Kickboxen erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und zieht Millionen von Enthusiasten in seinen Bann. Ursprünglich in den 1960er Jahren in den USA als Mischung aus Karate und Boxen entwickelt, hat sich Kickboxen zu einer globalen Bewegung entwickelt. Kickboxen ist ein junger Kampfsport, der Elemente aus Muay Thai, Boxen und Co. vereint.
Kickboxen ist eine weltweit beliebte Kampfsportart mit über 4 Millionen aktiven Praktizierenden. Etwa 40% der aktiven Kickboxer sind Frauen, was die inklusive Natur dieser Sportart unterstreicht. Vielseitige Techniken, die sowohl Angriff als auch Verteidigung abdecken, machen es besonders effektiv für Selbstverteidigung und bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
Verschiedene Stile und Regelwerke im Kickboxen
Auch wenn es keine speziellen Kickboxen Stile gibt, unterscheiden sich die Regelwerke der Verbände doch in einigen Punkten, wie zum Beispiel bei der Verwendung Fußfegern oder Tritten gegen die Oberschenkel (Lowkicks).
- Semikontakt: Beim Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer unterbrochen und zur Ausgangposition zurückgekehrt.
- Leichtkontaktkampf: Im Leichtkontaktkampf wird mit voller Schutzausrüstung ebenfalls auf einer Matte gekämpft und nach Treffern nicht unterbrochen.
- Vollkontaktkampf: Der Vollkontaktkampf ist der Leichtkontaktvariante ähnlich, wird allerdings in einem Ring ausgetragen und mit ganzer Kraft geführt.
- K1-Regelwerk: Das K1-Regelwerk wurde von der japanischen Kampfsportorganisation „K-1“ geschaffen und bildet das härteste Regelwerk des Kickboxens.
Die finanzielle Realität im Kickboxen
Bei sämtlichen Amateurveranstaltungen verdient man praktisch gar nichts, da hier auf der Einnahmeseite nur die Eintrittsgelder stehen, die praktisch komplett für die Organisation drauf gehen und zu einem kleinen Rest beim Veranstalter bleiben. Daneben gibt es weltweit unzählige Promotionsgesellschaften für Profikämpfe, die ihren Kämpfern aber nur sehr geringe Kampfprämien bezahlen.
Bis etwa 2010 veranstaltete die K-1-Organisation mit Sitz in Japan große Kampfveranstaltungen, die teilweise weltweit an Fernsehsender verkauft wurden. Innerhalb dieser Organisation konnte man einiges an Geld verdienen. Diese Organisation machte aber im Prinzip Pleite und stellte ihre Tätigkeit mehr oder weniger ein. Die gesamten Rechte am K-1 wurden 2012 von der Glory Promotiongesellschaft mit Sitz in Singapur aufgekauft.
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Glory ist der einzige Promoter, bei dem Geld mit Kämpfen zu verdienen ist, denn die haben ein weltweites Marketing und verkaufen erfolgreich weltweit Fernsehrechte überwiegend an Pay-Sender sowie die Zweitrechte an öffentliche Sender. Glory nimmt allerdings nur wenige der weltweit besten Kämpfer unter Vertrag, die sich bereits einen Namen gemacht haben und hohe Einschaltquoten versprechen, und bis man dahin kommt, muss man bei den anderen Verbänden erstmal jahrelang für fast umsonst kämpfen.
Beispielhafte Kämpfe und Ereignisse im Glory Kickboxing
Einige bemerkenswerte Ereignisse und Kämpfe im Glory Kickboxing umfassen:
- Badr Hari sollte am 7. November gegen Benjamin Adegbuyi wieder in den Ring von Glory steigen.
- Glory 64: Harut Grigorian vs. Abdellah Ezbiri.
- Titelkampf im Super-Bantamgewicht der Frauen: Anissa Meksen vs.
Die Bedeutung von Stars und Aufbaukämpfen
Die Struktur bei den Events ist klar zu erkennen. Die "kleineren" Events beinhalten hauptsächlich Aufbaukämpfe, während die "großen" Events dann die Money Fights aufbieten. Bellator muss eigene Stars kreieren. Wenn man dafür Altstars nutzt, ist das kein Problem, solange man nicht das langfristige Ziel aus den Augen verliert. Bisher ist das nicht der Fall.
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