Diamant 40 Karat Wert Schätzung: Alles, was Sie wissen müssen

Diamanten sind seit Jahrhunderten Symbole für Reichtum und Macht. Doch wie bestimmt man den Wert eines Diamanten, insbesondere eines so großen und seltenen wie eines 40-Karat-Diamanten? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Faktoren, die bei der Wertschätzung von Diamanten eine Rolle spielen.

Die 4 Cs der Diamantbewertung

Der Wert eines Diamanten wird hauptsächlich durch die sogenannten "4 Cs" bestimmt:

  • Carat (Karat): Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat (ct) angegeben. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Der Preis nimmt bei diesen Edelsteinen progressiv zu.
  • Clarity (Reinheit): Hier gilt, je weniger Merkmale der Stein (innen und außen) hat, umso mehr Geld ist dafür zu bezahlen.
  • Color (Farbe): Die häufigsten Farben sind gelbliche Töne, die zusammen mit den farblosen bewertet werden. Farbige Diamanten, sogenannte „fancy diamonds“, werden gesondert behandelt und erzielen Liebhaberpreise.
  • Cut (Schliff): Der Schliff ist für die optische Wirkung eines Steins maßgeblich. Preisbildend sind hier die Proportionen, die Symmetrie und die Politur. Diese werden abschließend jeweils mit exzellent, sehr gut, gut oder mittel bewertet.

Karatgewicht

Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat (engl. carat - Abkürzung ct) angegeben. Ein Karat, das sind 200 Milligramm oder 0,2 Gramm. In der Praxis verwendet man für Kleinstdiamanten auch das „Punkt-System“. Hier sind einhundert Punkte ein Karat.

Reinheit

Als „inclusions“ (engl. für Einschlüsse) werden kleine Merkmale im Inneren des Diamanten bezeichnet.

Farbe

Die Buchstaben (GIA) von D bis F (F bis 0.25 ct) erscheinen uns als farblos. Diamanten von R bis Z erscheinen uns als leicht gelblich. Diese Bewertungen erfolgen unter Laborbedingungen mit genormten Farbvergleichssteinen (ihrerseits Diamanten).

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Schliff

Der bekannteste Schliff ist der Brillantschliff. Rund, symmetrisch und mit mindestens 57 Facetten, welche in ganz bestimmten Winkeln zueinander angeordnet sind. Neben dem bekannten Brillantschliff können dies ovale, tropfenförmige, herzförmige, quadratische, rechteckige, dreieckige oder navetteförmige Schliffe sein.

Weitere Faktoren, die den Wert beeinflussen

Neben den 4 Cs gibt es noch weitere Faktoren, die den Wert eines Diamanten beeinflussen können:

  • Angebot und Nachfrage: Wäre niemand auf dieser Welt bereit, für einen einkarätigen Diamanten im Brillantschliff von feinster Qualität mehr als 500 US-Dollar zu bezahlen, dann läge sein Wert eben bei maximal 500 US-Dollar.
  • Fluoreszenz: Steine mit (starker) Fluoreszenz erscheinen dem Betrachter als milchig, was den Wert mindert.
  • Verfügbarkeit: Sind vergleichbare Steine (Größe, Qualität usw.) in großer Zahl am Markt verfügbar oder eben nicht.

Der Weg vom Rohstein zum Brillanten

Wenn die Rohsteine von den Börsen in die Werkstätten der Schleifer gelangen, so werden sie zunächst sehr genau untersucht. Kein Stein ist wie der andere. Die meisten Kristalle sind oktaederförmig. Daneben gibt es Würfel und Rhombendodekaeder. Häufig wird versucht, die natürliche Form des Kristalls möglichst vollständig auszunutzen. Dieses Vorgehen bewirkt zwar ein höheres Endgewicht, führt aber zu eher unbefriedigenden Proportionen. So kommt es manchmal zu Kompromisslösungen.

Diamanten werden mit Hilfe der Diamantsägeautomaten geteilt. Mit heutiger Technologie werden Diamanten auch per Laser geteilt. Ein Verfahren, das sicher an Bedeutung gewinnen wird. Ist die Teilung gelungen, geht es mit dem Reiben weiter. Gegen einen rotierenden (beim Brillantschliff) wird ein weiterer Diamant (zum Teil selbst rotierend) gedrückt. Auf diese Weise entsteht die spätere Form. Diamant kann nur mit Diamant bearbeitet werden.

Die Diamantschleifer sind stets bemüht, das optimale Ergebnis für jeden einzelnen Rohdiamanten zu erzielen. Ab gewissen Steingrößen wird die Arbeit des Diamantschleifers bewertet. Es kann hier zu Preisunterschieden von bis zu fünfzig Prozent kommen, wenn zwei ansonsten gleiche Steine (Farbe, Gewicht, Reinheit) bewertet werden.

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Alte Diamanten und ihre Bewertung

Alte Diamanten und die Bewertung - die größten Unterschiede liegen beim Schliff. Proportionen, Winkel und Maße wurden im Laufe der Jahrzehnte immer weiter verfeinert. Bessere technische Möglichkeiten führten zu immer präziseren Ergebnissen.

