Goldbarren bieten Anlegern die Möglichkeit, zu attraktiven Konditionen in physisches Gold zu investieren. Es stehen sehr viele Einheiten verschiedener angesehener Hersteller zur Auswahl, darunter auch Produkte mit sehr gutem Fälschungsschutz. Die marktgängigen Barren sind auch in größeren Mengen hervorragend handelbar.
Was bedeutet 24 Karat Gold?
Wenn 99,9 Prozent pro Gramm aus reinem Gold bestehen, kann man sich glücklich schätzen. Goldmünzen oder Goldbarren aus 999er-Gold sind echte Schätze, die am Markt mit dem höchsten Wert gehandelt werden. Die hochwertigste Goldlegierung ist bei Goldankäufern und Goldverkäufern entsprechend beliebt. Der Feingoldanteil bei Schmuckstücken, Barren und Co. bestimmt den Wert des Goldes.
999er Gold - weich und wertvoll
Eine 999er Feingoldlegierung - entsprechend auch mit 24 Karat bezeichnet - ist sehr weich. Sie eignet sich deshalb nur bedingt zur Herstellung von haltbaren Dingen. In der Schmuckfabrikation wird sie aber besonders in östlichen Ländern wie der Türkei sehr geschätzt.
Die Hochwertigkeit von Gold wird immer an der Feingoldlegierungsgröße festgemacht. Goldlegierungen werden also immer auch mit anderen Materialien vermischt. Beim 999er Gold respektive bei der 999er Feingoldlegierung sind dies in der Regel geringe Anteile von Silber und/oder Platin beziehungsweise Kupfer.
Optisch kann man 999er Feingold daran erkennen, dass dessen goldgelbe Farbe sehr satt und kräftig ist. Historisch wird der Reinheitsgehalt des Goldes in Karat angegeben. Erst mit der Einführung des metrischen Systems ging man auch bei der Angabe des Feingoldgehaltes in den Promillebereich über.
Lesen Sie auch: Was WWE Wrestler verdienen
Goldbarren, wie sie auch von privaten Anlegern sehr geschätzt werden, haben stets einen Anteil von 999er Feingold, teilweise sogar leicht darüber.
Welche Bezeichnungen für 999 Gold gibt es?
Gold mit einer Reinheit von 99,9 Prozent wird in verschiedenen Ländern und Regionen weltweit unter unterschiedlichen Bezeichnungen gehandelt:
- 999 Gold: Dies ist die allgemeine Bezeichnung für Gold mit einer Reinheit von 99,9 Prozent.
- 24 Karat Gold: In vielen Ländern wird 999 Gold auch als "24 Karat Gold" bezeichnet.
- Feingold: Die Bezeichnung "Feingold" bezieht sich auf Gold in seiner reinsten Form, mit einer Reinheit von 99,9 Prozent.
Maßeinheit für den Feingehalt von Gold
Historisch wird der Reinheitsgehalt des Goldes in Karat angegeben. Erst mit der Einführung des metrischen Systems ging man auch bei der Angabe des Feingoldgehaltes in den Promillebereich über.
Goldbarren - Preise & Informationen zur Geldanlage
Wie die obenstehende Liste mit dem Preisvergleich für Goldbarren zeigt, ist die Auswahl der verfügbaren Stückelungen sehr groß. Tatsächlich handelt es sich dabei nur um Einheiten, die man als Standardeinheiten bezeichnen kann.
Riesige Auswahl an Einheiten
Neben den Standard-Stückelungen sind auch Sondergrößen sowie bestimmte länderspezifische Formate erhältlich.
Lesen Sie auch: Wie viel ist mein 14 Karat Gold wert?
Bei der Auswahl der richtigen Einheit sind drei Kriterien wichtig: der Preis, das Aufgeld und die Fungibilität.
- Der maximale Preis ist automatisch durch das verfügbare Budget vorgegeben.
- Für das Aufgeld gilt: Bei Barren unter der Einheit 1 oz steigt das Aufgeld mit abnehmendem Gewicht langsam, aber kontinuierlich an.
