Wrestling im deutschen Fernsehen: Ein umfassender Überblick

Die WWE (World Wrestling Entertainment) ist die weltweit größte und erfolgreichste Wrestling-Organisation. Sie ist bekannt für die Mischung aus Sport und Unterhaltung. Fans der US-Serie können sich über spannende Storys und Charaktere sowie spektakuläre Kämpfe freuen. Die WWE strahlt mittlerweile zahlreiche Sendungen und Events aus, die ihr über verschiedene Kanäle verfolgen könnt. Ein Pay-TV-Abo ist dafür nicht zwingend erforderlich. Einige der Kämpfe könnt ihr auch gratis verfolgen.

Aktuelle Sendezeiten und Sender

Wer etwas Geduld aufbringen kann, der ist bei ProSieben Maxx gut aufgehoben. Auch der Free-TV-Sender zeigt Smackdown, RAW und NXT im Programm.

  • Prosieben Maxx zeigt RAW am Mittwoch um 22 Uhr,
  • Smackdown am Samstag um 22 Uhr
  • NXT am Donnerstag um 22 Uhr im Free-TV.

Auf Joyn und ran.de könnt ihr die Folgen von RAW, NXT und Smackdown bis zu einem Monat nach Ausstrahlung als Wiederholung ansehen.

WWE im Livestream und in der Mediathek

Die WWE sorgt wöchentlich für Wrestling-Unterhaltung auf Spitzenniveau. Wir zeigen euch an dieser Stelle, wie ihr die verschiedenen Events im TV und Live-Stream mitverfolgen könnt.

Smackdown und Co. Smackdown und RAW gehören seit Jahrzehnten zum Programm. Wöchentlich können Zuschauer der Shows eindrucksvolle Wettkämpfe mitverfolgen. Die Events unterscheiden sich hauptsächlich in den Charakteren und in der Länge. Jede neue Folge geht weiter auf die Geschichte der jeweiligen Staffeln ein.

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Live mitverfolgen könnt ihr die Shows in Deutschland nur über ein Abonnement bei der Bild. Seit 2024 könnt ihr die Übertragungen über ein Abonnement von BildPlus mitverfolgen. Die entsprechenden Folgen stehen im Nachhinein zum Abruf zur Verfügung. Neukunden bekommen das Paket derzeit 1,99 Euro pro Monat im ersten Jahr. Ab dem 13. Die WWE gibt es seit Anfang des Jahres 2025 auch auf Netflix zu sehen, jedoch nicht in Deutschland. Die Rechte für die Show gelten nur in den USA, Kanada und England sowie in einigen südamerikanischen Ländern. So wird deutschen Zuschauer etwa der Zugang zum US-Amerikanischen Netflix aufgrund einer Ländersperre verwehrt.

Pay-Per-View-Events und WWE Network

Neben den wöchentlichen Shows finden auch große Events statt. Diese Pay-per-View-Veranstaltungen und können nur über das WWE Network gestreamt werden. Das WWE Network bietet euch alle kommenden und bisherige Inhalte an, egal ob es Folgen aus dem Free-TV sind oder Originals und Premium Inhalte. Ein Abo des WWE Network kostet euch rund 10 Euro im Monat.

Zu diesen Pay-Per-View-Events gehören auch die sogenannten "Big Five": Royal Rumble, WrestleMania, Summer Slam, Survivor Series und Money in the Bank.

Während WWE RAW und Smackdown verhältnismäßig geordnet sind, verliert man beim WWE Royal Rumble den Überblick. Denn bei diesem Event kämpfen alle gegeneinander, bis nur noch einer steht. In der Regel nehmen 30 Teilnehmer an dem Event teil. Während zwei Wrestler im Ring antreten, tritt normalerweise alle 90 Sekunden ein weiterer Teilnehmer in den Ring. Der Gewinner des Royal Rumble erhält die Chance, um einen Title bei WrestleMania anzutreten. Für welchen Titel der Gewinner antreten möchte, ist ihm überlassen.

Neben diesem Kampf werden aber auch Storylines in Verbindung mit dem Besitzer der Liga geführt. Diese sind aber ganz nach Art der WWE voll mit Kämpfen gefüllt und machen die WrestleMania zum berühmtesten Event der Big Five.

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Der SummerSlam sind acht angesetzte Matches, die sich aus der Geschichte innerhalb der Shows Raw und SmackDown entwickeln.

Survivor Series ist die Zwei-Teams Variante vom Royal Rumble. Es kämpfen zwei Teams gegeneinander mit mindestens vier Kämpfern.

Money in the Bank ist ein Turnier in dem meistens zehn Wrestler teilnehmen. Die zehn haben sich durch Qualifikationsmatches den Platz im Turnier erarbeitet. Der Gewinner des Turniers bekommt einen Koffer mit dem er jeder Zeit einen Titelverteidiger, zu einem Titelkampf herausfordern kann.

