Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist der weltweit erfolgreichste Veranstalter im Bereich Mixed Martial Arts (MMA). Aber was steckt hinter diesem Buchstaben-Kürzel und was ist der Erfolg dieser Organisation? ran-Experte Tobias Drews erklärt den Reiz der Veranstaltung.
Was ist UFC?
Die UFC ist die Ultimate Fighting Championship, erfolgreichster Veranstalter weltweit im Bereich des Mixed-Martial-Arts (MMA) - also der "gemischten Kampfkünste". MMA ist eine Mixtur aus weltweit anerkannten und etablierten Kampfkünsten, zum Teil sogar aus olympischen Sportarten: Ringen, Judo, Jiu-Jitsu, Boxen und Kickboxen. Dazu dann gerne noch immer eine Prise lokaler Kampfsportarten wie Sambo, Savate, Capoeira usw.
Kurzum: die Kämpfer des MMA und der UFC sind die Zehnkämpfer des Kampfsports. Starke Athleten, die es mittlerweile gewohnt sind, weltweit in ausverkauften Hallen anzutreten. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Fans und Zuschauer stetig. Das Phänomen der UFC ist leicht erklärt: die Veranstaltungen sind minutiös durchgeplant, Langeweile durch unplanmäßige Pausen gibt es nicht. Auf Videoleinwänden werden die Fans mit Ausschnitten aus den besten Fights der MMA-Geschichte auf den Beginn der Veranstaltung vorbereitet - und dann geht es vor enthusiastischen Fans rein ins Vergnügen.
Kopf der UFC ist Dana White, der vor vielen Jahren einer der ersten Sponsoren des mittlerweile bestverdienenden Boxers aller Zeiten, Floyd Mayweather Jr., war. White fand viele Veranstaltungen zu unprofessionell umgesetzt, schuf mit Investoren über die Jahre ein Multi-Millionen Business. Und lässt seine Fighter daran teilhaben: auf jeder Veranstaltung gibt es lukrative Prämien für den "besten KO" oder die "beste Submission" (Sieg durch Aufgabegriff). Diese Prämien liegen im mittleren fünfstelligen Bereich und bieten jedem Kämpfer gute Möglichkeiten, ihren Verdienst entsprechend aufzustocken. Man sieht also: Leistung kann sich also durchaus lohnen.
Unterschiede zum klassischen Boxen
Viele Unterschiede zwischen den Kämpfern der UFC und des Boxens sind offensichtlich: Octagon statt Ring, kleinere Handschuhe (4 Unzen), mit denen man auch die Grifftechniken umsetzen kann, im Vergleich zu den dicker gepolsterten Boxhandschuhen mit fixiertem Daumen (um versehentliche Stiche ins Auge zu vermeiden) und 8 oder in den höheren Gewichtsklassen gar 10 Unzen Gewicht.
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Im Boxen werden die lizensierten Kämpfer in 17 Gewichtklassen unterteilt, im MMA-Bereich nur in 9. Und während beim klassischen Boxen den nackten Zahlen im Kampfrekord (zu) viel Interesse gilt, kämpfen bei der UFC sehr oft einfach die Besten gegen die Besten. Die Fans honorieren das. Im Boxen kann eine Kampfrekord von 9-3 die fristlose Kündigung bedeuten, bei der UFC ist man so vielleicht ein Publikumsliebling auf dem Weg zu einem Titelkampf.
Die Runden dauern im Boxen drei Minuten, bei der UFC sind es fünf Minuten. Die Pausenzeit von einer Minute bleibt gleich. Und einer der wichtigsten Cutman der UFC, Jacob Duran, ist auch Cutman bei Box-Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko.
Regeln und Dauer eines UFC-Kampfes
Ein UFC-Kampf geht über 3 Runden je 5 Minuten. Kämpfe um große Titel gehen hingegen über 5 Runden zu je 5 Minuten. Showkämpfe können in der Theorie auch über mehr Runden gehen. Zwischen den Runden gilt eine „rest period“ von einer Minute. Gekämpft wird in einem Oktagon, einem Feld mit acht Ecken. Je nach UFC-Regel hat er einen Durchmesser von knapp 10 Metern. Das Oktagon wird in der Umgangssprache auch „Cage“ oder „Käfig“ genannt.
