Kampfsportarten mit Tanzelementen

Fitness wird ein immer wichtigerer Bestandteil in unser aller Leben.

Warum jede Frau Kampfsport ausprobieren sollte

Denn jede:r sollte wissen, dass Kampfsport das perfekte Ganzkörpertraining ist. Er fördert deine Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer. Daneben stabilisierst du mit Kampfsport deinen Rücken sowie deinen Rumpf und du verbrennst mit jeder Menge Spaß jede Menge Kalorien, unter anderem auch wegen des absurd hohen Nachbrenneffekts.

Zudem baust du im Handumdrehen jede Menge Stress ab und kannst dich deinem Alltag danach wieder gelassen widmen. Das Wichtigste zum Schluss: Kampfsport verleiht dir wahre Stärke. Nicht nur wachsen hierbei deine Muskeln, sondern auch dein Selbstbewusstsein.

Denn zu wissen, dass man im Fall der Fälle kämpfen und für sich einstehen könnte, lässt einen ganz anders durchs Leben gehen. Kampfsport ist ein Ganzkörperworkout, welches deine Pfunde nur so purzeln lassen wird.

Wenn du nun deine verborgenen Stärken pushen möchtest, arrangierst du am besten einen Probetermin im Kampfsportstudio deiner Wahl. Wenn du nicht weißt, welche der richtige Kampfsport für dich ist, dann schaue dir hier unsere Liste der effektivsten Optionen an:

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1. Kickboxen

Diese morderne Kampfsportart wurde 1974 in den USA als All Style Karate eingeführt. Hier werden Elemente des Boxens mit Elementen aus dem Karate und Taekwondo verbunden. Neben Faustschlägen gibt es daher auch Tritttechniken, die besonders deine Koordination ansprechen.

Es gibt kaum einen Sport, bei dem du mehr Kalorien verbrennen wirst. Solltest du Körperkontakt scheuen, kannst du dich optional nach Cardio-Box-Kursen umsehen, die einfache Grundtechniken gepaart mit einem hohen Ausdaueranteil anbieten.

Diese Kampfsportart für Frauen ist vor allem für Neulinge geeignet. Hier stellt sich schnell ein Lerneffekt ein und das Training mit dem Sandsack oder den Pratzen ermöglicht, auch ohne direkten Wettkampf zu trainieren. Schon nach den ersten Basic Punches wird dein Selbstwertgefühl ordentlich gepusht und der Stress vom Tag wird verflogen sein.

2. Karate

Diese Kampfkunst gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Damals noch in Okinawa ausgeführt, überschwemmte sie nach dem zweiten Weltkrieg die ganze Welt. Heute gehört sie zu einer der am häufigsten gelernten Kampfsportarten.

Neben den verschiedenen Techniken, die den gesamten Körper ansprechen, wird deine Kondition, Beweglichkeit und Schnellkraft geschult. Großes Plus: Du wirst nicht nur fit, sondern lernst auch, dich selbst zu verteidigen. Zudem wird ein hohes Maß an Konzentration und richtiger Atemtechniken gelehrt.

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Karate ist der ideale Kampfsport, um fit zu werden und gleichzeitig Elemente der Selbstverteidigung zu erlernen.

3. Taekwondo

Diese Kampfsportart wurde 1855 aus verschiedenen koreanischen Kampfkünsten vereint. Rituale, Disziplin und die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen, stehen an oberster Stelle. Außerdem werden Schnelligkeit und Beweglichkeit hier vor allem bei dynamischen Tritten und raffinierten Fußtechniken angewendet.

Nebenbei werden dein allgemeines Fitnesslevel und deine mentale Stärke gefördert. Wichtig ist das Wissen um das eigene Können. Nur wer an seine Kraft glaubt, wird auch fähig sein, sie umzusetzen. Ideal für Neugierige und alle die, die mehr an sich glauben wollen.

4. Judo

Du wolltest schon immer mal jemanden mit wenig Aufwand auf den Boden werfen? Mit dieser japanischen Kampfsportart kannst du es lernen. Neben dem sportlichen Aspekt hast du hier auch deine Persönlichkeitsentwicklung im Blick.

Im Judo geht es um Fairness und Freundschaft sowie um den gezielten Einsatz von Körper und Geist. Diese Prinzipien gelten dabei auf der Matte wie auch im echten Leben. Spezielle Techniken - es gibt allein 67 Grundwürfe - ermöglichen, dass du auch größere und schwerere Gegner besiegen kannst.

