Der gefährlichste Kickboxer der Welt

Kickboxen erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und zieht Millionen von Enthusiasten in seinen Bann. Sie ist eine der wenigen Kampfsportarten, die nicht in Fernost gegründet wurde, der Ursprung liegt jedoch klar in Asien. Sie ist bekannt für Ihre Härte, aber auch für die Effektivität. Ursprünglich in den 1960er Jahren in den USA als Mischung aus Karate und Boxen entwickelt, hat sich Kickboxen zu einer globalen Bewegung entwickelt.

Kickboxen ist ein junger Kampfsport, der Elemente aus Muay Thai, Boxen und Co. vereint. Tritt- und Schlagtechniken beherrschen Kickboxen. Kickboxen ist eine weltweit beliebte Kampfsportart mit über 4 Millionen aktiven Praktizierenden. Ursprung in den 1960er Jahren in den USA, als Fusion von Karate und Boxen. Kickboxen steht als harter Kampfsport regelmäßig in der Kritik. Vielseitige Techniken, die sowohl Angriff als auch Verteidigung abdecken.

Besonders effektiv für Selbstverteidigung und bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Geeignet für eine breite Zielgruppe, einschließlich Frauen und Kinder. Etwa 40% der aktiven Kickboxer sind Frauen, was die inklusive Natur dieser Sportart unterstreicht.

Unterschiede zu anderen Kampfsportarten

Kickboxen hat ein paar wesentliche Unterschiede zu anderen Stilrichtungen, die mit Fußtritten und Faustschlägen geführt werden. Äußerlich sind die Kickboxer auf den ersten Blick von „herkömmlichen“ Boxern zu unterscheiden, da Fußschützer tragen. Die Ähnlichkeiten mit dem Muay Thai (Thai-Boxen) können schon deutlich schneller zu Verwechslungen führen, weil diese beiden Sportarten auf manchen Internetseiten zu einer Einzigen verschmelzen. Deutsche Vereine fassen diese auch sehr gern zusammen.

Den Unterschied könnt Ihr dadurch sehen, dass Thai-Boxer keine Fußschützer benutzen, sondern höchstens Bandagen. Eine weitere Sportart, bei der die Gefahr der Verwechslung besteht, ist das Shootboxen, welches zum Teil direkt aus dem Kickboxen entstand, was die fast schon verblüffende Ähnlichkeit erklärt. Kickboxen ist durch verschiedene Filme (Bloodsport, Karate Tiger 3 und weitere) als rücksichtslose und lebensgefährliche Sportart bekannt.

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Regelwerke im Kickboxen

Auch wenn es keine speziellen Kickboxen Stile gibt, unterscheiden sich die Regelwerke der Verbände doch in einigen Punkten, wie zum Beispiel bei der Verwendung Fußfegern oder Tritten gegen die Oberschenkel (Lowkicks).

  • Semikontakt: Beim Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer unterbrochen und zur Ausgangposition zurückgekehrt. Diese Variante erinnert stark an das traditionelle Karate und wird genau wie dieses auf einer Matte ausgetragen.
  • Leichtkontaktkampf: Im Leichtkontaktkampf wird mit voller Schutzausrüstung ebenfalls auf einer Matte gekämpft und nach Treffern nicht unterbrochen. Hier zählt besonders die Kondition, da diese sehr dynamische Art des Kampfes stark an den Kräften zehrt.
  • Vollkontaktkampf: Der Vollkontaktkampf ist der Leichtkontaktvariante ähnlich, wird allerdings in einem Ring ausgetragen und mit ganzer Kraft geführt. Daher kann der Kampf hier nicht nur durch Punkte, sondern auch durch K.O. oder technischen K.O. entschieden werden.
  • K1-Regelwerk: Das K1-Regelwerk wurde von der japanischen Kampfsportorganisation „K-1“ geschaffen und bildet das härteste Regelwerk des Kickboxens. Ziel ist es, genau wie beim Vollkontakt, durch K.O. oder Punkteüberlegenheit zu gewinnen, wobei nach den K1-Regeln auch Kniestöße zum Körper oder Kopf erlaubt sind.