Termine für 2025

Datum Event Ort
1. Februar 2025 Royal Rumble Indianapolis, Indiana (USA)
1. März 2025 Elimination Chamber Toronto (Kanada)
19. und 20. April 2025 Wrestlemania 41 Las Vegas, Nevada (USA)
2. und 3. August 2025 SummerSlam East Rutherfordd, New Jersey (USA)

Geschichte der WWE im deutschen Fernsehen

Die Geschichte der WWE im deutschen Fernsehen hatte ihre Höhen und Tiefen: 1989 startete der kleine Privatsender Tele 5 mit der Ausstrahlung von WWF-Kämpfen, damals noch im Rahmen der „Ringfrei“ Sendungen, wo sich verschiedene Kampfsportarten abwechselten. Kommentiert wurden die Kämpfe schon damals von der deutschen Wrestling-Kommentatoren-Ikone Carsten Schaefer und seiner damaligen Kollegin Ulli Fesseler.

Die WWF-Matches stiegen schnell in der Gunst der Zuschauer und Tele 5 entschied, „Ring Frei“ zur reinen WWF-Sendung zu machen. Als besonderes Highlight wurde im Frühjahr 1992 „Wrestlemania 8“ live ausgestrahlt und kurz darauf auch die Münchner Veranstaltung im Rahmen der WWF European Rampage Tour gesendet.

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Nach der Einstellung von Tele 5 Ende 1992 verlor die WWF zunächst ihren Sendeplatz. Die Hoffnungen der WWF-Fans auf eine Übernahme der Sendungen ins Programm des Nachfolgesenders DSF wurden sehr schnell zunichte gemacht, denn dieser strahlte zwar Wrestling „WCW“ aus, aber eben nicht die allseits beliebten WWF-Shows.

Im März 1993 fand die WWF im neu gestartetem Sender RTL II eine neue Heimat. Zur Freude der Fans war auch weiterhin Carsten Schaefer als Kommentator aktiv und an seiner Seite der damalige „Frischling“ Günther Zapf. Beide mauserten sich schnell zu einem eingespielten Team, das auch die nötige Portion Humor nicht missen ließ. Außerdem wurden ab jetzt drei Shows der WWF ausgestrahlt und zwar „WWF Superstars“, „WWF Challenge“ und das 15-minütige „WWF Spotlight“.

RTL II erzielte bis Anfang 1995 sehr gute Quoten mit dem WWF-Programm und wollte diese noch ausbauen, daher setzte man die FSK 16-Sendungen in das Samstagnachmittagsprogramm. Doch leider hatte RTL II die Rechnung ohne die Landesmedienanstalten gemacht, die eine Ausstrahlung verhinderten. RTL II musste die Sendungen wieder nach 22:00 Uhr zeigen. Leider wurde kein vernünftiger Sendeplatz gefunden und die WWF landete auf einem Mitternachtsprogrammplatz. Ein großes Problem war, dass in den Werbeblöcken von nun an Sex-Hotline Spots liefen, die der WWF ein unnötiges Schmuddel-Image verpassten. Die Sendungen rutschten nun immer weiter ins Nachtprogramm und schließlich ließ RTL II die Wrestling Shows ganz fallen.

Schließlich griff das DSF zu und integrierte die WWF-Shows in ihre tägliche Wrestlingreihe, denn inzwischen hatte sich dort auch die WCW zu einem Zuschauermagneten entwickelt, zur großen Überraschung wurde nun auch erstmals „RAW“, das Flagschiff der WWF Shows, gezeigt.

1997 startete auf dem Pay-TV „DF1“ ein eigener Spartenkanal fürs Wrestling. Die WWF wurde dort mit sehr vielen Sendung und erstmals auch den Classic-PPVs („Pay Per Views“) gewürdigt. Leider brachen dafür für die Free-TV-Zuschauer schwere Zeiten an, denn im DSF wurde nur noch eine Stunde der zweistündigen „Raw“-Show gesendet.

Anfang 1998 kam es zu Problemen zwischen DSF und der WWF. Die WWF entzog dem DSF und teilweise auch DF1 die Senderechte. Nun brach eine 9-monatige WWF-lose Fernsehzeit in Deutschland an, es wollte sich kein Sender finden lassen, der die Shows im Programm haben wollte.

Im November 1998 nahm sich erneut RTL II der WWF an, leider folgte nach einigen Monaten und ganz ordentlichen Zuschauerzahlen ein Wechsel in der Führungsetage des Senders und die WWF- Sendungen wurden wieder ins Nachtprogramm verschoben.

Da RTL II jetzt kein Interesse an der Verlängerung der Senderverträge hatte, wurde schnell ein neuer Sender gesucht und mit tm3 gefunden, der sein Image vom Frauensender zum hippen Champions-League-Sportsender wandeln wollte. Dazu passten die WWF-Sendungen perfekt ins Konzept. Die Sendungen liefen gut und es wurde 2000 auch noch die neue WWF Show „Smackdown“ eingekauft.

