Judo macht Spaß! Unseren Mitgliedern macht Judo Spaß! Sie nehmen es als Ausgleich zur Schule oder zur Arbeit, freuen sich beim Training Freunde zu treffen oder haben einfach Spaß daran sich zu bewegen. Doch um Judo richtig als Leistungsport zu betreiben reicht bei vielen die Motivation dann doch nicht.
Für diese Mitglieder bieten wir ein Training an, wo der Spaß an unserer Sportart im Vordergrund steht und die Athleten mit Techniktraining, judospezifischen Spielen und ein bisschen Kampftraining für unsere Sportart begeistert werden. Dabei meinen wir alle Mitglieder, von groß bis klein!
Das Ziel dieser Gruppe ist, Dich näher mit der Sportart Judo vertraut zu machen und dir die Technik- und Anwendungsvielfalt zu zeigen. Vielleicht entwickelst Du im Laufe der Zeit eine Eigenmotivation und willst später in die Wettkampfgruppe einsteigen!
Wer den Olymp erklimmen will, muss durch die "Hölle" gehen! Seit Jahren versuchen wir, Judo auf hohem Niveau zu betreiben. Seit geraumer Zeit mit Erfolg! In der jüngsten Vergangenheit konnten wir mehrere Deutsche Meister im Jugend- und Erwachsenenbereich feiern. Unsere Nachwuchskjudoka sind auf Kreis- und Bezirksebene schon lange kaum zu schlagen. Die Jugend glänzt auf Landes- und Bundesebene.
Genau für diese Zielgruppe wird das Training noch intensiver, noch spezifischer und noch härter werden. Dabei sollte eins nicht vergessen werden: WIR wollen, DU auch? Gerade die jüngeren Mitglieder sollten sich diese Frage selber stellen. Es ist nicht wichtig, ob Deine Mutter oder Dein Vater Dich in der Leistungsgruppe sehen möchte.
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Wichtig ist nur ob Du selbst bereit bist, diesen Weg zu gehen und Dich richtig für den Leistungssport im Judo entscheidet. Schließlich bist Du die Person, die letzendlich das harte Training absolvieren muss oder später alleine Deinem Gegner gegenüber steht!
Das bedeutet teilweise 4x pro Woche Training (inkl. im Leistungsstützpunkt Köln ab U15) und stets eine hohe Motivation das Training auch wirklich so gut wie es geht durchzuziehen. Unser Ziel in dieser Gruppe ist, noch individueller auf jede/n einzeln eingehen zu können und das Tempo dementsprechend hoch zu halten. Wir haben versucht einen Trainingsplan zu erstellen, der Dir die Sportart Judo noch besser vermitteln kann.
Judo-Techniken und Training
Im Training kommen eine Reihe von Techniken zum Einsatz. Wir versuchen Euch einen kleinen Überblick zu den Wurf-, Halte-, Würge- und Hebeltechniken zu bieten.
Falltechniken
Als erstes werdet Ihr lernen, wie Ihr richtig fallt. Das ist elementar wichtig, damit Ihr Euch bei späteren Partnerübungen nicht verletzt. Sauberes Fallen werdet Ihr in alle vier Richtungen (nach vorn, rechts, links, nach hinten) erlernen. Die Fallschule ist auch ab der ersten Prüfung bereits im Prüfungsprogramm anzutreffen und bildet die Grundlage für verletzungsfreies Judo Training.
Wurftechniken
Die Wurftechniken werden genutzt, um einen stehenden Gegner zu Fall zu bringen und sind Euer Herzstück im Judo. Würfe können aus fast jeder Lage ausgeführt werden und haben alle das gemeinsame Ziel, den Gegner auf den Boden zu werfen und Euch so zu positionieren, dass Ihr Ihn unter Kontrolle bringen könnt.
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Bein- und Fußwürfe
Die Würfe können als Bein- und Fußwürfe angesetzt werden, wobei entweder das Standbein, das unbelastete Bein oder auch beide Beine unter Zuhilfenahme von Schwung weggefegt oder blockiert werden, um ihn zu Fall zu bringen. Einer der bekanntesten Beinwürfe ist der O-soto-gari, übersetzt als „Große Außensichel“.
