Die Reinheit von Gold ist entscheidend für seine Qualität. Dabei spielt das Karat eine wichtige Rolle. Doch was hat das mit Karat zu tun? Dieser Artikel klärt auf und zeigt die Unterschiede zwischen verschiedenen Karat-Zahlen.
Was ist Karat?
Karat (abgekürzt „K“ oder „kt“) ist eine Maßeinheit, die den Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung angibt. Karat wird häufig verwendet, um den Goldgehalt in Schmuck, Münzen und anderen Goldgegenständen zu messen und zu kennzeichnen. Ein Karat entspricht einem Zwanzigstel (1/20) des Gesamtgewichts der Goldlegierung. Mit anderen Worten, wenn Sie von einem 24-Karat-Gold sprechen, bedeutet dies, dass das Gold zu 100 Prozent rein ist, da 24/24 Karat reinem Gold entsprechen.
Ursprünglich verstand man unter Karat nur eine Gewichtseinheit. 1 Carat wiegt 0.2 Gramm, 5 Carat wiegen 1 Gramm. Der grösste Diamant der je gefunden wurde ist der Cullinan.
Die Karat-Skala
Anhand der Karat-Skala lässt sich Gold in unterschiedliche Grade einteilen, welche Aufschluss über den Goldanteil in einer Goldlegierung geben:
- 24 Karat: 99,99% Goldanteil
- 22 Karat: 91,7% Goldanteil
- 21 Karat: 87,5% Goldanteil
- 18 Karat: 75,0% Goldanteil
- 14 Karat: 58,5% Goldanteil
- 9 Karat: 37,5% Goldanteil
- 8 Karat: 33,3% Goldanteil
Für Goldbarren und Goldmünzen wird der Goldgehalt in Promille angegeben. Zwar wird das Karat auch heute noch zur Bestimmung des Feingehalts von Schmuck herangezogen, bei Goldbarren und Goldmünzen hat sich allerdings die Angabe in Tausendsteln - oder Promille (‰) - durchgesetzt.
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Die Angabe in Promille bzw. Tausendsteln drückt aus, wie viel Promille des Gesamtgewichts einer Goldlegierung aus reinem Gold bestehen. Aus dem Promille-System leiten sich auch häufige Bezeichnungen wie zum Beispiel 999er Gold (999/1000) oder 917er Gold (917/1000) ab und das Promille-System kann - wenn auch etwas umständlich - in die Karat-Skala umgrechnet werden:
Umrechnung von Promille in Karat:
- 999er Gold entspricht: 999/1000-Gold oder 24-Karat-Gold
- 917er Gold entspricht: 917/1000-Gold oder 22-Karat-Gold
- 750er Gold entspricht: 750/1000-Gold oder 18-Karat-Gold
- 585er Gold entspricht: 585/1000-Gold oder 14-Karat-Gold
Die Formel, um von Promille in Karat umzurechnen, ist: (Feingehalt in Promille/1000) x 24
Was ist 14 Karat Gold?
Der Goldanteil in einem 14 karätigen Schmuckstück liegt bei 58,5 Prozent. Somit hat diese Legierung einen höheren Wert als die 333er Goldlegierung. Für die Einschätzung des finanziellen Wertes Ihres Goldschmuck ist diese Information von grosser Bedeutung. Ob Ihre Schmuckstücke in diese Kategorie gehören finden heraus wenn das Schmuckstück gestempelt ist.
Zur Herstellung von 14 Karat-Goldschmuck kann Weissgold, Gelbgold oder Rotgold in der 585er Gold-Legierung verwendet werden. Günstiger im Preis, dies ist die bevorzugte Legierung in Deutschland und den USA.
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Überraschend: Nur ab 18 Karat sind mehr als 50% der Oberfläche Gold! Bei 14 Karat sind es weniger als 40% und bei 9 Karat besteht die Oberfläche fast nur noch aus Legierungsmetallen wie Silber und Kupfer.