1999 fusionierte Premiere mit dem Pay-TV-Anbieter DF1. Damit wurden auch die restlichen dort laufenden WWF-Shows „Heat & Metal“ und die Ex-In-Your-House-PPVs übernommen. Leider passierte im Jahr 2000 bei der Nachmittagswiederholung des etwas blutigen PPVs „No Way Out“ ein Fehler, der das zukünftige Schauen von WWF-PPVs zu einem teilweise recht farblosen Genuss werden ließ, denn es wurde von Premiere vergessen, das Jugendschutzsignal einzuschalten. Wieder gab es Zoff mit den Landesmedienanstalten, was die WWF dazu veranlasste, blutige Stellen bei den PPVs Schwarzweiß zu zeigen oder bei besonders brutalen Bilden auf den Milchglas-Effekt umzuschalten.

Bei tm3 bahnte sich ein erneuter Imagewechsel an, der so radikal war, dass fast keine Sendung von tm3 mehr im neuen Sendeformat einen Platz finden würde. 2001 wurde tm3 zum „Mitmach-Sender“ 9live. Die WWF sollte nun eine zweijährige Pause im Free-TV bevorstehen.

In der Zwischenzeit verlor die WWF einen Rechtsstreit mit dem Tierschutzbund „World Wild Fund For Nature“ (WWF) und musste ihren Namen in WWE ändern.

Premiere versuchte zwar, die Rechte an „Raw“ & „Smackdown“ sowie den fünf fehlenden PPVs zu bekommen, doch scheiterten zunächst alle Gespräche, da die WWE-Verantwortlichen ihre Sendungen lieber ins Free-TV lancieren wollten. Weil sich aber kein Sender fand, wurde die WWF weich und Premiere bekam den Zuschlag für „Raw“, „Velocity“, „Heat“, „Afterburn“ & „Confidential“, sowie die 5 restlichen PPVs. Für die PPVs durfte der Wrestlingfan nun auch jedes Mal 15 Euro zahlen und bekam dafür einen um 1 Stunde zeitversetzten und zudem zensierten „live“-PPV.

Für die zweitwichtigste TV Show „Smackdown“ suchte die WWE aber immer noch einen Free-TV Sender. 2003 fand sich im „neuen“ Tele 5 dieser Sender. Seitdem wurde freitags um 22:00 Uhr (also auf dem alten „Ringfrei“-Sendeplatz) „Smackdown“ ausgestrahlt. Die WWE lief sehr erfolgreich bei Tele 5 und bescherte dem Sender höchste Einschaltquoten.

Im Jahr 2005 musste die WWE jedoch einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Tele 5 wurde zum Spielfilm-Sender deklariert und „Smackdown“ wurde ins Nachtprogramm verbannt (Donnerstags gegen 0 Uhr). Im Februar 2007 teilte Tele 5 schließlich mit, dass Smackdown nicht mehr ins Sender-Schema passt, weshalb man die vierjährige Zusammenarbeit beendete.

Jetzt griff das DSF zu und sicherte sich die Rechte an „Smackdown“, das samstags um 22 Uhr ausgestrahlt wird. Die Show läuft dort sehr erfolgreich. Aufgrund des Erfolges versuchte das DSF, im Januar 2009 mit „Bottom Line“ eine weitere Wrestling-Show zu etablieren. Leider wurde die Sendung mangels Zuschauerinteresse nach drei Monaten aus den Programm genommen wurde.

Seit Februar 2009 läuft die WWE mit zwei Sendungen („This Week in The WWE“ und „Vintage Collection“) wöchentlich jeden Montag bei Eurosport.

Im Juli 2007 einigte sich Premiere mit der WWE, dass alle PPVs live und unzensiert ausgestrahlt werden. Vor Kurzem gab der in „Sky“ umbenannte Sender bekannt, dass die vier „PPVs Royal Rumble“, „Wrestlemania“, „Summerslam“ und „Survivor Series“ in Zukunft auch in HDTV ausgestrahlt werden.

Im Januar 2011 gab es eine weitere erfreuliche Nachricht für alle WWE Fans: Sky zeigt seitdem „RAW Live“ sowie die Komplettversion von „Smackdown“, zudem wurde mit „WWE Xperience“ eine weitere WWE-Show ins Programm genommen.

Im März 2012 nahm Sport 1 „Bottom Line“ erneut ins Programm und sendete die Show samstags direkt nach „Smackdown“. Aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten gab es wochenlange Ausfälle der Shows oder Verschiebungen. Da Sport 1 nicht mehr bereit dazu war, die hohen Lizenzgebühren für die WWE-Shows zu zahlen, beendete man die Zusammenarbeit im März 2013 und zeigt seitdem für den Sender das kostengünstigere TNA-Wrestling.