Deutscher Karate Bund (DKV): Informationen, Geschichte und Angebote

Der Deutsche Karate Verband e.V. (DKV) mit Sitz in Gladbeck ist der offizielle Fachverband für Karate in Deutschland. Er wird als einziger Fachverband vom Bundesministerium des Innern gefördert und ist als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt.

Mit seinen über 102.000 Mitgliedern bietet der Deutsche Karate Verband e.V. (DKV) seinen Aktiven in den mehr als 2.400 Vereinen eine sportliche Heimat. Die Angebote der Dojos sind vielfältig und reichen dabei von Breiten- und Gesundheitssport über Nachwuchs-Förderung und Leistungssport bis hin zur Selbstverteidigung, Gewaltprävention, Para-Karate sowie Karate für "Best Ager" (50+).

Der DKV mit seinen 16 Landesverbänden wird als einziger Fachverband vom Bundesministerium des Innern gefördert und ist als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt.

Das DKV-Selbstverständnis fußt auf den Säulen "Leistungssport", "Breitensport", "Gesundheitssport & Sport im Alter" sowie "Para-Karate & Inklusion".

Angebote und Schwerpunkte des DKV

Besonders im Breiten- und Gesundheitssport ist der DKV bundesweit von allen Institutionen anerkannt. So ist er als einer von nur wenigen Spitzensport-Verbänden Inhaber des Qualitätssiegels "SPORT PRO GESUNDHEIT" und kann dieses somit in Eigenregie vergeben. Nicht nur aus diesem Grund bezeichnet die Barmer-Krankenkasse den DKV "als erste Adresse für Karate in Deutschland". Garant für diesen hohen Standard und die Zertifizierung ist die hohe vierstellige Anzahl von staatlich qualifizierten Fach-Übungsleiterinnen und -Übungsleitern mit ihren jeweiligen A-, B- und C-Lizenzen.

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Mehr als 50 Prozent der Gemeldeten kommen aus der Alters-Gruppe sechs bis 14 Jahre. Da es kein Höchst-Einstiegs-Alter gibt, eignet sich die Sportart auch hervorragend für Ältere, die die zweitstärkste Gruppe hinsichtlich der Mitgliederzahl bilden. Mehr als 50 Prozent machen indes Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren aus - wobei eine Motivation, mit dem Karate zu beginnen, in dem DKV-"Werte-Konzept" begründet sein dürfte.

Der DKV versteht sich nicht nur als Dienstleister für seine Landesverbände und Vereine, sondern auch als Ansprechpartner für allgemein Karate-Interessierte oder Karate-Enthusiasten, die derzeit noch nicht oder aber in anderen Verbänden organisiert sind. Für diese Gruppen (Personen) besteht die Möglichkeit, sich mit dem DKV in Verbindung zu setzen. Auch die direkte Kontakt-Aufnahme mit einem Verein in der Nähe ist über den Dojo-Finder möglich.

Anerkennung von Graduierungen und Lizenzen

Der DKV verfolgt darüber hinaus das Ziel, Graduierungen und Lizenzen anderer Verbände durch die dafür zuständigen Gremien anerkennen zu lassen - sofern dies gewünscht ist. Des Weiteren können Lehrgänge vor Ort mit qualifizierten Trainerinnen oder Trainern durchgeführt werden. Seminar-Teilnahmen werden ebenfalls angeboten.

Historischer Überblick des DKV

Gegründet wurde der DKV, der der World Karate Federation und der European Karate Federation angeschlossen ist, am 17. Juni 1976. Im Jahre 1957 führte Jürgen Seydel die Kampfkunst Karate in Deutschland ein. Der Judoka Seydel wurde durch einen Lehrgang mit den Karate-Großmeistern Mirakami und Mochizuki in Südfrankreich dazu inspiriert, am 01.04.1957 das erste Karate Dojo Deutschlands, den „Budokan Bad Homburg", zu gründen.

