Wie werde ich ein UFC-Kämpfer: Ein umfassender Leitfaden

Mixed Martial Arts (MMA) ist mehr als nur ein aufstrebender Sport. Es ist eine vielseitige Kunst, die verschiedene Kampfsportdisziplinen vereint. Diese Disziplinen umfassen Schlag- und Tritttechniken sowie Bodenkampftechniken, die aus unterschiedlichen Kampfkünsten stammen.

MMA ist ein komplexer und vielseitiger Kampfsport, der weit mehr als nur einen physischen Wettkampf darstellt. Die Verschmelzung von Techniken, Philosophie, Geschichte und Kultur macht MMA zu einer einzigartigen Disziplin, die in der modernen Kampfsportwelt weiterhin an Bedeutung gewinnt.

Die Grundlagen des MMA

MMA ist die Abkürzung für Mixed Martial Arts, was auf Deutsch übersetzt „gemischte Kampfkünste“ bedeutet.

  • Striking: Umfasst Schlag- und Tritttechniken aus Boxen, Kickboxen, Muay Thai und anderen Kampfstilen.
  • Clinch: Eine Position im Standkampf, in der Kämpfer sich eng halten, um den Gegner zu kontrollieren und Schläge zu vermeiden.
  • Wrestling: Den Gegner zu Boden bringen.
  • Submissions: Das Erzwingen der Aufgabe eines Gegners durch Gelenkhebel oder Würgetechniken.

Der Weg zum MMA-Kämpfer

Der Weg zum Erfolg im MMA ist hart und erfordert Engagement, Disziplin, Leidensfähigkeit und ein tiefes Verständnis für die Kampfkünste.

Training und Vorbereitung

MMA-Training ist intensiv und anspruchsvoll. Das technische Training umfasst das Erlernen und Verfeinern von Schlag-, Tritt-, Clinch- und Submissions-Techniken. Zusätzlich zum technischen Training ist das Fitness-Training entscheidend.

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Du solltest mindestens einen Kampfstil für Striking sowie für Bodenkampf beherrschen. Es erfordert hartes, jahrelanges Training, Disziplin, Kampfgeist und das richtige Mindset.

Sobald du dich bereit fühlst, kannst du mit Amateurkämpfen beginnen. Wenn du gut bist, wirst du dir schnell einen Namen in der regionalen Szene machen und bekommst vielleicht schon bald die Gelegenheit, dein Profi-Debut zu geben.

Hierfür benötigst du entweder viel Geld oder einen Sponsoren, denn als MMA Profi bleibt keine Zeit für ein Arbeitsverhältnis in Vollzeit.

Trainingsplan für MMA-Kämpfer

Das Trainingsprogramm eines MMA-Kämpfers muss gut strukturiert sein und du musst bereit sein, Zeit zu investieren. Um das meiste aus deinen Mühen zu holen und Übertraining zu vermeiden, solltest du mit einem qualifizierten Coach oder Trainer sprechen.

Jeder von uns hat einen anderen Rhythmus, aber ein typischer Trainingsplan könnte in etwa so aussehen:

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  • Montag: Intervall-Training und Schlag-Training
  • Dienstag: Training auf dem Boden und Armlock-Training
  • Mittwoch: Pause und aktive Regeneration
  • Donnerstag: Krafttraining und Grapple- und Wurfübungen
  • Freitag: Zirkeltraining
  • Samstag: Pause und aktive Regeneration
  • Sonntag: Krafttraining und Sparring-Sessions

Dein persönlicher Trainingsplan wird an deine Ziele und deinen Fortschritt angepasst, sodass er sich von diesem unterscheiden kann. Aber in jedem Fall solltest du viel Wert auf deine Regeneration legen, denn nur so kannst du das Meiste aus deinem Training herausholen.

Konditionstraining

MMA ist ein Sport, bei dem dein ganzer Körper gefragt ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, Übungen zu machen, die deinen ganzen Körper konditionieren. Hier sind ein paar Übungen, die du in deinen Plan aufnehmen kannst:

  • Offset Overhead Lunges
  • Battle Ropes
  • Kettlebell Swings
  • Sled Drags
  • Torpedo Buoy Twist Slams

Ernährung eines MMA-Kämpfers

Der Ernährungsplan eines MMA-Kämpfers ist von seinen Zielen abhängig. Wenn sie sich auf einen Kampf vorbereiten oder Masse aufbauen wollen, steht die Gewichtszunahme oder der Erhalt im Fokus.

