Welcher Kampfsport passt zu mir?
Ihr wisst noch nicht genau, welcher Kampfsport für Euch geeignet sein könnte? Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration. Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt. Und habt keine Sorge, bei einer Anfängergruppe im Kickboxen schlägt man sich nicht sofort die Zähne ein. Es ist sehr empfehlenswert, ein paar Schnupperkurse zu besuchen und sich einen Einblick zu verschaffen. Denn das Umfeld, eure Trainingspartner und der Trainer machen sehr viel aus. Sie entscheiden maßgeblich über den Erfolg.Überlegt euch auch zunächst, was euer Ziel ist. Wie schwer ist welche Kampfsportart? Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab? Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht. Hervorzuheben sind hierbei ggf. Krav Maga, Sambo und ggf. Kickboxen. Denn diese Kampfsportarten wurden teilweise vom Militär entwickelt, mit dem Ziel, dass die Techniken schnell zu vermitteln und zu erlernen sind. Es gibt auch Kampfstile, die jahrelange Übung erfordern.Wie lange muss man Kampfsport üben, bis man ihn beherrscht?
In welcher Zeit lassen sich Grundtechniken erlernen und wie lange dauert es, bis man die Sportart „beherrscht“? Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht. Bis ihr allerdings schwierige Kicks gut beherrscht, vergehen Jahre.Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?
Kann die Kampfsportart im Ernstfall helfen, sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen? Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung. Davon ausgenommen sind nur sehr wenige, wo es eher um Fitness und Beweglichkeit geht (bspw. Tai Chi).Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport?
Wie viel Fitness ist notwendig, um die Kampfsportart auszuüben und wie wirkt sich das Training auf das Fitnesslevel aus? Wer schon einmal einen Trainingskampf hatte, weiß, wie anstrengend das ist. Daher ist der Konditionspunkt ein wichtiger Faktor. Auch zur Selbstverteidigung ist es sehr sinnvoll, eine gewisse Fitness mitzubringen. Das Gute an allen klassischen Kampfsportarten ist die Erhöhung der Fitness.Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?
Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben - bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus? Kampfkünste, die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einzusetzen, sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu. Aber auch sehr effektive Kampfsportarten gleichen diesen Faktor aus, so ist auch Krav Maga oder Sambo eine gute Wahl.Beim Training werdet ihr natürlich an Fitness zulegen. Allerdings werdet ihr dadurch nicht unbedingt Muskelpakete. Daher könnt ihr euer Kampfsport-Training noch um ein Muskeltraining ergänzen. Es ist jedoch selten entscheidend, wie viel Kraft ihr habt.Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?
Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte. In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern. Jedoch kann das Anfängertraining auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.Häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport
Hier findet ihr Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport.Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen?
Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben. Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken. Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe. Im Verein oder mit erfahrenen Übungspartner lernt ihr die richtigen Grundlagen, macht schneller Fortschritte und schärft euer Auge für Bewegungen. Kurzum, zu Beginn solltet ihr auf alle Fälle in einen Verein gehen, Bewegungsabläufe können und sollten aber zuhause vertieft werden.Wann ist man bereit für einen Wettkampf?
Es dauert mindestens Jahre, bis man im Vollkontakt kämpfen kann und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist. Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?
Das ist ganz von eurem Ziel abhängig:- Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre.
- Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt.
- Wenn euer Ziel ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, dann solltet ihr ein paar Intensivkurse besuchen (bspw. Krav Maga).
Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein?
Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist. Ein reiner Selbstverteidigungskurs, der einen Nachmittag lang geht, kostet meist um die 100€.Kampfsportarten Liste
Die Kampfsportarten Liste ist sortiert nach dem ABC, soweit dies sinnvoll möglich ist. Die Kampfsportarten mit Links verweisen alle auf einen Text auf dieser Homepage.- Adlerklaue: Die Krallen des Adlers werden in diesem chinesischen Kampfsport von den Händen gebildet. Angegriffen werden die Vitalpunkte des Körpers.
