Mixed Martial Arts (MMA) ist ein Vollkontaktkampfsport, der ein breites Spektrum an Kampftechniken erlaubt, von einer Mischung traditioneller bis hin zu nicht traditionellen Wettkampftechniken. Die Regeln erlauben Schlag- und Bodenkampftechniken wie z.B. Schlagen, Boxen, Treten, Greifen und Werfen. Besonders brutal erscheint der Bodenkampf. Aber ist MMA wirklich so brutal?
Die Veranstaltungen der We Love MMA Serie werden unter dem internationalen Regelwerk der „Unified Rules of Mixed Martial Arts" durchgeführt.
Die Geschichte des MMA
Die Geschichte des Mixed Martial Arts (MMA) reicht weit zurück, aber die moderne Form des Sports entwickelte sich hauptsächlich in den letzten Jahrzehnten.
- Ursprünge: Die Wurzeln von MMA lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen, wo Kämpfer in verschiedenen Kulturen und Zivilisationen verschiedene Kampfstile praktizierten. Im 20. Jahrhundert wurden in verschiedenen Ländern verschiedene Formen des Vollkontaktkampfs praktiziert, darunter Vale Tudo in Brasilien, Pankration im antiken Griechenland und Shootfighting in Japan.
- Vereinigung der Stile: Der moderne MMA-Sport begann in den 1980er und 1990er Jahren, als verschiedene Kampfkünstler begannen, ihre Fähigkeiten in offenen Wettbewerben zu testen. Diese Wettbewerbe, wie zum Beispiel das Ultimate Fighting Championship (UFC), waren oft als „No-Holds-Barred“ bekannt, da es nur wenige Regeln gab und Kämpfer aus verschiedenen Disziplinen gegeneinander antraten.
- Regulierung und Regeln: Aufgrund von Sicherheitsbedenken und öffentlichem Druck wurden in den späten 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren Regeln und Regularien für den MMA-Sport eingeführt. Dies führte zu einer breiteren Akzeptanz und Popularität des Sports.
- Mainstream-Erfolg: In den 2000er Jahren begann MMA, insbesondere die UFC, einen enormen kommerziellen Erfolg zu verzeichnen. Die Veranstaltungen wurden weltweit im Fernsehen übertragen, und MMA-Kämpfer wurden zu internationalen Stars.
- Professionalisierung: Mit dem Aufstieg der Popularität wurden MMA-Organisationen professioneller und die Athleten erhielten mehr Anerkennung und Unterstützung.
MMA in Deutschland
MMA Wettkämpfe sind in Deutschland nicht verboten, und der Sport selbst ist es auch nicht. Bei Mixed Martial Arts darf auch im Bodenkampf getreten und geschlagen werden. Damit unterscheidet sich MMA ganz deutlich von anderen Vollkontaktsportarten. Aufgrund dieser Regel(-freiheit) wurde die Übertragung von Profikämpfen im deutschen Fernsehen im Jahr 2010 verboten. Es ging nie um den Sport selbst.
Es ging auch nie um die Durchführung von Wettkämpfen. Es ging nur um die Übertragung der Profi-Wettkämpfe im Fernsehen. Und das Verbot ist seit 2014 aufgehoben, es gibt also gar kein Verbot mehr bezüglich MMA, MMA-Wettkämpfen oder der Übertragung derselben in den Medien.
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Wie sieht MMA nun konkret aus?
MMA verbindet verschiedene Sportarten, das ist offensichtlich. Aus dem Boxen und Kickboxen, Taekwondo und Muay Thais und Schlag- und Tritttechniken übernommen, die im MMA als Stricking bezeichnet werden. Einige kommen auch aus dem Karate. Wenn wir von Grappling sprechen, meinen wir Boden- und Ringtechniken. Die kommen aus dem Brazilian Jiu-Jitsu, aus dem Ringen, dem Judo und dem Sambo.
Ziel des Kampfs ist immer, dass Dein Gegner aufgibt oder k. o. ist. Weil MMA den ganzen Körper beansprucht, trainierst Du idealerweise auch den ganzen Körper. Deine Bein- und Armmuskulatur muss stark sein, der Rumpf stabil. Ohne Beweglichkeit geht gar nicht. Wichtig zu wissen: Wenn Du Krafttraining machst, musst Du immer zusätzlich die Beweglichkeit trainieren!
Ein typisches MMA-Training beinhaltet:
- Aufwärmen
- Krafttraining
- Schnellkrafttraining
- Ausdauertraining
- Techniktraining
- Übungskämpfe
- Mobilitytraining
Wie genau der Trainingsplan aussieht, hängt sowohl von Deinem Leistungsstand als auch von Deinen persönlichen Stärken und Schwächen sowie Deinen Zielen ab. Und natürlich hat jeder Trainer und jede Trainerin andere persönliche Vorlieben.
Wichtigste Wettkampfregel: Du darfst keinen Gegner töten! Angriffe auf Genitalien und Augen sind ebenfalls streng untersagt. Beißen ist untersagt, an Ohren und Nase reißen darfst Du ebenfalls nicht.
MMA trainiert den ganzen Körper. Willst Du Kraft aufbauen, beweglicher und insgesamt fitter werden, ist das sicherlich der richtige Sport für Dich. Durch das umfassend und abwechslungsreiche Training eignet sich MMA auch einfach als Fitnessprogramm. Spaß macht es auf jeden Fall.
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Verbotene Techniken im MMA
- Keine Angriffe auf die Leistengegend
- Keine Kniestöße zum Kopf bei einem am Boden liegenden Gegner
- Keine Schläge auf den Hinterkopf oder die Wirbelsäule
- Keine Kopfstöße
Wenn du mit MMA anfängst, trittst du in eine Welt ein, die nicht nur körperliche Stärke entwickelt, sondern auch mentale Widerstandsfähigkeit fördert. Das Lernen von MMA bietet eine ganzheitliche Entwicklung, die sowohl körperliche Fitness als auch mentale Stärke fördert.
Dauer und Ablauf eines Kampfes
Eine Runde dauert fünf Minuten, die Pause beträgt eine Minute. Grundsätzlich geht ein Kampf über drei Runden, Titelkämpfe und Hauptkämpfe in der UFC werden immer für fünf Runden angesetzt.
Ziel ist es, den Gegner im Kampf zu besiegen. Folgende Möglichkeiten für einen Sieg gibt es:
- Knockout
- Aufgabegriff (Submission)
- Punktentscheidung
- Disqualifikation
- Schiedsrichterabbruch
Gewichtsklassen in der UFC
In der UFC gibt es aktuell neun verschiedene Gewichtsklassen:
| Gewichtsklasse | Gewicht (bis) |
|---|---|
| Strohgewicht | 52,15 kg |
| Fliegengewicht | 57 kg |
| Bantamgewicht | 61 kg |
| Federgewicht | 66 kg |
| Leichtgewicht | 70 kg |
| Weltergewicht | 77 kg |
| Mittelgewicht | 84 kg |
| Halbschwergewicht | 93 kg |
| Schwergewicht | 120 kg |
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