Der Hype um MMA ist ungebrochen. Die Faszination an den Mixed Martial Arts hat vor allem durch Charaktere wie Conor McGregor gewaltige Ausmaße angenommen. MMA vereint Boxen, Muay Thai, Brazilian Jiu Jitsu und vieles mehr in einem Vollkontaktkampfsport.
Die Frage, wer der Beste aller Zeiten in diesem Vollkontaktsport ist, wird heiß diskutiert. Die von uns hier zusammengefassten Fights sind absolute Klassiker und gehören zum Besten, was die MMA je hervorgebracht haben.
Legendäre Kämpfe, die MMA-Geschichte schrieben
Einige Kämpfe haben sich besonders ins Gedächtnis der MMA-Fans eingebrannt:
- Dan Henderson vs. Mauricio „Shogun“ Rua (2011): Ein Kampf über fünf Runden, in dem Henderson Rua nach Punkten besiegte. Dieser Fight gilt bis heute als einer der besten MMA-Kämpfe aller Zeiten. Auch beim Re-Match 2014 hatte Henderson am Ende wieder die Nase vorn und schickte Rua in der dritten Runde auf die Matte.
- Conor McGregor vs. Khabib Nurmagomedov (2018): Der Kampf endete mit einem Sieg Nurmagomedovs in der vierten Runde durch einen Würgegriff. Fast ebenso spektakulär wie der Kampf selbst war aber der Eklat danach.
- Jon Jones vs. Alexander Gustafsson (2013): Obwohl Jones den Kampf nach Punkten gewann, war der Sieg innerhalb der MMA-Community sehr umstritten, weil Gustafsson einen sehr starken Fight ablieferte und dem Weltmeister insbesondere mit starkem Boxen, heftigen Tritten und seiner Taekwondo-Defense arg zusetzte.
- Weili Zhang vs. Joanna Jedrzejczyk (2020): Insgesamt steckten die beiden über die vollen 25 Minuten 783 Treffer ein. Zhang gewann am Ende nach Punkten, verteidigte ihren Titel und gewann damit ihren 22. Kampf in Folge.
- Robbie Lawler vs. Carlos Condit (2015): Es gab einen wilden Schlagabtausch auf beiden Seiten, stets auf Augenhöhe, den Lawler am Ende der fünf Runden nach Punkten für sich entscheiden konnte - ein Urteil, über dessen Richtigkeit bis heute noch diskutiert wird.
- Forrest Griffin vs. Stephan Bonnar: Der Fight lief über drei Runden (es war kein Titelkampf) und zeigte zwei großartige Kämpfer auf Top-Niveau, die voll konzentriert ihre besten Techniken auspackten. Am Ende ging es nach Punkten 29:28 für Forrest Griffin aus.
- Jorge Santiago vs. Kazuo Misaki: In den ersten vier Runden schlugen die beiden Kämpfer versiert aufeinander ein, versuchten sich gegenseitig zu Boden zu bringen und verwandelten den Fight in der fünften und letzten Runde in einen richtigen Zermürbungskrieg.
Die größten Namen im MMA: Legenden und ihre Geschichten
Die Welt des MMA ist reich an außergewöhnlichen Athleten. Hier sind einige der berühmtesten MMA-Kämpfer aller Zeiten:
- Fedor Emelianenko: Emelianenko war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE von 2003 bis zur Schließung der Organisation im Jahr 2007, viermaliger Weltmeister im Combat Sambo und zweimaliger russischer nationaler Bronzemedaillengewinner im Judo. Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet.
- Matt Hughes: Er gilt als einer der größten Kämpfer in der Geschichte des MMA. Er ist zweifacher UFC-Champion im Weltergewicht und Mitglied der UFC Hall of Fame und der NJCAA Hall of Fame.
- Royce Gracie
- Chuck Liddell: Sein MMA-Debüt gab Liddell am 15. Mai 1998 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC). Liddell war Trainer in der ersten und elften Staffel der Reality-TV-Serie The Ultimate Fighter. Er wurde in die UFC Hall of Fame aufgenommen.
- Anderson Silva: Er ist bekannt für seine beeindruckenden Fähigkeiten im Standkampf und gilt als einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Zu seinen größten Erfolgen im Kampfsport zählt der Gewinn des UFC-Titels im Mittelgewicht, den er von Oktober 2006 bis Juli 2013 hielt.
- Jon Jones: Jones hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 27 Siegen und nur einer Niederlage. Er war zwischen dem 29. Dezember 2018 und dem 17. August 2020 UFC-Titelträger im Halbschwergewicht, nachdem er den Gürtel bereits zwischen 2011 und 2015 gehalten hatte.
