JUDO i-soft: Funktionsweise und Vorteile der Wasseraufbereitung

Hartes Wasser hinterlässt oft Kalkrückstände. Um diese Spuren von vornherein zu vermeiden, kommen unter anderem Enthärtungsanlagen, umgangssprachlich auch Entkalkungsanlagen genannt, zum Einsatz. Doch wie funktionieren sie, welche Vorteile haben Sie damit und wie genau entsteht eigentlich Kalk?

Was ist Kalk und wie bildet er sich?

Kalk besteht aus gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen. Er ist ein natürlicher Bestandteil, der in vielen Gesteins- und Bodenschichten vorkommt. Über Lösungsvorgänge gelangt er in das Grund- und Oberflächengewässer. Ein Großteil der lokalen Wasserversorgung wiederum wird über das Grundwasser gedeckt.

Die im Wasser enthaltenen Mineralstoffe Calcium und Magnesium werden auch als sogenannte Härtebildner bezeichnet. Sie sind für den Menschen gesundheitlich unbedenklich und sogar lebenswichtig. Sie fördern beispielsweise den Aufbau von Zähnen und Knochen. Der Tagesbedarf eines Menschen wird ausreichend durch die Nahrung gedeckt.

Ein erhöhter Gehalt an diesen Härtebildnern im Wasser kann jedoch zu hartnäckigen Belägen und Verkrustungen auf Armaturen und Haushaltsgeräten führen - etwa auf den Heizstäben Ihres Wasserkochers. Selbst niedrige Härtegrade können beim Erwärmen Ablagerungen in Küche, Bad sowie dem Rohr- und Heizungssystem verursachen. Das steigert nicht nur den Reinigungsaufwand, sondern führt auch zu einem höheren Energieverbrauch und damit zu wachsenden Kosten. Eine Kalkschicht von einem Millimeter entspricht dabei einem Plus an Energieaufwand von etwa zehn Prozent.

Das Wasser verdunstet aus Meeren, Flüssen oder Seen und steigt mit der warmen Luft auf. In der Höhe kühlt sich die Luft wieder ab, der Wasserdampf kondensiert und bildet Wolken. Das Regenwasser nimmt bereits in der Atmosphäre verschiedene Stoffe auf, die seine Eigenschaften stark verändern (Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Staub etc.). Eine besondere Bedeutung kommt hier dem Kohlendioxid (CO₂) zu, da es die Lösungsfähigkeit des Wassers insbesondere für die Kalkbildner beeinflusst. Beim Durchfließen der Bodenschichten reichert sich Wasser mit immer größeren Mengen an Inhaltstoffen an. Vorkommen und Zusammensetzung der im Boden enthaltenen Mineralien entscheiden über den Härtegrad des Wassers: Gelangt eine große Menge an Calcium- und Magnesiumionen ins Wasser, wird es hart.

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Funktionsweise von Enthärtungsanlagen

Um den Kalkausfall noch vor seiner Bildung zu stoppen, eignen sich Enthärtungsanlagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen einfachen Tischfiltern enthärten sie das Wasser, noch bevor es in die Leitungen gelangt und wirken damit doppelt - in der Installation sowie bei der Zubereitung von Speisen und der Körperpflege. Das weiche Wasser hinterlässt so gut wie keine Kalkrückstände mehr in den Leitungen, auf Armaturen oder Haushaltsgeräten und wirkt sich zudem auch positiv auf den Geschmack sowie das Wohlbefinden - etwa beim Baden oder Duschen - aus.

Enthärtungsanlagen wie zum Beispiel aus der i-soft Serie von JUDO arbeiten nach dem Prinzip des Ionenaustausches. Calcium und Magnesium im Wasser werden durch Harzkügelchen herausgefiltert und durch Natrium ersetzt. Der Austausch bewirkt, dass die Kalk bildenden Stoffe entfernt werden. Die Wasserhärte lässt sich bei den DVGW-geprüften i-soft Anlagen ganz nach Belieben einstellen. Sie gleichen Schwankungen in der Wasserhärte vollautomatisch aus und passen den Härtegrad je nach Situation an. Der Betreiber kann die Anlage einfach per App oder Webbrowser steuern. Das bedeutet ein deutliches Plus an Komfort.

