserer Schüler haben nicht nur ihre sportlichen Ziele erreicht, sondern auch ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: Ehemalige Mitglieder sind heute selbst Trainer, studieren Sport oder haben eine Ausbildung in diesem Bereich begonnen.

Unser Trainerteam besteht aus hauptberuflichen Sportpädagogen, ausgebildeten Sportfachleuten, Sport- und Fitnesskaufleuten sowie Absolventen und Studierenden der Fitnessökonomie.

Die erste Probestunde ist völlig kostenlos! Für die erste Trainingseinheit reicht bequeme Sportkleidung, die dein Kind normalerweise trägt, und etwas zu Trinken. Ja, selbstverständlich dürfen Eltern bei der Probestunde ihres Kindes dabei sein! Nach dem Probetraining wird unser Berater-Team telefonisch Kontakt mit dir aufnehmen. Hier stehen wir dir gerne zur Verfügung, um all deine Fragen zu beantworten und die nächsten Schritte zu besprechen.

Wenn dein Kind sich für unser Kinderkarate-Programm anmelden möchte, sind wir jederzeit bereit, dir bei der Anmeldung zu helfen und dir alle Einzelheiten zum Trainingsplan, sowie den Mitgliedschaftsoptionen zu erläutern. Karate ist auch für die Kleinsten sicher. Wir passen jede Übung an die Fähigkeiten von 3- bis 5-Jährigen an und achten streng auf Sicherheit. Unsere Trainer sind speziell für diese Altersgruppe ausgebildet und sorgen mit Matten und kindgerechter Ausrüstung für ein sicheres Trainingserlebnis.

Karate bringt spielerisch Routine und Struktur in den Alltag deines Kindes. Die regelmäßigen Trainingszeiten helfen dabei, einen festen Ablauf zu etablieren. Im Training lernt dein Kind, Anweisungen zu folgen und Übungen zu wiederholen, was auch zu Hause bei täglichen Routinen wie Aufräumen oder Zähneputzen hilfreich sein kann. In unseren Karate-Stunden lernen die Kinder weit mehr als nur Techniken. Sie entwickeln wichtige soziale Fähigkeiten wie das Warten auf ihre Reihe, das Teilen von Aufmerksamkeit und das Arbeiten in der Gruppe. Wir fördern auch Werte wie Respekt, Geduld und Höflichkeit. Zudem stärken wir ihre motorischen Fähigkeiten, Koordination und das Gleichgewicht.

„KARATE - Das Buch für Kinder“ ist ein faszinierendes Lese- und Lernbuch, das junge Karateka begeistert und ihnen spannende Einblicke in die Welt des Karate und die japanische Kultur bietet. Geschrieben von der japanischen Weltmeisterin Marie Niino, ist dieses Buch ideal für Kinder ab 4 Jahren und vermittelt kompaktes Wissen über die Grundtechniken im Karate. Mit über 300 reichhaltigen und liebevollen Illustrationen entführt das Buch die Leser nach Japan, lässt sie in eine exotische Kultur eintauchen und gibt anschauliche Informationen zu Land, Geschichte und traditionellen Märchen. In lebhafter und bildhafter Sprache erklärt Marie Niino Themen wie das Binden des Gürtels für Anfänger, Dehn- und Atemtechniken sowie spannende Details über Muskeln und Bewegungen im Karate.

Wie erkennen Eltern, ob ein Kurs gut ist? Präventionsprogramme gegen Gewalt und Mobbing gibt es auch an den Schulen. Immer mehr Eltern interessieren sich aber auch für kommerzielle Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse. Aber nicht alle sind empfehlenswert. Jörg Breitweg, Experte für Gewaltprävention bei der Aktion Jugendschutz Bayern, empfiehlt dazu einen Leitfaden des "Petze-Instituts für Gewaltprävention". Hier wird zum Beispiel von Anbietern abgeraten, die mit angsteinflößenden Bildern werben. Prävention wirke nur, wenn sie angstfrei vermittelt wird. Unseriös sei auch, wenn der Kursschwerpunkt auf Angriffen durch fremde Täter liegt, weil Übergriffe oft im nahen sozialen Umfeld erfolgen. Die Kurse sollten mehrtägig sein, die Gruppengröße maximal zwölf Kinder umfassen.

Eltern dürften sich auch keine Wunder von einzelnen Übungen wie zum Beispiel dem Stopp-Sagen erwarten, sagt Jörg Breitweg. Selbstbehauptung sei ein längerer Prozess, der auch mit zur Erziehungsaufgabe der Eltern gehöre. Kinder und Jugendliche sollten lernen, sich angemessen und gewaltfrei zu wehren, aber nicht "drüber zu gehen". "Auf einen blöden Spruch kann man erstmal humorvoll reagieren." Der nächste Schritt sei, freundlich zu signalisieren, dass man etwas nicht möchte. Kinder und Jugendliche müssten aber wissen, dass sie Hilfe von Erwachsenen holen sollen, wenn alles andere nichts nutzt. Sie dürften nicht denken, dass sie alle Konflikte alleine lösen müssen.