Kickboxen erfreut sich wachsender Beliebtheit als Kampfsportart und Fitnessaktivität. Für Anfänger und Fortgeschrittene stellt sich oft die Frage nach den Kosten und Preisen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen.
Was ist Kickboxen?
Kickboxen entstand in den 60er/70er-Jahren in den USA aus dem Englischen Boxen. Es kombiniert Schlag- und Tritttechniken und wird oft als "Full Contact" bezeichnet. Im Gegensatz zum Englischen Boxen sind beim Kickboxen Schläge und Tritte mit Händen UND Füssen erlaubt.
In den verschiedenen Verbänden gibt es allerdings unterschiedliche Regelungen, ob der Gegner auch gehalten werden darf (und wie) und ob man Techniken verwenden darf, die den Gegner bzw. die Gegnerin aus dem Gleichgewicht bringen. Verschiedene Wettkampfarten beinhalten das sog. „Semikontakt“, „Leichtkontakt“, „Vollkontakt“ und auch „K-1“.
Warum Schutzausrüstung beim Kickboxen wichtig ist
Schutzausrüstung ist in Boxsportarten und Kampfsportarten allgemein von grösster Wichtigkeit, da es sich wie der Name „Kampf“ schon sagt, darum handelt, Gewalt anzuwenden. Um nicht zu grossen bzw. nachhaltig Schaden zu nehmen, gilt es, sich zu schützen.
Beim klassischen Kickboxen ist wie gesagt der Einsatz von Händen und Füssen erlaubt, allerdings sind Tiefschläge (also Trefferzonen unterhalb der Gürtellinie) verboten. (Ausser natürlich es handelt sich um eine spezielle Wettkampfform, die sogenannte Lowkicks erlaubt.)
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Dadurch, dass man mit dem Fuss den Oberkörper und Kopf des Gegners treffen darf und sollte, sieht die Sportart extrem athletisch aus, ist aber auch in mancher Hinsicht gefährlicher. Deshalb sollte man sich professionell ausrüsten und gut schützen - fürs Verteidigen, Schlagen und zum Schutz des Gegners. Das gilt für Profiboxer genauso wie für Amateure und reine Trainingskämpfe.
Die richtige Ausrüstung fürs Kickboxen
Die richtige Sportausrüstung und das richtige Schutz-Equipment sind bei Kampfsportarten und insbesondere fürs Boxen extrem wichtig. Folgende Gegenstände können dabei Schutz bieten: Boxhandschuhe, Kopfschutz, Zahnschutz/Mundschutz, Suspensorium bzw. Brustschutz, Schienbeinschoner, Boxschuhe/Boxstiefel.
Hier ist eine Liste der Must-Have Ausrüstung fürs Kickboxen:
- Boxhandschuhe
- Kopfschutz
- Zahnschutz/Mundschutz
- Tiefschutz/Suspensorium
- Brustschutz
- Schienbeinschutz
- Schutz für Knöchel- und Fussoberseite (oft in einem mit dem Schienbeinschutz)
- Lange Sporthose oder MMA-Shorts
- Eventuell T-Shirt/Bustier (Männer kämpfen teilweise auch oberkörperfrei)
Diese Gegenstände helfen dabei, den Körper vor Schlägen und Tritten des Gegners zu schützen, federn aber auch die eigenen Schläge und Tritte gegen die Gegnerin ab. Denn schliesslich bleibt das Ganze ja immer noch ein Sport und man will sich nicht wirklich schwer verletzen.
Abgesehen vom Schutzfaktor kommt es natürlich auch auf Tragekomfort und modische Aspekte an. Man will sich ja wohl und selbstbewusst fühlen in seinem Outfit - insbesondere während eines Kampfs.
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Boxhandschuhe
Ein gutes Paar Boxhandschuhe ist essentiell für viele Kampfsportarten, um Verletzungen an den Händen zu vermeiden - im Training wie im Wettkampf! Die bekanntesten und beliebtesten Marken für Boxhandschuhe sind unter anderem: Fairtex, Venum, Ben Lee, Everlast und Adidas (es gibt aber natürlich noch viele mehr). Selbst innerhalb einer Marke können die Preise stark variieren, denn es kommt auch ganz aufs Modell und insbesondere Material an.
Preise für Boxhandschuhe Kickboxen variieren stark nach Material, Marke und Qualität: 20 CHF bis 140 CHF ist durchaus die normale Preisspanne.
Innenhandschuhe und Bandagen
Um die Boxhandschuhe zu schützen und ihnen zu einer längeren Lebensdauer zu verhelfen, sollte man darunter immer Innenhandschuhe oder Bandagen tragen. Das fördert die Durchlüftung, absorbiert Schweiss und schützt und stützt die Handknöchelchen zusätzlich.
Kopfschutz
Bei den meisten Wettkampfarten ist er Pflicht, im Training wird er wärmstens empfohlen: der Kopfschutz. Er schützt (wie der Name schon andeutet) den Kopf vor zu harten Schlägen des Gegners/der Gegnerin und federt auch den Aufprall ab, solltest Du stürzen.
Zahnschutz bzw. Mundschutz
Kickboxen (oder jede andere Boxart) ohne Mundschutz ist, als würde man ohne Hammer, Schraubendreher und Massband heimwerken. Ein Zahnschutz wird absolut empfohlen, um den Kiefer und die ach so empfindlichen Zähne zu schützen. Sonst wird es schnell schmerzhaft und im Falle einer nötigen zahnärztlichen Behandlung auch teuer!
