Was ist MMA? Eine umfassende Einführung in Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts (MMA), oder gemischte Kampfkünste, ist eine Vollkontaktkampfsportart, die ein breites Spektrum von Kampftechniken erlaubt, von einer Mischung traditioneller bis hin zu nicht traditionellen Wettkampftechniken. Die Regeln erlauben Schlag- und Bodenkampftechniken.

Ursprünge und Geschichte von MMA

Die genaue Geschichte und Entwicklung des MMA ist eigentlich unklar. Welche Überlieferungen nun wirklich stimmen, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Wurzeln von MMA liegen im griechischen Pankration.

Im Jahre 648 v. Chr. wurde Pankration olympisch! Bei den 33. Olympischen Spielen sollte endlich die Frage nach dem Besten aller Kämpfer und dem besten Kampfstil beantwortet werden. Pankration bedeutet soviel wie „die ganze Kraft“ oder „die ganze Stärke“.

Die griechische Mythologie besagt, dass Herkules und Theseus verantwortlich dafür waren, dass dieser Sport bei den olympischen Spielen eingeführt wurde. Einige Geschichtsforscher meinen jedoch, dass Soldaten das Pankration als eine Art „für den Krieg“ zu trainieren entwickelt haben.

Im Jahre 393 nach Christus beendete Theodosius die olympischen Spiele, da sie seiner Meinung nach mit dem Christlichen Glauben nicht kompatibel waren.

Die neuere MMA Geschichte ist sehr eng mit der Geschichte der Familie Gracie verknüpft. Die Gracie Familie sollte für eine weltweite Renaissance des vergessen geglaubten Sportes sorgen. Dieser lange Weg führte vom alten Griechenland über Brasilien und den USA bis nach Europa.

Die modernen Mixed-Martial-Arts-Wettkämpfe in den USA entstanden mit der Gründung der Ultimate Fighting Championships 1993. Dabei trafen Kämpfer unterschiedlicher Kampfkünste unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsregeln aufeinander. Die Bezeichnung Mixed Martial Arts wurde von einem der Entwickler dieser Regeln, Jeff Blatnick, einem ehemaligen Griechisch-römischen Ringer und Gewinner der olympischen Goldmedaille, geprägt.

MMA heute

Heutzutage ist MMA mehr als nur ein Nischensport. Mixed Martial Arts (MMA) erfreut sich weltweit einer deutlich steigenden Beliebtheit und ist zu einer der meistbesuchten und praktizierten Kontaktsportarten geworden.

Regeln und Gewichtsklassen

Um Fairness und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, ist MMA in Gewichtsklassen eingeteilt, jede mit einer Höchstgrenze, die die Teilnehmer vor ihren Kämpfen erreichen müssen. MMA-Kämpfe werden von professionellen Schiedsrichtern überwacht und von Kampfrichtern anhand von Kriterien wie Schlagen, Grappling, Achteckkontrolle, Aggression und Verteidigung bewertet.

Ein Kampf besteht aus drei Runden, die jeweils fünf Minuten dauern. Zwischen jeder Runde gibt es zudem eine Pause von einer Minute. Titelkämpfe werden in fünf Runden ausgetragen.

Insgesamt gibt es 31 Fouls, die zur Strafe oder dem Punktabzug bis hin zur Disqualifikation führen können. Grundsätzlich verboten sind Kopfstöße, Schläge und Tritte gegen den Hals, Hinterkopf oder die Wirbelsäule. An den Haaren ziehen und Bisse sind nicht erlaubt, ebenso Tritte und Kniestöße gegen den Kopf sobald sich der Gegner am Boden befindet. Je nach Veranstalter gelten ggf.

Training und Fähigkeiten

Beim MMA gibt es keine besonderen Kleidungsvorschriften. Die Devise hier lautet: erlaubt ist, was einen nicht behindert. In der Regel trägt man Shorts. Wichtig ist, dass die Kleidung reißfest ist, man sich nicht verhaken kann und das sie sicher sitzt. Im Training ziehst du am Besten Rashguards (Kompressionsshirts) an. Diese unterstützen zum einen die Muskeln und führen den Schweiß vom Körper weg.

