Die Geschichte des Glory Pro Wrestling

Die Welt des Wrestlings ist vielfältig und reich an Geschichte. Von den großen Arenen bis zu den unabhängigen Ligen gibt es unzählige Geschichten zu erzählen. Dieser Artikel wirft einen Blick auf verschiedene Aspekte dieser faszinierenden Welt, von historischen Ereignissen bis zu aktuellen Entwicklungen.

Die Bedeutung des Madison Square Garden

Wenn man über die bedeutendsten Veranstaltungsorte im professionellen Wrestling spricht, darf der Madison Square Garden in New York City nicht unerwähnt bleiben. Das „Mecca of Professional Wrestling“ hat im Laufe der Jahre eine historische und ikonische Bedeutung in der Wrestling-Welt erlangt und gilt als einer der wichtigsten Austragungsorte für Wrestling-Events weltweit.

Der Madison Square Garden, auch als „MSG“ bekannt, wurde 1968 erstmals zum Schauplatz eines professionellen Wrestling-Events. Seitdem hat er unzählige unvergessliche Momente und spektakuläre Matches beherbergt, die in die Geschichtsbücher des Sports eingegangen sind. Für viele Wrestler ist es ein Traum, im Madison Square Garden aufzutreten. Der Garten, mit seiner reichen Geschichte und seiner einzigartigen Atmosphäre, bietet eine Bühne, die ihren individuellen Charme genießt.

Wrestling-Legenden wie Hulk Hogan, „Stone Cold“ Steve Austin, The Rock und John Cena haben im Madison Square Garden Momente geschaffen, die in Erinnerung bleiben. Diese Arena war der Schauplatz einiger der größten Matches und Fehden der Wrestling-Geschichte. Ein Beispiel dafür ist das legendäre Match zwischen Hulk Hogan und André the Giant bei WrestleMania III im Jahr 1987. Über 93.000 Zuschauer füllten das Silverdome-Stadion in Detroit, aber das Match selbst fand im Madison Square Garden statt und wurde über Satellit auf Leinwände im gesamten Land übertragen. Es war ein historischer Moment, der die Popularität des Wrestling-Phänomens auf ein neues Level hob.

Der Madison Square Garden war nicht nur ein Ort für WWE-Veranstaltungen, sondern auch für andere Wrestling-Promotionen wie die frühere World Championship Wrestling (WCW) und sowie vor einigen Jahren ROH und NJPW. Dies unterstreicht die universelle Bedeutung des MSG als Bühne für Wrestling-Shows.

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Der Madison Square Garden ist nicht nur für Wrestler und Fans von großer Bedeutung, sondern auch für die Wrestling-Industrie selbst. Die Veranstaltungen im MSG haben regelmäßig Rekorde in Bezug auf Zuschauerzahlen, Merchandise-Verkäufe und Fernsehquoten gebrochen. Der Erfolg einer Wrestling-Promotion wurde oft anhand ihrer Fähigkeit gemessen, im MSG zu beeindrucken.

Die Faszination des Wrestlings

Warum Wrestling? Warum schafft es gerade dieser Sport, das Publikum so zu begeistern? Blutrünstigkeit? Wohl kaum, das Getue und die Schmerzen im Ring sind ja nicht echt. Während Wrestling für das Publikum eine unterhaltsame Ablenkung darstellt, ist es für die Sportler und Sportlerinnen so viel mehr. Sie wachsen darin über sich selbst hinaus.

Der Wrestler Matthew Travis, zum Beispiel, der in der “House of Glory”-Wrestling-Schule im New Yorker Stadtteil Queens trainiert und an Turnieren teilnimmt. “Wrestling ist für mich wie ein rettender Anker”, sagt Travis. “Jeden Abend erfahre ich, dass wieder jemand erschossen wurde. Was, wenn es mich als nächstes erwischt? Zwölf Stunden später steigt Travis auf das oberste Seil der Ringecke, während ihn 2.000 Menschen anstarren. Nur mit einem Spandex-Slip und kniehohen Stiefeln bekleidet, thront der Wrestler über seinem Gegner. Schweiß tropft an seinen Zöpfen herunter. Um ihn herum jubeln die Zuschauer und Zuschauerinnen.

