An der Gürtelfarbe kann man erkennen, welche Techniken (Wurftechniken, Halte- u. Hebeltechniken und Würgegriffe) du kannst, also welchen Ausbildungsstand du hast. Es gibt die Schülergrade (Kyū) und Meistergrade (Dan). Wenn du mit Judo beginnst, ist dein Gürtel ein weißer Gürtel und du kannst dann durch eine Prüfung die nächste Gürtelfarbe (den nächsthöheren Grad) erlangen.
Du demonstrierst bei der Prüfung Fallübungen, Stand- und Bodentechniken, die nach Höhe der Gürtelfarbe (Graduierung) immer schwieriger werden.
Seit Januar 2024 gibt es Seitens des Deutschen Judo-Bundes eine neue Grundsatz- und Verfahrensordnung für Kyu-Grade.
Die Kyu-Grade im Überblick
Dabei zählt man vom 8. Kyu bis zum 1. Kyu. Judo Grundprogramm wird mit den Kyustufen vom 7. Kyu bis zum 4. Kyu vermittelt. Judo Erweiterungsprogramm wird mit den Kyustufen vom 3. Kyu bis zum 1. Kyu gelehrt.
- 8. Kyu (weiß-gelb): Leitspruch: „Der erste Schritt zum schwarzen Gürtel“. Hier wird ausschließlich das Grundverständnis von und über Judo abverlangt. Dazu gehören die Judowerte, Fallen zur Seite und nach Hinten sowie zwei Haltegrifftechniken beherrschen. Ebenso im Judo-Standkampf sollen sich die Kämpfenden kontrolliert werfen.
- 7. Kyu (Gelbgurt): Hier stehen „Fallen, Werfen und Halten“ im Vordergrund. Bei Wurftechniken ist besonders zu beachten, dass nach beiden Seiten geworfen wird.
- 6. Kyu (Gelb-Orangegurt): Dieser Grad steht unter dem Motto „Vertiefung und Variationen des Fallen, Werfen und Halten.
- 5. Kyu (Orangegurt): Für diesen Grad ist Dynamik und Festigung von Wurftechniken erforderlich.
Hier eine Tabelle mit den Kyu-Graden, den zugehörigen Farben und dem Mindestalter:
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| Grad | Name | Farbe | Mindestalter |
|---|---|---|---|
| 8. Kyu | Weiß-Gelb | ||
| 7. Kyu | Gelb | ||
| 6. Kyu | Gelb-Orange | ||
| 5. Kyu | Orange | Vollendetes 8. Lebensjahr | |
| 4. Kyu | |||
| 3. Kyu | Sankyū | Grün | Vollendetes 11. Lebensjahr |
| 2. Kyu | |||
| 1. Kyu | Ikkyū | Braun | Vollendetes 13./14. Lebensjahr |
Anforderungen an die Gelb-Orange Prüfung
Der 6. Kyu (Gelb-Orangegurt) steht unter dem Motto „Vertiefung und Variationen des Fallen, Werfen und Halten.
Für den 5. Kyu (Orangegurt) ist Dynamik und Festigung von Wurftechniken erforderlich. Für den orangenen Gürtel musst du mindestens 8 Jahre alt sein.
Prinzip ist jede Prüfung gleich aufgebaut. Es wird einen Wurf zur Hauptseite, zur Gegenseite und eine Fußtechnik heraus demonstriert. Im Bodenprogramm werden die bisher erlernten Techniken vertieft. Im Bodenprogramm demonstriert werden die bisher erlernten Techniken müssen selbstverständlich beherrscht werden.
Ab dem 3. Kyu angekommen, ist man schon mindestens 3 Jahre dabei. Ab diesem Gürtel wird auf das Vorzeigen der Anwendungsaufgabe Wert gelegt. Das mit dem 3. Kyu dem Partner abverlangt wird.
Erreichen des 1. Kyu ist die Grundausbildung eigentlich abgeschlossen. Mit diesen Vorkenntnissen ist das Prüfungsprogramm zum 1. Dan (Meisterprüfung) vorbereiten. Die bisher erlernten Techniken müssen selbstverständlich beherrscht werden und unter unterschiedlichen Kriterien demonstriert werden.
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Für den 5. Kyu ist es wichtig, dass der Partner die Techniken sauber ausführt. Denn zum 4. Kyu erfordern die Techniken Gewandtheit.
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