Der Bayerische Karate Bund e.V. (BKB) ist mit 250.000 Mitgliedern in über 450 Vereinen als Fachverband für Karate ein wichtiger Bestandteil des bayerischen Sports, Mitglied im Bayerischen Landessportverband und Deutschen Karate Verband sowie die Interessenvertretung aller Karateka in Bayern.
Der Verband ist Dienstleister und Repräsentant seiner Mitglieder, gemeinsam mit den Bezirken und Vereinen ergänzt er sich in der Aufgabenerfüllung. Er fördert professionelle Arbeit in Ehren- und Hauptamt und setzt auf die moderne Organisationssystematik und -struktur des Verbandes. Verbandstag und Technischer Ausschuss, Präsidium, Ressorts, Jugend und hauptamtliche Mitarbeiter gestalten ihr Handeln transparent und betreiben umfassende Öffentlichkeitsarbeit.
Die Säulen des BKB
Der BKB steht für verschiedene Werte und Prinzipien, die seine Arbeit und Ausrichtung prägen:
- Mensch: Karate dient dem Menschen zur bewegungs- und körperorientierten ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit und trägt in einer schützenswerten Umwelt zur Gesundheit in physischer, psychischer und sozialer Hinsicht bei.
- Gesellschaft: Karate im BKB ist heute Ausdruck eines modernen Lebensstils, Faktor eines präventiven und rehabilitativen Gesundheitssystems, fördert die Selbstbehauptung und ist gewaltpräventiv, erhöht die Lebensqualität; der Verein ist Ort sozialer Kommunikation und Interaktion.
- Jugend: Wir setzen auf ein breites Spektrum und vielfältige Formen sportlicher und allgemeiner Jugendarbeit. Wir sind davon überzeugt, dass junge Menschen in ihrer Erziehung und Entwicklung vom Karate-Do auf allen Ebenen profitieren; die Hauptverantwortung ist und bleibt bei der Familie.
- Leistung: Spitzenleistung erfordert die professionelle Herausbildung und Förderung von leistungswilligen und leistungsfähigen Eliten. Unser Maßstab ist die internationale Spitze, wir fördern und sichten Talente und sorgen für alle Athleten des BKB für optimale Trainingsmöglichkeiten.
- Breitensport und Gesundheit: Kaum eine Sportart eignet sich besser für Prävention, aber auch für Rehabilitationsmaßnahmen als Karate.
- Politik: Wir artikulieren die berechtigten Ansprüche des Karatesports gegenüber den Entscheidungsträgern in Gesellschaft, Politik und Verwaltung und fordern alle gesellschaftlich relevanten Institutionen auf, die Förderung des Ehrenamtes nachdrücklich voranzutreiben.
- Ethik: Karate hat eine stark charakterbildende Funktion, es werden ethische und moralische Werte, die unsere humanistische Gesellschaft tragen, gefördert und verlangt. Der Respekt und die Achtung vor dem Mitmenschen sind zentrale Bestandteile des Karate.
- Wandel: Wir stellen uns der Tatsache, dass weder Karatedo noch seine Umgebung statisch sind. Auf gesellschaftlichen Wandel stellen und lassen wir uns ebenso ein wie auf materielle Veränderungen.
Aktuelles und Veranstaltungen
Der BKB engagiert sich in verschiedenen Bereichen, um den Karatesport in Bayern zu fördern und weiterzuentwickeln. Hier sind einige aktuelle Themen und Veranstaltungen:
- Youth League Poreč 2025: Die Youth League im kroatischen Poreč zählt zu den bedeutendsten Nachwuchsturnieren weltweit.
- Savas Memorial Cup: Zum Gedenken unseres verstorbenen Trainer Savas Gönenler hat die Karate-Abteilung des TV Vohburg am 10. Mai 2025 in der Agnes-Bernauer-Hall den ersten Savas Memorial Cup ausgetragen.
- Vorbereitung auf die "World Games": In Chengdu ist die "European-Games"-Gewinnerin am 9. August gegen starke Konkurrenz gefordert.
- Sound-Karate-Aus- und Fortbildung in Hennef: Wie altersgerechtes Training zur Mitglieder-Bindung und -Gewinnung beiträgt.
- Kyusho-Jitsu-Multiplikatoren-Ausbildung: Spaß und Freude, obwohl Kopf und Körper mitunter an Grenzen kamen.
- "Guardian-Girls"-Ausbildung: Anmeldeschluss für die zweite Veranstaltung in Nürnberg ist der 1. August.
Der BKB setzt sich aktiv für die Belange seiner Mitglieder ein und bietet vielfältige Angebote zur Förderung des Karatesports in Bayern. Das Ehrenamt ist auch in Zukunft die tragende Säule des Verbandes!
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Savas Memorial Cup: Ein Bericht
Savas Gönenler war mehr als nur ein Trainer. Er vermittelte Werte wie Durchhaltevermögen, Disziplin und den unbedingten Willen, sich stets zu verbessern - Werte, die ihn zu einem Vorbild für viele seiner Schützlinge machten. Seine Philosophie, immer zu kämpfen, nie aufzugeben und sich gegenseitig zu unterstützen, hat den Sportverein und vor allem die Sportler über Jahre hinweg geprägt. Mit diesem Memorial Cup soll sein Kampfgeist und sein Engagement für den Sport lebendig gehalten werden.
Zu diesem ersten Memorial Cup kamen 252 Kämpfer aus 31 Vereinen. Es waren auch Kämpfer am Start, die vor Jahren bei Savas trainiert haben und jetzt extra für ihn noch einmal gekämpft haben. Es wurde auf 5 Kampfflächen bis in den frühen Abend gekämpft. Für den TV Vohburg gingen auch einige Anfänger zum ersten Mal an den Start. Insgesamt erkämpften 21 Sportler für Karate-Abteilung 4x den 1. Platz, 4x Platz 2. und 8x den 3.
Nilifer Gök, Savas Schwester und Trainerin, Florian und Thomas Kamerl, Abteilungsleiter, möchten sich herzlich bei Ulrich Raitmeir, Stefan und Irmi Borgs, Mario Pavlinovic und Michael Marbach für die tatkräftige Unterstützung bedanken. Stefan und Ulrich sind vom Bezirk Oberbayern und haben als Bezirkskampfrichter, die Kampfrichter organisiert bzw. die Wettkampfleitung übernommen. Mario hat das technische Equipemt von seinem Verein zur Unterstützung mitgebracht. Michael Marbach und der Vorstand haben uns bei der Ausrichtung ebenfalls tatkräftig unterstützt. Und natürlich wäre es ohne den zahlreichen Helfern beim Auf- und Abbau, in der Küche oder bei den Kampfrichter-Tischen auch nicht möglich gewesen, dieses Turnier auszutragen.
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