Bereits zwei Jahre später legte er die Prüfung zum ersten Dan ab und blieb bis zum Jahre 1965 der einzige Danträger Deutschlands. Im April 1964 richtete Jürgen Seydel den ersten Wochenlehrgang am Sportinstitut der Universität Göttingen aus. Auf der im Anschluß durchgeführten Ersten Deutschen Meisterschaft wurden die Wettkämpfe lediglich im Kata-Shiai ausgetragen, für das Kumite-Shiai fehlte es noch an entsprechend ausgebildeten Kampfrichtern. Erst im Jahre 1966 kam bei der Dritten Deutschen Meisterschaft in Nürnberg das Kumite-Shiai hinzu. Bernd Goetz, der viele Jahre in Tokio Karate trainiert hatte, wurde im selben Jahr Bundestrainer des Deutschen Karate-Bundes und mit dem Aufbau eines Nationalkaders beauftragt.

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Als im Jahre 1965 die Sektion Karate im Deutschen Judobund gegründet wurde, bestimmten zwei große Karateverbände die frühe Geschichte des Karate in Deutschland. 1967 löste Hirokazu Kanazawa Bernd Goetz ab und übernahm das Amt des Bundestrainers im Deutschen Karate-Bund. Seiner Arbeit ist es zuzuschreiben, daß das technische Niveau der deutschen Karatekas internationalem Standard gerecht wurde und die Deutsche Nationalmannschaft an den Europameisterschaften 1968 in London und 1969 in Graz erfolgreich teilnahm.

Die Geschichte des Deutschen Karate Verbandes ist eng mit der Entwicklung der früheren Karateverbände Deutschlands verknüpft, die sich in den sechziger Jahren und später gebildet hatten. So existierte eine Reihe mehr oder minder mitgliederstarker Verbände wie z.B. der Deutsch-Japanische Karateverband (DJKV), der Goju-Kai Deutschland (GKD), der Wado-Kai Deutschland (WKD) und andere kleinere Gruppierungen, die zumeist stilrichtungsbezogenes Karate praktizierten. Insbesondere der Deutsche Karate-Bund (DKB, 1961), die Sektion Karate im Deutschen Judobund (SeKa DJB, 1965) und die Deutsche Karate Union (DKU, 1976) beeinflußten maßgeblich die Entwicklung des Deutschen Karate Verbandes.

Als der Deutsche Karate-Bund 1961 gegründet wurde, hatte sich der Deutsche Judobund, der seit 1956 Mitglied im Deutschen Sportbund war, schon als Fachverband für Judo etabliert. Dieser erste und älteste Verband für japanischen Kampfsport in Deutschland war bestrebt, alle Budosportarten unter seinem Dach zusammenzuschließen. Die SeKa (1975: 10744 Mtgl.) war seit ihrer Gründung automatisch über den Deutschen Judobund im Deutschen Sportbund vertreten und damit offizieller Repräsentant der Sportart Karate.

Ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes vom 02.12.1974 verpflichtete den Deutschen Sportbund jedoch dazu, als Monopolverband vergleichbaren Bewerbern gleichrangige Mitgliedschaft zu gewähren. Vergleichbare Bewerber gab es, so z.B. Da jedoch nur ein Verband Mitglied im DSB sein konnte, bestand die Notwendigkeit, die einzelnen Teilverbände in einem Dachverband zu organisieren. In diesem „Verband der Verbände" sollten die bisherigen Teilverbände zwar eingegliedert sein, jedoch ohne damit ihre Autonomie zu verlieren.

Gründung des Deutschen Karate Verbandes e.V.

Die erste Möglichkeit zur Verwirklichung des Ziels, gemeinsame Veranstaltungen aller Verbände durchzuführen, war die 13. Meisterschaft des Deutschen Karate-Bundes am 29.05.1976 in Hamburg. Kurze Zeit später gründeten die drei Verbände den Deutschen Karate Verband, der am 17.06.1976, dem Tag der deutschen Einheit, in das Vereinsregister eingetragen wurde.