- Affenstil: In diesem chinesischen Kampfsport werden die Bewegungen eines Affen imitiert. Der Kämpfer klettert zwar nicht auf Bäumen herum, wird aber fast so beweglich.
- Aikido: Die einst blutigen japanischen Kampfsportarten wurden im Aikido zu einer pazifistischen Körperkunst umgewandelt. Das Ziel ist nicht mehr der Sieg.
- Amarok: Ist ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen zusammengestellt wurden aus den Kampftechniken der Turkvölker. Verschiedenste Techniken wurden zu einem System geformt.
- Anti Terror Combat: Ist ein sehr moderner Kampfsport. Er enthält Kampftechniken aus der ganzen Welt, die wissenschaftlich erprobt und ausgesucht wurden. Die Organisation „Anti Terror Combat“ wurde 2012 in England gegründet. Zweck ist die Verbreitung und Entwicklung von Kampfmethoden, die zur Selbstverteidigung gedacht sind.
- Anti Terror Selbstverteidigung: Ist ein reines System zur Selbstverteidigung. Die Techniken wurden zusammengestellt aus Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Judo, Kung Fu und Karate.
- Arnis/Escrima/Kali: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
- Ashihara Karate: Ist entstanden aus dem Kyokushinkai. Besonders wichtig ist das Ausweichen in diesem Stil. Sich erst in eine vorteilhafte Position bringen und dann zuschlagen.
- Baguazhang: Der Kämpfer im Baguazhang steht nie still. Er kann es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen. Die Kraft holt er der gespeicherten Bewegungsenergie. Jeder Angriff ist eine Drehung, die gleichzeitig ein Ausweichen und den Angriff enthält. Jahrelanges im Kreis laufen ist die Grundlage für das unglaubliche Können.
- Baji Quan: Ist die chinesische Kampfkunst „Faust der acht Extreme“. Ziel des Trainings ist es, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.
- Bartitsu: Ein Selbstverteidigungssystem aus Großbritannien.
- Boxen: Bei diesem Kampfsport sind den meisten Menschen die Regeln wohl vertraut. Viele Hobbyboxer holen sich ihre Kondition beim Boxen auf einem Boxsack.
- Brazilian Jiu-Jitsu: Wurde aus dem Kampfsport Judo entwickelt. Konzentriert sich vor allem auf den Bodenkampf.
- Bujinkan Budo Taijutsu: Ist eine Kombination aus einem modernen Selbstverteidigungssystem mit klassischer Kampfkunst.
- Capoeira: Regelrecht akrobatische Übungen. Ein Kampfsport voll Rhythmus und Lebensfreude.
- Choy Li Fut: Ist ein alter chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Enthält die Techniken von vielen anderen Kung Fu Stilen.
- Combat Arnis: Ein Kampfsportsystem aus 16 Kampfsportarten. Ursprünglich ein Nahkampfsystem für Armee und Polizei in England.
- Canarian Wrestling: Kampfstil aus Spanien. Dabei werden Reflexe antrainiert.
- Dian Xue: Schläge auf die Vitalpunkte bringen in diesem chinesischen Kampfsport den Sieg. Es eine Art negative Akupunktur. Ein großes Körperwissen ist dafür nötig. Es kann in Wettkämpfen auch nicht wirklich angewendet werden.
- Ditang Quan: (Bodenfauststil) ist ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition. Das heutige Ditang Quan enthält Techniken aus dem Affen Kung Fu und dem Betrunkenen Boxen.
- Drachenstil: Der Drache ist in China ein Symbol für geistige Stärke. Der Kämpfer ist gewandt und flexibel.
- Dynamic Fighting System: Kampfsport mit den besten Techniken aus allen Kampfsportarten. Für eine realistische Selbstverteidigung. Wurde in den 1980er Jahren in Deutschland entwickelt.