House of Glory ist eines der vielen unabhängigen Wrestling-Unternehmen in New York. Mit kleinem Budget werden dort Shows auf die Beine gestellt, bei denen sowohl Talente aus der eigenen Schmiede als auch alteingesessene Wrestling-Profis am Ende ihrer Karriere antreten. Was House of Glory aber so besonders macht: Dort verbindet man die Shows mit einer hauseigenen Wrestling-Schule, in der die Schüler und Schülerinnen die richtigen Techniken lernen und bei guten Leistungen direkt für die Matches rekrutiert werden. So ermöglicht das Unternehmen Travis und anderen jungen Leuten eine Art Doppelleben. Fast jeden Nachmittag kommen sie aus der gesamten Stadt im kleinen Sportbereich von House of Glory zusammen. Sie wollen sich dort in einem Handwerk üben, das zu gleichen Teilen aus Athletik und Schauspiel besteht.

Gegründet wurde House of Glory von den beiden ehemaligen Wrestlern Jonathan “Amazing Red” Figueroa und Brian XL. Beide sind in Brooklyn aufgewachsen und haben schon als Teenager an absurden Orten wie leerstehenden Kirchen gekämpft. Als ihm nach einer Beinverletzung das Karriereende drohte, kam Figueroa wieder mit Brian XL ins Gespräch. Der hatte vorher schon lange darüber nachgedacht, jungen Menschen aus seinem Umfeld zu ermöglichen, Wrestling von Profis zu lernen. Inzwischen gibt es die Schule fast zehn Jahre. Sie hat sich zu einer beliebten Anlaufstelle für junge Wrestling-Fanatiker und -Fanatikerinnen entwickelt.

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Wenn die Schüler und Schülerinnen ein bestimmtes Level erreicht haben, dürfen sie bei den von House of Glory veranstalteten Shows antreten und sich damit in eine Besetzung von unterschiedlichen Charakteren wie “Bully Ray” oder “The Great Muta” einreihen. Auf diese Momente im Rampenlicht hinzuarbeiten, wird oft zum Dreh- und Angelpunkt im Leben der jungen Wrestler und Wrestlerinnen. Während der acht Minuten im Ring können sie endlich die Menschen sein, die sie wirklich sein wollen - indem sie in eine Rolle schlüpfen.

Die Aussicht auf die große Bühne sorgt dafür, dass viele junge Menschen immer wieder zu House of Glory kommen - auch wenn sie sich eigentlich um andere Dinge kümmern müssten. Manuel ist schon länger bei House of Glory tätig und ist dort vor allem unter seinem Alias “Mantequilla” (Spanisch für “Butter”) bekannt. Zu seinem Ringoutfit zählen ein Umhang und eine Luchador-Maske, er liebt Rückwärtssaltos vom obersten Ringseil. Seine Fans bewerfen ihn beim Gang zum Ring mit Luftschlangen. Zwar hat Manuel in den unabhängigen Wrestling-Kreisen schon diverse Erfolge gefeiert. Aber er ist auch schon 25 Jahre alt. Er hat einen Job und sein anstrengendes Leben wird zu einer immer größeren Belastung.

Sonya Strong gehört zu den führenden Wrestlerinnen von House of Glory. Sie ist erst seit fünf Jahren in dem Sport aktiv. Schon als Kind hat sie begeistert WWE-Matches im Fernsehen geschaut. Eine eigene Karriere konnte sie sich nie vorstellen, bis sie eines Nachts davon träumte, als Wrestlerin unter tosendem Jubel in den Ring zu steigen. Heute lebt sie im New Yorker Stadtteil Bronx, wo sie auch aufwuchs, und zieht alleine ihre fünfjährige Tochter groß.

