Dave Bautista: Vom WWE-Star zum Hollywood-Hauptdarsteller

Ex-WWE-Star Dave Bautista ist im Hauptrollen-Hollywood angekommen. Doch erst letztes Jahr kam mit der Komödie Stuber der erste Film mit ihm in der Hauptrolle.

Stuber: Ein ungewöhnliches Duo auf Verbrecherjagd

In „Stuber“ spielt er den raubeinigen Cop Victor „Vic“ Manning, der einen berüchtigten Drogendealer mit Hilfe eines indischen Taxifahrers zur Strecke bringen muss. Nachdem seine Partnerin Sara von dem brutalen Drogendealer Oka Tedjo umgebracht wurde, hat Detective Vic Manning nichts anderes mehr im Sinn, als den Gangster zu schnappen. Er gibt sich auch selbst die Schuld, da er eine Sehschwäche hat, in jenem fatalen Einsatz seine Brille verlor und so den Mord nicht verhindern konnte. Natürlich erreicht ihn unmittelbar danach die Nachricht eines Informanten, dass noch am selben Abend ein massiver Deal von statten gehen würde.

Doch Stu hat selbst auch ein Problem: Er will mit ihm Sex haben. Vielfach wurde die Handlung als zu flach und zu wenig komisch bemängelt. Man kann dieses Urteil nicht unterschreiben. „Stuber“ ist nämlich ein witziger Film, in dem das Duo Bautista/Najiani über 90 Minuten den Zuschauer zu unterhalten im Stande ist. Ihm steht ein nicht allzu männlicher Partner zur Seite, der zwar keine Waffe anfassen will, sich aber dafür umso mehr mit den sozialen Medien und dem „Nerdwissen“ unserer Zeit auskennt. Es Vic nicht zugeben will, es hilft ihm in einigen Situationen, in denen er alleine wahrscheinlich nicht überlebt hätte.

Ebenso wie Vic seinen indischen Fahrer davon überzeugen will, endlich wie ein Mann zu handeln, versucht Stu den stahlharten Cop zu Umarmungen und zum Weinen zu erziehen. Auch wandelt besonders Stuber manchmal hart an der Grenze zum Klischee. Aber Batistas Hauptrollenpremiere ist alles andere als ein Flop. Wer diese „harter-Cop-trifft-soften-Nerd“-Nummer interessiert, wird sicher auf seine Kosten kommen. Der Humor speist sich aus Rotöhrchen-Witzen über Sex und Genitalien. „Stuber“ ist actionreich, witzig und man kann ihn sich sehr gut anschauen.

Der Spion von nebenan: Bautista als Babysitter wider Willen

Der CIA-Agent JJ (Dave Bautista) liebt harte und brachiale Lösungen in seinem Job. Das bringt ihm zwar Erfolge, aber auch den Unmut seines Vorgesetzten. Fitz-Henlay) zu observieren. Doch dabei stellt er sich so ungeschickt an, dass die kleine Tochter Sophie (Chloe Coleman) ihn erwischt. Allerdings nötigt JJ dazu ein, ihr bei den typischen Lebensproblemen einer Neunjährigen zu helfen.

Lesen Sie auch: MMA-Legende Sebastian Baron

Es lässt sich eigentlich recht simpel auf den Punkt bringen: Wem Stuber gefallen hat, der wird sicher auch „Der Spion von nebenan“ mögen. Bautista als übergroßer, emotional manchmal überforderter Kraftprotz mit Herz und Seele und ein völlig gegensätzlicher Partner, das ist bei beiden Filmen Programm. Es ist nichts anderes als neu, insofern kann man sagen, dass der Zuschauer bekommt, was er erwartet. Aber es ist nicht überraschend, wenn der Neunjährige Charmebolzen namens Sophie ihm hier den Rang abläuft. Überredungskünste machen sie zu einer interessanten und witzigen Partnerfigur für Bautista.

Dabei muss man immer hinzufügen, dass absolut gar nichts an diesem Film neu ist. Ich würde ihn nicht einmal als sonderlich originell bezeichnen. So ist „Der Spion von nebenan“ sicher eine Bank für Leute, die Stuber gut fanden und nicht unbedingt auf ihren Inder im Film bestehen. Der Film macht Spaß, ist witzig, emotional und mit Herz, da kann man nicht viel falsch machen. Aber das ist ok, man kriegt, wofür man bezahlt. Das ist längst nicht bei jedem Film so.

Bautista jenseits der Hauptrollen: Ein vielseitiger Schauspieler

Neben seinen Hauptrollen hat Dave Bautista auch in anderen bekannten Filmen mitgespielt, darunter „Guardians of the Galaxy 1+2“ sowie Avengers: Infinity Wars und “Avengers: Endgame”. Grün in der Rolle von „Drax the Destroyer“, weswegen sein Gesicht wohl noch nicht allen Kinofans geläufig ist. Aber jetzt hat er endlich seine erste Hauptrolle.

Lesen Sie auch: Mehr Bewegung durch Kampfsport

Lesen Sie auch: Die Geschichte des Barons von Raschke