- Europäisches Felchen: Ist ein europäischer Kampfsport. Die Wurzel gehen zurück auf das Duell, mit dem die Ehre wiederhergestellt werden sollte.
- Fu Lung Pai: Ist ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Die Wurzeln dieses Kampfsportes liegen im Tigerstil und Drachenstil.
- Gatka: Ist der Kampfsport der indischen Sikhs. Wurde entwickelt aus dem Kundalini Yoga.
- Ge He Quan: Blitzschnelle Arme und Hände sind das Markenzeichen für diesen chinesischen Kampfsport. Die flinke Fußtechnik ist angelehnt an den dem Affenstil.
- Hapkido: Koreanischer Kampfsport mit dem Schwert.
- Hwarangdo: Dieser Kampfsport hat seine Wurzeln im japanischen Daito-Ryu Aiki Ju-Jutsu. Er hat sich dann aber in Korea selbständig und stilübergreifend weiterentwickelt.
- Iaido: Auch Schwertübungen können eine Zen Übung sein. Immer wieder einen imaginären Gegner niederstrecken und dabei sich selbst besiegen.
- Inti Ombak Pencak Silat: Eine innere Kampfkunst, die in Malaysia entwickelt wurde und auf chinesischen inneren Kampfkünsten aufbaut. Der Stil ist sehr jung. Er wurde in den 1970er Jahren entwickelt und ist heute über die ganze Welt verbreitet.
- Jeet Kune Do: Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde. Es ist eigentlich eine individuelle Zusammenstellung von Techniken.
- Jiao Di: Ist das alte chinesische Ringen. Bedeutet in etwa „Horn-Stoßen“. Damals trugen die Kämpfer noch Helme mit Hörnern. Damit versuchte man den Gegner zu treffen.
- Jiu Jitsu: Ein Grundprinzip im japanischen Kampfsport Jiu Jitsu ist: Nachgeben, um zu siegen. Wie verteidige ich mich, wenn ich keine Waffe trage? Nicht mit brachialer Gewalt, sondern mit Technik und Prinzipien. Ist ursprünglich eine Kampfkunst der Samurai.
- Jo-Do: Jo-Do ist ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“. Der Kurzstock wird dabei nur zur Verteidigung gegen das Samurai Schwert (Katana) eingesetzt.
- Judo: Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule. Der Übende muss fallen können, ohne sich zu verletzen, bevor er richtig mit diesem japanischen Kampfsport beginnen kann.
- Ju Jutsu: Ist ein in Deutschland entwickelter Kampfstil. Die Techniken dafür wurden genommen aus den Kampfsportarten Aikido, Judo und Karate.
- Kalarippayat: Ist ein südindischer Kampfsport aus Kerala. Die Übungen sind verbunden mit Praktiken aus Yoga und Ayuerveda.
- Kapap: Ein israelisches Nahkampfkonzept. Enthält Techniken aus Boxen, Savate, Ringen und dem europäischen Messerkampf.
- Karate: Der Kampfsport Karate ist der Weg der „leeren Hand“. In ihm sind chinesische Kung Fu Techniken und japanische Kampftraditionen zu einem neuen System verschmolzen.
- Shotokan Karate: Ist der verbreitetste Stil. Zeichnet sich besonders durch seine tiefen Stände aus.
- Fudokan Karate: Ist ein recht neuer Stil. Ist ein erweitertes Shotokan Karate.
- Kempo: Kempo (Faustlehre) ist ein japanischer Kampfsport, der seine Wurzeln hat im chinesischen Karate. Die Techniken sind sich sehr ähnlich, nur die Namen sind auf Japanisch.
- Kendo: Moderner japanischer Schwertkampf. Ist mehr ein Zen Weg des Schwertes.
- Kihon Ippon Kumite: Ist ein moderner Kampfsport, der zusammengestellt wurde aus anderen Kampfsportarten (Judo, Karate, Taekwondo, Fallschule, Selbstverteidigung). Gelehrt werden Techniken der waffenlosen Selbstverteidigung.