Die i-soft Geräte arbeiten bei der Wasserenthärtung mit dem Ionenaustauschverfahren. Dabei werden die für die Härte verantwortlichen Kalzium- und Magnesium-Ionen durch Natrium-Ionen ausgetauscht. Hierzu fließt das Wasser durch einen Austauschbehälter der mit porösem Kunstharzmaterial gefüllt ist. Zur Unterstützung des Prozesses wird in den JUDO-i-soft ein Spezialsalz eingefüllt. Die Ummantelung des Gerätes sowie der inneren Teile besteht aus glasfaserverstärktem PVC-Material. Durch die hohe Leistungsfähigkeit ist sichergestellt, dass es zu keinem Wasserdruckverlust kommt.

Die i-matic nimmt automatisch alle notwendigen Einstellungen des Gerätes vor, sodass das Wasser auf den gewünschten Härtegrad entkalkt wird. Nach etwa 96 Stunden Betriebsdauer schaltet sich die Regeneration des Gerätes ein. Der Vorgang erfolgt vollautomatisch. Besitzer eines i-soft müssen nicht weiter tun, als den Füllstand des Regeneriermittels im Blick haben und dieses von Zeit zu Zeit nachfüllen. Hier kann auch der gewünschte Härtegrad des Wassers eingestellt werden. Die App zeigt auch den Füllstand des Salzbehälters an und sendet eine Push-Nachricht, wenn eine Nachfüllung erforderlich ist. Für die Kommunikation wird das Gerät in das WLan Netz eingebettet, in dem es mit dem Router verbunden wird.

Die JUDO Wasserenthärtungsanlage i-soft kann direkt beim Hersteller JUDO oder im Online-Handel, zum Beispiel über Amazon bestellt werden. In der Ausführung i-soft kostet das Gerät derzeit knapp 2.400 Euro. Das Gerät JUDO-i-soft safe, mit einem zusätzlichen Leckageschutz ist aktuell für etwa 2.600 Euro zu kaufen. Die Rezensionen der Kunden fallen bislang gut bis sehr gut aus.

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Technische Details der JUDO i-soft

Die JUDO i-soft ist eine Weichwasseranlage mit Steuerungselektronik und LCD-Anzeige. Die i-matic passt die Anlage vollautomatisch an und stellt die gewünschte Wasserqualität sicher. Der i-guard überwacht die vom Wasserwerk gelieferte Wasserqualität und informiert die i-matic über Betrieb, Resthärte, Salzmangel und Regeneration. Sie besteht aus glasfaserverstärkten Behältern gefüllt mit hochwertigem Ionenaustauschherz und verfügt über eine 2-stufige Salzmangelanzeige.

Technische Daten:

  • Nenndurchfluss: 2.1 m³/h
  • Betriebsspannung: 230 Volt
  • Inhalt Salzbehälter: 40 kg
  • Betriebsdruck: 7 bar
  • Max. Betriebstemperatur: 30°C
  • Salzverbrauch je m³ (Enthärtung von 20 °dH auf 8 °dH): 0,36 kg

Der Lieferumfang umfasst die Anlage bestehend aus glasfaserverstärkten Behältern (PN 10), Steuerungselektronik mit LCD-Anzeige, Netzgerät mit Kabel und Netzstecker, Einbau-Drehflansch mit patentiertem Bajonettanschluss und Rohranschluss 1".

Die i-safe Funktion (nur Bestandteil der Ausführung i-soft safe) überwacht ständig den Wasserdurchfluss. Einen Rohrbruch oder schleichende Wasserverluste erkennt der intelligente Leckageschutz und sperrt die Wasserzufuhr ab.