- Für die Fungibilität gilt: Bei Barren mit einem Gewicht von mehr als 250 g nimmt die Fungibilität immer weiter ab, bis sie beim 400-oz-Barren praktisch nicht mehr vorhanden ist. Diese massiven Goldbarren sind eigentlich Großhandelsprodukte, für die es im Einzelhandel keinen wirklichen Markt gibt. Sie sind nur vereinzelt in Online-Shops anzutreffen.
Damit verbleiben die mittleren Einheiten mit Gewichten von 1 oz, 50 g, 100 g und 250 g als die am besten geeigneten Stückelungen für ein Investment. Die Handelbarkeit ist bei den beiden beliebtesten Stückelungen 100 g und 1 oz besonders gut, doch auch für Goldbarren mit 50 g oder 250 g werden Anleger immer zeitnah einen Abnehmer finden, der einen guten Preis zahlt.
LBMA-zertifizierte Goldbarren
Viele Anleger legen Wert darauf, dass die Barren von einem LBMA-zertifizierten Hersteller produziert werden. Die LBMA (London Bullion Market Association) reguliert den weltweit führenden Handelsplatz für physisches Gold. Eine Akkreditierung wird nur für eine einzelne konkrete Scheidestätten des Barrenherstellers vergeben. Hierfür gelten strenge Anforderungen und umfassende Kontrollmechanismen.
Am London Bullion Market werden die oben erwähnten 400-Unzen-Barren („Good Delivery Bars“) gehandelt. Die meisten Hersteller bieten jedoch auch kleinere Einheiten an.
Im deutschen Edelmetallhandel sind beispielsweise Goldbarren folgender LBMA-zertifizierter Hersteller präsent:
Lesen Sie auch: Mehr über 375 Gold erfahren
- Argor Heraeus (Schweiz)
- Heimerle + Meule (Deutschland)
- Heraeus (Deutschland)
- Umicore (Belgien)
- Valcambi (Schweiz)
- PAMP (Schweiz)
- Metalor (Schweiz)
- Perth Mint (Australien)
- Rand Refinery (Südafrika)
- Istanbul Gold Refinery (Türkei)
In Deutschland setzen Anleger auf etablierte, LBMA-zertifizierte Hersteller wie Heraeus, Umicore, Valcambi und PAMP Suisse, die international für ihre Qualität anerkannt sind. Heraeus überzeugt durch eine breite Auswahl klassischer Barren von 1 Gramm bis 1 Kilogramm sowie durchgängig hohe Verfügbarkeit.
Umicore steht für Nachhaltigkeit und produziert in Deutschland nach strengen Umweltstandards. Valcambi bietet neben Standardgrößen auch innovative Combibarren, die sich flexibel teilen lassen. PAMP Suisse hebt sich durch aufwendig gestaltete Motive - allen voran die „Lady Fortuna“ - sowie durch moderne Sicherheitsmerkmale wie Veriscan ab.
Diese Hersteller decken nicht nur die üblichen Stückelungen ab, sondern bieten auch seltenere Formate und damit eine maximale Auswahl für Anleger mit individuellen Präferenzen.
Gegossene und geprägte Goldbarren
Zur Herstellung von Goldbarren werden zwei Verfahren eingesetzt: das Gießen und das Prägen.
Das Gussverfahren ist ein Prozess, bei dem geschmolzenes Feingold direkt in eine Barrenform gegossen und anschließend mit Gewicht, Reinheit und Herstellerkennung versehen wird. Jeder Gussbarren erhält dadurch eine leicht individuelle Oberfläche, wodurch ihm der Charakter eines Unikats verliehen wird.
Beim Prägeverfahren hingegen wird ein Goldblech zu exakt abgemessenen Rohlingen ausgestanzt, die unter hohem Druck mit einem Prägestempel versehen werden. Das Ergebnis sind moderne, sehr gleichmäßige Barren mit scharf konturierten Kanten.
Beide Verfahren liefern Produkte mit identischer Feinheit und sind in Bezug auf Qualität und Handelbarkeit gleichwertig. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Optik und Haptik.