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Hierfür wird die Kraft deines Gegners gezielt gegen ihn verwendet. Die perfekte Kampfsportart für Frauen also. Beim Judo lernt man die Kraft des Gegners gezielt für sich einzusetzen, sodass auch größere und schwerere Gegener besiegt werden können.

5. Tai Chi

Beim sogenannten Schattenboxen - einer inneren und meditativen Kampfkunst aus China - findest du innerliche Ruhe und Stärke. Seit Hunderten Jahren versuchen Menschen mit dieser sehr langsamen Kampfsportart, ihren Geist und Körper in Einklang zu bringen.

Die langsamen Bewegungen mögen leicht aussehen, sieht man doch immer wieder ältere Menschen im Park Tai Chi praktizieren. Doch gerade die in Slow Motion ausgeführten, fließenden und choreografierten Bewegungen haben es in sich. Ziel ist, das Chi - die Lebensenergie - besser fließen zu lassen, die Beweglichkeit zu erhöhen und die Gesundheit zu verbessern.

Und tatsächlich senkt dieser Kampfsport den Blutdruck und kurbelt das Herz Kreislauf System an. Durch den fehlenden Körperkontakt eignet sich dieses Kampfsport im Besonderen für Schwangere.

6. Capoeira

Diese kreative Kampfsportart für Frauen mit Tanzelementen vereint Cardiotraining, Akrobatik und brasilianische Musik. Ursprünglich war Capoeira der Kampftanz der afrikanischen Sklaven während der Kolonialzeit.

Später wurde eine brutale Straßenkampftechnik für Gangs daraus, die zum Beginn des 20. Jahrhunderts sogar verboten war. Seit 1930 darf wieder friedlich getanzt werden mit den typisch flüssigen, tänzerischen Elementen. Neben den Grundschritten, die vor allem dem Ausweichen dienen, werden auch kraftvolle Elemente eingebracht, die einiges an Übung bedürfen: Der Kopf- und Handstand sind u.a. Elemente, die bei Fortgeschrittenen dazugehören.

Vor allem Bauch, Beine sowie Po werden hier intensiv trainiert und das Rhythmusgefühl wird ordentlich angeheizt. Capoeira verbindet Ausdauertraining mit Akrobatik und brasilianischen Rhythmen.

Eine legendäre Kampfkunstform, die nicht nur den Körper trainiert, sondern auch den Geist, ist Capoeira. Der Kampftanz stammt aus Brasilien und verbindet Rhythmusgefühl mit akrobatischen Einlagen und fordert dabei jede Menge Körpereinsatz.

Capoeira wird meist in Gruppen gemischten Geschlechts trainiert. Von Anfang an lernst Du Dich gegen vermeintlich Stärkere in der Gruppe zu behaupten und merkst dabei schnell, dass Kraft bei dieser Kampftechnik keinerlei Bedeutung spielt.

Viel wichtiger ist es, die verschiedenen Techniken fehlerlos zu beherrschen. Das Besondere an Capoeira ist also nicht nur das Trainieren von Balance und Kondition, sondern auch das Erlernen einer Lebensphilosophie, die die Bedeutung von Gemeinschaft in den Vordergrund stellt.

Capoeira ist somit ein Kampfsport, von dessen Philosophie Du auch im Alltag profitieren kannst. Es geht bei dem Kampftanz nicht darum, zu gewinnen oder zu verlieren. Vielmehr stehen die ästhetischen und fließenden Bewegungen im Mittelpunkt. Wenn Du also Spaß an Sport mit Tanzelementen hast, bist Du bei Capoeira genau richtig aufgehoben.

Der eigentliche Ablauf beim Capoeira spielt sich in der sogenannten „Roda“ (portugiesisch für „Rad“) ab. Das ist ein Kreis, der aus Zuschauern und Teilnehmern besteht, die Kämpfer anfeuert und zum Rhythmus klatscht und singt.

Begleitet wird die Menge von verschiedenen Instrumenten wie Trommel, Tamburin und Berimbau: Sie bestimmen das Tempo des Kampfes und sorgen für gute Stimmung. Jeweils zwei Teilnehmer betreten den Kreis und treten gegeneinander an. Der eigentliche Kampf wird durch rasante Kicks und Sprünge lediglich angedeutet und von akrobatischen Salti und Radschlägen begleitet. Bei so viel Körpereinsatz kommst Du auf jeden Fall ins Schwitzen!