Bekannte und gefährliche Kickboxer

Besim Kabashi

Besim Kabashi - wahrscheinlich der gefährlichste Kickboxer der Welt. Unerbittlich gegen seine Gegner und sich selbst. Der Mike Tyson des Kickboxens. Eine Legende. “Er war der härteste Kickboxer, den wir je hatten. Heute wäre sein Geburtstag gewesen. Auch wenn er nicht mehr unter uns weilt, lebt sein Vermächtnis weiter. Besim war bekannt für seine unglaubliche Stärke, seine Zähigkeit und seine unerschütterliche Hingabe an den Sport. Er hat unzählige Menschen auf der ganzen Welt inspiriert.

Aleksandar Rakic

Rakic und Santos sind extrem athletische, explosive Kickboxer und sammelten gemeinsam 24 Knockouts. Rakic ist ein absolutes Naturtalent. Schon als Kickboxer verdiente er sich den Kampfnamen „Rocket“ mit seinem aggressiven Stil und dem ständigen Drang zum Finish. Rakic ist vor allem als überragender Striker bekannt. Dem Österreicher gelingt es, aggressives Pressure-Fighting mit sauberer Technik, extremer Präzision und einem hohen Fight-IQ zu verbinden. Er macht konstant Druck, nutzt dabei seine Reichweite und hervorragende Beinarbeit zum Distanz-Management und landet akkurate Treffer - auch gern als Konter geschlagen, wie er gegen Oezdemir gezeigt hat.

Die wohl gefährlichste Waffe in Rakics Arsenal sind ganz klar seine Kicks. Zum einen natürlich die brachialen Highkicks, die er häufig mit 1-2-Kombinationen vorbereitet und mit denen er in seiner MMA-Karriere schon zwei Kämpfe beendet hat, unter anderem gegen Jimi Manuwa, den er nach nur 42 Sekunden mit einem der heftigsten Headkick-KOs der UFC-Geschichte umlegen konnte. Aber auch auf seine Lowkicks muss Santos aufpassen.

Thiago Santos

Thiago Santos‘ Resümee in der 93-Kilo-Klasse ist absolut beeindruckend: Nach drei KO-Siegen, unter anderem gegen den jetzigen Champion Jan Blachowicz, verlor er nur knapp gegen den damals amtierenden Titelträger Jon Jones - und das mit zwei kaputten Beinen. Santos‘ größte Stärke - was soll ich sagen? - ist natürlich seine KO-Power. Wie Rakic kann auch er treten wie ein Pferd, seine gefährlichsten Waffen aber sind die Fäuste. Der Brasilianer schlägt nämlich nicht nur hart, sondern auch schnell, behält selbst in wildesten Schlagabtauschen eiskalt die Übersicht und besitzt den dazu passenden Killerinstinkt, wie 15 Knockouts in 21 Siegen eindrucksvoll beweisen.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Knockout-Spezialisten in den höheren Gewichtsklassen ist Santos kein kruder Brawler, sondern erstaunlich beweglich. Seine Beinarbeit ist top, er wechselt spielend die Auslage und seine Bewegungen sind oft unorthodox und schwer ausrechenbar, wenn die Capoeira-Wurzeln des Brasilianers mal wieder durchscheinen. Zudem verfügt er über eine ganz hervorragende Kondition. Genau wie Rakic ist Santos als Striker berühmt und berüchtigt. Genau wie Rakic hat er sich über die Jahre aber auch ganz passable Skills als Ringer draufgeschafft.

Weitere erwähnenswerte Kämpfer

Neben den bereits genannten Kickboxern gibt es noch eine Vielzahl weiterer talentierter und gefährlicher Kämpfer aus verschiedenen Ländern:

  • Conor McGregor (Irland)
  • Joseph Duffy (Irland)
  • Kiefer Crosbie (Irland)
  • Karl Moore (Irland)
  • Paul Redmond (Irland)
  • Teemu Packalen (Finnland)
  • Makwan Amirkhani (Finnland)
  • Paul Craig (Schottland)
  • Danny Henry (Schottland)
  • Stevie Ray (Schottland)
  • Daniel Barez (Spanien)
  • Denis Smoldarev (Estland)
  • Kairat Akhmetov (Kasachstan)

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