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Tiefschutz/Suspensorium
Einen Tiefschutz bzw. ein Suspendorium empfehlen wir allen Herren der Schöpfung, um ihre edelsten Teile zu schützen. Schläge unterhalb der Gürtellinie sind zwar eigentlich verboten, aber im Eifer des Gefechts oder im Training (vor allem auf Anfängerniveau) kann ja auch aus Versehen mal etwas daneben gehen.
Brustschutz
Frauen legen wir im wahrsten Sinne des Wortes einen Brustschutz ans Herz. Dies kann von etwas stärker gepolsterten Sport-BHs bis hin zu einem ganzen Oberkörperschutz reichen.
Schienbeinschoner
Der Schienbeinschutz (oft in einem mit dem Fussschutz) ist ein beliebtes Zubehör beim Kickboxen. Warum? Ganz einfach, weil man - wie der Name schon verrät - auch kickt! Schienbein- und Fussschützer bzw. Bandagen stützen den Fuss für die eigenen Kicks und schützen oberflächlich gegen Tritte, die aus Versehen zu tief landen.
Sporttasche
Wie für jeden anderen Sport auch, ist natürlich eine Sporttasche unerlässlich fürs Kickboxtraining. Die komplette Ausrüstung an einem Ort und ein wasserabweisendes Material, das nicht gleich den ganzen Schweiss der Trainingskleidung aufsaugt … Fürs Boxtraining kannst Du natürlich jede normale Sporttasche nehmen, die Dir gefällt.
Insgesamt ist es immer gut, wenn eine Sporttasche genügend verschiedene Fächer hat. Ein grosses Hauptfach, Seitenfächer (z.B. auch aus Netz), ein Fach für die Trinkflache und auch kleinere Innenfächer mit Reissverschluss (für Geld, Schlüssel usw.) sind von Vorteil.
Wo kann man Kickbox-Ausrüstung kaufen?
Die meisten Boxclubs und Boxvereine bieten Artikel zum Verkauf an und man profitiert häufig von Spezialpreisen. Ansonsten kannst Du aber natürlich auch in ein normales Sportgeschäft oder in den Fachhandel gehen. Das Internet hilft beim Vergleichen und dort kannst Du leicht kleinere Gegenstände zu günstigen Preisen bestellen.
Kostenübersicht: Was kostet Kickboxen?
Um sich komplett fürs Kickboxen auszustatten, muss man schon so um die 200 CHF in die Hand nehmen, und wenn es etwas besseres Material sein soll, sogar eher 350-400 CHF. Natürlich geht es aber immer irgendwie billiger, wenn es sein muss - zur Not eben teilweise auch gebraucht … Und auch wenn das im ersten Moment erschreckend hoch erscheint, muss man auch bedenken, dass Boxausrüstung in der Regel recht langlebig ist (sie muss ja auch viel einstecken) und das somit eine längerfristige Investition ist.
Hier eine Tabelle mit einer Übersicht der möglichen Kosten:
| Ausrüstungsgegenstand | Preisspanne (CHF) |
|---|---|
| Boxhandschuhe | 20 - 140 |
| Tiefschutz/Suspensorium | 10 - 70 |
| MMA- und Boxershorts | Ab 15 |
| Kopfschutz | 30 - 110 |
Kickboxen lernen: Was ist wichtig?
Wird man Teil einer neuen Gruppe, ist es vorteilhaft, wenn man mit den Menschen in den Kursen und denen, die dort unterrichten, gut auskommt. Wenn Sie die Menschen dort mögen, haben Sie mehr Gründe ins Training zu kommen und mehr Freude daran. Sehen Sie sich die Leute in der Schule gut an, ist es Ihre Art von Leuten? Es gibt nichts Besseres als Menschen, die einen willkommen heissen und einen so akzeptieren wie man ist.
Hilft Ihnen die Schule, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen? Manche Schulen unterrichten eher in einem militärischen, wettkampforientiertem Stil, während andere mehr auf einem philosophischen Weg sind. Fördert die Schule das weitere Interesse an der Kampfkunst? Idealerweise veranstaltet die Schule regelmässig Seminare, Trainingslager und Lehrgänge.
Das Studio, in dem Sie trainieren werden, sollte eine angenehme Atmosphäre haben. Sie sollen sich wohl fühlen. Die Zeiten sollten Ihren Ansprüchen genügen und mehr als zwei Trainingszeiten in der Woche anbieten. Vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern auch Leistungen. Sie wollen nicht wirklich die billigste Schule besuchen, sondern für Ihr Geld den bestmöglichen Unterricht und Ausbildung erhalten.
Kampfsportschule AZEM als Beispiel
Ein Beispiel für eine Kampfsportschule ist AZEM Kampfsport, die seit 1985 besteht und Standorte in Winterthur und Wil SG hat. Sie bieten Thaiboxen, Kickboxen und Boxen für alle Altersgruppen an. AZEM Kampfsport legt Wert auf Disziplin, Hingabe und den Geist der Kampfkünste. Sie sind von Swissboxing für das Amateurboxen (Olympisches Boxen) und Profiboxen lizenziert und autorisiert für Muay Thai und Kickboxen bei renommierten Organisationen wie Glory und K-1.
AZEM bietet auch ein kostenloses Probetraining an, um die Schule und die Mitglieder kennenzulernen. Sie haben auch ein vielfältiges Angebot für Kampfsport und bieten ideales Training für Selbstverteidigung und Fitness für Frauen.
Die Initiative #sagneinzugewalt von AZEM Kampfsport und der Oberstufe Lindenhof Wil fördert eine friedliche Stadt Wil und die gesamte Schweiz. Sie bieten wertvolle Tipps, wie man aktiv dazu beitragen kann, Gewalt zu verhindern.