Wenn du an Gewicht verlieren möchtest, solltest du von gewissen Strategien absehen, da du durch diese möglicherweise deine Energie oder Kraft verlierst. Es gibt bessere Methoden, um Gewicht zu verlieren und diese Diät-Lebensmittel helfen dir dabei.

Die UFC und andere MMA-Organisationen

Die UFC („Ultimate Fighting Championship“) ist die bekannteste MMA-Organisation der Welt und existiert erst seit weniger als 30 Jahren. Dennoch gehören die Events der Liga neben der NBA, NFL und NHL jetzt schon zu den beliebtesten der Welt.

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Fast jedes Wochenende treten Männer und Frauen in der UFC gegeneinander an. Gekämpft wird im Oktagon, einem achteckigen Käfig mit einem Innendurchmesser von 9,1 m. Über 1400 Fighter sind aktuell bei der UFC unter Vertrag, gegründet wurde die Organisation 1993. Seit 2001 ist Dana White (53) Präsident und Gesicht der UFC.

Obwohl die UFC die größte MMA-Organisation der Welt ist, sind in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenz-Ligen dazugestoßen. Bellator MMA zählt zu der zweitgrößten amerikanischen Organisation. Aus Singapur stammt die Organisation ONE Championship. Seit 2011 veranstaltet ONE FC regelmäßig Veranstaltungen. KSW aus Polen ist einer der größten MMA-Organisation in Europa.

Regeln in der UFC

Seit 2009 gelten in den meisten Organisationen die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“.

Ein kleiner Einblick in das Regelwerk:

  • keine Angriffe unter der Gürtellinie
  • Kniestöße oder Tritte gegen den Kopf eines Gegners, der sich am Boden befindet, sind verboten
  • Verboten sind auch: Kopfstöße, Haare ziehen, beißen, in die Augen greifen, in die Handschuhe oder in den Mund greifen
  • Schläge oder Griffe an die Kehle sind verboten
  • Ellbogenschläge dürfen nicht senkrecht nach unten erfolgen

Insgesamt gibt es 31 Fouls wie unsportliches Verhalten oder verbotene Angriffe, die mit entsprechenden Strafen geahndet werden (Verwarnung, Punktabzug, Disqualifikation)

Gewichtsklassen in der UFC

In der UFC gibt es aktuell neun verschiedene Gewichtsklassen:

  • Strohgewicht, bis 52,15 kg
  • Fliegengewicht, bis 57 kg
  • Bantamgewicht, bis 61 kg
  • Federgewicht, bis 66 kg
  • Leichtgewicht, bis 70 kg
  • Weltergewicht, bis 77 kg
  • Mittelgewicht, bis 84 kg
  • Halbschwergewicht, bis 93 kg
  • Schwergewicht, bis 120 kg

Ausrüstung für MMA-Kämpfe

Während eines offiziellen Wettkampfes musst du eine spezifische Ausrüstung tragen, die den Regeln entspricht.

Dazu zählen Handschuhe, die deine Knöchel bedecken, aber deine Finger und Daumen frei leisen. Darunter trägst du Handbandagen, die deine Gelenke und Knochen schützen sollen.

Manche Vereine verlangen zudem, dass du einen Helm trägst, um deinen Kopf vor harten Schlägen zu schützen.

Darüber hinaus gibt es das ein oder andere, das du dir vielleicht für dein Training zulegen möchtest. Beispiele wären Handschuhe, die deine Hände im Ganzen schützen oder Polster für deine Füße und Schienbeine, um Tritte auf diese Stellen weniger schmerzhaft zu machen. Wenn du öfter alleine trainieren musst, kannst du dir auch einen Boxsack zulegen.

Was deine Kleidung angeht, solltest du während eines Wettkampfs unbedingt etwas tragen, indem du dich gut bewegen kannst und das bequem ist. Gut geeignet wäre etwas aus Lycra oder Baggy Short, aber die Entscheidung liegt bei dir.

Als Shirt ist ein enges Top oder auch Sport-BH geeignet.

