Berühmte Persönlichkeiten im Karate

Die Kampfkunst lässt sich bis ins 5. Jahrhundert n.Chr. nach Asien zurückverfolgen und wurde etwa ab dem zweiten Weltkrieg unter dem Namen ‚Karate‘ über die ganze Welt verbreitet. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.

Interessant zu wissen ist, dass sich Karate auch durch strenge Verhaltens-oder Benimmregeln auszeichnet. So wird vor jedem Unterricht der Meister (Sensei) mit einer Verbeugung begrüßt, später verabschiedet und ebenso mit eventuellem Publikum oder anderen Schülern. Außerdem zählt bei Karate nicht Sieg oder Niederlage sondern die Achtung des Gegners an oberster Stelle, sowie die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch äußerste Konzentration.

Beim Training werden Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit trainiert! Besonders interessant ist Karate für Frauen, da Kraft und die eigene Statur nur eine untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr geht es darum mit Gelassenheit auf einen eventuellen Angriff zu reagieren und gleichzeitig schnell und geschickt zu agieren um sich selbst möglichst gut zu verteidigen. Karate wird natürlich auch als Kampf ausgeführt, allerdings unter strengen Regeln um mögliche Verletzungen des Gegners zu unterbinden.

Historische Meister und ihre Beiträge

Die Samurai sind in Japan seit Jahrhunderten geachtete Leute. Mit speziellen Kampfkünsten verteidigten sie sich, ihre Familien und ganze Dörfer vor anrückenden Feinden. Sohn einer solchen Familie war Gichin Funakoshi. 1868 in der Präfektur Okinawa geboren, galt seine Begeisterung schon früh der Kampfkunst - und das, obwohl er selbst von sich sagte er sei eher klein und stets kränklich gewesen.

Gichin Funakoshi ist nicht der Begründer des Karate an sich, wohl aber des modernen Karate wie wir es heute kennen. Ein­zel­ne Karatetechniken gab es schon lange, bevor Gichin Funakoshi auf der Welt war. Schon in der Kampfkunst der in China an­säs­si­gen Shaolin-Mönche, dem Shaolin-Quan - beziehungsweise Shaolin-Kung Fu - finden sich bestimmte Faustschläge, die später in das Karate-do (die Schule des Karate) integriert wurden.

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Im 19. Jahr­hundert fanden dann einige Praktiken des Kung Fu den weg von China nach Okinawa, welche als To-De (chinesische Hand), später innerhalb Okinawas auch als Okinawa-Te, bezeichnet wurden. Aufgrund von Verboten zum Einsatz von Waffen wie auch der Ausübung von Kampfkünsten, waren nur wenige Personen in die Geheimnisse des Karate eingeweiht. Funakoshi gehörte zu diesen Leuten. Funakoshi übte sich auch in den geistigen Disziplinen.

Unterzeichnet hat er sie unter dem Pseudonym „Shoto“, was übersetzt in etwa „Rauschen der Pinien“ bedeutet. Als Hauptschullehrer machte sich Funakoshi verdient, vergaß dabei jedoch nie seine Leidenschaft für die Kampf­kunst. Er begann nun nach und nach, die Kunst, welche über hundert Jahre lang nur bestimmten ausgewählten Kreisen zugänglich war, populär zu machen.

So war er zum Beispiel 1917 dazu eingeladen worden, während einer Ausstellung in Tokyo sein Können vorzuführen. Mittlerweile hatte er die beiden Stile, in denen er als Junge von Itosu und Azato Yasutsune unterrichtet worden war, weiterentwickelt. Durch die Verschmelzung der beiden Kampfstile Shuri-Te und Naha-Te entstand eine bis dahin nicht gekannte, neue Art des Karate. Der Shotokan-Stil, das moderne Karate, ist der Verdienst Funakoshi Gichin.

Um diesen Karate-Stil weiterzuverbreiten und in Japan zu einer gewissen Berühmtheit zu führen, unterrichtete Funakoshi auch an den Schu­len im Sportunterricht. Karate fand dank seiner Anstrengungen in ganz Japan immer mehr Anhänger, denen es gelungen war, 1935 die Gründung des ersten Karate-Dojo (Karateschule) durchzusetzen. Sie trug den Namen „Shoto-Kan“ („Haus des Rau­schens der Pinien“), ist also, wie auch der Stil selbst, eine Hommage an den Schöpfer Funakoshi, der dieses Pseudonym in seiner Jugend unter Gedichte schrieb.