Hüftwürfe
Hüftwürfe eignen sich überwiegend gegen größere Gegner, um deren Gleichgewicht endgültig zu brechen. Der Sinn dieser Judo Techniken ist, den Schwerpunkt des Gegners an der Hüfte ins Wanken zu bringen. Für die Ausführung der meisten dieser Würfe wird ein größeres Maß an Kraft benötigt.
Hand- und Armwürfe
Hand- und Armwürfe nutzen den Zug an den Extremitäten des Gegners, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der wohl bekannteste Wurf dieser Kategorie dürfte der Seoi-nage sein, auch als Schulterwurf bekannt, da dieser häufig in Filmen zu sehen ist.
Körperwürfe
Körperwürfe können seitlich oder nach hinten ausgeführt werden und führen dazu, dass beide Kontrahenten am Boden landen. Ziel ist jedoch, dass der Geworfene deutlich härter fällt als der Werfende. Der Tomoe-nage, der Überkopfwurf, wird auch gern in Filmen dargestellt.
Sonstige Wurftechniken
Es existieren noch zahlreiche weitere Würfe und die oben Genannten zählen lediglich zu den am häufigsten Angewandten. Bei entsprechender Routine können die Würfe im Ernstfall effektiv eingesetzt werden, um einen Gegner zu Fall zu bringen.
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Bodentechniken
Die Bodentechniken dienen dazu, den Gegner in liegender oder hockender Position unter Kontrolle zu bekommen und zu halten. Diese Techniken können in einem Ernstfall sehr effektiv angewandt werden, da sie Euch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil verschaffen. Wenige Menschen wissen ihre Kräfte am Boden effektiv einzusetzen.
Festhaltetechniken
Festhaltetechniken sind rein für den Wettkampf bestimmt und wurden geschaffen, um den Gegner auf dem Rücken am Boden zu halten und zu fixieren, da so im Wettkampf die Punkte erzielt werden. Je nach Dauer der Rückenlage des Gegners werden mehr oder weniger Punkte vergeben.
Hebeltechniken
Hebeltechniken sollen den Gegner im Wettkampf zur Aufgabe bewegen und werden ausschließlich gegen das Ellenbogengelenk angewandt, da die Verletzungsgefahr hier am geringsten ist. Hebel gegen andere Gelenke sind zwar im Wettkampf verboten, können aber durchaus zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Beachtet hierbei nur, dass Ihr Eurem Gegenüber nicht zu vorschnell alle Knochen brecht, da Ihr Euch sonst schnell strafbar macht.
Würgetechniken
Die Würgetechniken greifen die Halsseite des Gegners oder die Halsschlagadern an und können schnell zur Bewusstlosigkeit führen. Für den Ernstfall ist die Anwendung der Würgetechniken nicht zu empfehlen, da unerwartete Bewegungen des Gegners schnell zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen können.
Schlagtechniken
Als letztes wären da noch die Schlagtechniken, die gleichsam mit Händen und Füßen ausgeführt werden. Geschlagen wird mit Fäusten, Fingerspitzen, Handkanten, Ellenbogen, Handballen, Fußballen, Fußsohlen, Fußkanten, Knie und Ferse. Die meisten Vereine unterrichten Schlagtechniken ausschließlich in der Kata, da sie im Wettkampf verboten sind.
Zusätzliche Überlegungen für den Trainingsplan
Als begeisterter Judo Fan fragt man sich natürlich, welche Übungen lassen sich zuhause durchführen und welche Techniken können unterschieden werden. Youtube bietet natürlich einige Videos, die als Anschauungsmaterial dienen. Auch Aufwärmübungen könnt ihr zuhause perfekt üben. Um die Judo Fallschule zu üben, benötigt ihr Judomatten zuhause. Hier findet ihr noch ein komplettes Training, inklusive Aufwärmen, Fall und Wurftechnik sowie Randori. Um einen Übungskampf zu üben benötigt ihr neben einem Trainingspartner auch eine entsprechende Umgebung. Also einen Raum, der mit Judomatten ausgelegt ist.