Was das Tagesgeschäft bei House of Glory noch komplizierter macht: Die Schüler und Schülerinnen arbeiten sich nicht nur auf Grundlage ihres Wrestling-Talents nach oben, sondern auch basierend darauf, wie ihre Charaktere gerade in die fortlaufenden Erzählstränge bei den Shows passen. Brian XL, der eine Gründer von House of Glory, legt das Programm und die Storys für jede Veranstaltung fest. “Eigentlich ist das Ganze wie eine Telenovela”, sagt er. “Die Zuschauer wollen eine Geschichte erzählt bekommen.

Wenn Brian XL in den Shows keinen Platz für bestimmte Wrestler oder Wrestlerinnen findet, ist deren tagelanges, schweißtreibendes Training umsonst. Für viele Schüler stehen die Anstrengungen im Fitnessstudio deswegen oft in keinem Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Zeit im Ring. “Eigentlich sollte ich heute Abend wrestlen” ist ein Satz, der backstage immer wieder zu hören ist. Die Freude, die die wenigen Minuten im Rampenlicht bringen, macht aber süchtig. Sie kann gar Leben verändern.

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Aufgrund der unbarmherzigen Realität - fast niemand von House of Glory wird es bis nach ganz oben schaffen - müssen selbst talentierte Wrestler wie Travis, der sich von seiner Mutter die Zöpfe flechten lässt, einsehen, wie klein ihre Chance eigentlich ist.

Hulk Hogan: Eine Ikone des Wrestlings

Mit dem Tod von Hulk Hogan verliert die Welt eine Wrestling-Ikone und eine der prägendsten Persönlichkeiten der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Jahrzehntelang stand er im Rampenlicht, füllte Arenen rund um den Globus und verkörperte wie kein Zweiter die schillernde Welt des professionellen Wrestlings. Kaum ein Name ist so untrennbar mit der goldenen Ära des Wrestlings verbunden wie der seine. Mit seinem markanten blonden Schnurrbart, dem durchtrainierten Körper, dem rot-gelben Outfit und seinem legendären Schlachtruf „Whatcha gonna do when Hulkamania runs wild on you?!?!?!“ prägte er nicht nur das Wrestling-Universum, sondern wurde zu einem globalen Popkultur-Phänomen - Hulkamania tobte und eroberte die Welt. In den 1980er- und 1990er-Jahren führte er die WWE (damals WWF) zu nie dagewesener Popularität und wurde zur Ikone für Millionen von Fans weltweit.

Mit seinem spektakulären Wechsel zur World Championship Wrestling im Jahr 1994 begann für Hulk Hogan eine neue Ära - und erneut schrieb der „Hulkster” Wrestlinggeschichte. Vom Debütmatch gegen Ric Flair und dem sofortigen Gewinn des WCW World Heavyweight Titles über die Gründung der legendären New World Order bis hin zu den hitzigen „Monday Night Wars“ prägte er das US-Wrestling der 1990er Jahre wie kein anderer. Nach dem berüchtigten „Bash at the Beach“-Vorfall im Jahr 2000 und dem Abschied von der WCW folgten Comebacks in der WWE, ein unvergesslicher Generationenkampf mit The Rock, sein letzter Titelgewinn im Jahr 2002 und legendäre Auftritte bei WrestleMania. Später eroberte er das Reality-TV und die Independent-Bühnen, bevor er ab 2010 bei TNA Wrestling eine Schlüsselrolle als Aushängeschild, Strippenzieher und General Manager übernahm. Dieser Teil unserer Special-Reihe beleuchtet Hogans Jahre von seinem WCW-Debüt 1994 bis zu seinem turbulenten TNA-Abschied 2013 und seinen WWE-Gastauftritten 2014-2015, ehe ein weiterer Skandal seine Karriere erschütterte.

