Viele Menschen fragen sich, ob Wrestling echt oder gestellt ist. Wrestling ist keine Sache, die man nebenbei machen kann. Fakt ist, dass Wrestling ein faszinierendes Phänomen ist, das sowohl sportliche als auch theatralische Elemente vereint. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte des Wrestlings, von den Gefahren über die Frage der Inszenierung bis hin zu seiner kulturellen Bedeutung.
Die Gefahren des Wrestlings
Wrestling ist genauso gefährlich wie jede andere Kampfsportart auch. Ausserdem das kann Gefährlich sein, selbst Wrestler die das 20 Jahre schon machen und als Legenden zählen, verletzten sich noch. Prof. Wrestling erfordert ein hohes Maß an Schmerzverträglichkeit, Athletik, Kraft, Disziplin, ausgeprägte Falltechniken, schauspielerisches Talent, ein hohes Trainingspensum und vieles mehr. Bevor du an die Sache rangehst musst du dir bewusst amchen, dass du, egal für wlechen Kampfsport du dich enstcheidest, du erstmal die Grundlagen von der Pike auf lernen musst.
Also es gibt ja Show Wrestling und echtes Wrestling. Beim echten Wrestling ist es wie bei jeder anderen Sportart auch das ein Verletzungsrisiko besteht. Dennoch riskieren Wrestler bei jedem Auftritt ihre Gesundheit, obwohl sie im Ring alles tun, um einander zu schützen. Wird einer auf den Ringboden befördert, erhält der vom Gegner meist einen Klaps oder Ähnliches als Signal, die Muskulatur anzuspannen. Das soll Verletzungen vorbeugen, ist aber trotzdem immer noch mit großem Risiko verbunden. Geht im Ring etwas schief, wirft der Ringrichter beide Arme als „X“ in die Höhe, das Zeichen, dass sich jemand ernsthaft verletzt hat.
Inszenierung und Kayfabe
Das, was dort im Ring geboten wird, ist kein echter Kampf - ein offenes Geheimnis. Dass ein Wrestlingmatch kein richtiger Kampf ist, ist ein offenes Geheimnis. Der Sieger steht im Vorwege fest, beide Wrestler kämpfen nach einem vorher mehr oder weniger festgelegten Drehbuch. Der Veranstalter eines Kampfes entscheidet, wer den Kampf gewinnt, während die Wrestler vorab oder im Ring das Geschehen bestimmen.
Die Illusion, dass Wrestling echt ist, wird im Englischen „Kayfabe“ genannt und wurde Jahrzehnte lang von den Akteuren mit allen nötigen Mitteln gewahrt. Der wichtigste Schlüsselbegriff zum Verständnis von Wrestling kann zwar wie alle anderen terminologischen Eigenheiten problemlos im Internet recherchiert werden, das damit gemeinte Konzept ist jedoch komplexerer Natur: Kayfabe.
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Wie Schauspieler beim Theater agieren Wrestler als Darsteller in einem vorher festgelegten Stück und sollen ein Publikum mit ihrem Spiel überzeugen. Kayfabe meint nicht nur, dass Wrestler und alle anderen sichtbaren Akteure trotz Rollenfestlegung und Storylines so tun, als sei das Geschehen im Ring „echt“, dieses So-tun-als-ob bezieht sich auf alle medialen Gestaltungsmittel (wie z.B. Interviews in Wrestlingshows oder anderem Fernsehen) und schließt sogar im Prinzip das Publikum ein.
Unterschiedliche Wrestling-Stile und Promotions
Die größte Wrestling-Promotion in Deutschland ist Westside Xtreme Wrestling (wXw). Die wXw ist im Vergleich zum Marktführer dennoch recht klein. Das US-amerikanische World Wrestling Entertainment (WWE) hat zum Beispiel erst unlängst in den USA Fernsehverträge über zwei Milliarden Dollar unterzeichnet und steht unangefochten an der Spitze der Wrestlingwelt.
WWE-Shows sind stark von Soap-Opera-Elementen geprägt, auch viele andere Promotions haben ihren eigenen Stil. In den mexikanischen Ligen wie CMLL oder AAA steht eine schnelle Kampfart mit vielen Flugmanövern im Vordergrund, genannt Lucha Libre. In Japan zeichnet sich New Japan Pro Wrestling durch harte Schläge aus, bekannt als Strong Style. Promotions abseits der WWE werden oft als Independent-Szene (Indies) bezeichnet.
