JUDO i-soft Safe: Wartung und Instandhaltung

Die JUDO i-soft safe ist eine vollautomatische Wasserenthärtungsanlage, die in vielen Haushalten für weiches Wasser sorgt. Um eine optimale Leistung und lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Dieser Artikel bietet eine Anleitung zur Durchführung grundlegender Wartungsarbeiten und zur Behebung häufiger Probleme.

Sicherheitshinweise

Achtung: Vor Einbau und Inbetriebnahme die Einbau- und Betriebsanleitung und Sicherheitshinweise lesen und beachten! Immer dem Betreiber übergeben.

Vor einer Nutzung der Wasserenthärtungsanlage außerhalb der in der Betriebsanleitung aufgeführten Einsatzgrenzen ist unbedingt mit dem Hersteller / Lieferer Rücksprache zu halten.

Oberhalb der Wasserenthärtungsanlage werden mindestens 300 mm Freiraum benötigt, alle Wartungsarbeiten ordnungsgemäß durchführen zu können (siehe Kapitel „Umbauten / Veränderungen / Ersatzteile“).

Für das Abwasser und den Sicherheitsüberlaufschlauch muss ein ausreichend dimensionierter Abwasseranschluss (z. B. Bodenablauf) nach DIN 1986 vorhanden sein.

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Vor jeder Änderung der DIP-Schalter-Einstellung muss das Netzgerät gezogen werden. Anschließend wird das Netzgerät wieder eingesteckt.

Allgemeine Hinweise

Ein Wartungsvertrag sichert am besten eine gute Betriebsfunktion auch über Gewährleistungszeit hinaus. Es ist anzustreben, dass die regelmäßigen Wartungsarbeiten und die Versorgung mit Verbrauchsmaterial, Mineralstoffen, Salz bzw. Verschleißmaterial usw. durch das Fachhandwerk oder den Werkskundendienst erfolgen.

Die Wasserenthärtungsanlage muss im demontierten Zustand frostfrei und trocken gelagert werden. Der Anschlussflansch muss vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt werden. Wird die Wasserenthärtungsanlage wieder montiert und in Betrieb genommen, muss sie gespült und regeneriert werden (siehe Kapitel „Betriebsstart“).

Allzweckreiniger und Glasreiniger können bis zu 25 % Lösemittel bzw. Alkohol (Spiritus) enthalten. Diese Substanzen können die Kunststoffteile chemisch angreifen, was zu Versprödungen bis hin zum Bruch führen kann. Derartige Reiniger dürfen daher nicht verwendet werden.

Installation und Einbau

Der Einbaudrehflansch muss in Fließrichtung installiert werden. Diese ist durch einen eingegossenen Pfeil gekennzeichnet (siehe Abb. 4). Bei Nichtbeachtung ist die Wasserenthärtungsanlage nicht funktionsfähig.

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Zunächst die Rohrleitung mit dem neu installierten Einbaudrehflansch spülen. Der Einbaudrehflansch ist noch Profilflanschdichtung durch den schwarzen Montagedeckel verschlossen.

Anschließend das Wasser wieder absperren (am Haupthahn bzw. Absperrhahn). Die Wasserenthärtungsanlage anheben und 30° gegen Uhrzeigersinn schwenken.

Die Wandabstützung sorgt für eine sichere Abstützung des Geräts und verhindert so eine Drehbewegung des Geräts um die Rohrleitung. Die Montage der Wandabstützung (Best.-Nr. 2201227) wird in der zugehörigen Montageanleitung näher beschrieben. Das Konsolen-Set (Best.-Nr. 2201231) dient vornehmlich zur Entlastung und Fixierung der Rohrleitung.

Den Stecker (3a) des Elektrodenkabels bis zum Anschlag in die Kabeldose (3b) einstecken. Beim Zusammenstecken unbedingt darauf achten, dass die beiden weißen Markierungen übereinander liegen (korrekte Polung)!

Die Wandkonsole kann entsprechend höher montiert werden (siehe Kapitel „Zubehör“).

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Wartungsarbeiten

Regelmäßige Kontrollen

  • Salzvorrat: Das Regeneriersalz muss in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden.
  • Sichtprüfung: Verbindungsschläuche und Ansaugsieb auf Beschädigungen oder Verstopfungen prüfen.

Austausch von Verschleißteilen

Die JUDO i-soft safe benötigt in regelmäßigen Abständen den Austausch von Verschleißteilen, um eine optimale Leistung zu gewährleisten.