Mixed Martial Arts Kämpfer können entweder nach Punkten, durch Knock-Out (K.O.) oder Technischen K.O. gewinnen. Die Männer kämpfen barfuß, mit nacktem Oberkörper sowie einem Zahnschutz, einem Tiefschutz und einem 110 Gramm schweren Faustschutz.
MMA Regel Verbote
- Keine Angriffe auf Wirbelsäule, Hinterkopf oder Nieren. Auch Angriffe auf Geschlechtsteile sind tabu.
- Ebenso sind beim UFC heute Kopfstöße, Schläge und Griffe an die Kehle bzw. Schlüsselbein verboten.
- Als Foul gelten unter anderem Beleidigung, Spucken, Kratzen, Kneifen, Hose festhalten und Angriffe in der Pause.
Die Rolle der Kampfrichter und das Punktesystem
Für professionelle MMA-Duelle stehen drei Kampfrichter zur Verfügung, vergleichbar mit Schiedsrichtern im Fußball. Als Regelwerk dient die "Unified Rules of Mixed Martial Arts". Eine gewonnene Runde bringt dem Sieger zehn Punkte ein, während der Verlierer neun Punkte erhält. Bei Verstößen oder schwachen Leistungen können es weniger Punkte sein.
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Bei einem Unentschieden in der Runde bekommen beide Kämpfer zehn Punkte. Die Kampfrichter richten sich nach Richtlinien der "Association of Boxing Commissions". Diese Anleitung legt fest, worauf die Kampfrichter in Mixed Martial Arts Kämpfen zu achten haben. Dabei geht es um die Effizienz der Angriffe, Regelkonformität und mögliche K.O.-Situationen.
Zudem soll beurteilt werden, welcher Kämpfer intensiver auf einen Knockout hingearbeitet hat. Geht ein Duell über die komplette Kampfzeit, gibt jeder Kampfrichter sein individuelles Punkteergebnis für die Kämpfer ab. Der Sieger ist derjenige, der die höchste Punktzahl von den Kampfrichtern bekommt. Ein Unentschieden ist möglich, wenn beispielsweise einer der Kampfrichter den Fight als gleichwertig einstuft und die anderen beiden jeweils unterschiedliche Favoriten benennen.
Es gibt verschiedene Arten von Entscheidungen:
- Einstimmiger Sieg nach Punkten: Alle drei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner.
- Mehrheitlicher Sieg nach Punkten: Zwei Kampfrichter haben den gleichen Gewinner und ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden.
- Split decision win: Zwei Kampfrichter werten für den gleichen Sieger und ein Kampfrichter wertet für einen anderen Sieger.
- Unanimous draw: Alle drei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden.
- Majority draw: Zwei Kampfrichter werten den Kampf unentschieden, der andere Kampfrichter hat einen Gewinner.
- Split draw: Ein Kampfrichter wertet den Kampf unentschieden und zwei Kampfrichter haben unterschiedliche Gewinner.
UFC Gewichtsklassen
In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.
Derzeit gibt es neun offizielle MMA Gewichtsklassen, die vom Fliegengewicht bis zum Superschwergewicht reichen, wobei die Kategorien Super Leicht-, Super Welter- und Cruisergewicht nicht genutzt werden. Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.
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Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.
| Gewichtsklasse | Gewicht (KG) |
|---|---|
| Atomweight / Atomgewicht | 47,6 Kg |
| Strawweight / Strohgewicht | 52,2 Kg |
| Flyweight / Fliegengewicht | 56,7 Kg |
| Bantamweight / Bantamgewicht | 61,2 Kg |
| Featherweight / Federgewicht | 65,8 Kg |
| Lightweight / Leichtgewicht | 70,3 Kg |
| Super Lightweight / Super Leichtgewicht | 74,8 Kg |
| Welterweight / Weltergewicht | 77,1 Kg |
| Super Welterweight / Super Weltergewicht | 79,4 Kg |
| Middleweight / Mittelgewicht | 83,9 Kg |
| Super Middleweight / Super Mittelgewicht | 88,5 Kg |
| Light heavyweight / Halbschwergewicht | 93,0 Kg |
| Cruiserweight / Cruisergewicht | 102,1 Kg |
| Heavyweight / Schwergewicht | 120,2 Kg |
| Super Heavyweight / Super Schwergewicht | kein Limit |
Info: Die MMA Gewichtsklassen beziehen sich jeweils auf das maximale Gewichts-Limit, um an der angegebenen UFC Gewichtsklasse teilnehmen zu dürfen.