Mit dem Wechsel zu World Championship Wrestling im Jahr 1994 betrat Hulk Hogan eine neue Bühne - und das mit einem Knall. Bereits im Frühjahr begann der Backstage-Interviewer „Mean“ Gene Okerlund, der inzwischen ebenfalls bei World Championship Wrestling angestellt war, Hogan am Set seiner TV-Serie „Thunder in Paradise“ zu besuchen. In charmanten, aber kalkuliert inszenierten Segmenten spielten sie mit der Frage, ob der „Hulkster” in Hollywood bleiben oder in den Ring zurückkehren würde - und vor allem, ob er sich der WCW anschließen würde, um seinem Erzrivalen Ric Flair endlich in einem offiziellen Einzelkampf gegenüberzutreten.

Am 11. Juni 1994 machte Hogan die Sache offiziell: In einer großen Zeremonie in den Disney-MGM-Studios, umgeben von Fans und Medien, setzte er seine Unterschrift unter den WCW-Vertrag. Fortan wurde er von seinem langjährigen Freund und Manager Jimmy Hart unterstützt. Für viele WWF-Fans war dieser Schritt ein Schock, ein gefühlter Verrat an der Liga, mit der er groß geworden war. Für Hogan hingegen war es ein Befreiungsschlag, ein Neuanfang, unterstützt von Medienmogul Ted Turners finanzieller Feuerkraft und der Aussicht, erneut das Zentrum der Wrestling-Welt zu werden. Nur einen Monat später folgte das lang erwartete „Dream Match“: Beim „Bash at the Beach 1994“ traf er auf Ric Flair. Hogan bezwang den „Nature Boy“ bei seinem ersten WCW-PPV-Auftritt direkt um den WCW World Heavyweight Title und hielt ihn zwischen 1996 und 1999 für insgesamt 469 Tage am Stück - eine Regentschaft, die in ihrer Dominanz nur von wenigen in der Wrestlinggeschichte übertroffen wurde. Dieser Sieg war nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Wendepunkt für die gesamte Liga.

Eric Bischoff, damals Executive Producer, schrieb später, dass Hogans Verpflichtung die WCW vor der Bedeutungslosigkeit gerettet habe. Sie habe Mainstream-Aufmerksamkeit gebracht, die Pay-per-View-Zahlen in die Höhe getrieben und Türen zu Sponsoren geöffnet, die zuvor abgewinkt hatten. In seinem Podcast „83 Weeks“ brachte er es auf den Punkt: „Es gibt keinen Zweifel, dass Hulk Hogan WCW gerettet hat. ‚Bash at the Beach 1994‘ war der Anfang davon. Es veränderte alles.“

Hogan setzte seine Fehde mit Flair fort. Beim „Clash of the Champions XXVIII” unterlag er zwar per Count-out, konnte aber den Titel behalten. Das Finale dieser Rivalität war ein Steel-Cage-Match, in dem Flairs Karriere auf dem Spiel stand - mit Mr. T als Special Referee. Hogan gewann und sicherte sich somit nicht nur den Titel, sondern auch einen weiteren Meilenstein in der noch jungen WCW-Ära unter seiner Regentschaft. In den ersten beiden Jahren seiner WCW-Zeit trat Hogan noch in den gewohnten Farben Rot und Gelb auf, doch die Reaktionen begannen zu kippen. Fans, die ihn früher umjubelt hatten, buhten ihn nun aus - nicht, weil sie seine wrestlerischen Fähigkeiten ablehnten, sondern weil sie seine immer gleiche Heldenfigur langweilte. Die Fans hatten sich am babyküssenden Patrioten sattgesehen. Der entscheidende Wendepunkt kam 1996 beim „Bash at the Beach“, als Hogan als geheimnisvoller dritter Mann an der Seite der „Outsiders“ Scott Hall und Kevin Nash in den Main Event trat, um die Fans zu schockieren und seinen langjährigen Saubermann-Charakter zu begraben. Mit diesem Heelturn wurde „Hollywood Hogan” geboren, die „New World Order” gegründet und die Wrestlingwelt auf den Kopf gestellt.