- Khabib Nurmagomedov: Khabib hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 29 Siegen und keiner Niederlage. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann.
- Demetrious Khrisna Johnson: Am 22. September 2012 gewann er in einem Kampf gegen Joseph Benavidez den neu geschaffenen Titel im Fliegengewicht, den er acht Mal erfolgreich verteidigen konnte.
- Conor McGregor: Er ist ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion sowie ehemaliger Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion.
- Georges St-Pierre: Er ist ein ehemaliger professioneller Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und war UFC-Champion im Mittelgewicht und Weltergewicht.
Deutsche MMA-Kämpfer in der UFC
Auch in Deutschland erfreut sich MMA wachsender Beliebtheit. Einige deutsche Kämpfer haben es in die UFC geschafft und dort für Furore gesorgt:
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- Dennis Siver: Siver fiel durch sein vielseitiges Striking und seine spektakulären Spinning-Kicks auf. Er erzielte mehrere Siege, die ihn zeitweise in die Top-10 der Federgewichtsdivision katapultierten.
- Ottman Azaitar: Sein explosiver Kampfstil und seine Knockout-Power verschafften ihm rasch einen Ruf als gefährlicher Finisher.
- Nasrat Haqparast: Mit seinem aggressiven Boxstil und soliden Bodenkampf hat er sich in der UFC schnell einen Ruf als harter Gegner erarbeitet.
- Abusupiyan Magomedov: Mit einem spektakulären K.o. in der ersten Runde machte er auf seine Ambitionen in der Mittelgewichtsklasse aufmerksam.
- Nick Hein: Mit einem starken Judo-Hintergrund und guten Boxfähigkeiten konnte Hein mehrere Siege einfahren und begeisterte mit seinem Entertainer-Charakter sowohl die deutschen als auch die internationalen Fans.
Obwohl Deutschland bislang keinen UFC-Champion hervorgebracht hat, haben diese fünf Kämpfer bewiesen, dass deutsches MMA-Potenzial auf der größten Bühne des Sports existiert.
Das UFC-Ranking: Ein Maßstab für die Besten
Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen. Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein.
Aktuelle UFC-Champions (Stand Februar 2025)
- Schwergewicht: Jon Jones
- Halbschwergewicht: Alex Pereira
- Mittelgewicht: Dricus du Plessis
- Weltergewicht: Leon Edwards
- Leichtgewicht: Islam Makhachev
- Federgewicht: Ilia Topuria
- Bantamgewicht: Sean O’Malley
- Fliegengewicht: Alexandre Pantoja
Faktoren, die das UFC-Ranking beeinflussen
- Bilanz (Siege und Niederlagen)
- Gegnerqualität
- Aktivität (Anzahl der Kämpfe)
- Siegesart (z.B. K.o., Aufgabe, Punktentscheidung)
- Organisation, in der gekämpft wurde
Legendäre UFC-Titelverteidigungen
Die UFC-Geschichte ist geprägt von beeindruckenden Titelverteidigungen und legendären Siegesserien:
- Anderson Silva: Dominierte die Middleweight-Division mit einer unglaublichen Titelserie von 2.457 Tagen und 16 aufeinanderfolgenden Siegen.
- Demetrious Johnson: Setzte mit 11 Titelverteidigungen im Flyweight einen beeindruckenden UFC-Rekord.
- Georges St-Pierre: Glänzte im Weltergewicht mit neun erfolgreichen Verteidigungen.
Zu den legendären Kämpfen zählen St-Pierre gegen Hendricks und Silva gegen Sonnen. Diese Duelle prägten die UFC-Geschichte und begeisterten Fans weltweit.
Fight Matrix: Eine alternative Weltrangliste
Neben dem UFC-Ranking gibt es auch alternative Weltranglisten wie die Fight Matrix. Diese berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren, darunter die Gewichtsklassen, die sportliche Vita der Kämpfer und die Stärke der Organisationen, in denen sie kämpfen.
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Laut Fight Matrix ist Georges St-Pierre der "Beste aller Zeiten", da er häufiger gegen aktive Fighter mit hohem Ranking gekämpft und diese besiegt hat.
| Kriterium | UFC-Ranking | Fight Matrix |
|---|---|---|
| Grundlage | Bewertung durch Medienvertreter | Berechnungen und bedingte Logik |
| Faktoren | Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität, Siegesart | Gewichtsklassen, sportliche Vita, Stärke der Organisationen |
| Subjektivität | Hoch (Meinung der Medienvertreter) | Gering (basierend auf Algorithmen) |
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