MMA Kampftechniken
In der MMA geht’s mächtig zur Sache. UFC Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten treten gegeneinander an, so kommt der Großteil aus dem Thai-Boxen, Karate oder dem Brazilian- Jio-Jitsu zum Mixed Martial Arts. Was ist im MMA verboten? Ganz einfach: Gekämpft wird im „Stand Up“, jeder Kampf beginnt dementsprechend im Stehen. Im Verlauf der UFC Kämpfe kommt es meistens zum Clinch, das bedeutet, dass sich beide Kämpfer mit Faustschlägen oder Tritten duellieren. Des Weiteren wird ebenfalls am Ground / Boden gekämpft. Eine Position, in der die meisten UFC Kämpfe durch K.O. beendet werden. Die Kombination verschiedener Sportarten macht die UFC besonders attraktiv.
Hier können wir den GOAT Anderson „The Spider“ Silva nennen. Der Brasilianer beherrscht neben Brazilian Jiu-Jitsu auch Capoeira, Muy Thai und Judo. Anderson Spider Silva wurde unter anderem aufgrund seiner Flexibilität zum „Greatest of All Time“. Zudem hielt er den Rekord von 16 Siegen in Folge.
Ein weiterer UFC Kämpfer, der in der GOAT-Reihe einzuordnen ist, ist Khabib Nurmagodmedov. Nurmagodmedov verließ die UFC-Bühne mit einer Bilanz von 29 - 0 Siegen. Nurmagodmedov besiegte unter anderem den Iren Conor McGregor im Jahr 2018 und gewann damit die UFC-Leichtgewicht-Weltmeisterschaft. Im Gegensatz zu den flinken Anderson Spider setzt Nurmagodmedov auf einen Wrestling-Stil. Der den Vorteil des großen Drucks bietet, so gewann er die meisten seine Kämpfe dadurch, dass er den Gegner an den Käfig drückte und dabei Arme sowie Beine zusammendrückte.
MMA Begriffe
Sie fragen sich zum Unterschied MMA UFC? UFC steht für „Ultimate Fighting Championship” und hat seinen Hauptsitz in Nevada / USA. Ziel der Organisation ist die Durchführung von kommerziellen MMA-Kämpfen. Um Ihnen die UFC etwas näherzubringen, haben wir einige wichtige Begriffserklärungen bereit:
- Submission: In der Submission nutzt ein Kämpfer bestimmte Griffe, um den Gegner kampfunfähig zu machen. Unter anderem werden bestimmte Hebelgriffe im Bereich der Arme, der Beine oder der Schultern angewendet. Nicht selten beendet der Schiedsrichter den Wettkampf nach einer erfolgreichen Submission.
- Knockout: Bei einem Knockout stoppt der Schiedsrichter den Kampf aufgrund Kampfunfähigkeit von einem der Kämpfer. Beispielsweise dann, wenn ein Kämpfer nach einem Schlag oder einem Kick zu Boden gestreckt wird. Als technischer Knockout (K.O.) wird die Situation beschreiben, wenn der Schiedsrichter den Kampf aufgrund eines zu großen Schadens bzw. einer zu großen Verletzung bei einem der Kämpfer abbrechen muss.
- Takedown: Als Takedown wird eine Kampftechnik bezeichnet, die den gegnerischen Kämpfer zu Boden bringt. Beim MMA setzen die Kämpfer in der Regel dann zum Takedown an, wenn sie den Gegner überraschen können.
- Ground and Pound: Als Ground and Pound werden Schläge von oben herab bezeichnet, wenn der Gegner bereits auf dem Rücken liegt. Nicht selten werden Wettkämpfe mit einem Ground and Pound beendet.
- Judges: Als Judges werden die drei Punktrichter genannt, die neben dem Oktagon sitzen. Die Judges bewerten die Kämpfer und ihre Runden. Sollte ein Wettkampf nicht nach K.O. entschieden werden, entscheiden die Judges.
- Decision (Unanimous & Split): Die Decision wird in Unanimous decision und in Split decision unterteilt. Bei der Unanimous decision haben alle drei Judges für den gleichen ...