Früher wurden die Diamant Proportionen mit dem sogenannten „Proportion Scope“ mit Hilfe eines Schattenbildes geschätzt. Bei manchen alten Zertifikaten für Farbdiamanten fehlt die Angabe der Reinheit komplett. Die Lasergravur der Zertifikatsnummer sowie die Online Verifizierung waren in den 70er Jahren noch gar nicht denkbar.

Wir kaufen regelmäßig alte Diamanten und lassen diese auf moderne Standards umschleifen. Allerdings lässt das Karatgewicht bei manchen Diamanten wenig Spielraum zum Nachschleifen. In diesen Fällen lassen wir den Diamanten so wie er ist neu zertifizieren. Dabei stellen wir regelmäßig fest: Es gibt fast immer Abweichungen in der Bewertung.

Es macht durchaus Sinn, bei alten Zertifikaten genau hinzuschauen und diese im Zweifel durch ein neues zu ersetzen. Andere Maßstäbe, Standards in der Bewertung und andere technische Möglichkeiten ergeben - trotz Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen seinerzeit - meist ein etwas anderes Bild.

Diamant-Ankauf und -Verkauf

Wenn Sie Ihre Diamanten veräußern wollen, ist es von Vorteil, wenn diese ein höheres Gewicht mitbringen. Wir prüfen unter anderem, wie viel Karat ein Diamant aus Ihrer Sammlung mitbringt und wie es insgesamt um die Brillanz und die Proportionen Ihres Schmuckstücks bestellt ist.

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Neben dem Gewicht (Karat) stellt bei der Diamant-Wertermittlung auch die Farbe des jeweiligen Schmuckstücks eine maßgebende Einheit dar. Hochfeines Weiß sowie hochfeines Weiß plus, also wenn Diamanten auf einem weißen Blatt Papier nicht mehr zu sehen sind, bringen den höchsten Preis bei einem Ankauf ein. Getöntes Weiß kann immer noch einen guten Preis erzielen, am wenigsten erhalten Sie für Ihren Diamanten, wenn dieser gelb gefärbt ist.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Diamanten mit dem höchsten Reinheitsgehalt die besten Preise einbringen. Auch in Sachen Reinheit ist bei der Wertermittlung von Diamanten alles ganz genau geregelt. Das Maß aller Dinge ist in diesem Bereich “perfekt lupenrein“ (FL).

Damit Sie bei unserem Edelsteinankauf einen hervorragenden Preis erzielen können, sind der Durchmesser des Steins sowie die Karat-Zahl bei der Diamant-Wertermittlung mitentscheidend. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Und da auch hier jeder Vorgang transparent verläuft, sind Gewicht (Karat) und Durchmesser (in Millimetern) zur Bestimmung von Diamantpreisen klar geregelt.

Wenn Sie also einen Diamant-Ring in bare Münze umsetzen wollen, haben wir genaue Vorgaben, wie der Wert Ihres Diamanten ermittelt werden kann. So haben Sie die Sicherheit, dass Sie für Ihren Schmuck auch den tatsächlichen Marktpreis einstreichen können.

Zertifikate

Im Folgenden werfen wir etwas Licht auf die (nicht) verstaubten Gutachten und zeigen Ihnen die Unterschiede auf.

Interessant auch hier: HRD Zertifikate lassen sich in der Online Datenbank 10 Jahre lang einsehen und auch herunterladen. HRD beschränkt die Online Verifizierung ihrer Zertifikate auf 10 Jahre nicht ohne Grund. Verschleißerscheinungen sowie Beschädigungen können vielfältig sein, insbesondere, wenn der Diamant in einem Ring getragen wurde.

Dabei wurden häufig die Zertifikate auf Mikrofilm platzsparend hinzugefügt. Diese kann man durchaus mit einer Lupe auslesen.

Preisunterschiede

Warum man beim Schliff schnell Äpfel mit Birnen zu vergleichen droht wird ersichtlich anhand der Preise.

Alte Diamanten wurden und werden damals wie heute auf Gewicht geschliffen. Das Karatgewicht ist der wichtigste Preisfaktor. Das erklärt auch, warum nicht alle Diamanten perfekt geschliffen werden: Ein Einkaräter hat einen ganz anderen Karatpreis als ein Brillant von 0,95 Karat.

Obwohl optisch meist kein Unterschied zu erkennen sein wird, trägt er nicht das Etikett „Einkaräter“. Daher ist der Schleifer kompromissbereit beim Schliff.

Tatsächlich beträgt der Preisunterschied aber fast 100%. Einer ist perfekt geschliffen: Schliff / Politur / Symmetrie sind jeweils „exzellent“ - auch „triple ex“ genannt. Der andere ist schlecht geschliffen und wird deshalb eher wenig funkeln.

Wenn Farbe und Qualität bekannt sind, ist mein Diamant mit schlechtem Schliff also die Hälfte wert? Nein, es kommt stark auf den Einzelfall an. Jeder Diamant ist ein Naturprodukt und je nach Material, Schliff und Zustand anders zu bewerten.