MMA: Welche Kampfsportarten sind enthalten und was macht diesen Sport aus?

MMA (Mixed Martial Arts) ist eine junge und sehr populäre Vollkontakt-Kampfsportart, die Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten oder -stilen wie Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen oder Karate kombiniert. Wie der Name schon sagt, dürfen MMA-Kampfsportler verschiedene Stilrichtungen anwenden, wobei sie sich während des Wettkampfes an das Regelwerk halten müssen. Das primäre Ziel ist es, den Gegner durch Schläge, Tritte, Würfe und Bodenkampftechniken zu besiegen.

Üblicherweise finden Wettkämpfe in einem Oktagon statt, einem achteckigen Käfig, der die Kampffläche eingrenzt. MMA erfordert sowohl physische Härte als auch ausgeprägte technische Fähigkeiten, taktisches Denken und mentale Stärke. Die Kämpfer sollten gut trainiert und vielseitig ausgerichtet sein, um in verschiedenen Szenarien des Kampfes adäquat handeln zu können.

Ein MMA-Kampf kann durch Knockout, Aufgabe oder Punktrichterentscheidung entschieden werden. Diese Sportart erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und ist für ihre Intensität und Vielseitigkeit bekannt.

Grundlagen des MMA

Die elementaren Grundlagen für Mixed Martial Arts (MMA) umfassen mehrere Aspekte:

  • Vielseitige Kampfstile: MMA kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen und Karate.
  • Regelwerk: Es gibt ein festgelegtes Regelwerk, das die Sicherheit der Kämpfer gewährleistet und illegale Aktionen wie Augenstechen, Schläge auf den Hinterkopf oder der Einsatz von Waffen verbietet.
  • Physische Fitness: MMA erfordert eine herausragende körperliche Verfassung. Kämpfer müssen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Flexibilität besitzen.
  • Technische Fähigkeiten: Um in MMA erfolgreich zu sein, müssen Kämpfer ein breites Spektrum an Techniken beherrschen, darunter Schläge und Tritte im Standkampf sowie Würfe, Hebel und Aufgabegriffe im Bodenkampf.
  • Mentale Stärke: Neben der physischen Vorbereitung ist mentale Stärke entscheidend. Kämpfer müssen fokussiert, selbstbewusst und in der Lage sein, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • Taktisches Denken: Strategisches Planen und Anpassungsfähigkeit sind essenziell. Kämpfer müssen ihre Taktik je nach Gegner und Kampfsituation flexibel anpassen können.
  • Training und Vorbereitung: Kontinuierliches Training, Sport- und Fitness-Übungen und eine sorgfältige Vorbereitung auf den Kampf sind unerlässlich.
  • Kampf im Oktagon: Die meisten MMA-Kämpfe finden in einem achteckigen Käfig, dem Oktagon, statt.

Techniken und Fertigkeiten erlangt man durch Übungen und Kurse für Kampfsporttraining, wobei der Fokus im regelmäßigen und intensiven Training liegt. Erfahrene Trainer spielen dabei eine große Rolle.

Lesen Sie auch: Traditionelle japanische Kampfkünste

Regeln im MMA

Die wichtigsten Regeln im Mixed Martial Arts (MMA) sind darauf ausgelegt, die Sicherheit der Kämpfer zu gewährleisten und faire Wettkämpfe zu ermöglichen:

  • Erlaubte Techniken:
    • Schläge und Tritte sind sowohl im Stehen als auch am Boden gestattet.
    • Würfe und Takedowns können eingesetzt werden, um den Gegner zu Boden zu bringen.
    • Im Bodenkampf sind Hebeltechniken und Würgegriffe erlaubt, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.
  • Verbotene Techniken:
    • Schläge auf den Hinterkopf oder Nacken
    • Augenstechen
    • Beißen
    • Ziehen an den Haaren
    • Angriffe auf die Genitalien
    • Schläge oder Tritte auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners
    • Finger in den Mund des Gegners stecken
  • Ausrüstung:
    • Kämpfer müssen speziell für MMA entwickelte Handschuhe tragen.
    • Zahnschutz und Tiefschutz sind obligatorisch.
    • Frauen müssen zusätzlich einen Brustschutz tragen.
    • Der Einsatz von Waffen oder der Gebrauch von Gegenständen ist verboten.
  • Runden und Dauer:
    • Ein typischer MMA-Kampf besteht aus drei Runden, jede von fünf Minuten Dauer.
    • Titelkämpfe haben fünf Runden.
    • Zwischen den Runden gibt es eine Pause von einer Minute.
  • Kampfrichterentscheidungen:
    • Ein Kampf kann durch Knockout (KO), technischen Knockout (TKO), Aufgabe (Submission) oder Punktrichterentscheidung (Decision) enden.
    • Geht der Kampf über die volle Zeit, entscheiden die Punktrichter anhand der Effektivität der Angriffe, Kontrolle und Aggressivität der Kämpfer.
  • Verhalten im Kampf:
    • Respektloses Verhalten, wie das Schlagen nach dem Glockenzeichen oder das Missachten der Anweisungen des Schiedsrichters, wird nicht toleriert.
    • Kämpfer müssen den Kampf sofort unterbrechen, wenn der Schiedsrichter eingreift.
  • Ärztliche Untersuchung:
    • Vor und nach dem Kampf müssen die Kämpfer eine ärztliche Untersuchung durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und keine Verletzungen davongetragen haben.

Diese Regeln sind in den meisten professionellen MMA-Organisationen wie der UFC (Ultimate Fighting Championship) standardisiert und tragen dazu bei, die Kämpfe sicher und fair zu gestalten.