- Kenjutsu: Oberbegriff für die alten Kampfsportarten mit dem japanischen Schwert. Dieses Schwert soll durch sein Eigengewicht schneiden, der Kämpfer hält es lediglich in der Bahn.
- Krav Maga: Ein Kampfsport aus Israel. Wurde ursprünglich entwickelt, um sich gegen antisemitische Angriffe wehren zu können. Gehörte später und bis heute zu Ausbildung israelischer Sicherheitskräfte. Wurde dann noch einmal für persönliche Selbstverteidigung umgewandelt. Teilweise wird es heute nur noch zur Fitness geübt.
- Kun Khmer: Ein Kampfsport aus Südostasien, der seine Wurzeln in Südchina hat. Hier verschmelzen die Kampftraditionen mehrerer Kulturen miteinander.
- Kyokushinkai: Ein Karatestil im Vollkontakt. Diese Kampfsportart ist wegen des harten Trainings eine der härtesten Karatearten.
- Kyudo: Zen lernen mit einer Bogenzeremonie.
- Lethwei: Ein Kampfsport aus Burma. Ist ähnlich dem Thaiboxen.
- MMA (Mixed Martial Arts): Die „Gemischten Kampfkünste“ sind ein moderner Vollkontaktsport. Es werden die Techniken verschiedener Kampfsportarten angewendet wie Boxen, Kickboxen, Ringen, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu. Der Sieg ist errungen, wenn der Gegner durch Abklopfen aufgibt.
- Muay Lao: Ein Kampfsport aus Laos. Ist ein rauher Vollkontaktsport mit Schlägen und Tritten. Entspricht dem Muay Thai in Thailand, ist aber (noch) nicht so populär.
- Ninjutsu: Ist die Kampfkunst der japanischen Ninja. Die Tradition der Schattenkrieger steht außerhalb der Tradition der Ninja. Die Wurzeln für diese Kampfkunst liegen im chinesischen Kung Fu. Die Menschen auf der japanischen Insel Okinawa benutzten diese Techniken, um sich gegen die Samurai zu wehren.
- Panantukan: Ein Boxstil von den Philippinen. Der andere Name „Suntukan“ bedeutet übersetzt „Schlägerei“ und so erscheinen viele Techniken dann auch. Erlaubt sind Stöße mit dem Ellbogen oder dem Kopf, ebenso Tritte und Kniestöße.
- Pankration: Antiker Kampfsport aus Griechenland. Pankration (Allkampf, Gesamtkampf) bestand aus einer Mischung zwischen Ringen und Boxen. Der Sieg erfolgte über ein K.O.
- Pencak Silat: Ist ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei). Es ist eigentlich die Zusammenfassung oder Vereinigung verschiedenster lokaler Stile.
- Pilates Boxen: Ein Fitnesssport, in dem auch Boxtechniken enthalten sind. Gilt als eine der Trendsportarten aus Hollywood und hat zum Ziel, einen Traumkörper zu bekommen. Die Übungen sind ein Mix aus Pilates, Tanzen und eben Boxen. Darum ist es auch hier mit aufgeführt, in dieser Kampfsportarten Liste.
- Realistische Selbstverteidigung: Ist ein eigenständiger moderner Kampfsport. Das Ziel ist eine effektive Selbstverteidigung auf der Straße.
- Ringen: Der Kampfsport Ringen gehörte schon zu den Olympischen Spielen der Antike. Ziel ist es, den Gegner zu Fall zu bringen.
- Sambo: Sambo ist eine russische (sowjetische) Kampfsportart. Es wurde entwickelt aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen.
- Savate: Ein französischer Kampfsport, der ursprünglich von Matrosen für ihre Raufereien entwickelt wurde. Ähnlich wie in vielen asiatischen Kampfstilen wird mit Schlägen und Tritten gekämpft.