Das Prägeverfahren kommt eher bei Barren bis 250 g und das Gussverfahren eher bei Barren ab 250 g zum Einsatz. Dies ist jedoch keine starre Regel. Es gibt durchaus Gussbarren, die weniger, und Prägebarren, die mehr wiegen als 250 g.
Feinheit und Markierung von Goldbarren
Anlagebarren bestehen in der Regel aus nahezu reinem Gold mit einer Feinheit von 999,9. Die Prägung enthält standardisierte Angaben wie Herstellername, Feingehalt, Edelmetallbezeichnung, Feingewicht und häufig eine Seriennummer. Über diese Nummer lassen sich intern weitere Daten wie Produktionszeitraum oder Materialcharge ableiten - ein sichtbares Herstellungsdatum ist jedoch nicht enthalten.
Je nach Hersteller variiert die Gestaltung: Während klassische Barren schlicht gehalten sind, setzen andere auf Motive wie Fortuna (PAMP), das Känguru der Perth Mint oder limitierte Designs. Solche gestalterischen Besonderheiten erhöhen in der Regel das Aufgeld, also den Preisaufschlag über den reinen Materialwert hinaus.
Nicht zu verwechseln sind diese mit Geschenkbarren, die meist thematisch gestaltet und weniger verbreitet sind. Aufgrund höherer Aufpreise und begrenzter Handelbarkeit eignen sie sich nur eingeschränkt zur Vermögensanlage.
Verpackung und Fälschungssicherheit von Goldbarren
Goldbarren werden entweder in Folie eingeschweißt oder in Blisterverpackungen ausgeliefert. Blisterverpackungen sind insbesondere bei den kleinen und mittleren Stückelungen häufiger. Zu der Verpackung gehört in der Regel eine einliegende Karte, auf der die wichtigsten Informationen zum Barren in einem Echtheitszertifikat genannt sind. Das Zertifikat trägt die Unterschrift des zuständigen Edelmetallprüfers.
Hersteller wie PAMP und die Perth Mint verwenden Sicherheitsverpackungen, die ein vorheriges Öffnen optisch sichtbar machen. PAMP nutzt darüber hinaus die VERISCAN-Technologie. Sie ermöglicht die einfache Authentifizierung der Verpackung und des Barrens per App.
Eine andere Art Schutz vor Fälschungen bieten die Barren von Heraeus und Argor Heraeus in der Ausführung als Kinebars. Auf diesen ist ein Kinegramm appliziert: ein optisches Sicherheitsmerkmal, das auch für die Fälschungssicherheit von Banknoten zum Einsatz kommt.
Keine Mehrwertsteuer beim Kauf, steuerfreie Gewinne
Goldbarren ab 1 g Gewicht und Bullionmünzen aus Gold sind steuerrechtlich besonders bevorzugte Anlageprodukte. Beim Kauf fällt, anders als bei anderen Edelmetallen, keine Mehrwertsteuer an. Zusätzlicher Pluspunkt: Gewinne aus Privatverkäufen sind ebenfalls komplett steuerfrei, sofern man als Anleger eine zwölfmonatige Haltefrist einhält.
Goldbarren und Goldmünzen im Vergleich
Im direkten Vergleich von Goldbarren und Goldmünzen gibt es keine eindeutigen Vorteile einer der beiden Produktgruppen. Goldmünzen sind ebenso wie Goldbarren von der Mehrwertsteuer befreit, wenn sie die Voraussetzungen nach § 25c UStG erfüllen.
Das Aufgeld auf den Goldpreis ist bei gleichem oder ähnlichem Gewicht im Durchschnitt für Goldbarren etwas niedriger, vor allem bei kleineren Stückelungen.
Das Wichtigste zu Goldbarren zusammengefasst
Goldbarren sind für Einsteiger und erfahrene Anleger geeignete Produkte für ein physisches Investment. Sie kommen für Depots praktisch jeder Größe infrage und kombinieren in den Einheiten mittlerer Größe sehr gute Fungibilität mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Besonders vorteilhaft sind der Wegfall der Mehrwertsteuer beim Einkauf und die steuerfreien Gewinne bei einer mindestens zwölfmonatigen Haltedauer.
