Jean-Claude Van Damme, ein Name, der in der Welt des Kampfsportfilms unweigerlich mit beeindruckender Athletik, spektakulären Kicks und außergewöhnlicher Flexibilität verbunden ist. Filme wie "Kickboxer" oder "Bloodsport" haben ihn zu einer Ikone gemacht. Besonders in Erinnerung bleiben die Szenen, in denen er seine Füße auf zwei Stühle platziert und sich dazwischen dehnt.
Van Dammes Kampfsport-Hintergrund
Jean-Claude Camille François Van Varenberg, wie er bürgerlich heißt, begann seine Reise im Kampfsport im Alter von elf Jahren auf Anraten seines Vaters. Er startete mit Shotokan Karate, bevor er sich später auch für Kickboxen, Taekwon-Do und Muay Thai interessierte. Bereits als Teenager erlangte er den schwarzen Gürtel in Karate und gewann einen Mittelgewichts-Titel. Neben seiner Kampfsportkarriere absolvierte er eine intensive Ballett-Schulung und betrieb Bodybuilding, wobei er 1978 zum Mr. Belgium gewählt wurde.
Im Alter von 18 Jahren erhielt er seinen schwarzen Gürtel und gewann die europäische Mannschafts-Meisterschaft im Leicht Kontakt Karate. 1979 nahm er an denn Karate-Weltmeisterschaften der Wako in Florida teil. Dort verlor er das Finale um denn WM Titel gegen seinen belgischen Landsmann Patrick Teugels weil er wohl so begeistert von denn Vereinigten Staaten war das er sein training vernachlässigt hat. Denn Rückkampf ein paar Monate später gewann er dann in weniger als 2 Minuten durch K.O. Immerhin, er war belgischer Meister im Karate.
Es gibt unzählige Bilder und Seiten von van Damme, die ihn beim Karatetraining zeigen in Brüssel, oder auf Wettkämpfen.
Flexibilität und Dehnung
Ein Markenzeichen von Van Damme ist seine außergewöhnliche Dehnfähigkeit. Viele Kampfsportler dehnten sich bereits lange bevor man van Damme kannte. Es ergibt schon einen Sinn gute Dehnung auch zu zeigen, Kampfsport ist nun mal auch Show und jeder will zeigen was er kann, weil es spektakulär ist und gut aussieht.
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Der Einfluss von Van Damme
Van Damme hat es als erster geschafft, seine Fähigkeiten im Kampfsportmarketing zu vermarkten und damit einen Boom auszulösen. Jeder wollte plötzlich Dehnübungen machen und wie van Damme kicken können. Sein Einfluss damals war enorm.
Van Dammes Filmkarriere
Nach einem erfolglosen Hongkong-Abstecher zog es van Varenberg, der mittlerweile den Künstlernachnamen Jean-Claude van Damme angenommen hatte, 1981 nach Hollywood. Dort musste er sich zuerst mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten, bevor ihn Chuck Norris 1984 in dem Actionfilm „Missing in Action“ als Stuntman einsetzte. Doch es dauerte zwei weitere Jahre, bevor van Damme als brutaler Bösewicht in „Karate Tiger - Der letzte Kampf“ endlich ein wenig von seinen Martial-Arts-Qualitäten zeigen konnte.
1987 bekam Jean-Claude van Damme eine Hauptrolle in dem in Hongkong gedrehten Kampfsportfilm „Bloodsport - Eine wahre Geschichte“ angeboten. Doch die erste Schnittfassung galt als untauglich für eine Kinoauswertung. Van Damme setzte sich persönlich für einen Recut ein, und der nur 1,5 Millionen Dollar teure Streifen wurde nicht nur zum Kulthit vieler Martial-Arts-Fans, sondern spielte weltweit unglaubliche 30 Millionen Dollar ein. Der Mann mit dem deutlichen Akzent und der „minimalistischen“ Mimik wurde für seine Athletik, inklusive 360 Grad-Kick und Spagat, gefeiert.
Mit John Woo, dessen berühmtestem Vertreter, arbeitete er 1993 bei „Harte Ziele“ erstmals zusammen. Der Mix von Woos ballettartiger Choreographie mit brutaler Gewalt im US-Debüt des Regisseurs ging an den Kinokassen auf.
2008 konnte ein junger Regisseur namens Mabrouk el Mechri den gefallenen Actionstar mit einem gewagten Projekt wieder aus der Versenkung holen: In „JCVD“ spielt sich van Damme als abgehalfterter Action-Star, der in einen Banküberfall gerät, selbst. Zum ersten Mal in der Karriere von „The Muscles from Brussels“ wurde er für diese Selbstentblößung mit hervorragenden Kritiken bedacht, auch wenn der große finanzielle Erfolg ausblieb.
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Für 2012 soll dann endlich auch der Widersacherpart in Sylvester Stallones „The Expendables 2“ auf der Tagesordnung stehen, nachdem van Damme ein Engagement für den ersten Teil noch abgelehnt hatte. Außerdem soll ein großer Schaukampf die Rückkehr van Dammes zu seinen Martial-Arts-Wurzeln medienwirksam begleiten.
Kontroversen und Kritik
Wie so oft im Bereich der Kampfsportarten erzählen viele Leute, viel Mist! Davon sind manchmal auch Hollywoodgrößen nicht ausgeschlossen. Nur noch am Rande sei erwähnt, dass Herr van Vaerenberghe als Sportler eh kein guter Werbeträger geschweige denn ein Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen ist. Drogenkonsum, Alkoholexzesse und einige Anzeigen wegen Körperverletzung sprechen Bände.
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