Die nWo wurde zum Motor der „Monday Night Wars“. Woche für Woche schalteten Millionen Zuschauer ein, um zu sehen, wie die Anti-Ikone Hogan und seine Mitstreiter Chaos stifteten. Das Merchandising verkaufte sich in astronomischen Stückzahlen, die WCW zog in den Einschaltquoten an der WWF vorbei und Hogan thronte wieder ganz oben. Noch heute gehört das T-Shirt mit dem nWo-Logo zu den Kassenschlagern. Doch so unaufhaltsam die nWo auch aufstieg, so unausweichlich war ihr Niedergang. Interne Machtkämpfe, zu viele neue Mitglieder und wiederholte Recyclings der Storyline ließen ihren Glanz verblassen. Von den vielen Sub-Gruppierungen und Abspaltungen, die zur Ausschlachtung des Goldesels beitrugen, ganz zu schweigen. 1999 kehrte Hogan kurzfristig zu seinem alten rot-gelben Look zurück, bevor er die Liga 2000 nach sechs Regentschaften als WCW World Heavyweight Champion verließ - nicht zuletzt wegen kreativer Differenzen mit dem umstrittenen Booker Vince Russo. Der Kapitän verließ das sinkende Schiff. Der berüchtigte „Bash at the Beach“-Vorfall im Jahr 2000, bei dem „Double J“ Jeff Jarrett sich für Hogan hinlegte und Russo mit dem Titel im Gepäck wutentbrannt die Halle verließ, markierte seinen letzten Auftritt in der WCW. Wenige Monate später wurde die Liga von der WWF übernommen.

Nach der Schließung der WCW im März 2001 unterzog sich Hogan einer Knieoperation, um seine Ringkarriere fortsetzen zu können. Im November desselben Jahres testete er seine Fitness in einem Match gegen Curt Hennig bei der von Jimmy Hart gegründeten Promotion Xcitement Wrestling Federation (XWF) in Orlando und fühlte sich anschließend fit genug, um ein Rückkehrangebot der WWF anzunehmen. Am 17. Bei „WrestleMania X8” traf er schließlich auf The Rock - ein Generationenduell, das er zwar verlor, das von den Fans aber als emotionale Sternstunde gefeiert wurde. Der geplante Heel Hogan wurde von der Menge frenetisch bejubelt, was zu einem raschen Face-Turn führte.

Kurz darauf wurde er ins SmackDown-Roster gedraftet und besiegte Triple H bei „Backlash 2002“, um ein letztes Mal den Undisputed WWF Title zu gewinnen - als letzter „WWF Champion“ und erster „WWE Champion“ nach der Umbenennung des Unternehmens. Nach einer Pause kehrte er 2003 zurück, rasierte den „Hollywood“-Bart ab und besiegte Vince McMahon bei „WrestleMania XIX“ in einem Street Fight. Anschließend führte er als maskierter „Mr. America“ für kurze Zeit eine Comedy-Fehde gegen McMahon und Roddy Piper. Aufgrund kreativer Differenzen verließ er die WWE im Sommer 2003, doch er blieb dem Unternehmen als Gast bei WrestleMania-Highlights, Hall-of-Fame-Zeremonien und Jubiläums-Shows erhalten.