Eigenschaften und Verwendung von 14 Karat Gold
14 Karat Gold ist eine Goldlegierung, die aus 58,5% reinem Gold und 41,5% anderen Metallen besteht. Diese anderen Metalle können Silber, Kupfer, Nickel oder Palladium sein. Die Zugabe dieser Metalle erhöht die Härte und Haltbarkeit des Goldes, wodurch es besser für Schmuck geeignet ist, der täglich getragen wird.
14 Karat Gold ist beliebt für:
- Schmuck: Aufgrund seiner Haltbarkeit ist es ideal für Ringe, Armbänder und Halsketten.
- Eheringe und Verlobungsringe: Es bietet eine gute Balance zwischen Wert und Widerstandsfähigkeit.
- Alltagsschmuck: Es ist widerstandsfähiger gegen Kratzer und Verformungen als höhere Karatzahlen.
Warum werden Goldlegierungen verwendet?
Durch Beilegierung von anderen Metallen zu Gold verändern sich dessen Eigenschaften, und seine Verarbeitbarkeit kann optimiert werden. So erzielt man beispielsweise Veränderungen der Härte (nimmt durch Beilegierung generell zu), des Schmelzpunktes, der Dichte, der Farbe und vieles mehr. Gold wird auch aus Kostengründen legiert.
Verschiedene Goldfarben durch Legierungen
Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen (bei denen man in der Alltagssprache auch einfach von Gold redet) können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.
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Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.
Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:
- Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
- Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
- Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
- Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.
Die Punzierung (Stempelung)
Die Punzierung - oder auch „Punze“ - in der Goldlegierung bezieht sich auf das Anbringen von Stempeln oder Markierungen auf Goldschmuck oder Goldmünzen, um Informationen über die Goldlegierung und andere wichtige Details zu kennzeichnen. Diese Markierungen sind entscheidend, um die Echtheit und Qualität des Goldes zu überprüfen und sicherzustellen. Die Anforderungen an die Punzierung könenn sich je anch Land und Region unterscheiden.
Dazu wird ein Schlagstempel oder ein sog. Punziereisen verwendet. Bei Schmuckstücken wird die Punzierung meist an einer unauffälligen Stelle in Form von Nummern angebracht. Die Zahlen stellen dabei den Anteil an Edelmetallen dar - also den Feigehalt. Dieser Stemple wird auch als Feingehaltsstempel bezeichnet. Ebenso können auch andere Information in dieser Punzierung enthalten sein.
Vor- und Nachteile von 14 Karat Gold
Vorteile:
- Haltbarkeit: Widerstandsfähiger gegen Kratzer und Verformungen.
- Preis: Günstiger als höhere Karatzahlen.
- Vielseitigkeit: Geeignet für verschiedene Schmuckarten.
Nachteile:
- Weniger reines Gold: Enthält weniger Gold als 18K oder 24K Gold.
- Kann anlaufen: Legierungsmetalle können mit der Zeit anlaufen.
Tabelle: Goldgehalt und Karat-Angaben
| Karat-Angabe | Feingehalts-Angabe | Goldanteil (%) |
|---|---|---|
| 24K | 999.9 | 100% |
| 22K | 916 | 91.6% |
| 18K | 750 | 75% |
| 14K | 585 | 58.5% |
| 9K | 375 | 37.5% |
Pflege von 14 Karat Goldschmuck
Damit Ihr 14K Goldschmuck lange strahlend bleibt, beachten Sie folgende Tipps:
- Reinigen Sie den Schmuck regelmäßig mit einem weichen Tuch und mildem Seifenwasser.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit aggressiven Chemikalien, Chlor und Parfüm.
- Bewahren Sie den Schmuck in einem Schmuckkästchen oder einem weichen Beutel auf, um Kratzer zu vermeiden.
Fazit
14 Karat Gold ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die einen haltbaren und dennoch erschwinglichen Goldschmuck suchen. Mit der richtigen Pflege bleibt Ihr Schmuckstück lange schön und wertvoll.