Während deines Trainings kannst du tragen, was du willst. Aber denk daran, dass du vermutlich sehr viel schwitzen wirst. Wir empfehlen dir daher ein leichtes Shirt oder etwas, dass Schweiß ableitet wie unser Engage Performace T-Shirt. Unsere Engage Shorts oder unsere Engage Baselayer Leggings halten dich schön kühl und sorgen für eine gute Belüftung. Und für Frauen ist unser Engage Power Sport-BH eine gute Option.

Bekannte MMA-Kämpfer

Für viele MMA-Fans zählen auch Namen wie Conor McGregor, Anderson Silva, der ungeschlagene Khabib oder Max Holloway zu den besten der Welt.

Einige der erfolgreichsten deutschen Kämpfer in der UFC:

  • Dennis Siver
  • Ottman Azaitar
  • Nasrat Haqparast
  • Abusupiyan “Abus” Magomedov
  • Nick Hein

Verdienstmöglichkeiten im MMA

Das hängt zunächst vom Vertrag und der Liga ab, in der man kämpft. Bei der UFC besteht die Gage aus einem Mix zwischen Basis-Fixum, Titel-Provision sowie Sponsorengeldern.

Für die weniger namhaften Kämpfer sind es wenige Tausend Dollar, für Stars können durchaus sechs- oder sogar siebenstellige Beträge fließen. So bekam Conor McGregor für seinen Comeback-Kampf im Januar 2020 ganze 4,4 Millionen US Dollar von der UFC. Er benötigte nur 40 Sekunden zum Sieg.

MMA als Selbstverteidigung

Das MMA Training ist eine ausgezeichnete Vorbereitung für Gefahrensituationen. Das Problem der meisten Selbstverteidigungskurse ist die fehlende Wiederholung.

Bist du regelmäßig im MMA Training, kann dir auch auf der Straße nicht mehr so viel passieren und du wirst dich im Ernstfall gegen Angreifer verteidigen können.

Ist MMA das Richtige für dich?

MMA ist eine Mischkampfsportart für jeden Kampfsportinteressierten. Du selbst bestimmst dabei deine Anforderungen.

MMA kann viele Fähigkeiten fördern: Kraft, Ausdauer, Koordination, Reaktion, Schnelligkeit, Durchhaltevermögen, mentale Stärke.

Gesund sind Kampfsportarten jedoch nur dann, wenn man sie in einem Maße trainiert, dass Kopfschläge vermieden werden.

Grundsätzlich verboten sind Kopfstöße, Schläge und Tritte gegen den Hals, Hinterkopf oder die Wirbelsäule. An den Haaren ziehen und Bisse sind nicht erlaubt, ebenso Tritte und Kniestöße gegen den Kopf sobald sich der Gegner am Boden befindet.

MMA-Trainingsplan von Alexander Gustafsson

Mit diesem Trainingsplan werden Sie fit wie MMA-Star Alexander Gustafsson.

  1. Kampfstärke zeigen: Basis des Krafttrainings sind mehrgelenkige Übungen, die mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainieren.
  2. Körpermitte pushen: Nicht die muskelbepackten Beine und Arme, sondern der Rumpf ist die wichtigste Körperpartie eines MMA-Athleten.
  3. Blitzkraft nutzen: Große Kraft ist erst dann effektiv, wenn sie im Kampf auch blitzschnell eingesetzt werden kann.
  4. Ausdauer aktivieren: Der Gegner im Käfig wartet schließlich nur auf eine minimale Schwächephase, um Sie dann mit voller Wucht zu attackieren.
  5. Vielseitigkeit üben: Kaum ein Sportler ist so variabel wie ein MMA- Fighter.
  6. Fighter-Food essen: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist wichtiger als abgedrehte Essenspläne.

Schlussfolgerung

MMA ist eine Wettkampfsportart, in der man auch mit unkonventionellen Techniken schnell siegreich aus einem Kampf hervorgehen kann. Im MMA kannst du durch kluges Ausnutzen der Fehler deiner Gegner auch einen scheinbar aussichtslosen Kampf gewinnen. Da sehr dünne Handschuhe benutzt werden, kann jeder Schlag zum K.O. MMA ist ein harter Wettkampfsport mit klaren Regeln.

Wir bilden dich aus. Tolle Entscheidung! Mixed Martial Arts ist auf der Überholspur!