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Auch nachdem die Konstituierung des DKV erfolgt war, blieb die SeKa DJB vorerst rechtmäßige Vertreterin des Karate im DSB und offizielle deutsche Repräsentantin für Karate auf internationaler Ebene. Damit dem Deutschen Karate Verband auf nationaler und internationaler Ebene zukünftig die Kompetenz zur Vertretung des Karate formell zugesprochen werden konnte, einigten sich die Delegierten der Teilverbände auf ihrer Sitzung am 03.11.1976 in Frankfurt darauf, den DKV in dieser Hinsicht zu unterstützen.

Die Vereinigung aller deutschen Karateverbände im DKV verlieh dem nationalen Sportbetrieb enormen Aufschwung und intensivierte die internationalen Kontakte. So war es möglich, einen gemeinsamen Bundestrainer über den DSB zu finanzieren. Horst Handel, früheres Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, übernahm das Amt des ersten Bundestrainers des Deutschen Karate Verbandes. Zahlreiche sportliche Veranstaltungen, die vormals von den Einzelverbänden ausgerichtet wurden, übernahm nun der DKV. So z.B. wurde der Länderpokal, der künftig als Deutschlandpokal bezeichnet werden sollte, am 15.12.1979 durch den DKV ausgetragen.

Mit der Anstellung von Hideo Ochi als Bundestrainer gelang es dem Deutschen Karate Verband, einen der weltbesten Karatekas zu verpflichten. Im Rahmen seiner Breitensportarbeit betreute der DKV ab 1980 die Bundesbestenlehrgänge. Bei diesen beliebten Veranstaltungen bestand für die Kaderathleten Teilnahmepflicht, Karatekas ab dem 1. Dan durften ebenfalls an diesen gehobenen Breitensportlehrgängen teilnehmen.

Die Geschichte des deutschen Karate war im Hinblick auf die Beziehungen zu den internationalen Karateorganisationen EKU, WUKO, seit 1994 WKF (World Karate Federation), IAKF und EAKF in den siebziger Jahren von Wechselhaftigkeit geprägt. Der DKV bemühte sich, mit einer gemeinsamen, aus den verschiedenen Teilverbänden rekrutierten Nationalmannschaft in beiden europäischen und Weltverbänden zu starten. Spannungen zwischen der WUKO und der IAKF führten schließlich dazu, daß der DKV aus der WUKO ausgeschlossen wurde. Auch die Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Los Angeles 1977 änderte diese Entscheidung nicht.

Vermittlungsversuche des Deutschen Sportbundes waren zunächst zum Scheitern verurteilt, da die WUKO eine Doppelmitgliedschaft des DKV in beiden Weltverbänden ablehnte und den Austritt aus EAKF und IAKF zur Grundlage weiterer Verhandlungen machte. Wiederholte Unterredungen zwischen Vertretern des DKV und der internationalen Verbände führten schließlich zu einer schrittweisen Annäherung. Als ungewohnt erwies sich das für die deutschen Athleten in der EKU praktizierte Wertungssystem im Kumite-Shiai mit sechs Wazaari bzw.

Am 02.11.1986 beschloß die Mitgliederversammlung des DKV einstimmig die Umwandlung des Deutschen Karate Verbandes von einem Dachverband zu einem Fachverband. Die bisherigen ordentlichen Mitglieder, DKB, DKU, GKD, DJKV und die SeKa DJB, gaben ihre Mitgliedschaft zu Gunsten der entstehenden Landesfachverbände auf.

Die deutsche Wiedervereinigung 1990 leistete der Entwicklung des Karate in Deutschland enormen Vorschub. So konnte schon bald die magische Grenze von 100.000 Mitgliedern überschritten werden. Mit rund 120.000 Mitgliedern und 2000 Vereinen zählt der Deutsche Karate Verband zur Mitte der neunziger Jahre zu den mitgliederstarken und zuwachsstärksten Fachverbänden im Deutschen Sportbund.