MMA-Training ist intensiv und anspruchsvoll. Das technische Training umfasst das Erlernen und Verfeinern von Schlag-, Tritt-, Clinch- und Submissions-Techniken. Zusätzlich zum technischen Training ist das Fitness-Training entscheidend.

MMA kann viele Fähigkeiten fördern: Kraft, Ausdauer, Koordination, Reaktion, Schnelligkeit, Durchhaltevermögen, mentale Stärke.

  • Striking umfasst die Anwendung von Schlag- und Tritttechniken, die sich auf das Zufügen von Schäden an einem Gegner konzentrieren. Es werden Techniken aus dem Boxen, Kickboxen, Muay Thai und anderen Kampfstilen angewendet.
  • Clinch ist eine Position im Standkampf, in der zwei Kämpfer sich eng gegenseitig halten. Es wird oft verwendet, um den Gegner zu kontrollieren, Schläge zu vermeiden und den Übergang in den Bodenkampf oder Submissions vorzubereiten. Den Gegner zu Boden zu „wrestlen“.
  • Submissions konzentrieren sich auf das Erzwingen der Aufgabe eines Gegners, oft durch Gelenkhebel oder Würgetechniken.

Wie man ein professioneller MMA-Kämpfer wird

Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Deshalb ist ein schneller Einstieg enorm wichtig, um ein professioneller Kämpfer zu werden.

Daher ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte. Es gibt keine genaue Zeitspanne, die man braucht, um ein professioneller Kämpfer zu werden. Die Lernfähigkeit ist bei jedem unterschiedlich. Aber man muss mindestens 2 Jahre lang regelmäßig trainieren, und zwar am besten an fünf Tagen pro Woche. Danach kannst Du an Amateurkämpfen teilnehmen.

Der mit Abstand beste Weg, ein professioneller Kämpfer zu werden, ist die Anmeldung in einem der renommierten MMA Gyms, wenn es eines in Deiner Nähe gibt. Die besten MMA-Gyms auf der ganzen Welt sind eigentlich für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben. Die meisten Kämpfer, die verpflichtet werden, werden von der UFC unter Vertrag genommen, nachdem sie anderswo großartige Erfolge gehabt haben.

Wenn Du bei einer dieser besser bezahlten MMA-Organisationen mitmachen willst, musst Du erst einmal klein anfangen. Das bedeutet, dass Du einige MMA Kämpfe als irgendwo vor Ort bestreiten müssen. Wo das sein wird, hängt von Dir ab.

Gehalt von MMA-Kämpfern

Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld. Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge.

Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.

Für die weniger namhaften Kämpfer sind es wenige Tausend Dollar, für Stars können durchaus sechs- oder sogar siebenstellige Beträge fließen. So bekam Conor McGregor für seinen Comeback-Kampf im Januar 2020 ganze 4,4 Millionen US Dollar von der UFC. Er benötigte nur 40 Sekunden zum Sieg.

Vorurteile gegenüber MMA

Wenn das Thema MMA angesprochen wird, fallen oft Wörter wie brutal, unmenschlich oder gewaltverherrlichend. Wegen all dieser Kritik gibt es daher zahlreiche Vorurteile gegenüber MMA. Oft kommt das Argument auf, dass man auf wehrlos am Boden liegende Kämpfer einschlägt. Allerdings ist der Bodenkampf Teil des Sports.

MMA ist ein harter Wettkampfsport mit klaren Regeln

Das MMA Training ist eine ausgezeichnete Vorbereitung für Gefahrensituationen. Bist du regelmäßig im MMA Training, kann dir auch auf der Straße nicht mehr so viel passieren und du wirst dich im Ernstfall gegen Angreifer verteidigen können.