Judo Wertungen Übersicht

Der Judokampf wird auf einer speziellen Matte ausgetragen und von einem Kampfrichter geleitet. Ein Kampf beginnt mit Hajime (Kampfbeginn) und endet, sobald einer der Kämpfer einen Ippon (voller Punkt) erzielt. Beendet wird der Kampf durch „Mate Sore-Made“.

Der Schiedsrichter gibt den Sieger bekannt und die beiden Gegner verbeugen sich und gehen von der Matte.

Wertungen im Judo

Nachdem Koka als kleinste Wertung 2009 abgeschafft wurde, gibt es drei verschiedene Wertungen, welche alle unabhängig voneinander vergeben werden können.

  • Die höchste Wertung, die vergeben werden kann, ist der Ippon. Erhält ein Kämpfer diesen, ist der Kampf sofort beendet.
  • Die nächst niedrigere Wertung ist der Waza-ari, zwei Waza-ari werden zu einem Ippon addiert (Waza-ari awasete Ippon).
  • Die niedrigste Wertung ist der Yuko (technischer Vorteil).

Hat nach vier Minuten keiner der Kämpfer einen Ippon erreicht, entscheidet die Anzahl der Waza-ari und bei Gleichstand die Anzahl der Yuko. Falls alle Wertungspunkte gleich hoch sind, geht der Kampf ins Golden-Score (Verlängerung).

Es gewinnt der Kämpfer, der zuerst eine Wertung erreicht.

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Kampfunterbrechung und -ende

Wird der Kampf unterbrochen, ruft der Schiedsrichter „Mate“. Die beiden Kämpfer begeben sich auf die Ausgangsposition und warten auf das erneute „Hajime“ zum Weiterkämpfen.

Unentschieden und Golden Score

Bei unentschieden gibt es eine Verlängerung mit dem sogenannten „Golden-Score“. Das heisst, der Erste der eine Wertung erzielt, gewinnt.

Strafen (Shido)

Die Kämpfer dürfen maximal zwei Shido (Strafen) pro Kampf kassieren. Beim dritten Shido verliert der Kämpfer den Kampf mit Hansoku-make.

Der Schiedsrichter verteilt Strafen «Shido» für unerlaubte Handlungen oder wenn die Kämpfer zu passiv sind. Die Strafen sind für die reguläre Kampfzeit nicht von Bedeutung. Ausnahme: 3 Shidos ergeben Hansokumake (Disqualifikation) = Sieg für den Gegner.

Judo Techniken

Der Judosport besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Techniken. Um wenigstens einen groben Überblick über der Vielfalt der Würfe, Griffe, usw. aus dem Repertoire des Judo zu geben, werden diese in Kategorien eingeteilt, die die Prinzipien der Techniken verdeutlichen sollen.

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Die Judo-Techniken lassen sich grob in vier Grundtypen einteilen:

  1. Nage Waza - Wurftechniken
  2. Ne Waza - Bodentechniken
  3. Ukemi Waza - Falltechnik
  4. Atemi Waza - Schlagtechniken (Nur in Kat)

Wettkampfpunkte / IpponPunkte gibt es für Judowürfe oder Festhaltetechniken am Boden. Für ein Ippon benötigt es entweder einen perfekten Wurf auf den Rücken oder einen Festhalter, der 20 Sekunden gehalten werden kann.

Bei den Jugendlichen und Erwachsenen (ab U18) sind Würge- und Hebeltechniken erlaubt. Gibt ein Judoka auf, gibt es Ippon für seinen Gegner.

Das Ziel ist es, den Gegner auf den Rücken zu werfen, ihn am Boden auf dem Rücken festzuhalten, den Arm am Ellbogengelenk zu hebeln oder ihn abzuwürgen und so einen Ippon zu erreichen. Würge- und Hebeltechniken sind ab 15 Jahren erlaubt.

Ein Kampf beginnt mit Hajime (Kampfbeginn) und endet, sobald einer der Kämpfer einen Ippon (voller Punkt) erzielt.

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Jigoro Kano sagte, dass Judo vor allem dazu dienen soll, durch das Training von Angriffs- und Verteidigungsformen Körper und Geist zu stärken.