Mixed Martial Arts (MMA, Gemischte Kampfkünste) ist ein Vollkontaktkampfsport, der ein breites Spektrum von Kampftechniken erlaubt, von einer Mischung traditioneller bis hin zu nicht traditionellen Wettkampftechniken. Die Regeln erlauben Schlag- und Bodenkampftechniken.
Die Wurzeln im antiken Griechenland
Die Wurzeln von MMA liegen im griechischen Pankration. Von 776 bis 720 vor Christus zählten zu den olympischen Disziplinen hauptsächlich verschiedene Laufsportarten, bis 708 vor Chr. Ringen eingeführt wurde. Im Jahre 688 vor Christus wurde den olympischen Disziplinen noch Boxen hinzugefügt.
Boxen war ein sehr populärer Sport bei den olympischen Spielen und es kam sehr schnell die Frage auf: Ist der Boxer oder der Ringer der beste Kämpfer? Im Jahre 648 v. Chr. wurde Pankration olympisch! Bei den 33. Olympischen Spielen sollte endlich die Frage nach dem Besten aller Kämpfer und dem besten Kampfstil beantwortet werden. Pankration bedeutet soviel wie „die ganze Kraft“ oder „die ganze Stärke“.
Die griechische Mythologie besagt, dass Herkules und Theseus verantwortlich dafür waren, dass dieser Sport bei den olympischen Spielen eingeführt wurde. Einige Geschichtsforscher meinen jedoch, dass Soldaten das Pankration als eine Art „für den Krieg“ zu trainieren entwickelt haben. Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers verwenden.
Von Beginn an gab es sportliche Regeln - minimale, aber es gab sie. Das eigentliche Ziel des Sportes war es, den Gegner mit allen möglichen Mitteln zum Aufgeben zu bewegen! Pankration Kämpfer genossen ein sehr hohes Ansehen, da die Sportler Boxen und Ringen beherrschen mussten.
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Im Jahre 393 nach Christus beendete Theodosius die olympischen Spiele, da sie seiner Meinung nach mit dem Christlichen Glauben nicht kompatibel waren.
Die Gracie Familie und die Renaissance des Sports
Die neuere MMA Geschichte ist sehr eng mit der Geschichte der Familie Gracie verknüpft. Die Gracie Familie sollte für eine weltweite Renaissance des vergessen geglaubten Sportes sorgen. Dieser lange Weg führte vom alten Griechenland über Brasilien und den USA bis nach Europa.
Europäische Einflüsse und die Etablierung in Deutschland
Unbekannt aber belegt ist, dass Erich Rahn 1906 eine Jiu-Jitsu Schule in Berlin eröffnete, ab 1919 durch Deutschland reiste und Herausforderungskämpfe gegen jeden Stil annahm. Es kam fast zur gleichen Zeit zu ähnlich spektakulären Siegen wie bei der Familie Gracie in Brasilien. 1925 trat Erich Rahn unbesiegt als aktiver Kämpfer zurück.
Eines der ersten europäischen Länder, in denen der Sport als Free Fight, in der Nachkriegszeit auftauchte, war 1980 Holland. Zehn Jahre später begann sich der MMA-Sport auch in Deutschland so langsam, ebenfalls unter dem Namen Free Fight, zu etablieren. Der erste Deutsche MMA Kämpfer war Hubert Numrich, die ersten MMA Kämpfe in Deutschland fanden ca. 1990/91, als sogenannte Mix Fight Galas, statt, bei denen verschiedene Kampfstile in einem Event antraten.
Die Gründung der UFC und die moderne MMA-Entwicklung
Die modernen Mixed-Martial-Arts-Wettkämpfe in den USA entstanden mit der Gründung der Ultimate Fighting Championships 1993. Dabei trafen Kämpfer unterschiedlicher Kampfkünste unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsregeln aufeinander. Im nachfolgenden Jahrzehnt führten MMA-Promoter viele zusätzliche Regeln ein, um die Sicherheit der Wettkämpfer zu erhöhen und dieser Sportart zu einer breiteren Akzeptanz zu verhelfen. Die Bezeichnung Mixed Martial Arts wurde von einem der Entwickler dieser Regeln, Jeff Blatnick, einem ehemaligen Griechisch-römischen Ringer und Gewinner der olympischen Goldmedaille, geprägt.
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Im Dezember 2006 erreichte der Sport in Nordamerika durch das Rematch zwischen dem damaligen UFC Leichtschwergewichtchampion Chuck Liddell und dem ehemaligen Champion Tito Ortiz einen neuen Beliebtheitshöhepunkt.
Die erste Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) legte 1993 den Grundstein für den modernen Mixed-Martial-Arts-Sport.
MMA heute
MMA ist ein Vollkontaktkampf mit Schlagtechniken und Wrestling sowohl im Stand (Clinch) als auch am Boden (Parter). Der Begriff „Mixed Martial Arts“ wurde 1995 von Rick Blume, Präsident von Battlecade, einer der frühen MMA-Organisationen, geprägt und fand in der Folge auch in nicht englischsprachigen Ländern stetige Verwendung.