Die Feinunze Gold: 31,1 Gramm
Die Feinunze Gold, auch bekannt als 1 Unze oder 31,1 Gramm, spielt eine entscheidende Rolle in der Welt des Goldhandels. Die Feinunze Gold hat sich im Laufe der Zeit als internationale Standardeinheit etabliert. Sie ist das Maß für Reinheit und Qualität bei Goldbarren und wird weltweit anerkannt.
Goldbarren mit einem Gewicht von 31,1 Gramm bezeichnet man als Feinunze. Es handelt sich um eine standardisierte Gewichtsangabe und Maßeinheit für seltene Edelmetalle.
"Oz" ist die in England und Amerika gebräuchliche Abkürzung für ounce. Es entspricht unserem deutschen Wort für Unze. Die Feinunze wird im Englischen als troy ounce bezeichnet. Aus diesem Grund finden sie die Abkürzung oz.tr. Sie gilt ausschließlich für Edelmetalle. 1oz/1 Unze Goldbarren sind identisch mit einer Feinunze Gold und entsprechen dem handelsüblichen Gewicht von 31g Goldbarren.
Achtung! Bitte verwechseln Sie "oz.tr." nicht mit der Flüssigunze.
Warum 31,1 Gramm?
Die Weltmarktpreise für Gold, Silber, Platin und Palladium werden in aller Regel pro Feinunze angegeben. Aktuell kostet eine 1oz/ 1 Unze Goldbarren 1.424,24 Euro (Spotpreis). Doch die ungerade Zahl mit Nachkommastelle wirkt auf den ersten Blick befremdlich. Warum nicht 10 Gramm, 20 Gramm, 50 Gramm oder 100 Gramm? Immerhin handelt es sich um Gewichtswerte, die sich leichter rechnen lassen und jedem vertraut sind. Stattdessen wird die Zahlenfolge einmalig unterbrochen und koppelt sich von allen anderen Werten ab.
Vor 5500 Jahren bildeten Weizen- und Gerstenkörner die Grundlage der Gewichtsbestimmung. Der Grund? Die Körner weichen in puncto Größe und Gewicht kaum voneinander ab. Nichtsdestotrotz blieb es ein umständliches Gewichtsmaß. Das änderte sich im Römischen Reich. Die Römer übernahmen Teile des griechischen Zahlensystems und vereinfachten es. Anstatt der Zahl 10 nutzten sie die Zahl 12 als Grundlage. Das sogenannte Duodezimalsystem hatte einen entscheidenden Vorteil: Die Zahl 12 ließ sich leichter in Achtel, Viertel, Drittel und Sechstel aufteilen und darstellen.
Die Unze wurde im Römischen Reich als universelle Maßeinheit eingeführt und hatte ein Gewicht von 27,2875 Gramm. Mit ihr wurden Handels- und Konsumgüter aufgewogen. Im Wandel der Zeit haben Städte, Länder und Königreiche leicht voneinander abweichende Unzen verwendet. Heute kommt die Unze als Gewichtsmaß nur noch in wenigen Ländern zum Einsatz. Sie wird als "gewöhnliche Unze" bezeichnet und entspricht einem Gewicht von 28,35 Gramm.
Das heute übliche Gewicht von 31g für Goldbarren entstand in der Chemie und Pharmazie. Apotheker begannen vor ca. 250 Jahren, Medikamente und Chemikalien abzuwiegen. Die sogenannte Apotheker-Unze beträgt 31,1034768 Gramm. Das Gewicht wurde eins zu eins im Edelmetallsektor übernommen und Feinunze getauft. Einziger Unterschied: Die Feinunze misst ausschließlich den Edelmetallanteil von Münzen und Barren.
