WWE Raw ist die Flaggschiffshow von WWE und läuft seit dem 11. Januar 1993 ununterbrochen am Montagabend im amerikanischen Fernsehen. Sie ist neben "SmackDown" und "NXT" eine der bedeutendsten Shows der WWE, und wird daher als "Flaggschiff-Show" im Free-TV bezeichnet.
Die Anfänge von WWE
Die Entstehungsgeschichte des heutigen Unternehmens „World Wrestling Entertainment“ lässt sich in das Jahr 1952 zurückdatieren, und beinhaltet insbesondere Roderick James „Jess“ McMahon, seines Zeichen ein erfolgreicher Box-Promoter, als prägende Figur in der Geburt des heutigen Marktführers im Wrestling-Business. Gemeinsam mit Toots Mondt, welcher zu dieser als aktiver Wrestler und Promoter tätig war, kreierte er die Capitol Wrestling Corporation (CWC), die im folgenden Jahr der National Wrestling Alliance (NWA) beitrat, und veranstaltete im dritten Madison Square Garden, dem Vorläufer der aktuellen Arena, neben Box-Events auch Wrestling Veranstaltungen.
Nach dem Tod „Jess“ McMahons im Jahre 1954 brachten Mondt und sein Geschäftspartner Ray Fabiani, den damals 38-jährigen Sohn des Vertorbenen, Vincent J. McMahon, in das Unternehmen hinein, welcher in Folge dessen gemeinsam mit Mondt große Erfolge in der Expansion des Wrestlings verbuchen konnte. Als, aus heutiger Sicht, nennenswertester Meilenstein kann der Ausstieg der beiden Geschäftsmänner aus der NWA betrachtet werden, in Folge dessen Sie die World Wide Wrestling Federation (WWWF) gründeten und Buddy Rogers zu ihrem allerersten Champion krönten. Mondt verließ die WWWF ungefähr im Jahr 1965, sodass das Unternehmen nun im alleinigen Besitz von Vincent J. McMahon lag.
Im März 1979 wurde die WWWF in World Wrestling Federation (WWF) umbenannt und nur ein Jahr später gründeten Vincent K. McMahon, der Sohn von Vincent J. Nun alleiniger Besitzer der World Wrestling Federation, widmete sich McMahon seinem Plan zu expandieren und damit die WWF zur größten Wrestling-Liga des Landes zu machen.
1985 schaffte die WWF etwas, was es so noch nicht gegeben hatte: eine Großveranstaltung, welche heute sozusagen die Olympiade des Showwrestling darstellt: Wrestlemania! Die WWF strahlte nun landesweit (US-Kabelfernsehen) ihre Sendungen aus. An der Spitze befand sich Hulk Hogan, welcher nahezu ein Held des Wrestlings war.
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Die Attitude Era und der Aufstieg zur Marktführerschaft
Die wohl bekannteste und beliebteste Ära bis heute stellt wohl die Attitude-Ära dar. Sowohl WCW Monday Nitro als auch Monday Night Raw (WWF/WWE) kämpften wöchentlich verbittert um jeden Zuschauer. Der sogenannte „Quotenkrieg“ verlangte von beiden Format erheblich viel ab. Um jedoch trotzdem mit der WCW mithalten zu können, begann 1997 die legendäre „Attitude-Ära“.
Nachdem Bret Hart nach dem „Montreal Screwjob“ zur WCW wechselte, sprang, der bis dahin am Kommentatoren pult sitzende, Vincent McMahon in die Rolle des skrupellosen Bösewichts und diktatorischen Herrschers der WWF. Letztendlich gewann die WWF den Quotenkrieg, welcher 2001 mit dem Aufkaufen der kompletten WCW (World Championship Wrestling) und ECW (Extreme Championship Wrestling) endgültig beendete. Von nun an, war die WWF der Weltweite Marktführer im Wrestling-Bereich!
Von WWF zu WWE
Im Mai 2002 verlor die WWF (Wrestling) einen Rechtsstreit gegen die WWF (Umweltorganisation) und musste sich in World Wrestling Entertaiment - WWE umbenennen. Damit nicht genug, mit dem Urteilsspruch mussten alle WWF Schriftzüge die mit Wrestling zusammenhingen unkenntlich gemacht werden. Aus diesem Grunde sieht man heute auf alten Matches ein verpixeltes WWF Logo. Das Urteil galt jedoch nur für das Logo, trotzdem beschloss die WWE nun auch alle Titelnamen anzupassen. So wurde aus dem WWF Champion der WWE Champion.
2002 wurde des weiteren eine neue Sendung, nämlich Smackdown erstmals ausgestrahlt. Das aufgezeichnete Format strahlt man bis heute Freitags aus. 2002 wurde das große Roster in jeweils zwei Lager getrennt, eines für RAW eines für Smackdown. 2011 entschied man sich die Rostersplittung abzuschaffen. Dazu schuf man die sogenannte „Supershow“, welche sowohl RAW als auch Smackdown Superstars zusammen auftreten lässt.
