Mixed Martial Arts (MMA): Eine Reise von der Antike zur modernen Kampfkunst

Der Begriff MMA entstand um 1990 mit der Gründung verschiedener Organisationen, die kampfsportübergreifende Wettkämpfe abhielten. In Japan gab es unter anderem Pancrase, in den USA die UFC (Ultimate Fighting Championship) und Strikeforce. In diesen Organisationen konnten zum Beispiel Ringer gegen Boxer, Karateka gegen Judoka und Sumoringer gegen Kickboxer antreten.

Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass MMA schon sehr viel länger existiert. Es gibt Belege dafür, dass 2600 v. Chr. in Ägypten Kämpfe abgehalten wurden, die den ganzen Körper als Ziel- und Angriffsfläche deklarierten.

Die Ursprünge in der Antike

Im antiken Griechenland, ca. 776 v. Chr., entstanden die olympischen Spiele. Seit jeher war das Ringen Bestandteil dieser Tradition. 688 v. Chr. wurde der Faustkampf olympisch. Es wurde schnell diskutiert, wer wohl in einem tatsächlichen Kampf die Oberhand gewinnen würde: der Ringer oder der Faustkämpfer. Um dies zu klären, entwickelte sich ca. 650 v. Chr. ein Kampfsport namens Pankration.

Die Pankration (zusammengesetzt aus dem griechischen pan „alles“ und kratos „Kraft“) bedeutet so viel wie „volle Kraft“ oder Allkampf. Die sogenannten Pankratiasten gewannen den Kampf durch K.O., durch Aufgabe oder Tod des Gegners. Die Brutalität dieser Kämpfe machte ihn damals zu einer umstrittenen Angelegenheit. Über die Jahrhunderte geriet dieser Sport in Vergessenheit.

Von Jahrmärkten zu modernen Wettkämpfen

Zu Zeiten der industriellen Revolution sehnten sich die Menschen nach Zerstreuung. Da die Entwicklung des Radios und des Fernsehers noch in weiter Ferne lagen, begaben sich die Menschen auf Jahrmärkte und Rummel. Auf diesen Jahrmärkten wurden Schaukämpfe abgehalten, und es entstanden Rummelboxer und Rummelringer. Zuschauer konnten Preise gewinnen, wenn sie es schafften, den Ringer oder Boxer zu besiegen.

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In England entstand daraus die Tradition des Catchwrestlings oder Catch-as-catch-can. Bei diesen Veranstaltungen traten zwei Ringer oder Ringer gegen Zuschauer gegeneinander an. Erlaubt waren alle Griffe und Hebel, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Schläge und Tritte sowie das Stechen in die Augen, Kratzen und Beißen war verboten. Zum Sieger wurde der Kämpfer erklärt, der die Schultern seines Gegners für eine gewisse Zeit auf die Matte drückte oder ihn zur Aufgabe zwang. Weltweit erfreuten sich diese Jahrmärkte großer Beliebtheit.

Durch die Weltkriege und die daraus resultierende Besatzung besiegter Nationen verbreiteten sich verschiedenste Kampfsportarten. So kam das Catchwrestling nach Japan. Seitdem erfreut es sich dort hoher Beliebtheit. Bemerkenswerte Wrestler sind unter anderem Mitsuyo Maeda und Masahiko Kimura. Es wird berichtet, dass Maeda über 2000 Kämpfe bestritten hatte und nur 2 davon verloren haben soll. Maeda war es auch, der Carlos Gracie (älterer Bruder von Helio Gracie) das Kämpfen beibrachte.

Diese beiden Brüder Carlos und Helio Gracie entwickelten daraus ihren eigenen Stil zur Selbstverteidigung: das sogenannte Brazilian Jiu Jitsu. Dieser Stil erschütterte die Welt, als in der ersten UFC (Ultimate Fighting Championship), 1993, der 80kg schwere Royce Gracie das Turnier gegen Kämpfer höherer Gewichtsklassen gewann.

Das erste Turnier der UFC hatte den gleichen Ansatz wie die Pankration in der Antike: Welcher Kampfstil ist der Beste? Da die Stile so vielfältig waren, waren die Regeln, um niemanden zu benachteiligen, sehr offen. Die daraus resultierenden Kämpfe waren für viele Zuschauer zu brutal.

Dieses Image setzte sich leider in den Köpfen der Leute fest. Die darauf folgenden Veranstaltungen brachten aber etwas Erstaunliches hervor: Es reichte nicht mehr, nur auf einem Gebiet hervorragend zu sein. Jetzt mussten die Kämpfer Neues lernen. Der Boxer musste lernen, wie man sich am Boden verhält, und der Ringer musste Schlag- und Tritttechniken in sein Arsenal aufnehmen. So entstand das moderne Mixed Martial Arts, kurz MMA.

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Die heutigen Wettkämpfe haben nichts mehr mit den ersten Kämpfen der UFC gemein.

MMA-Kämpfer im Fokus: Christian Eckerlin

Ein Beispiel für einen modernen MMA-Kämpfer ist Christian Eckerlin. Um einen auf Eckerlin (181 cm, 82 kg Wettkampfgewicht) perfekt abgestimmten Trainingsplan zu entwickeln, wurde Anfang des Jahres seine Maximal-Kraft getestet. Die Werte: 140 Kilogramm (Kniebeuge), 130 Kilogramm (Bankdrücken), 170 Kilogramm (Kreuzheben).