Vorteile im Haushalt

Mit enthärtetem Wasser können Sie bis zu 50 % Waschmittel einsparen. Auf Weich- oder Klarspüler lässt sich im Idealfall sogar ganz verzichten. Auch bei Produkten wie Shampoo, Haarspülungen oder Seife reduziert sich der Verbrauch. Zudem verbessert weiches Wasser das Hautbild und sorgt dafür, dass sich Haar leichter frisieren lässt.

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Kalkablagerungen an den Armaturen, Fliesen oder am Geschirr nehmen deutlich ab. Das Wasser fühlt sich zudem samtweich an und ist besonders hautverträglich. Die Reinigungsleistung der Waschmaschine verbessert sich erheblich, sodass mit weniger Waschmittel gewaschen werden kann.

Wenn sich Kalkablagerungen an Heizstäben oder -spiralen heften, führt das zu einer Verminderung des Wärmeaustausches und damit zu einem wesentlich höheren Stromverbrauch. Bei den Geräten, wie Kaffeeautomaten, Waschmaschinen und Geschirrspüler verkürzt sich so die Lebensdauer erheblich. Die Reinigungsleistung beim Spülen wird zudem erheblich eingeschränkt.

Die JUDO Wasserenthärtungsanlage i-soft ist für einen Vier-Personen-Haushalt in einem normalen Einfamilienhaus ausgelegt und bietet einen effektiven Kalkschutz. Die Folge sind ein geringerer Stromverbrauch, längere Wartungsintervalle und eine insgesamt erheblich verlängerte Lebensdauer der technischen Geräte. Außerdem werden weniger Reinigungsmittel und Seifen im Haushalt verbraucht. Zusammen mit den geringeren Wartungskosten und der wesentlich längeren Lebensdauer amortisiert sich die Investition in einen i-soft schon nach wenigen Jahren.

Neben den ökonomischen Einsparungen durch die Entkalkung mit dem i-soft fühlt sich auch die Haut nach dem Duschen oder Baden weicher an. Die Wäsche kommt selbst dann, wenn kein Weichspüler verwendet wird, weich aus der Waschmaschine.

Installation und Wartung

Wenn kein entsprechender Platz vorhanden ist kann der Einbau aber auch unter Tisch, vor den Wasserabnahmestellen eingebaut werden. Der Einbau sollte allerdings von einem geprüften Heizungs- und Warmwasserinstallateur erfolgen, der auch die elektrischen Anschlüsse vornimmt. Damit ist sichergestellt, dass der Einbau fachmännisch erfolgt und die Garantie des Gerätes beziehungsweise Gewährleistung auf die Funktionen erhalten bleiben.

Nachdem Einbau und einem Funktionstest muss nur noch der gewünschte Härtegrad des Wassers eingestellt und das Regeneriermittel aufgefüllt werden. Wenn die Wasserenthärtungsanlage über eine App gesteuert werden soll, kann diese im App Store von Apple heruntergeladen und eine Verbindung über WLan hergestellt werden.

Das Regeneriermittel ist über JUDO oder im Online-Handel erhältlich. Das bedeutet, dass das Gerät etwa vier bis sechs Mal im Jahr mit dem Regeneriersalz befüllt werden muss. Daher ist es sinnvoll, immer ein Vorratspack im Hause zu haben, da mit einigen Tagen Lieferzeit gerechnet werden muss.

Die JUDO Entkalkungsanlage ist außerordentlich wartungsarm und wenig anfällig für Störungen. Alle aus dem Wasser mit dem Ionenaustauscher ausgefilterten Bestandteile werden dabei aus dem Gerät ausgespült. Der Vorgang dauert der Erfahrung nach etwa 20 Minuten. Sollte wider erwartend eine Störung auftreten, kann ein Fachmann über das Display den Fehlercode auslesen und die entsprechenden Maßnahmen oder Reparaturen einleiten.

Der i-soft ist selbst wartungsarm und verfügt über eine Lebensdauer von deutlich über zehn Jahren. Die JUDO Wasserenthärtungsanlage i-soft ist für einen Vier-Personen-Haushalt in einem normalen Einfamilienhaus ausgelegt und bietet einen effektiven Kalkschutz.