Die blitzschnelle Popularisierung von MMA erfolgte in den Vereinigten Staaten von Amerika, als 1993 (in der Stadt Denver) zum ersten Mal die UFC - Ultimate Fighting Championship organisiert wurde. Das erste von der UFC organisierte Turnier, bei dem Boxer gegen Wrestler oder Karate Meister gegen Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer antraten, war ursprünglich als Show konzipiert.
Diese Kämpfe stießen beim Publikum auf großes Interesse, und die Organisatoren sahen neue Möglichkeiten in der Kombination verschiedener Kampfkünste - Nahkampf, Box- und Wrestling-Arten. Die UFC begann ihr Tätigkeitsfeld aktiv auszuweiten und trat auf fast allen Kontinenten auf. Wettkämpfe wurden in Lateinamerika, Europa, Asien und Australien abgehalten. Führend in der Durchführung und Förderung gemischter Kampfsportarten in der Welt sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die seit einigen Jahren eine führende Position in der Rangliste einnehmen. US-Athleten nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Turnieren teil und brechen ihre eigenen Rekorde.
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Andere moderne MMA Promotion
Es gibt natürlich auch andere Promotion, die MMA-Kämpfe organisieren. Unter anderem: American Bellator, PFL; Singapur League ONE Championship; Asiatische Förderung Rizin FF; Chinesischer Kunlun-Kampf; Polnisches KSW; Londoner Organisation Cage Warriors; Russische Organisationen ACA und Fight Nights; Auch in Deutschland können sich die Fans über MMA- Galas freuen: GMC, NFC, We love MMA, Respect Fighting Championship oder Fair FC- biete regelmäßig MMA Veranstaltungen an.
MMA Sport in Bergisch Gladbach und Köln
Mixed Martial Arts ist in kurzer Zeit zu einer echten Industrie geworden. Online-Shops verkaufen Kleidung und Ausrüstung für Kämpfer, Accessoires für Fans, und Entwickler von Computerspielen kreieren MMA-Kampf -Spiele. Es wurde eine Reihe von Marken entwickelt, die ausschließlich auf dem MMA-Markt tätig sind. Auch in Bergisch Gladbach und Köln können die MMA Fans und Interessanter das MMA- Training in Best Gym absolvieren und trainieren.
Verschiedene Kampfsportarten und ihre Herkunft
MMA ist eine Kombination von Techniken aus vielen verschiedenen Kampfsportarten aus der ganzen Welt.
- Judo: Diese japanische Kampfsportart konzentriert sich auf Würfe und Hebeltechniken und ist eine der wenigen Kampfsportarten, die zum olympischen Programm gehören.
- Taekwondo: Diese koreanische Kampfsportart ist bekannt für ihre schnellen Fußtechniken und akrobatischen Tritte. Taekwondo ist ebenfalls eine olympische Disziplin.
- Karate: Diese Kampfsportart stammt ursprünglich aus Okinawa in Japan und konzentriert sich auf Schlag-, Tritt- und Abwehrtechniken. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wird Karate erstmals als olympische Disziplin ausgetragen.
- Muay Thai: Diese Kampfsportart stammt aus Thailand und ist als „Kunst der acht Gliedmaßen“ bekannt, da sie mit Faustschlägen, Fußtritten, Ellbogen- und Kniestößen arbeitet.
- Krav Maga: Krav Maga ist eine Kampfkunst, die in Israel für die militärische Selbstverteidigung und den Nahkampf entwickelt wurde. Es kombiniert Techniken aus vielen anderen Kampfsportarten und ist auf Einfachheit und Effektivität in realen Selbstverteidigungssituationen ausgerichtet.
- Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ): Diese Kampfsportart wurde von der Gracie-Familie in Brasilien entwickelt und konzentriert sich auf Bodenkampf und Submission-Techniken. BJJ hat in den letzten Jahrzehnten eine enorme Bedeutung in der MMA-Welt erlangt.
- Ringen: Sowohl Freistil- als auch Greco-Ringen sind in den USA und vielen anderen Ländern weit verbreitet. Die Techniken zur Kontrolle und zum Werfen des Gegners sind im MMA sehr nützlich.
- Sambo: Sambo ist eine russische Kampfsportart, die sowohl Schläge und Tritte als auch Bodenkampftechniken beinhaltet. Viele erfolgreiche MMA-Kämpfer haben einen Sambo-Hintergrund.
- Boxen: Boxtechniken sind ein grundlegender Bestandteil von MMA, und viele MMA-Kämpfer haben Boxtraining absolviert, um ihre Schlagtechniken zu verbessern.
Bekannte MMA-Kämpfer
MMA hat eine Reihe berühmter Kämpfer hervorgebracht, die für ihre Fähigkeiten und Leistungen bekannt sind.
- Conor McGregor: Ein irischer Kämpfer, der in der UFC in verschiedenen Gewichtsklassen gekämpft hat.
- Khabib Nurmagomedov: Ein ungeschlagener Kämpfer aus Russland, der vor allem für sein hervorragendes Ringen und seinen dominanten Bodenkampf bekannt ist.
- Amanda Nunes: Die brasilianische Kämpferin wird oft als die größte weibliche MMA-Kämpferin aller Zeiten bezeichnet.
- Jon Jones: US-amerikanischer Kämpfer, der oft als einer der größten Kämpfer im Halbschwergewicht bezeichnet wird.
- Zhang Weili: Der erste chinesische und ostasiatische Champion in der Geschichte der UFC.
