Der Hamburger Uwe Schüder, besser bekannt als „Flying Uwe“, hat sich in der Kampfsportszene einen Namen gemacht. Nicht nur als Youtuber, sondern auch als aktiver Kämpfer, der sich stetig weiterentwickeln möchte.
Das MMA-Debüt von Flying Uwe
Auch wenn er nicht im Hauptkampf von GMC 18 stand, richteten sich die meisten Augen auf den Kampf von Uwe Schüder. Der Hamburger machte sein MMA-Debüt im Vorprogramm gegen Nenad Dunovic und siegte durch technischen K.o. in der ersten Runde.
„Geil einfach“, beschrieb Schüder das Gefühl im Kampf nach seinem Debüt. „Man ist erleichtert, der Plan ist aufgegangen. Die Vorbereitung war krass, es hat sich alles gelohnt."
„Die Deckung war da, ich habe ihn auch kommen sehen“, so Schüder. „Aber während er das gemacht hat, habe ich mich nur gefragt, ob es sein Ernst ist und was er da macht. Aber dann hat das Ding gut auf die Deckung getroffen."
Mit 31 Jahren im MMA-Sport zu debütieren, ist dabei nicht ganz einfach. Doch der Hamburger scheint Blut geleckt zu haben.
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„Einmalig wäre blöd“, so Schüder weiter. „Kampfsport ist mein Leben und ich will mich ja immer weiterentwickeln, da gehört auch das MMA dazu, auch für mich als traditionellen Kampfkünstler."
Einflüsse und Hintergründe
Uwe Schüder besitzt einen schwarzen Gürtel in Wun Hop Kuen Do, eine Kampfsportart, die Kickboxen und Waffenkampf miteinander verknüpft. Kampfsport ist sein Leben und er will sich ja immer weiterentwickeln, da gehört auch das MMA dazu, auch für ihn als traditionellen Kampfkünstler.
Der Kampf gegen Ediz Tasci
Streamer und Influencer, die sich im Ring ordentlich eins auf die Mütze geben, sind längst Nomalität. Nach „The Great Fight Night“ folgt jetzt ein richtiger MMA-Kampf. Mittendrin: Flying Uwe (37, bürgerlich Uwe Schüder).
Am Samstag gab der gebürtige Hamburger bekannt, dass er gegen einen weiteren Influencer ins Oktagon steigen wird. Sein Gegner ist Ediz Tasci, der auch unter dem Pseudonym „Ediz der Breite“ bekannt ist.
Die Ankündigung für den Kampf löste in der Szene einen Hype aus. Egal ob Promis wie Joey Kelly oder Rapper KC Rebell: Die Leute sind heiß auf den Fight. Allerdings ist Geduld gefragt: Der Kampf ist für April 2025 im Rahmen eines Oktagon-Events angesetzt. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.
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Bei den klassischen Kampfsport-Fans kommt diese Ansetzung eher gemischt an. Hier würde man gern professionellere Kämpfer sehen. So schreibt ein User auf YouTube: „Oktagon wird mit solchen Kämpfen zur Freakfight-Show und das hat dann mit Sport weniger zu tun.“
Größe vs. Erfahrung
Schon beim Staredown wurde eine Sache sofort deutlich: Der Größenunterschied! Ediz ist locker zehn Zentimenter größer, hat jedoch noch keine Erfahrung im MMA-Bereich. Uwe Schüder hingegen stand bereits zweimal in einem MMA-Ring und ist auch sonst deutlich erfahrener in Sachen Kampfsport.
Der Kampf ist auf 77 kg (Weltergewicht) angesetzt. Hier ist für Ediz auf jeden Fall noch ein starker Gewichtsverlust nötig. Das könnte zum Nachteil für den großen Ediz Tasci werden.
Einschüchtern lassen will er sich davon allerdings nicht: „Ich bin sehr motiviert und ich denke, das wird kein Problem sein.
Bedeutung der Gürtel im Kampfsport
Wie bei vielen anderen Kampfsportarten auch, signalisieren die Gürtel im Brazilian Jiu-Jitsu die Fähigkeiten des Trägers. Allgemein besteht ein Unterschied im Alter der Träger, bis zu 15 Jahren zählt man zu den Kindern. Hier werden Gürtel nach Fähigkeiten in der Reihenfolge weiß→grau→gelb→orange→ grün vergeben, wobei diese ebenfalls noch einmal unterteilt werden können mit je einem horizontalen Streifen in weiß oder schwarz.
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Der erste der BJJ Gürtel, hier beginnt man damit, das Fundament für sein Jiu-Jitsu zu errichten. Es gilt sich mit Begrifflichkeiten wie beispielsweise Mount, Sidecontrol, oder auch Armbar vertraut zu machen, und einige elementare Positionen und Techniken, sowie bestimmte Bewegungsabläufe zu erlernen. Während man nun bereits mit den umgänglichen Begriffen vertaut ist, werden weiterhin die bereits erlernten Techniken perfektioniert, kombiniert, und ergänzt.
Dabei sollte man in der Lage sein die Guard des Gegner zu passen, sich also daraus zu befreien, und aus verschiedene Positionen zu escapen, also beispielsweise aus der gegnerischen Backmount zu entkommen. Als Lilagurt geht es darum sein Fundament zu vervollständigen, und sich darauf zu konzentrieren seine Bewegungsabläufe zu perfektionieren, und sowohl sein eigenes, als auch das Gewicht seines Gegners zum eigenen Vorteil zu nutzen.
Mit dem Erlangen des Braungurtes sollte der Träger in der Lage sein, beinahe jede Bewegung, jede Submission, jeden Pass und jede Escape in Perfektion auszuführen. Zudem sollte der Träger sein „Spiel“ ausführlich kennen, auf alle auftretenden Situationen intuitiv reagieren können, und Schwachstellen im „Spiel“ des Gegners zu erkennen und zu nutzen. Ebenfalls die Kontrolle durch Eigengewicht sollte leicht fallen, und die dafür nötige Balance beherrscht werden.
Durch die Verleihung des Schwarzgurtes wird aus dem Schüler ein Meister in der Kunst des Jiu-Jitsu. Alles was es tut, sollte in Perfektion erfolgen. Der Schwarzgurt sollte die Zusammenhänge aller Bewegungen zueinander erkennen und in jeglicher Art kombinieren können.
Nach dem Faixa preta folgen noch 3 weitere Gurte, der rot/schwarze, der weiss/rote, und abschließend der rote Gurt. Zusätzlich können die Gurte, egal welcher Farbe (außer dem Schwarzgurt) noch mit bis zu 4 weißen Streifen, den sogenannten Dans, je nach Fähigkeiten im jeweiligen Stadium unterteilt werden. Der Schwarzgurt kann bis zu 6 Dans erreichen, bevor er den nächsthöheren Gurt erhält. Manche Schulen verleihen Dans in festen zeitlichen Abständen, sofern es gerechtfertigt ist, andere Schulen wiederum verzichten weitestgehend darauf.
Prinzipiell nein, der Meister verleiht dem Schüler den nächsten Gürtel, wenn er es für angemessen erachtet. Bei manchen Schulen werden Gürtel zu bestimmten Zeiten verliehen, bei Anderen völlig willkürlich.