Die Gründung anderer Karateverbände in Deutschland konnte diese positive Entwicklung in keiner Weise beeinträchtigen. Der enorme Mitgliederzuwachs ist das Ergebnis erfolgreicher Arbeit im Breitensport und die internationalen Erfolge dokumentieren die optimale Förderung des Leistungssports durch ein modernes Sportmanagement. Im Rahmen der strukturellen Innovationen in den Jahren 1994/1995 beschloß die Bundesversammlung umfangreiche Struktur- und Satzungsänderungen für den Deutschen Karate Verband. So z.B. öffnete sich der DKV anderen Gruppierungen und Stilrichtungen stärker als bisher.

Eine Rahmenprüfungsordnung gewährt den Gruppierungen weitgehende Autonomie. Die für ihre Ressorts verantwortlichen Referenten im Präsidium wurden nicht wie bisher von der Mitgliederversammlung, sondern von den Landesreferenten direkt gewählt. Die Ausbildungsordnung wurde den Richtlinen des Deutschen Sportbundes angepaßt und garantierte damit eine einheitliche Ausbildung der Übungsleiter und Trainer auf Bundes- wie Landesebene. Ehrenamtliche Fachkompetenz und kontinuierliche Zuarbeit durch hauptamtlich angestellte Mitarbeiter gehen eine für das professionelle Verbandsmanagement wichtige Verbindung ein und gewährleisten eine professionelle und zügige Administration des Sportverkehrs.

Die frühen Jahre des Karate in Deutschland

Karatepionier Jürgen Seydel gründet aus Mitgliedern der von ihm geleiteten Judoabteilung die erste Karate-Lerngruppe in Bad Homburg v.d.H.. Zur Festigung der erlernten Techniken trifft sich die kleine Gruppe zu einem einwöchigen Lehrgang auf der Freusburg bei Siegen. Jürgen Seydel gelingt es, Murakami Sensei für einen zehntägigen Lehrgang in Bad Homburg-Dornholzhausen zu gewinnen. Um den Lehrgang finanzieren zu können, versendet Seydel Einladungen an sämtliche Judoclubs in Deutschland. Für viele von ihnen verläuft der Lehrgang jedoch unbefriedigend, da ihre Karate-Grundkenntnisse nicht ausreichen, den Vorgaben des japanischen Meisters zu folgen.

Jürgen Seydel legt die Prüfung zum ersten Dan ab und erteilt Elvis Presley, der 1958 in Bad Nauheim seinen Wehrdienst bei der US-Army leistet, einige Monate Privatunterricht in Karate. Nach einem weiteren Sommerlehrgang unter Leitung von Tetsuji Murakami und Jürgen Seydel in Bad Homburg beschließen die Teilnehmer, einen eigenen Fachverband für Karate zu gründen. Seydel, bis 1965 einziger Danträger in Deutschland, wird Leiter der technischen Kommission und ist damit verantwortlich für das Ausbildungs- und Prüfungswesen im Deutschen Karate-Bund e.V. (DKB).

Im Anschluß an einem mehrtägigen Karatelehrgang am Sportinstitut der Universität Göttingen wird die Erste Deutsche Karatemeisterschaft ausgetragen. Vier japanische Top-Instruktoren besuchen auf ihrer Europa-Tournee den zweiten großen Wochenlehrgang des Deutschen Karatebundes e.V. in Bad Godesberg und übernehmen das Training: Taiji Kase, 6. Dan und JKA-Chefausbilder, Hirokazu Kanazawa, 5. Dan, Keino Enoeda, 5. Dan und Chefinstruktor von Großbritannien sowie Hiroshi Shirai, 5. Dan und Cheftrainer in Italien, unterrichten die deutschen Ausbilder und prüfen vier Teilnehmer zum 1.