Es gilt, allen Schlägen auszuweichen und nur im Notfall den Angriff zu blocken. Capoeira ist ein äußert vielseitiger Sport, da der Kampftanz Akrobatik, Kampfsport, Rhythmik, Reaktionsfähigkeit, Improvisation und Kreativität vereinigt. Hier ist Deine ganze Beweglichkeit und Ausdauer gefragt!

Mit Rhythmus und Freude zur Traumfigur - das bietet Dir Capoeira! Die Kampftechniken selbst zeichnen sich durch extreme Flexibilität aus; es gibt viele Drehsprünge, eingesprungene Tritte und Akrobatik. Die heißen Rhythmen laden schon fast automatisch zu flinken Bewegungen ein. Bei Capoeira ist Dein ganzes Können gefragt und der gesamte Körper im Einsatz. Mit diesem Sport werden Bauch, Beine und Po optimal geformt!

7. Krav Maga

In den 1940er Jahren hat das israelische Militär die wohl effektivste Selbstverteidigung der Welt entwickelt. Heute ist auch unsere Bundeswehr und Polizei damit geschult. Eine Kampfsportart für Frauen, die es in sich hat.

Bei diesem Nahkampfsystem geht es vor allem um deine intuitiven Reflexe und um einfache Techniken, die du unabhängig von Kraft und Größe beherrschen kannst. Du lernst, eine:n Angreifer:in so effizient und schnell wie möglich abzuwehren.

Das Training soll dabei auf reale Gefahrensituationen vorbereiten. Je nach Kurs wird hier von verbaler Deeskalation bis hin zur Entwaffnung des Gegners alles gelehrt. Das Training geht in die Vollen: Da kann der Trainer schon einmal mit einem Fake Messer auf einen zukommen.

Hier wird dir die Hemmschwelle genommen, dich mit Gewalt zu wehren. Durch ständige Wiederholungen einfacher Techniken verinnerlichst du diese. Zwar hat Krav Maga wenig mit Fitness zu tun, sensibilisiert dich aber für Gefahrensituationen, stärkt deine Konzentration und dein Selbstbewusstsein.

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Taiwado: Mischung aus Kampfsport und Aerobic

Taiwado ist aktuell der angesagte Renner in Fitness-Studios und Kampfsport-Schulen. Durch seine Mischung aus Aerobic, Tanz und Kampfsport ist das neue Fitness Programm ein Allround Talent. Es fördert die Kondition, Koordination und den Muskelaufbau und entspannt dabei mit meditativen Elementen den Geist und die Seele.

Entwickelt wurde das Trainingsprogramm vom Kampfsportexperten Rudi Kaufmann, der bereits auf eine über 40 jährige Karriere als Profisportler zurückblickt. Die Übungen bestehen aus verschiedenen Elementen aus dem asiatischen Kampfsport, wie Kung Fu oder Taekwondo, Aerobic Steps, Kickbox-Übungen und Tanzelementen.

Das Programm wird unter der Anleitung eines Trainers, dem sogenannten Instructor, durchgeführt. Er gibt die Übungen vor und motiviert die Teilnehmer. Dazu läuft spezielle Musik, die beim Training den Rhythmus und die Geschwindigkeit vorgibt und auch für die richtige Stimmung sorgt. Trainiert wird in der Gruppe, wobei es auch zu Partnerübungen kommen kann.

Das ganzheitliche Trainings Programm eignet sich besonders für die Altersgruppe 18 bis 40 Jahre, kann aber auch von älteren Menschen genutzt werden. Auch wenn das Fitness-Programm mit Übungen aus verschiedenen Kampfsportarten arbeitet, werden keine Kampftechniken vermittelt. Das Training ist nicht als Selbstverteidigung oder gar als Wettkampftraining gedacht.

Vielmehr fördert die Kombination mit Aerobic den ganzheitlichen Muskelaufbau sowie die Bewegungsabläufe und Koordination. Außerdem ist es auch ein sehr gutes Ausdauertraining.

Trotzdem bildet sich, ähnlich wie bei Kampfsportlern, eine immer breiter werdende internationale Taiwado-Community, die sich auf vielen gemeinsamen Veranstaltungen austauscht. Auch in Deutschland gibt es inzwischen einen eigenen Verband, der auch die Ausbildung der neuen Trainer übernimmt.

Zumba und BOKWA

Sowohl beim Zumba als auch beim BOKWA steht der Spaß und die rhythmische Bewegung zur Musik im Vordergrund. Auf den ersten Blick wirken beide Workouts ähnlich, doch beim näheren Hinsehen finden wir einige Unterschiede.