Er wurde auch der erste Leiter des „Shoto-Kan“. Ein weiterer Verdienst des Shoto-Kan-Begründers waren erste Bücher, die über Techniken des Karate aufklären sollten. Im Alter von 88 Jahren starb Gichin Funakoshi im Jahr 1957. Sein Wunsch, Karate überall in Japan und auf der ganzen Welt be­kannt zu machen, hatte sich schon zu diesem Zeitpunkt erfüllt.

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Weitere bedeutende Karateka der Geschichte:

  • Itosu Ankō (Itosu Yasutsune): Er war der Lehrer des heute noch berühmten Funakoshi Gichin. Seiner Arbeit ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Karate der Masse zugänglich gemacht werden konnte.
  • Matsumura Sōkon: Tatsache ist, dass er seinerzeit als einzigartiger Karateka berühmt war und außergewöhnliche körperliche Fähigkeiten besaß. Er unterrichtete viele Schüler, welche später große Taten vollbrachten.
  • Hirokazu Kanazawa: Während seines Studiums ließ er sich die Gelegenheit, unter Funakoshi Gichin (dem hochangesehenen Gründer des Shotokan) zu trainieren, nicht entgehen und stieg über die Jahre zu einer angesehenen Person im Karate auf.

Deutsche Karateka

Der erste Name, der Euch als deutschen Karateka durch den Kopf schießen sollte, ist Efthimios Karamitsos. Der geborene Grieche studierte Sportwissenschaft in Frankfurt und ist seit 1992 Bundestrainer für die Disziplin Kata.

  • Toni Dietl: Der ehemalige Bundestrainer und 7. Dan Toni Dietl gründete 2007 das Karate Kollegium, welches heute als Kampfkunst Kollegium bekannt ist.
  • Hideo Ochi: Der deutsche JKA-Karate Bund wurde 1993 von Hideo Ochi gegründet, welcher sich damit von den Werten des DKV distanzierte. Er glaubte, dass eine reine Ausbildung des Karatekas für den Wettkampf den traditionellen Werten des Karate im Weg stehe.

Bekannte Karateka aus Wettkämpfen

Es gibt seit Jahren erfolgreiche Frauen in Kampfsportarten, sei es Judo oder Karate. Die erste Goldmedaille für die Frauen bei einer Weltmeisterschaft holte Alexandra Witteborn bei der Weltmeisterschaft 2000 in München.

  • Nadine Joachim: Als eine der einflussreichsten Frauen solltet Ihr Nadine Joachim, geboren als Nadine Ziemer, kennen. Sie holte in ihrer aktiven Zeit diverse Goldmedaillen in der Kategorie Kumite, unter anderem bei den World Games 2005 in Duisburg.
  • Jasmin Bleul: In Wettkämpfen der Kategorie Kata hat sich Jasmin Bleul inzwischen einen Namen gemacht. Die 1993 geborene Aschaffenburgerin gewann bereits diverse Titel bei deutschen und europäischen Meisterschaften.

Karateka in Film und Fernsehen

Die meisten, die nicht aktiv Karate ausüben, kennen bekannte Karateka aus Film und Fernsehen.

  • Chuck Norris: berühmt für seinen Roundhouse-Kick, lernte hauptsächlich Taekwondo und Tang-Soo-Do, war aber auch in der Welt des Karate aktiv.
  • Steven Seagal: lebte 15 Jahre lang in Japan und lernte in dieser Zeit unter anderem Karate.
  • Jean-Claude Van Damme: stellt eine Größe im Kampfsport dar.
  • Bruce Lee: wird in Filmen (Karate Tiger) oft fälschlicherweise dem Karate zugesprochen, praktiziert aber in Wahrheit einen eigenen Kampfstil, welcher sich Jeet Kune Do nennt.

Bruce Lee: Mehr als nur ein Kampfkünstler

Bruce Lee, geboren am 27. November 1940 in San Francisco, Kalifornien, war weit mehr als nur ein Schauspieler oder ein Kampfkünstler. Bereits in jungen Jahren wurde sein Interesse an Kampfkunst geweckt, vor allem durch seinen Vater Lee Hoi-Chuen.

Lee entwickelte sich schnell zu einem talentierten Kampfkünstler und erweiterte später sein Wissen, indem er verschiedene Kampfkunststile studierte. Er interessierte sich für verschiedene Kampfkunststile wie Wing Chun, Judo, Taekwondo, Boxen. Lee war ein eifriger Schüler, der immer nach Perfektion strebte. Er forderte die Regeln des traditionellen Kampfsports heraus.

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Seine Philosophie war die Grundlage für Jeet Kune Do, eine Kampfkunst, die auf Effizienz und Anpassungsfähigkeit fokussiert ist. Sein Wunsch nach Perfektion brachte ihm beeindruckende Körperbeherrschung und Schnelligkeit, die viele bewunderten und nachahmten. Lee war ein Vorreiter in der Kampfkunstwelt und ein Befürworter des Selbststudiums und der ständigen Weiterentwicklung.