Die Demonstrationen der japanischen Meister im Rahmen der anschließenden Zweiten Deutschen Karatemeisterschaft in der ausverkauften Bad Godesberger Stadthalle verschaffen dem Karate eine außerordentlich große Werbewirksamkeit. Die Japan Karate Association (JKA) erkennt den Deutschen Karatebund e.V. Der seit 1956 im Deutschen Sportbund als Mitgliedsorganisation vertretene Deutsche Judobund (DJB) ist bemüht, die asiatischen Kampfsportarten in Deutschland in seinen Zuständigkeitsbereich einzugliedern. Im Zuge dieser Bestrebungen bildet sich am 11. Dezember 1965 die Sektion Karate im DJB.

Obwohl dem Deutschen Karatebund e.V. in diesem Jahr die Gemeinnützigkeit zuerkannt wird, bleibt ihm die Aufnahme in den Deutschen Sportbund vorerst verwehrt. Eine Vielzahl kommerzieller Karateschulen und kleiner Verbände bestimmt das Bild des Karate in Deutschland. Realitätsverzerrende Darstellungen in der Öffentlichkeit schädigen das Image des Karate, das den Beigeschmack des Schläger- und Rowdytums erhält.

Erster Karatelehrgang der Sektion Karate DJB in Freiburg unter der Leitung von Arthur Hisatake (4. Erste Karate-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft der Sektion Karate DJB in Schweinfurth. Der japanische Spitzentrainer Yutaka Toyama (5. Dan) wird der erste Bundestrainer für Karate im Deutschen Judobund. Bundeslehrgang des Deutschen Karate-Bundes in Freiburg. Im Anschluß daran beschließt der Vorstand, mit Hirokazu Kanazawa einen der erfolgreichsten japanischen Wettkämpfer als weiteren Bundestrainer einzustellen. Kanazawa und Koichi Sugimura bilden ein hochkarätiges, kompetentes Trainergespann.

Zu den 5. Deutschen Meisterschaften des Deutschen Karatebundes in München reist Masatoshi Nakayama, Chefausbilder der JKA, mit mehreren Spitzen-Karateka an. Der Deutsche Karate-Bund weist mittlerweile 2.500 Mitglieder auf. Deutsche Einzelmeisterschaft in Fürth. Gründung des Deutschen Karate Verbandes e.V. Neben dem Deutschen Karate-Bund und der Sektion Karate des Deutschen Judo-Bundes, in deren Vereinen hauptsächlich der Shotokan-Stil praktiziert wird, hatten sich in den sechziger und siebziger Jahren kleinere Verbände für andere Stilrichtungen gebildet, so z.B. für das Goju-Ryu und das Wado-Ryu.

Im Deutschen Sportbund sind allerdings nur die Karatekas der Sektion Karate indirekt über den Deutschen Judobund vertreten. Den in anderen Verbänden organisierten deutschen Karatekas werden damit die Vorteile einer DSB-Mitgliedschaft nicht zuteil. Da der Deutsche Sportbund nur einen Fachverband pro Sportart akzeptiert, für Karate also nur den Deutschen Judobund, werden Aufnahmeanträge anderer Verbände abgelehnt.

Die karatetreibenden Verbände bemühen sich deshalb um den Zusammenschluß aller deutschen Karate-Organisationen in einem gemeinsamen Dachverband, der die Vertretung im Deutschen Sportbund übernehmen soll. Diese Bemühungen werden maßgeblich unterstützt vom Deutsch-Japanischen-Karate-Verband (DJKV), vom Deutschen Goju-Ryu-Bund und dem Deutschen Karate Bund. Die drei Verbände gründen zu diesem Zweck den Deutschen Karate Verband.

Der Mitte der siebziger Jahre stark ansteigende Mitgliederzuwachs an Karatekas innerhalb des Deutschen Judobundes veranlaßt die SeKa dazu, mehr Autonomie und Entscheidungsfreiheit vom Deutschen Judobund einzufordern. Verhandlungen zwischen dem DJB, der SeKa und dem DSB führen schließlich dazu, daß die Mehrheit der Karatekas des DJB sich von ihrem Verband löst und die Deutsche Karate-Union (DKU) gründet.