Eckerlin erklärt: „In den letzten Wochen lag der Fokus aber vor allem auf meiner Ausdauer. Diesmal kämpfen wir über 5 Runden jeweils 5 Minuten. Also 25 Minuten gesamt, wenn es nicht vorher endet. Darauf muss ich eingestellt sein. Zu viele Muskeln verbrauchen zu viel Sauerstoff.“

Deshalb standen vor allem Läufe auf dem Programm, u.a. 10 Kilometer jeden Sonntag. Mittlerweile läuft Eckerlin diese Distanz knapp über 42 Minuten.

Die Rolle des Athletiktrainings und Personal Coachings

Ann-Katrin Weber spielt eine entscheidende Rolle im Training von Christian Eckerlin. Sie begleitet Alltagsathleten wie auch Profisportler und unterstützt dabei, gesünder, stärker, ausdauernder und mobiler zu werden. Ihr Konzept baut auf den Säulen des „Pain-Free Performance-Coaching" auf und nutzt einen holistischen Ansatz.

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Ihr Trainingseinheiten zeichnen sich aus durch:

  • Bewegungsmuster kontrollierter, besser, wie auch schmerzfrei ausführen zu können.
  • Den Körper als System in seiner vollen Funktionsfähigkeit zu nutzen.
  • Sessions, die sich in deine Woche integrieren lassen, ohne zusätzlich zu belasten.
  • Trainingseinheiten, die dich in deiner Sportart voranbringen.

Ann-Katrin hat nach einer schwereren Verletzung geholfen, wieder in die Spur zu finden und sportlichen Ziele weiterhin verfolgen zu können. Ihr ganzheitliches Training hat gesetzten Erwartungen voll und ganz erfüllt.

Durch ihren großen Erfahrungsschatz und ihre stetige Weiterbildung stimmt Sie das Training sehr individuell ab. Bewegungen kann man nicht neu erfinden, aber man kann sie an dich und deine Bedürfnisse anpassen. Neben Muskelzuwachs und verbesserter Beweglichkeit, lassen sich Lasten im Alltag wie auch im Training langfristig besser bewegen. Gerade mit eingeschränkter Schultermobilität ein WIN. Zusätzlich wird die Rumpfmuskulatur gefordert und trainiert.

Fightclub Plauen: Harte Kämpfe, fairer Umgang

Zum vierten Mal in Plauen und zum ersten Mal in der Veranstaltungshalle von Biller gastierte der Fightclub, eine Kampfsportveranstaltung mit einem Mix aus verschiedenen Kampfsportarten.

Strenge medizinische Auflagen wurden erfüllt, die Ringrichter setzten auch diesmal enge Bewertungsmassstäbe. "Diese Kampfsportarten sind gefährlich, daher müssen wir die Sportler schützen" betonen die Veranstalter des Shuri Gym. "Trotz der harten Kämpfe gingen die Sportler absolut fair miteinander um, eine Werbung für den Sport" freut sich die Zwickauerin Stefanie Müller, die extra anreiste und im zahlreichen Publikum die Kämpfer anfeuerte.

Neben sehr gut besuchten Hallen und starkem Publikumsinteresse, zeigt genau diese Kampfsportpräsentation, wie Sportler miteinander hart in den Wettkampf gehen und den sportlichen Umgang und Respekt voreinander bewahren.

Ein Dutzend packender Kämpfe standen auf dem Programm. Neben Kickboxen und K1 war der Freefight nach MMA als dreifaches Bonbon im Ablauf. Kämpfer aus Balingen und Berlin, aus Bremen und Halle, aus Plauen und Zwickau gaben sich die Ehre. Natürlich wurden die Lokalmatadoren vom Publikum besonders angefeuert.

Bereits zum ersten Auftaktkampf stand der Plauener Stephan Weber dem Bremer Peter Ederle in drei mal zwei Minuten in der Kategorie K1 gegenüber. Den Sieg nach vollen drei Runden sicherte sich der Spitzenstädter, ein Auftakt nach Maß für das Publikum.

Im fünften Duell des Abends wurden zwei mal fünf Minuten Freefight nach den Kriterien des MMA geboten, sozusagen der erste Knaller. Der Berliner Gurik Kirkoryan forderte den Plauener Alex Ananev heraus. Die beiden bekämpften sich nach allen Regeln der Kampfkunst und schonten weder sich, noch das euphorische Publikum. Nach der vollen Distanz erhielt die blaue Ecke mit Alex Ananev den Sieg zugesprochen.

Einen Sieg nach Punkten errang der Plauener Florian Schwabe, der den Bremer Torsten Arlautzki im Kickboxen besiegte.

Im zehnten Kampf des Abends trat Lokalmatador Eugen Weber gegen den Bremer Marcel Behknen im Kickboxen an. Sehr zum Unmut seiner Anhängerschaft wurde dieser Kampf nach Punkten zugunsten des Bremers gewertet.

Als Höhepunkt des Abends stieg der Plauener Tim Richter in den Ring.