- Shaolin Kung Fu: Das Shaolin Kloster ist eines der großen, legendären Zentren der chinesischen Kampfsportarten. Es gilt als Geburtstätte vieler Kung Fu Stile. Es gibt nicht einen, großen „Shaolin Kung Fu Stil“ sondern viele Stile, die mit dem Shaolin Kloster verbunden werden.
- Shindo Ryu Karate Do: Ein Kampfsport mit chinesischen Wurzeln. Beeinflusst durch japanische Karate Stile. Dieser Stil entstand in den 1980er Jahren in Japan. Das Ziel war, eine weltweite Kampfsportart zu entwickeln, die aus den effizientesten Techniken anderer Stile zusammengesetzt ist.
- Shotokan: Es ist das moderne chinesische Wort für Ringen. Es beschreibt ...
- Systema: Ist ein traditioneller russischer Kampfsport. Wird vor allem innerhalb der Familie und mit Freunden geübt. Es geht um ein Training von Körper und Geist bis in die Tiefen hinein.
- Taekwondo: Tae heißt Fuß, Kwon steht für Faust und Do für Weg. Der Begriff für den neuen Stil wurde allerdings erst 1955, zehn Jahre nach Ende der japanischen Kolonialherrschaft, durch den südkoreanischen General Choi Hong-hi geprägt.
- Thai-Boxen (Muay Thai): Eine Kampfsportart aus Thailand. Es umfasst waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen.
- Wing Chun: Im Wing Chun folgt man zum Beispiel eher der „sanften“ Federtechnik und leitet die Energie des Angreifers wirkungsvoll ab. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten.
Die Faszination asiatischer Kampfkünste
Von asiatischen Kampfsportarten geht eine große Faszination aus. Sie versprechen häufig nicht nur eine kämpferische Überlegenheit gegenüber (nicht selten körperlich stärkeren) Gegnern, sondern fast immer auch philosophische Ansätze, die zur Entspannung, Meditation und sogar zur geistigen Erleuchtung dienen. Japanische Kampfkünste werden unter dem Oberbegriff Budo zusammengefasst. Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt. Heutzutage wird asiatischer Kampfsport im Übrigen auch in sportliche und rein kämpferische Elemente getrennt. Sportliche Regeln wie im Judo oder Karate sind unbekannt. In China, wo auch der eigentliche Ursprung für das japanische Karate liegt, gilt Kung Fu nur als Oberbegriff vieler verschiedener Stile.Kampfsport und Gesundheit
Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern. Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.Überblick über beliebte Kampfsportarten
Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.| Kampfsportart | Beschreibung |
|---|---|
| Aikido | Defensive japanische Kampfkunst, die Angriffsenergie ableitet und Wurf- und Haltetechniken einsetzt. |
| Boxen | Älteste Kampfsportart, bei der Schläge auf Kopf und Oberkörper gezielt werden. |
| Capoeira | Afro-brasilianische Kampfkunst, die Kampf, Musik und Tanz vereint. |
| Jiu Jitsu | Nutzt die Kraft des Gegners durch Ausweichen und Hebeltechniken. |
| Judo | Entwickelt aus Jiu Jitsu, Fokus auf Griffe, Hebel und Würfe. |
| Karate | Erlernen von Stoß-, Schlag- und Tritttechniken mit Fokus auf Körperbeherrschung. |
| Kickboxen | Verbindet Schlagtechniken des Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. |
| Krav Maga | Selbstverteidigungssystem für israelische Sicherheitskräfte, basiert auf intuitiven Reaktionsmustern. |
| Ringen | Ziel ist es, den Gegner auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. |
| Taekwondo | Koreanische Kampfsportart mit ausgeprägten Fußtechniken, Tritten, Drehungen und Sprüngen. |
| Wing Chun | Kung-Fu-Stil, der die Kraft des Gegners durch Schritttechniken und Wendungen ableitet. |
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