Feingehalt ist entscheidend
Wenn Sie überlegen, 31,1 Gramm Goldbarren zu kaufen, ist der Feingehalt von entscheidender Bedeutung. Der Feingehalt wird in Karat oder in 1/1000 Teilen angegeben. Erwerben Sie einen Ring mit 585 Gold, sind 585 von 1000 Teilen echtes Gold. Das entspricht einem Goldanteil von 58,5 % oder 14 Karat.
Gold mit 24 Karat hat einen Feingehalt von 99,99 %. Aus diesem Grund finden Sie auf unseren 1oz/1 Unze Goldbarren die Aufprägung 999,99. Sie sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal für 31g Goldbarren. Weist eine 1oz/ 1 Unze Goldbarren keinen Feingehalt von 999,99 auf, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um sogenanntes Falschgold.
Gold als sichere Anlage
In Krisen, Kriegen und Katastrophen hat Gold Konjunktur. Obwohl die internationalen Währungsreserven nicht mehr durch physische Goldreserven gedeckt werden, hat das gelbe Metall seinen Glanz nie verloren. Es wurde in der Vergangenheit als Zahlungsmittel eingesetzt und dient bis heute als Anlage für eine unsichere Zukunft.
Goldbarren Gewicht - Preis in Euro
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Goldbarren Gewichte und deren ungefähren Wert in Euro (Stand: 2025):
| Goldbarren Gewicht | Wert (ungefähr) |
|---|---|
| 1 Gramm | 98,21 € |
| 2 Gramm | 196,42 € |
| 2,5 Gramm | 245,53 € |
| 3,1 Gramm / 1/10 Unze | 304,45 € |
| 5 Gramm | 491,05 € |
| 10 Gramm | 982,10 € |
| 20 Gramm | 1.964,20 € |
| 31,1 Gramm (Unzen Barren) | 3.054,33 € |
| 50 Gramm | 4.910,50 € |
| 100 Gramm | 9.821,00 € |
| 250 Gramm | 24.552,50 € |
| 500 Gramm | 49.105,00 € |
| 1000 Gramm | 98.210,00 € |
Hinweis: Die Preise können je nach aktuellem Goldpreis variieren.
Die Wertbestimmung von Goldbarren
Die Wertbestimmung von Goldbarren und der Goldbarren Preis im Ankauf kann einfach bestimmt werden, denn entweder sind alle notwendigen Informationen wie die Goldlegierung und das Goldbarren Gewicht auf dem Barren eingestanzt, oder auf einer beiliegenden Blisterkarte vermerkt, sodass Sie die Daten einfach nur übernehmen und in den Goldrechner eingeben müssen.
Moderne Goldbaren verfügen meist über ein Prüfsiegel und ggf. sogar über ein Echtheitszertifikat. Ohne diese Siegel ist Ihr Barren zwar nicht wertlos, aber der Verkauf bei einem Edelmetallhändler wird schwierig. Generell werden original Barren der folgenden Hersteller allgemeinhin akzeptiert: Argor-Hereaus, Degussa, Pamp-Suisse, Valcambi, Umicore, Rand Refinery und sonstige von der LMBA zertifizierte Goldbarrenproduzenten (mehr dazu hier).
Schritte zur Wertbestimmung
- Um den Wert Ihres Goldbarrens festzustellen, müssen Sie im ersten Schritt das korrekte Gewicht feststellen. Handelsübliche Küchenwagen sollten in den allermeisten Fällen zur groben Berechnung ausreichen. Steht dieses in Unzen (meist abgekürzt als „oz“), haben Sie es einfach. Steht eine Angabe in Gramm (oder gar Kilogramm), müssen Sie das Gewicht Ihres Goldbarrens in Feinunzen umrechnen (mehr zum Thema Unze finden Sie hier). Eine Feinunze sind exakt 31,1034768 Gramm.
- Im zweiten Schritt müssen Sie nun noch den aktuellen Goldpreis in Erfahrung bringen. Diesen finden Sie im Grunde auf jeder gängigen Finanzwebseite, Videotexten oder beispielsweise auch auf der Webseite der Tagesschau. Sobald Sie den Preis gefunden haben, müssen Sie Ihn nur noch mit dem Feingewicht Ihres Barrens multiplizieren.