Bruce Lee war nicht nur ein Meister des Kampfsports, sondern auch ein bahnbrechender Schauspieler und Regisseur. Seine Filme, wie „The Big Boss“, „Fist of Fury“, „Way of the Dragon“ und „Enter the Dragon“, zeigten nicht nur sein Talent als Kampfkünstler, sondern auch seine Schauspielkunst und seine innovative Herangehensweise an die Inszenierung von Kampfszenen. Sein Einfluss auf die Popkultur und den Film war enorm und prägte das Actionfilm-Genre für immer.

Weitere bekannte Persönlichkeiten und ihre Kampfkunst

Viele Promis haben sich dem Kampfsport verschrieben, um sich selbst verteidigen zu können oder ihre Fitness zu verbessern. Hier sind einige Beispiele:

  • Tom Hardy: Praktiziert Brazilian Jiu-Jitsu und hat den lila Gürtel.
  • Forest Whitaker: Trägt den schwarzen Gürtel in Kempō-Karate.
  • Ashton Kutcher: BJJ-Kämpfer mit braunem Gürtel.
  • Ed O’Neill: Schwarzgurtträger im BJJ mit 20-jähriger Erfahrung.
  • Katheryn Winnick: Schwarzer Gürtel 3. Grades in Taekwondo und 2. Grades in Karate.
  • Wesley Snipes: Kann Kickboxen, BJJ, Hapkido und hat den 5. Dan (Godan) in Shōtōkan-Karate.
  • Mark Zuckerberg: Übt Jiu-Jitsu und hat Wettkämpfe bestritten.
  • Keanu Reeves: Beherrscht diverse Kampfsportarten, darunter Brazilian Jiu-Jitsu, Aikido, Judo, Karate und Krav Marga.

Diese Persönlichkeiten zeigen die Vielfalt und die breite Akzeptanz des Karate und anderer Kampfkünste in verschiedenen Bereichen des Lebens.

Kazuhiro Sawada

Aus unserem Nachbarland Belgien kam erstmals der bescheidene und freundliche JKA-Trainer Kazuhiro Sawada zum Gasshuku 2005 nach Hannover. Er wurde am 25. Februar 1952 in Hamamasu bei Sapporo auf der nördlichen Insel Hokkaido geboren. Bereits als 14jähriger Schüler hatte er mit dem Karatetraining begonnen. Sein erster Lehrer war Joko Iwata, ehemals Captain der Karate-Mannschaft der Taisho Universität. Er empfahl den jungen Studenten an seinen Freund und Trainer an der Taisho: Norihiko Iida, den bekannten JKA-Instructor und buddhistischen Priester.

Nach dem Besuch der Highschool ging K. Iida-Sensei ist kein Unbekannter bei uns, weilte er doch auf Einladung seines persönlichen Freundes Hideo Ochi bereits mehrmals als Trainer bei Gasshukus und Kata-Specials in Deutschland. Er und ein weiterer JKA-Instructor, Kensei Hayakawa, nahmen den jungen Studenten Sawada unter ihre Fittiche. Im letzten Jahr seines Studiums war Sawada-Sensei zum Captain der Taisho Kampfmannschaft aufgestiegen. Dabei machte er auch die Bekanntschaft von Hideo Yamamoto, der zu jener Zeit in seinem ersten Studienjahr in die Kampfmannschaft an der Takushoku Universität berufen wurde.

Nach dem Abschluß des Studiums ging K. Sawada in die berühmte Instructor-Class am Honbu Dojo der JKA zur Ausbildung zum Instructor. Der damalige Chief-Instructor des belgischen Karateverbanders, JKA Instructor Satoshi Miyazaki, bat seinen JKA-Kollegen Iida um die Vermittlung eines jungen Assistenten für seine Arbeit in Belgien. Iida empfahl ihm den jungen Sawada. So brach der Student-Instructor seine Ausbildung bei der JKA im April 1975 ab und ging in unser Nachbarland, um bei Miyazaki zu assistieren und zu lernen.

Er blieb dort bis 1984 und kehrte nach Japan zurück, weil inzwischen einige herausragende belgische Karateka die Aufgaben als Assistenten von S. Miyazaki übernehmen konnten. Zurückgekehrt nach Japan nahm K. Sawada eine berufliche Tätigkeit als Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung von Turu in der Yamanashi-Präfektur auf. Abends trainierte er in privaten Dojos und unterrichtete an den dortigen Highschools sowie der Universität.