Bekannte Wrestler und ihre Karrieren
Als eine der größten Promotion in Europa hat die wXw großen Anteil am Karriereweg einiger der aktuell gefragtesten Wrestler. Die WWE-Stars Seth Rollins (früher Tyler Black), Daniel Bryan (Bryan Danielson) oder Aleister Black (Tommy End) hielten den höchsten Preis der wXw, die wXw-Championship. Auch die Deutschen Stars Alexander Wolfe (Axel Tischer) und Marcel Barthel (Axel Dieter Jr.) haben ihre ersten großen Karriereschritte bei der wXw gemacht.
Undertaker, Hulk Hogan, Steve Austin oder John Cena gehören zu den bekanntesten Wrestlingstars der Welt. Sie werden von den Fans geliebt, aber früher gab es so manche Wrestler, die regelrecht verehrt wurden. Bruno Sammartino hielt fast acht Jahre lang den höchsten Preis der WWE, den WWE-Championship - und als er ihn verlor, gab es im Madison Square Garden beinahe Krawalle. In Mexiko wird die Wrestling-Legende El Santo wie ein Volksheld verehrt, über ihn gibt es Filme und Comics wie einen Superhelden.
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Superstar Dwayne Johnson, aktuell bestbezahlter Schauspieler der Welt und bekannt aus den Fast and the Furious Filmen, begann seine Karriere im Ring der WWE. Als The Rock galt und gilt er als einer der größten Stars in der Promotion.
Matcharten und ihre Besonderheiten
Ein klassischer Wrestlingkampf wird im Normalfall durch Aufgabe oder Pin (Schultern des Gegners drei Sekunde auf der Matte) gewonnen. Daneben gibt es eine Vielzahl anderer Arten von Matches. Neben den bekannteren Kampfarten wie Käfig- oder Leiterkampf gibt es auch Matches, die von absurd bis wahnsinnig reichen.
„Bra and Panties“-Matches, in dem die Frau gewonnen hat, die ihre Gegnerin als erste bis auf die Unterwäsche auszog, gehören inzwischen der Vergangenheit an. Am anderen Ende des Brutalitätsspektrums sind die sogenannten Hardcorematches. Dabei kommen häufig Waffen wie Stühle und Tische zum Einsatz, die Kämpfe sind stark von Brutalität geprägt. In den zum Teil noch härteren Deathmatches kommen dabei sogar brennender Stacheldraht, Leuchtstoffröhren oder Zementblöcke zum Einsatz.
Wrestling als Medienphänomen
Wenn professioneller Sport auf professionelles Theater trifftWas vor über 100 Jahren als Jahrmarktsattraktion begann, ist heute zu einem überaus erfolgreichen Medienphänomen geworden. Wrestler und alle anderen sichtbaren Akteure trotz Rollenfestlegung und Storylines so tun, als sei das Geschehen im Ring „echt“, dieses So-tun-als-ob bezieht sich auf alle medialen Gestaltungsmittel (wie z.B. Interviews in Wrestlingshows oder anderem Fernsehen) und schließt sogar im Prinzip das Publikum ein.
Der Aufstieg des Wrestlings zu einer Medienattraktion fand in den 1980er-Jahren statt, zentraler Akteur war dabei der Wrestling-Manager Vince McMahon, der 1983 die World Wrestling Federation (WWF) von seinem Vater kaufte. Er modernisierte das Geschäft nicht nur durch die Einbeziehung aktueller Popprominenz und zeitgemäßer Inszenierungsformen, er erkannte auch das Potenzial des damals neuen Kabelfernsehens und der neuen Angebotsform Pay-per-View.
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Dank eines geschickten Zusammenspiels von Regelsendungen, die das Interesse an der WWF dauerhaft hochhielten, und besonderen (Pay-per-View-) Events machte McMahon die WWF, die nach einer Klage des World Wide Fund For Nature (WWF) heute World Wrestling Entertainment (WWE) heißt, bald zum Marktführer und nach dem Aufkauf des wichtigsten Konkurrenten im Jahr 2001 faktisch zum Monopolisten.
Die Rolle von Gut und Böse
Im Wrestling sind Gut und Böse klar getrennt. Die beliebten Lieben, sportliche Ehrenmänner und -frauen werden »Faces« genannt in der Fachsprache. Die dunklen Gestalten sind »Heels«.
Cyndi Lauper und Wrestling
Mehr noch: Lauper verbindet eine ganze Menge mit der Wrestling-Welt. Hogan hatte einmal ihren Bodyguard gespielt, außerdem trat Lauper mehrfach bei Events der World Wrestling Federation (WWF) auf. Wie es dazu kam? Laupers damaliger Lebensgefährte und Manager, Dave Wolff, war ein großer Wrestling-Fan und stellte die Kontakte her. Lauper war laut vielen Wrestling-Fans sogar so wichtig, dass sie sich einen Platz in der Hall of Fame verdienen würde.