WAS IST BOKWA?

Nach Zumba ist BOKWA der neueste Trend, der momentan die deutschen Fitnessstudios erobert. Das kardiovaskuläre Workout kombiniert BOx-Elemente mit traditionellen, afrikanischen Stammestänze wie KWAito. Das Training ist kein wirkliches Tanz-Workout und im Gegensatz zum Zumba folgt es keiner komplizierten Choreographie: Man tanzt nach Buchstaben und Zahlen, die die Teilnehmer mit ihren Füßen auf dem Boden nachziehen.

Darüber hinaus verbessert sich die Koordination und die Ausdauer. Dank der antreibenden Musik, dem Spaß und den einfachen Schritten sowie der Motivation, die das Training in einer Gruppe mit sich bringt, übersteht man die schweißtreibende Stunde leichter als gedacht. Das Workout gibt jedem Teilnehmer die Möglichkeit seine eigene Intensität des Trainings zu bestimmen, so können Teilnehmer aller Altersgruppen problemlos teilnehmen - und ihren Namen tanzen.

Zu bekannten Titel aus den Charts beschreiben die Teilnehmer Zahlen und Buchstaben mit ihren Füßen und bewegen sich so gemeinsam zur Musik. Die hohe Intensität des Tanz-Workouts wird durch kontinuierliche Sprünge und Wechselschritte erreicht. Das treibt den Puls nach oben und feuert die Fettverbrennung ordentlich an, neue Muskeln setzen mehr Energie um und der Körper wird gestrafft. Durch die ständige Bewegung und wechselnde Geschwindigkeiten erhöht BOKWA die Kondition und hilft zugleich dabei, Gewicht zu reduzieren.

Die Bewegungen können frei und voller Energie ausgeführt werden. BOKWA kombiniert afrikanischen Tanz („Kwaito“), Capoeira, Kickboxen und Step-Aerobic. Ausdauer, Kraft und Flexibilität werden verbessert und die Kalorienverbrennung ordentlich angefeuert. Bis zu 1200 Kalorien können pro Einheit (ca. 60 Minuten) verbrannt werden. Anstatt alleine verbissen zu trainieren, wird gut gelaunt in der Gruppe gepowert.

Was ist Zumba?

Zumba kombiniert Aerobic mit überwiegend lateinamerikanischen Tanzelementen. Das Fitnesstraining arbeitet nicht nach dem Auszählen von Takten, sondern folgt dem Fluss der Musik. Im Gegensatz zum klassischen Aerobic gibt es keinen pausenlos durchgehenden Beat, die Bewegungen sind nicht standardisiert.

Die Musik und die Tanzschritte kommen unter anderem aus dem Reggaeton, Cumbia, Salsa, Merengue, Flamenco, Tango und Samba. Die Tanzschritte des jeweiligen Musikstiles werden innerhalb der Choreografie mit Aerobic-Elementen (z.B. Kniebeuge und Ausfallschritten) verbunden, um den Belastungsgrad zu steigern.

WAS BRINGT ZUMBA?

Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund. Die Teilnehmer sollen vornehmlich ihrem inneren rhythmischen Empfinden folgen und ihre Schritte dann zunehmend den Choreografien anpassen. Von Experten wird das Workout als anspruchsvolles Ganzkörpertraining eingeschätzt.

Durch die langandauernden rhythmischen Bewegungen wird Fett verbrannt und das Herz-Kreislauf-System trainiert. Der Intervallcharakter - intensive Tanzeinheiten wechseln sich mit ruhigeren ab - verbessert die Ausdauer und die eingebauten Aerobic-Übungen stärken die Muskeln. In einer Stunde verbrennt man, ähnlich wie beim BOKWA, zwischen 500 und 700 Kalorien.

Sowohl beim BOKWA als auch beim Zumba steht das rhythmische Tanzen zur Musik im Mittelpunkt. Der Spaßfaktor ist das A und O, mit dem beide werben. Zumba und BOKWA sind gleichermaßen zur Fettverbrennung und zum Trainieren der Ausdauer geeignet.

Für Anfänger ist BOKWA zu empfehlen: Es ist genauso effektiv wie Zumba, doch durch den Verzicht auf komplizierte Choreografien sind die Tanzschritte schneller zu erlernen. Zumba-Schritte sind anspruchsvoller und können Anfänger einschüchtern.