Leitwert-Sensor: Ein häufiges Problem ist die Meldung "Salzmangel", die auch nach dem Nachfüllen von Salz auftreten kann. In diesem Fall kann der Austausch des Leitwert-Sensors erforderlich sein. Das Verschleißteilset „Leitwert-Sensor und Ansaugsieb“ hat die Best.-Nr. 2201382.

Injektor: Korrosion an den Steckern des Injektors kann ebenfalls zu Fehlfunktionen führen. In diesem Fall kann der Austausch des Injektors notwendig sein. Der Ersatzteilkit „Injektor“ hat die Best.-Nr. 2201470.

Druckregler: Das Verschleißteilset „Druckregler“ hat die Best.-Nr. 2200582.

Hygieneregeneration

In regelmäßigen Abständen findet eine Desinfektion der Anlage statt, um einer Verkeimung vorzubeugen. Die dafür erforderliche geringe Menge Chlor wird während der Regeneration erzeugt.

Der Wasserstopp führt automatisch eine Hygieneregeneration durch.

Fehlerbehebung

Salzmangelmeldung

Wenn die Meldung "Salzmangel" angezeigt wird, obwohl genügend Salz vorhanden ist, können folgende Ursachen vorliegen:

  • Leitwert-Sensor defekt: Tauschen Sie den Leitwert-Sensor aus.
  • Korrosion am Injektor: Überprüfen Sie die Stecker des Injektors auf Korrosion und tauschen Sie den Injektor gegebenenfalls aus.
  • Solekonzentration zu niedrig: Wenn der Salzvorratsbehälter mit zu viel Wasser gefüllt wird und die Solekonzentration aus diesem Grund zu stark reduziert ist, wird auf dem Display gemeldet: Achtung Salzmangel.

Wasserstopp

Wenn Grenzwerte überschritten werden, schließt das Absperrventil des Wasserstopps.

Wenn bei der Überprüfung des Wasserdurchflusses keine Reduktion Wasserdurchflusses festgestellt wird, schließt der Wasserstopp sofort sein Absperrventil. Das Absperrventil bleibt geschlossen.

Das geschlossene Absperrventil und die Abschaltursache werden auf dem Display angezeigt: Wasserstopp geschlossen!

Löschen der Störmeldung: Netzgerät Steckdose ziehen. Nach ca. 5 s wieder einstecken!

Einstellungsprobleme

Wenn die eingestellte Resthärte den Natriumgrenzwert der Trinkwasserverordnung überschreitet, wird die Einstellung nicht übernommen. Beachten Sie die Einschränkungen bei der Resthärteeinstellung.

Einstellungen und Konfiguration

Resthärte

Die Regelung der Resthärte auf den voreingestellten Wert wird während des Betriebs automatisch durchgeführt. Hierzu müssen ca. 10 Liter Wasser durch den Enthärter fließen.

Durch das Drücken der Taste und zusätzlich der Taste <8> kann die Resthärte in 2°-Schritten erhöht werden. Bitte Einschränkungen beachten. Bei Überschreitung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung meldet das Display zunächst:

Es muss sichergestellt werden, dass das neu eingestellte Mischwasser von der Wasserenthärtungsanlage zur Wasserzapfstelle hinter der Wasserenthärtungsanlage entnommen werden. Deren Grenzwerte liegen deutlich höher, zum Teil über 1000 mg Natrium pro Liter.

DIP-Schalter

Die JUDO i-soft safe verfügt über DIP-Schalter zur Konfiguration verschiedener Funktionen. Die folgende Tabelle zeigt die Einstellungsmöglichkeiten:

DIP-Schalter Funktion Einstellung
S1, S2, S3 Maximale Entnahmemenge Grenzwerte durch S1, S2, S3 eingestellt
S4 Urlaubsmodus "ein" (nach 72 h ohne Wasserverbrauch), "aus" (nach 72 h Wasserdurchfluss ohne Wasserverbrauch)

Zubehör

Für die JUDO i-soft safe ist eine Vielzahl von Zubehör erhältlich, um die Installation und Wartung zu erleichtern:

  • Umgehungsventil JQX (Best.-Nr. 8735210)
  • Härtemessbesteck JGHP 0-30 °dH (Best.-Nr. 8742120)
  • JUDO QUICKSET-Reihe JQR zur Reihenschaltung von zwei JUDO Geräten (z. B. Filter und Wasserenthärtungsanlage) an einem Rohranschlussstück JQE (Best.-Nr. 8250041)
  • Wandkonsole für Salzvorratsbehälter
  • Störmeldekabel