Kampfsport Schwarzer Gürtel Voraussetzungen

Wie bei vielen anderen Kampfsportarten auch, signalisieren die Gürtel im Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) die Fähigkeiten des Trägers.

Auch im Karate geben die Gürtel in unterschiedlichen Farben an, welchen Ausbildungsstand der Karateka bislang erreicht hat.

Gürtelgrade im Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)

Allgemein besteht ein Unterschied im Alter der Träger, bis zu 15 Jahren zählt man zu den Kindern. Hier werden Gürtel nach Fähigkeiten in der Reihenfolge weiß→grau→gelb→orange→ grün vergeben, wobei diese ebenfalls noch einmal unterteilt werden können mit je einem horizontalen Streifen in weiß oder schwarz.

  • Weißgurt: Der erste der BJJ Gürtel, hier beginnt man damit, das Fundament für sein Jiu-Jitsu zu errichten. Es gilt sich mit Begrifflichkeiten wie beispielsweise Mount, Sidecontrol, oder auch Armbar vertraut zu machen, und einige elementare Positionen und Techniken, sowie bestimmte Bewegungsabläufe zu erlernen. Als White Belt sollte es dein Ziel sein, die grundlegenden Prinzipien zu verstehen, deinen Körper sowie deine Motilität zu trainieren und neue Aspekte von beidem zu erkennen.
  • Blaugurt: Während man nun bereits mit den umgänglichen Begriffen vertraut ist, werden weiterhin die bereits erlernten Techniken perfektioniert, kombiniert, und ergänzt. Dabei sollte man in der Lage sein die Guard des Gegners zu passen, sich also daraus zu befreien, und aus verschiedene Positionen zu escapen, also beispielsweise aus der gegnerischen Backmount zu entkommen. Die grundlegenden Referenzen eines Blue Belts sind eine solide Verteidigung aus allen BJJ-Grundpositionen.
  • Lilagurt: Als Lilagurt geht es darum sein Fundament zu vervollständigen, und sich darauf zu konzentrieren seine Bewegungsabläufe zu perfektionieren, und sowohl sein eigenes, als auch das Gewicht seines Gegners zum eigenen Vorteil zu nutzen. Der Purple Belt ist die Phase, in der Bewegung und Dynamik in dein eigenes Spiel integriert werden. Das Erlernen kombinierter Angriffssequenzen und einer sehr soliden Closed & Open Guard ist ein weiterer wichtiger Aspekt eines Purple Belts.
  • Braungurt: Mit dem Erlangen des Braungurtes sollte der Träger in der Lage sein, beinahe jede Bewegung, jede Submission, jeden Pass und jede Escape in Perfektion auszuführen. Zudem sollte der Träger sein „Spiel“ ausführlich kennen, auf alle auftretenden Situationen intuitiv reagieren können, und Schwachstellen im „Spiel“ des Gegners zu erkennen und zu nutzen. Ebenfalls die Kontrolle durch Eigengewicht sollte leicht fallen, und die dafür nötige Balance beherrscht werden. Obwohl du noch kein Meister der Kunst bist, gibt es nur sehr wenige Positionen oder Situationen, mit denen du als Träger des Brown Belts nicht vertraut bist.
  • Schwarzgurt: Durch die Verleihung des Schwarzgurtes wird aus dem Schüler ein Meister in der Kunst des Jiu-Jitsu. Alles was es tut, sollte in Perfektion erfolgen. Der Schwarzgurt sollte die Zusammenhänge aller Bewegungen zueinander erkennen und in jeglicher Art kombinieren können. Ein Black Belt ist ein Meister auf und neben der Matte.

Nach dem Faixa preta folgen noch 3 weitere Gurte, der rot/schwarze, der weiss/rote, und abschließend der rote Gurt. Zusätzlich können die Gurte, egal welcher Farbe (außer dem Schwarzgurt) noch mit bis zu 4 weißen Streifen, den sogenannten Dans, je nach Fähigkeiten im jeweiligen Stadium unterteilt werden. Der Schwarzgurt kann bis zu 6 Dans erreichen, bevor er den nächsthöheren Gurt erhält. Manche Schulen verleihen Dans in festen zeitlichen Abständen, sofern es gerechtfertigt ist, andere Schulen wiederum verzichten weitestgehend darauf.