Zweite Besprechung der Karateorganisationen beim DSB. Als Ergebnis der Verhandlungen treten die Deutsche Karate Union (DKU), die Sektion Karate des Deutschen Judobundes und der Wado-Kai Deutschland dem Deutschen Karate Verband bei. Alle führenden deutschen Karateverbände sind nun Mitglied des Deutschen Karate Verbandes. Als Dachverband dieser autonomen Verbände erfüllt der Deutsche Karate Verband e.V. Auf der ersten offiziellen Sitzung des Deutschen Karate Verbandes wird das Präsidium gewählt. Der Wahlmodus der DKV-Satzung regelt die Stimmenverhältnisse unter Berücksichtigung der Mitgliederzahlen der Verbände und sieht pro 1000 Mitglieder eine Stimme vor.

Der Deutsche Karate Verband e.V. wird offizielles Mitglied im Deutschen Sportbund, nachdem die Mitgliedschaft der Sektion Karate des DJB im Deutschen Sportbund gelöscht war. Der DKV ist nun offizieller Vertreter des Karate im Deutschen Sportbund. Auch auf Landesebene finden im folgenden die meisten Verbände zusammen und die Landesdachverbände werden in die Landessportbünde aufgenommen. Auch auf internationaler Ebene versucht der DKV auf eine Einigung hinzuwirken. Im Zuge dieser Einigungsbestrebungen tritt der Deutsche Karate Bund au...

Veranstaltungen und Termine

  • Deutsche Meisterschaften in der Masterklasse am 27. September in Verden: Ü55-Kata-Wettbewerb der Herren mit 34 Teilnehmern.
  • Deutsche U21-Meisterschaften am 28. September in Verden: Kata-Einzel der Damen sehr stark besetzt.
  • Heim-Europameisterschaften 2026 in Frankfurt: Die Tages-Karten kosten 19,90 Euro und 24,90 Euro und beinhalten die kostenlose Beförderung innerhalb des RMV.

Der DKV mit Sitz seiner Zentrale in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) würde es sehr begrüßen, wenn noch mehr Menschen die Sportart ausüben und sich dem offiziellen Fachverband anschließen würden.

Der Deutsche Karate Verband wird als Fachverband für Karate vom Bundesministerium des Innern gefördert, ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und anerkannt vom IOC. Er ist der Zusammenschluss von 16 Landesverbänden mit ca. 2.300 Vereinen, Clubs und Schulen mit insgesamt über 110.000 Mitgliedern. Die Vielfalt des DKV-Angebotes und das Nebeneinander unterschiedlicher Denkweisen ist unser Beitrag zum Verständnis und der Toleranz in unserer Gesellschaft. Es ist unser „Karate-Do“ - unser Karate-Weg.

Mitglieder unseres Verbandes können unterschiedliche Wege einschlagen. Sie können Karate in Form von Wettkämpfen (Kumite und Kata) betreiben und an den offiziellen Meisterschaften, bis hin zur Weltmeisterschaft, teilnehmen. Oder Karate betreiben als Weg zur Persönlichkeits­entfaltung, Fitness oder Selbstverteidigung, für Frauen und Mädchen Selbstbehauptung mit Selbstverteidigung. Neben dem traditionellen Karate, welches überwiegend von den unter­schiedlichen Stilrichtungen gepflegt wird, geht der DKV auch neue Wege. Alle unsere Ausbildungswege sind staatlich anerkannt oder sie besitzen das Gütesiegel des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Mit Budomotion wurde ein neues Gesundheitsprogramm entwickelt und mit Sound-Karate ein Ausbildungsprogramm geschaffen, das besonders junge Mitglieder anspricht. Damit hat Karate seinen Weg in den Schulsport gefunden. So kann unter dem Dach des deutschen Spitzenverbandes jeder seinen Weg des Karate " Karate-Do " finden.