Die Ruthless Aggression Era und die PG Era
Ab 2002 betrat WWE die Ruthless Aggression Ära, die besonders dadurch gekennzeichnet wurde, dass das Roster aufgeteilt wurde. RAW und Smackdown lieferten sich einen Kampf, wo Wrestler, Titel und auch Personal wie Kommentatoren exklusiv bei einer der beiden Shows waren. Während dieser Ära feierte auch das Money in the Bank Ladder Match sein Debüt. Im Jahr 2008 änderte sich dies jedoch, als es den Wrestlern verboten wurde zu bluten oder als Schläge mit dem Stuhl gegen den Kopf gebannt wurden. WWE entwickelte sich rasch von TV-14 zu TV-PG und versuchte nun besonders Kinder anzusprechen.
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Die Reality Era und das WWE Network
Die Ära bekam ihren Namen durch Triple H der sagte, dass in einer Zeit in der Dirt Sheets präsenter sind als jemals zuvor, das Kayfabe tot ist und alles nun realer ist. NXT bekam über die Jahre immer mehr Präsenz und wurde bei den Fans überaus beliebt. XT Stars feierten bald ihre Debüts im Main Roster und eroberten WWE im Sturm. Das WWE Network ist eine Online-Streaming-Plattform, auf der sowohl aktuelle Shows, PPVs, als auch viel Material aus der traditionsreichen Geschichte der Promotion verfügbar ist.
WWE Raw auf Netflix
Netflix hat am Freitag erstmals globale Zuschauerzahlen für die erste Jahreshälfte 2025 veröffentlicht - und zum ersten Mal ist auch WWE-Content mit dabei. Seit dem Start der Zusammenarbeit im Januar umfasst das Angebot auf Netflix 161 verschiedene WWE-Inhalte, darunter wöchentliche Ausgaben von Raw (weltweit verfügbar), SmackDown und NXT (beides nur außerhalb der USA verfügbar), mehrere Premium-Live-Events (nicht in den USA verfügbar) sowie Archivmaterial (weltweit verfügbar). Insgesamt verzeichneten WWE-Inhalte in den ersten sechs Monaten über 280 Millionen gestreamte Stunden, wie Netflix im Bericht ausdrücklich hervorhebt.
Weltweit dominiert RAW die WWE-Rankings: Alle Ausgaben der wöchentlichen Show befinden sich unter den Top 32 WWE-Titeln auf der Plattform. Der RAW-Jahresauftakt im Januar kam dabei auf 6,9 Millionen Abrufe und erreichte in der Gesamtwertung aller Netflix-Inhalte Platz 261. Etwas überraschend landete der Royal Rumble als meistgesehene Nicht-Raw-Show auf Platz zwei der WWE-Rankings mit 3 Millionen Views - noch vor WrestleMania 41, deren zweiter Abend auf 2,8 und der erste auf 2,4 Millionen Abrufe kam. Ein möglicher Grund: Der Royal Rumble war der erste PLE, der jemals auf Netflix gestreamt wurde.
In Sachen Sehdauer liegt ebenfalls Raw vorne: Die Debütausgabe im Januar wurde 20 Millionen Stunden lang gestreamt, gefolgt vom Royal Rumble (13,3 Mio.), WrestleMania 41 - Nacht 2 (10,2 Mio.), zwei weiteren Raw-Ausgaben (je 9,6 Mio.) und WrestleMania 41 - Nacht 1 (ebenfalls 9,6 Mio.). Auch hier dominieren Raw-Folgen die Top 30 der WWE-Inhalte.
Nach der massiv gehypten Premiere von WWE Raw auf Netflix hat die Wrestling-Show in der zweiten Woche deutlich an Reichweite eingebüßt. Demnach erreichte die Raw-Folge vom 13. Januar weltweit über die vergangene Woche hinweg (13.1. bis 19.1.) 3,7 Millionen Views. WWE landet auf Platz 4 der internationalen Serien-Top-10. Am 13.1. verlor zur Premieren-Episode 37 Prozent der Reichweite. Ein Rückgang war generell erwartet worden.
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WWE Raw im Free-TV
ProSieben MAXX holt "WWE Raw" exklusiv im Free-TV auf die Bildschirme. Die Superstars des WWE-Universums treten gegeneinander an, um WWE Universal Champion zu werden. Außerdem wollen sich die weiblichen WWE-Superstars zum WWE RAW Women's Champion krönen lassen.
"WWE Monday Night Raw" gibt es seit dem 11. Januar 1993. In Deutschland läuft "WWE Monday Night Raw" auf ProSieben MAXX. Die Show wird jeden Mittwoch um 22:05 Uhr ausgestrahlt. Holger Böschen und Sebastian Hackl kommentieren jeden Mittwoch "Raw" in Deutschland.
Aktuelle Top-Stars bei WWE Raw
Die Top-Stars bei den Männern sind Cody Rhodes, Seth "Freakin" Rollins, Austin Theory, Kevin Owens und AJ Styles.
WWE Pay-per-View-Plan
| Monat | Veranstaltung |
|---|---|
| Januar | WWE Royal Rumble |
| Februar | WWE Fastlane |
| April | WWE WrestleMania |
| Mai | WWE Extreme Rules |
| Juni | WWE Payback |
| Juni | WWE Money in the Bank |
| Juli | WWE Battleground |
| August | WWE SummerSlam |
| September | WWE Night of Champions |
| Oktober | WWE Hell in a Cell |
| November | WWE Survivor Series |
| Dezember | WWE TLC |