Gürtelfarben und Prüfungsinhalte im Karate

Es gibt neun Schüler (weiß bis braun) und zehn Meistergrade (alle schwarz bzw. rot-weiß). Um aufzusteigen muss eine Prüfung absolviert werden, darin werden Techniken, Trainingsabfolgen abgefragt.

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Im Folgenden sind die Voraussetzungen der verschiedenen Gürtelprüfungen beschrieben. Bei bestandener Prüfung erhält der Absolvent eine Urkunde.

Gürtelfarbe Prüfungsinhalt
Weißer Gurt Die Karate Prüfung zum 9. Kyū, dem Weißgurt, enthält grundlegende Techniken und ist die einzige Prüfung, welche übersprungen werden kann. Sie dient als Zwischenstufe, überwiegend für Kinder, um den Einstieg in Kihon und Kata zu erleichtern und enthält nur 6 Techniken sowie eine einfache Kata namens Taikyoku Shodan. Im Kumite müsst Ihr einen Fauststoß des Partners auf zwei Arten abwehren können.
Gelber Gurt Die meisten von Euch werden mit der Prüfung zum Gelbgurt, dem 8. Kyū, beginnen. Hier erwarten Euch einige Einzeltechniken sowie eine neue Fußposition im Kihon und die Kata Heian Shodan. Das Kumite bleibt unverändert.
Orange Gurt Der 7. Kyū mit dem orangefarbenen Gürtel bildet das Ende der Unterstufe. Diese Karate Prüfung enthält im Kihon eine erste Kombination und die Kata Heian Nidan. In der Kumite Prüfung müsst Ihr nun auch die ersten Fußtritte abwehren können.
Grüner Gurt Der 6. Kyū trägt den grünen Karate Gürtel und muss überwiegend Kombinationen erlernen, welche langsam die Einzeltechniken verdrängen. Weiterhin müsst Ihr die Kata Heian Sandan beherrschen, eine neue Variante des Kumite lernen und einen neuen Prüfungsteil, die Partnerübung zum Freikampf, vorführen. Diese gehört von nun an zum Prüfungsprogramm dazu.
1. Blauer Gurt Der 5. Kyū trägt je nach Verband den violetten oder blauen Gürtel (manchen Verbänden ist das auch egal) und besteht im Kihon ausschließlich aus Kombinationen. Die benötigte Kata nennt sich Heian Yondan und im Kumite findet Ihr die Sonderform, dass der Partner, welcher den ersten Angriff ausführt, auch den Treffer landet. Ab dem 5. Kyū kann der Prüfer alle vorher gelernten Kata auf Wunsch vorführen lassen.
2. Blauer Gurt Der zweite blaue Gürtel, der 4. Kyū, muss für seine Prüfung den aus Filmen bekannten Rückwärtstritt Ushiro-Geri lernen und die Kata Heian Godan beherrschen. Das Kumite bleibt unverändert und im Freikampf werden nun erstmals Tritte eingesetzt.
1. Braune Gurt Der erste braune Karate Gürtel, der 3. Kyū, muss die Kata Tekki Shodan beherrschen und erstmals das Bunkai (die Anwendung einer Kata am Gegner) der Kata Heian Godan vorführen können. Im Kumite sind von hier an keine Kontertechniken mehr vorgegeben, sondern von Euch frei zu wählen.
2. Braune Gurt Der 2. Kyū, weiterhin braun, benötigt die Kata Bassai Dai und deren Bunkai zum Bestehen. Das Kumite sollte inzwischen mit deutlich mehr Geschwindigkeit und Improvisation ausgeführt werden können.
3. Braune Gurt Der 1. Kyū ist der letzte braune Gürtel und bildet das Ende der Oberstufe. Hier könnt Ihr erstmals Eure Kata selbst wählen, wobei Euch einige zur Auswahl vorgegeben werden. Diese müsst Ihr laufen können und im Bunkai anwenden.
1. Schwarze Gurt Karate Meister darf sich erstmals nennen, wer die Prüfung zum 1. Dan abschließt, wobei das Hintergrundwissen an Bedeutung gewinnt. Hier steigt nicht nur die Schwierigkeit des Kihon enorm an, sondern auch der Wert der Kata und des Bunkai. Von größter Wichtigkeit ist es für einen Karate Dan, den Sinn hinter den Techniken einer Kata korrekt zu erkennen. Eine Kata darf der Anwärter selbst wählen, die er erst läuft und anschließend im Bunkai vorführt. Es darf jedoch nicht die Gleiche sein, die er bereits für den 1. Kyū wählte. Das Kumite bleibt unverändert.
2. Schwarze Gurt Die Karate Prüfung zum 2. Dan ist die letzte Prüfung, deren Programm noch weitestgehend vorgeschrieben ist. Ihr müsst diverse Techniken im Kihon beherrschen, eine Kata nach eigener Wahl laufen und analysieren und bekommt 2 weitere vom Prüfer genannt. Das Kumite bleibt unverändert.
3. Schwarze Gurt Ab der Prüfung zum 3. Dan bestehen die Prüfungsinhalte im Kihon zum Teil aus von Euch gewählten Techniken, bei denen Ihr Eure Stärken demonstrieren könnt und zum Teil aus vom Prüfer Gewählten. Bei der Kata bleibt das Verhältnis einer selbst Gewählten zu zwei vom Prüfer ausgesuchten Kata bestehen, wobei der angehende Karate Meister hier den Ablauf einer Kata erklären muss. Das Kumite besteht ausschließlich aus vom Prüfer vorgegebenen Techniken.
4 - 9. Schwarze Gurt Die Prüfungen der Dan Grade 4 bis 9 kennzeichnen sich dadurch, dass der praktische Teil der Prüfung schrumpft, während der theoretische Teil, das Wissen um die Anwendung der einzelnen Kata, weiter an Bedeutung gewinnt. Dass Fehler bei der Ausführung der Techniken in diesen Prüfungen nicht mehr toleriert werden, sollte sich als selbstverständlich erweisen. In den oberen Schwarzgurt-Graden spielt auch das Alter eine Rolle und diese Ehre kommt nur erfahrenen Lehrern mit überdurchschnittlichen Leistungen zuteil.