Am 2. April 2005 wurde Hulk Hogan von Sylvester Stallone in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Zwei Jahre später bestritt er beim „PMG Clash of Legends” ein Match gegen Paul Wight (Big Show), das ursprünglich gegen Jerry Lawler geplant gewesen war, der jedoch aus vertraglichen Gründen nicht antreten konnte. Hogan gewann das Match mit einem Body Slam und einem Leg Drop und bewies damit, dass die Reaktionen auf seine Auftritte auch im neuen Jahrtausend nichts von ihrer Intensität verloren hatten. Im Zuge des Aufbaus seiner Fehde mit Shawn Michaels kehrte der Hall-of-Famer für einige Matches zum Marktführer zurück. Das Programm endete in einem berühmt-berüchtigten Klassiker beim „SummerSlam 2005“. Fast auf den Tag genau ein Jahr später folgte sein letztes WWE-Match, in dem der „Hulkster“ - wie schon im Vorjahr gegen das „Heartbreak Kid“ - gegen den „Legend Killer“ Randy Orton gewann. Bei dieser Großveranstaltung blieb Hogan über seine gesamte Karriere hinweg ungeschlagen und gewann alle seine sechs Auftritte.

In den späten 2000er Jahren wandte sich Hogan neuen Projekten zu, darunter Reality-TV-Formaten wie „Hogan Knows Best“ und dem Spin-off „Brooke Knows Best“. Im November 2009 trat er auf einer Australien-Tournee mit dem Titel „Hulkamania: Let The Battle Begin“ an vier aufeinanderfolgenden Abenden im Main Event gegen Ric Flair an - und ging jedes Mal als Sieger hervor. Nur wenige Wochen später folgte die nächste große Schlagzeile. Am 27. Oktober 2009 unterzeichnete er einen Vollzeitvertrag bei Total Nonstop Action Wrestling (TNA). Sein Debüt kündigte er am 5. Dezember live in der UFC-Sendung „The Ultimate Fighter“ an und datierte es auf den 4. Januar 2010 - denselben Abend, an dem die WWE die Rückkehr von Bret Hart bewarb.

Am 8. März kehrte Hogan nach Jahren erstmals wieder in den Ring zurück und besiegte gemeinsam mit Abyss A. J. Styles und Ric Flair. Daraus entwickelte sich eine Fehde zwischen Team Hogan und Team Flair, die im April 2010 bei „Lockdown“ in einem spektakulären Lethal-Lockdown-Match gipfelte, das Team Hogan für sich entschied. Im Sommer 2010 endete Hogans Allianz mit Abyss abrupt, als dieser einen Heel-Turn vollzog und von einer dunklen Macht kontrolliert wurde. Hogan und Bischoff gerieten ins Visier von Sting und Kevin Nash, die ihnen geheime Absichten unterstellten. Während Abyss immer aggressiver wurde und sogar TNA-Präsidentin Dixie Carter attackierte, orchestrierten Hogan und Bischoff die Machtübernahme bei TNA mit einem Trick. Hogan wurde zum Anführer des neuen Heel-Stables „Immortal“, das bald die Kontrolle über die Liga beanspruchte.

Nach einer schweren Rückenoperation kehrte Hogan 2011 zurück und erklärte sich zum Besitzer von TNA. Seine Fehde mit Sting erreichte bei Bound for Glory ihren Höhepunkt, als Hogan das Eigentum an TNA aufs Spiel setzte. Nach seiner Niederlage gegen Sting wechselte Hogan die Seiten, half Sting und kehrte zu seiner ikonischen gelb-roten Ringkleidung zurück.

2012 übernahm Hogan die Rolle des General Managers bei Impact Wrestling, geriet jedoch bald ins Visier der mysteriösen „Aces & Eights“, die ihn brutal angriffen und zu einer weiteren Operation zwangen. Kurz darauf eskalierte eine Storyline um die Beziehung zwischen Bully Ray und Hogans Tochter Brooke. Trotz anfänglicher Ablehnung führte Hogan Brooke bei einer inszenierten Hochzeit zum Altar, doch die Zeremonie wurde von Mitgliedern der „Aces & Eights“ brutal gestört. Die Fehde erreichte ihren Höhepunkt bei „Lockdown“ 2013, als Bully Ray mit Unterstützung der „Aces & Eights“ den „TNA World Heavyweight Championship“ gewann und sich als deren Präsident offenbarte. Nach weiteren Machtkämpfen verließ Hogan Ende 2013 TNA, womit seine turbulente, fast vierjährige Zeit bei der Liga endete. Eine Liaison, von der sich die Liga nie richtig erholen konnte.

