Kampfsportarten in Bonn-Bad Godesberg: Ein Überblick im Kontext der RAF-Fahndung

Die Ergreifung der RAF-Terroristin Daniela Klette nach über 30 Jahren im Untergrund wirft viele Fragen auf. Wie lebt man so lange im Verborgenen? Wie finanziert man sich? Und welche Rolle spielen dabei mögliche Unterstützer?

Das Leben im Untergrund: Eine Analyse am Beispiel der RAF

Daniela Klette verstand es offenbar sehr gut, sich zu tarnen. Von den fast hundert RAF-Mitgliedern, die in den Untergrund gingen, sind fast alle wieder aufgetaucht oder wurden erwischt. Der Untergrund ist also nur ein Durchlauf, eine vorübergehende Phase. Wer untertaucht, muss alle sozialen Verbindungen kappen und ein ganz neues Leben mit neuen Identitäten organisieren.

Finanzierung und Risiken

Wer im Untergrund lebt, kann ja nicht einfach irgendwo jobben, da das Risiko wegen der Sozialversicherungspflicht zu gross ist. Man braucht also Geld, das meist auf kriminelle Art und Weise erlangt wird. Raubüberfälle sind für Extremisten im Untergrund oft die bevorzugte Art, die Haushaltskasse zu füllen. Schon in den Siebzigerjahren überfiel die RAF Banken und Sparkassen. Nach der Auflösung der RAF überfielen Ernst-Volker Staub und Klette Geldtransporter. Das Trio soll bei einem Dutzend Überfällen zwei Millionen Euro erbeutet haben.

Die Rolle von Waffen und Logistik

Es besteht die Vermutung, dass die Waffen aus alten RAF-Beständen stammten. Bemerkenswert an der dritten Generation ist, dass sie aus den Fehlern der ersten und der zweiten Generation gelernt hat. Sie haben keine Spuren hinterlassen, es gibt von ihnen keinen einzigen Fingerabdruck und keine einzige konspirative Wohnung. Eine Lehre war auch, den Kreis der Eingeweihten möglichst klein zu halten.

Die Fahndung und ihre Herausforderungen

Nach Klette haben die Behörden jahrelang mit grossem Aufwand gesucht. Es ist bemerkenswert, dass es ihr gelungen ist, sich drei Jahrzehnte zu verstecken. Die Ergreifung von Klette mit dem medialen Nachhall hat grosse Aufmerksamkeit geweckt. Ich schliesse nicht aus, dass eine Reihe von Mitbürgern sich jetzt genauer die Nachbarschaft anschaut.

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Der Fall Klette und die DNA-Analyse

Bei einem Überfall wurde auch das Haar von Klette gefunden, das lange der einzige Hinweis auf das Trio war. Das war nachdem ein RAF-Kommando die US-Botschaft in Bonn-Bad Godesberg beschossen hatte, 1991. In einem Fluchtfahrzeug, das man 170 Kilometer entfernt vom Tatort fand, wurde auf dem Beifahrersitz ein Haar sichergestellt. Erst als Jahre später die DNA-Analyse vorangeschritten war, konnte man es Klette zuweisen. Aber DNA ist eine komplizierte Materie. In Deutschland darf niemand allein aufgrund einer DNA-Spur verurteilt werden, es muss weitere Indizien geben.

Die RAF nach der Auflösung

Die RAF hat sich 1998 aufgelöst. In der Hochphase der dritten RAF-Generation sagten die Sicherheitsbehörden, dass sie von anderthalb Dutzend Personen ausgehen, die in der sogenannten Kommandoebene tätig sind, also mit der Lizenz zum Töten. Die Strafverfolger werden sie mit Strafrabatten gegen Geständnis locken. Man weiss einfach zu wenig, wer damals, von 1984 bis 1998, mit von der Partie war.

Die Motive der dritten Generation

Sie wollten noch mal probieren, ob es nicht doch möglich wäre, die Massen zu mobilisieren. Am Ende sagte die RAF zu ihrer Auflösung: Wir stecken in der Isolation, sind politisch in der Sackgasse. Was wir uns vorgestellt haben, nämlich durch Anschläge zu mobilisieren, hat nicht funktioniert.

Solidaritätsbekundungen und die Frage nach einer vierten Generation

In Berlin Kreuzberg gibt es ein linksextremistisches Milieu. Ich glaube, bei solchen Bekundungen geht es um ein Zeichen der Extrem-Linken. Ich denke nicht, dass jemand sich ernsthaft eine vierte Generation RAF wünscht.

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