Faktoren für den Erwerb des 1. Dan

Ich denke es gibt 3 entscheidende Faktoren, wie schwer (oder leicht) man den 1. Dan erreicht: Talent, Trainingsfleiß und die Qualität des Lehrers.

Bemüht euch lieber fleißig eine Budō-Kunst eurer Wahl zu erlernen, als zu versuchen Budō-Künsten miteinander zu vergleichen. Dafür sind sie an sich zu unterschiedlich und die Voraussetzungen auch.

Weitere Aspekte

Trainer oder Co-Trainer können eine Verkürzung der Vorbereitungszeit zur nächsten Prüfung beantragen. Eine Prüfung kann nur abgenommen werden von einem anerkannten DKO Prüfer.

Die Anmeldung zu einer DAN-Prüfung für Prüfungen 1. - 4. Dan erfolgt über die Geschäftsstelle der DKO.

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Für Kinder und Schüler bis 14 Jahren können Zwischenprüfungen mit farblicher Kennzeichnung am Gürtel (Querstreifen in der Farbe des nächsten Gürtelgrades) durchgeführt werden.

Die Wartezeit bei Kindern beträgt beim 8. bis 1. Kyu 5 Monate.

  • 1. Dan: 1 Jahr / 16. Lebensjahr
  • 2. Dan: 2 Jahre / 18. Lebensjahr
  • 3. Dan: 4 Jahre

In Deutschland wird oft der Träger eines "schwarzen Gürtels" als Meister angesehen. Das ist - sicher zum Leidwesen so machen "Schwarzgurtes" - nicht richtig.

Dan bedeutet Stufe, so wie bei einer Treppe. Und wenn jemand den 1. Dan erreicht, dann steht er auf der "ersten Stufe einer Treppe", die je nachdem 8 - 10 Stufen hat, also noch Recht am Anfang.

Die Gürtelprüfungen für die unterschiedlichen Gürtelfarben sind vom Aufbau her sehr ähnlich und gliedern sich in allgemeine Grundausbildung, kickboxspezifische Ausbildung, soziale Verantwortung und Theorie.

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Die Gürtelprüfungen von weiß-gelb bis einschließlich grün werden von einem Trainerteam abgenommen. Die Gürtelprüfungen von grün-blau und blau müssen von einem Regionalprüfer abgenommen werden.