Obwohl Judo ein Sport ist, dessen Ziel darin besteht, eine Person im Zweikampf auf dem Boden festzuhalten, gibt es eine Reihe von sinnvollen Maßnahmen, die auch allein durchgeführt werden können. Mit wachsenden Fähigkeiten steigt auch die Anzahl der Judo Übungen, welche Ihr in Euren eigenen vier Wänden durchführen könnt. In den ersten Wochen solltet Ihr es allerdings vermeiden, alleine zu trainieren. Zwar gibt es im Internet das eine oder andere Judo Tutorial, welches nicht nur die Technik zeigen, sondern auch detailliert erklärt, aber die Gefahr, dass Ihr Euch falsche Bewegungen antrainiert oder Euch sogar verletzt, ist gerade am Anfang sehr groß. Das soll heißen: übt nur jene Judo Techniken zuhause, die Euch Euer Trainer bereits vorher im Dojo beigebracht hat.
Das könnte zum Beispiel Joggen sein oder auch schwimmen. Ein Judo Training für Fortgeschrittene im eigenen Heim könnte dann so aussehen, dass Ihr beispielsweise Eure Fallübungen selbst durchführt oder Euch einen Übungspartner sucht und die Würfe und Hebel aneinander übt. Ihr könnt die Bewegungsabläufe auch vorerst ohne Partner trainieren, wenn Ihr extreme Schwierigkeiten mit bestimmten Abläufen habt. Versäumt in diesem Fall auch nicht, Euren Trainer nach Tipps zu fragen. Diejenigen unter Euch, die es auf das Niveau eines Profis schaffen, werden sich dann mit der Zeit einen persönlichen Trainingsplan zusammenstellen, der auf Eure individuellen Ziele zugeschnitten ist.
Ernährung und Regeneration
Es ist großartig zu hören, dass du wieder ins Training einsteigen möchtest und deine Ernährung optimieren möchtest, um erfolgreich in Wettkämpfe im Judo und Kickboxen einzusteigen.
- Proteine: Protein ist entscheidend für die Muskelregeneration und -reparatur. Deine Mahlzeiten enthalten bereits eine gute Menge an Protein, aber du könntest überlegen, zusätzliche Proteinquellen in deine Ernährung aufzunehmen, besonders nach intensiven Trainingseinheiten.
- Kohlenhydrate: Da du intensiv trainierst, sind Kohlenhydrate wichtig, um deine Energiereserven aufzufüllen.
- Fette: Gesunde Fette, wie die in Fisch oder Nüssen, sind ebenfalls wichtig für deine Ernährung.
- Krafttraining: Dein Plan, an zwei Tagen pro Woche Krafttraining einzubauen, ist eine gute Idee. Du könntest einen Ganzkörpertrainingsplan verwenden, der Übungen für alle Hauptmuskelgruppen enthält.
- Kardio: Die Einbeziehung von Kardio ist wichtig für die allgemeine Fitness und Ausdauer.
- Regeneration: Denke daran, genügend Zeit für die Erholung einzuplanen. Pausen sind entscheidend, damit sich dein Körper von den Trainingseinheiten erholen kann.
- Beratung mit Trainer: Dein Trainer ist eine wertvolle Ressource. Denke daran, dass die Ernährung und das Training individuell angepasst werden sollten.
Ohne ein konkretes Ziel, das erreicht werden soll, kann man keinen Trainingsplan erstellen. WICHTIG ist auch dein Alter !!!!!! Welches Trainingsziele hat dir dein Judotrainer genannt? Er kennt dich und deine Situation am besten und weiß auch, was du brauchst. Es ist eigentlich auch Aufgabe deines Krafttrainers in dem Fitnessstudio, deine Trainingsziele und Trainingspläne aufzustellen.