Nach mehr als sechs Jahren feierte Hulk Hogan im Februar 2014 sein triumphales Comeback bei der WWE. Als Gastgeber und Eröffnungsredner von „WrestleMania XXX” in New Orleans stand er erneut im Rampenlicht. Er eröffnete die Show mit einer typischen Hulkamania-Promo und sorgte mit seiner legendären „Silverdome”-Versprecher-Panne für einen der am meisten diskutierten Momente des Abends. In den folgenden Monaten absolvierte er vereinzelte Auftritte, trat als Werbegesicht des Unternehmens in Erscheinung und wurde bei WWE-Events als lebende Legende gefeiert.

Doch im Juli 2015 folgte der wohl härteste Sturz seiner Karriere außerhalb des Rings: Die WWE beendete den Vertrag mit sofortiger Wirkung, nachdem ein altes Video öffentlich wurde, in dem sich Hogan in einem privaten Gespräch rassistisch über einen afroamerikanischen Freund seiner Tochter äußerte. Am 15. Juli wurde er offiziell wieder in die Hall of Fame aufgenommen. Wenige Monate später, am 2. November 2018, feierte der „Hulkster” beim „Crown Jewel”-Event in Saudi-Arabien vor einem Millionenpublikum sein Comeback. Im April 2021 erlebte Hogan eine weitere Hall-of-Fame-Ehrung, als er gemeinsam mit Kevin Nash, Scott Hall und Sean Waltman als Mitglied der „nWo” aufgenommen wurde. Sein letzter Live-Auftritt fand am 6. Januar 2025 beim Netflix-Debüt von „Monday Night RAW” statt.

Christian Cage und TNA

Der ehemalige TNA und aktuelle WWE Wrestler Christian (Cage) wird laut dem Observer dieses Jahr erneut bei TNA auftauchen. So soll er angeblich auch bei Bound for Glory einen weiteren Auftritt haben, nachdem er schon bei TNA Slammiversary Teil der Show war, nur dieses mal um die Wrestling Legende Sting in die TNA Hall of Fame einzuführen.

Beide Auftritte wurden im Zuge des Deals mit der WWE, Ric Flair bei der WWE Hall of Fame auftreten zu lassen, abgeschlossen. Gerüchten zufolge hatte man wohl auch die Idee den Nature Boy selbst Sting in die TNA Hall of Fame einführen zu lassen. Dieser wurde aber aufgrund seines unprofessionellen Verhaltens letzlich von TNA vor Monaten entlassen.

Desweiteren soll Flair eine Nicht Antrittsklausel von 120 Tagen in seinem TNA Vertrag gehabt haben, welche am 6. September 2012 ausläuft. Ein erneutes Engagement bei der WWE ist vorerst sehr fraglich, da die Firma aus Stamford aufgrund des Gerichtsverfahrens zwischen WWE und TNA, wo der Name Flair ein Teil von ist, Angst hat Flair ein Angebot zu machen bzw.

Viele Fans äußerten sich kritisch zu dieser Entscheidung, da sie keine große langfristige Verbindung zwischen Sting und Christian sehen. Einige vermuten, dass Christian aufgrund der Vereinbarung zwischen WWE und TNA nicht die volle kreative Freiheit hat und daher möglicherweise nicht in der Lage ist, die Leute zu begeistern.

Es gab auch Spekulationen darüber, dass Christian möglicherweise nicht glücklich darüber ist, bei TNA aufzutreten, da er ein WWE-Angestellter ist und möglicherweise Einschränkungen hinsichtlich dessen hat, was er sagen kann. Trotzdem gibt es auch Stimmen, die den Deal zwischen WWE und TNA loben und hoffen, dass solche Kooperationen in Zukunft häufiger stattfinden werden, sofern sie für beide Seiten Vorteile bringen.