Im internationalen Edelmetallhandel wird der Fix-Kurs der London Bullion Market Association als Referenzkurz herangezogen. Diese veröffentlichen zweimal täglich einen offiziellen Kurs (hier klicken); der Kurs wird auch in EUR veröffentlicht.
Wichtige Hinweise
- Achtung: Die meisten Barren bestehen aus hochkonzentriertem 24-Karat Gold. Entsprechend finden Sie fast immer eine Aufprägung, Aufschrift, oder Punzierung „999 Feingold“; oft auch 999 fine gold oder 999 pure gold, seltener 24 Karat oder 24 K. Alte oder exotische Barren können eine abweichende Reinheit besitzen. Wichtig bei der Antwort auf die Frage wie viel Ihr Goldbarren wert ist, ist aber allein der reine Goldgehalt.
- In Deutschland gibt es viele kleine und größere Händler und Banken, die Ihnen den Ankauf Ihres Goldes leichtmachen.
- Goldbarren (und auch Münzen) sind in Deutschland mehrwertsteuerbefreit. Der Grund: Für den Gesetzgeber sind sie äquivalent zu Geld. Aus diesem Grund hält die Bundesregierung zu Absicherungszwecken auch hohe Goldreserven. Tatsächlich besitzt Deutschland, nach den USA, mit 3.384 Tonnen die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Das meiste davon in Barrenform. Auch hier gilt: Der Wert dieser Goldbarren bemisst sich am aktuellen Goldpreis.
- Anders als beim Verkauf von Silber, muss bei Goldbarren die Mehrwertsteuer nicht berücksichtigt werden. Ein Vorteil für Sie!
Tipps zum Ankauf und Verkauf
- Registrierungspflicht: Vor dem Ankauf müssen Sie sich mit einem Ausweisdokument registrieren
- Kommission: Selbstverständlich muss auch der Händler von etwas leben. Entsprechend wird er Ihnen beim Kauf oder Verkauf von Goldbarren auch eine entsprechende Kommission berechnen. In der Regel wird diese bei etwa 1 Prozent liegen. Sie werden ähnliches beim Umtausch von Währungen im Urlaub bereits erlebt haben. Der Preis für Goldbarren im Verkauf ist entsprechend etwas niedriger. Informieren Sie sich deswegen vorher über etwaige Ankaufspreise.
- Seltene oder originalverpackte Goldbarren: Zwischen reinem Goldwert und Verkaufspreis eines Goldbarrens können teilweise erhebliche Unterschiede im Wert liegen. Das liegt in den meisten Fällen an der Spanne des Händlers und den Produktionskosten. Ist Ihr Barren originalverpackt und im besten Zustand, kann der Händler diesen Barren einfach weiterverkaufen.
- Manche Goldbarren sind sehr alt, besitzen kein Prüfsiegel oder Echtheitszertifikat oder sind aus diversen anderen Gründen nicht im klassischen Edelmetallhandel direkt zu verkaufen. Dafür gibt es in Deutschland diverse sogenannte Scheideanstalten. Die Kosten für das Einschmelzen sowie das Prüflabor müssen Sie in diesem Fall tragen. Bei sehr kleinen Goldbarren lohnt sich dies oft nicht. Der Wert des Goldbarrens steht in keinen Verhältnis zu den Schmelzkosten. Hier können Sie nur noch zu einer Ankaufsstelle geben.
- Der anonyme Verkauf von Gold ist nicht möglich. Gemäß der deutschen Abgabeordnung sind Händler verpflichtet Ihre Lieferanten zu erfassen. Beim Ankauf von Privatpersonen sind, in diesem Sinne, Sie der Lieferant. Nur der Barverkauf von Goldbarren ist bis zu einer Grenze von 1.999 Euro anonym möglich. Hier reguliert das Geldwäschegesetz den Maximalbetrag für das anonyme Tafelgeschäft. Im Ankaufsfall hat ist dieses jedoch nicht der relevante Faktor.