Für K. Sawada hat Karate sein Leben bereichert. Durch die Bekanntschaft mit Iida-Sensei kam er zu S. Miyazaki und lernte viele belgische und europäische Karateka kennen. Er hat erfahren, wie Menschen auf unterschiedliche Weise lernen und wie sich bei ihnen Verhaltensänderungen einstellen. Einen Monat bevor Taiji Kase im November 2004 starb, nahm Ochi-Sensei K. Sawada zu einem letzten Besuch bei dem Großmeister nach Paris mit.

Erstmals hat Sawada-Sensei bei einem deutschen Gasshuku als Trainer mitgewirkt. Ihn hat besonders die Disziplin und Freude der Teilnehmer beeindruckt. Er war erstaunt, daß schon morgens um 7 Uhr so viele Karateka im Gi zum Kata-Training erscheinen und nach einer Stunde Pause im nächsten Training stehen.

Taiji Kase

Taiji Kase wurde 1929 geboren und startete sein Kampfkunsttraining mit Judo im Alter von sechs. Yoshitaka hieß Toyama die Technik an seinen Oberschenkel-Muskeln zu probieren. Oberschenkel, aber nichts passierte. Yoshitaka wies ihn an es stärker zu probieren ... nichts. Wurden die Leute verletzt während des Trainings? Oh ja.

Der Sensei war Genshin Hironishi und sein Training war hart. fragten ob er dort unterrichten würde. direkten Beteiligung ab, so wurde tatsächlich Tadao Okuyama geschickt. sagte "Das ist kein Shotokan-Karate!". gesagt hatte "nicht akzeptiert, nicht akzeptiert". Trainer bei. Wie das geschah... lebte auch Hidetaka Hishiyama und er bat und versuchte ihn oft zu überzeugen, der JKA beizutreten. trainieren und zu lehren. Takushoku-Leuten geführt wurde.

Tatsächlich war Taiji Kase ein sehr wichtiges Mitglied der JKA. verantwortlich war. Namen wie Hirokazu Kanazawa, Keinosuke Enoeda und Hiroshi Shirai. 1965 zusammen mit Kase auf Weltreise um überall wohin sie kamen Vorführungen durchzuführen. ein bisschen kritisierte.

Taiji Kase war sehr streng im Unterrichten von Kihon und Kata, aber im Kumite war seine Technik viel freier. wichtige war das Timing, die Bewegung und das Nutzen der Kraft im richtigen Moment. Tetsuji Murakami, Tsutomu Ohshima, Mitsusuke Harade, Taiji Kase. dieser Trainer kurz nach deren Ankunft testete.

Hat er auch mit Kase Kumite geübt? Oh ja. Judowurf. versuchte sich zurückzubewegen wurde er von Kase mit einem Sidekick getroffen, der ihn zusammensinken lies. Ich fragte Sensei Kase danach und er lachte. Ja, das ist passiert. Kampfes gemeistert hat. Sein außergewöhnlicher Wert liegt in seinem Training von zwei Arten von Karate. auf Kampf und die andere auf dem Training der Grundlagen.

Strategie: Er passt sich an seinen Gegner an. er in den Gegner. Was seine Stärke und Erfahrung im echten Kampf unterstreicht. Er hat gelernt, wie sich das Körpergewicht bewegt. und wann nicht, das ist dann, wenn der Gegner sein Gewicht verlagert, dann kann er nicht angreifen. Moment, in dem Kase seinen berühmten tiefen Angriff startet. enthalten. natürlich, diese Unglücklichen zu werfen. Aber versuche nicht dasselbe an ihm.

Er ist wie Beton. der beste Kämpfer, den ich je traf. Er liebt das Kämpfen und schlägt nie eine Aufforderung aus. beim Eingang. Er lies Baroux zwei oder drei Techniken machen, dann erhöhte er das Tempo. brauchte. Nachdem sein Vertrag mit Henri Plée auslief, ging Kase seine eigenen Wege und gab in ganz Europa Lehrgänge. seine eigene Organisation gründete, treu. Wie Henry Plée sagte, Taiji Kase war nie ein Politiker oder Intrigant.

letzten Jahr eine Herzattacke erlitt. er im Februar einen Comeback-Lehrgang in Paris, bei dem 200 Schwarzgurte anwesend waren. Britain. den Körper im Verhältnis zum Gegner am besten positioniert. Stand, Atmung, Abwehr- und Blocktechniken. sollte "als ob man zweihundert Kilo wiegt". langsam mit bewusstem Atmen - ähnlich dem Goju-Stil - und dann stark, mit scharfem Kime. reduziert, erst zur mittleren Reichweite und dann auf nur ein paar Zentimeter - bei gleichbleibender Kraft.