10 Übungen für ein effektives MMA-Training

Ein effektives MMA-Training erfordert eine vielseitige Herangehensweise, die eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus Kraft, Ausdauer, Technik und Flexibilität umfasst. Jeder dieser Aspekte trägt dazu bei, dass ein Kämpfer auf höchstem Niveau performen kann. Die Kraft ermöglicht es, Schläge und Takedowns mit maximaler Effektivität durchzuführen. Ausdauer ist entscheidend, um über die Dauer eines Kampfes hinweg konstant stark und schnell zu bleiben. Technische Fertigkeiten sind unerlässlich, um präzise und effiziente Bewegungen auszuführen, während Flexibilität die Bewegungsfreiheit und Verletzungsprävention unterstützt. Hier sind 10 spezifische Übungen, die entscheidend dazu beitragen können, ein umfassendes und effektives Kampfsporttraining zu gestalten:

  1. Shadowboxing (Schattenkampf): Simuliertes Boxen ohne Partner, bei dem man sich vorstellt, gegen einen unsichtbaren Gegner zu kämpfen. Verbesserung von Schlag- und Trittkombinationen, Fußarbeit, Reaktionszeit und allgemeiner Ausdauer.
  2. Heavy Bag Work (Sandsacktraining): Schlagen und Treten gegen einen schweren Boxsack. Erhöhung der Schlag- und Trittkraft, Verbesserung der Ausdauer und Fähigkeit, Kombinationen kraftvoll und präzise auszuführen.
  3. Focus Mitts (Pratzentraining): Training mit einem Partner, der spezielle Schlagpolster (Mitts) hält, auf die gezielt Schläge und Tritte ausgeführt werden. Verfeinerung von Schlag- und Tritttechniken in Bezug auf Präzision, Timing und Distanzkontrolle.
  4. Wrestling Drills: Spezifische Übungen zur Verbesserung von Takedowns, Clinch-Arbeit und Grappling mit einem Partner. Entwicklung von Techniken zur Überwindung des Gegners und Kontrolle am Boden, Stärkung der Körpermitte und Verbesserung der Balance.
  5. Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) Rolling: Sparring auf dem Boden mit einem Partner, bei dem verschiedene Bodenkampf- und Submission-Techniken angewendet werden. Verfeinerung von Bodenkampffertigkeiten, Verbesserung der defensiven und offensiven Bewegungen sowie die Fähigkeit, Submissions zu setzen und zu entkommen.
  6. Sparring: Übungskämpfe mit einem Partner, bei denen realistische Kampfsituationen simuliert werden. Praktische Anwendung der im Training erlernten Techniken, Verbesserung der Kampfstrategie, Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Gegnerstile.
  7. Plyometrics (Explosion): Explosive Übungen wie Box Jumps, Burpees und Medicine Ball Slams, die auf schnelle und kraftvolle Bewegungen abzielen. Erhöhung der Explosivkraft, Schnelligkeit und Athletik, die für effektive Schläge, Tritte und Takedowns unerlässlich sind.
  8. Strength Training (Kraft): Gewichtheben, Kettlebell-Übungen und Eigengewichtsübungen wie Liegestütze, Klimmzüge und Kniebeugen. Verbesserung der allgemeinen Muskelkraft, Unterstützung der körperlichen Robustheit und Erhöhung der Fähigkeit, kraftvolle Techniken auszuführen.
  9. Cardio Workouts (Ausdauer): Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen, das die kardiovaskuläre Fitness fördert. Steigerung der kardiovaskulären Ausdauer, Verbesserung der Erholungsfähigkeit zwischen intensiven Trainingsphasen und Aufrechterhaltung eines hohen Energieniveaus während des gesamten Kampfes.
  10. Flexibility & Mobility Drills: Dehnübungen und Beweglichkeitsübungen wie Yoga oder dynamisches Stretching, die die Bewegungsfreiheit verbessern. Verbesserung der Flexibilität, Reduktion des Verletzungsrisikos und Unterstützung einer vollständigen Bewegungsfreiheit für Techniken und Ausweichmanöver.

Diese Übungen bieten eine umfassende Grundlage für ein MMA-Training, das sowohl körperliche als auch technische Fähigkeiten fördert und einen Kämpfer optimal auf den Wettkampf vorbereitet.

Wie bei allen Kampfsportarten ist es essenziell, die Sicherheit im Training zu gewährleisten. Daher wird eine geeignete Schutzausrüstung empfohlen. Zur Sicherheit gehört ebenfalls das Aufwärmprogramm sowie ein kurzes Abwärmen (Auslauf des Trainings). Mixed Martial Arts wird in Kampfsportschulen unterrichtet.

Lesen Sie auch: Kampfsportarten im Überblick

Grundlegende Techniken im MMA

Mixed Martial Arts (MMA) ist ein vielseitiger Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen kombiniert. Hier sind einige der wichtigsten Techniken und Kategorien, die im MMA verwendet werden:

  • Striking (Schlagtechniken)
    • Boxen: Verwendung von Schlägen wie Jab, Cross, Hook und Uppercut.
    • Kickboxen/Muay Thai: Kicks (Roundhouse, Front Kick, Side Kick), Knieschläge und Ellbogenstöße.
    • Karate/Taekwondo: Schnelle und präzise Tritte sowie Drehkicks.
  • Grappling (Ringtechniken)
    • Wrestling: Takedowns (Double Leg, Single Leg), Clinch, Ground Control.
    • Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ): Submission-Techniken (Armbar, Triangle Choke), Guard Positionen, Sweeps und Transitions.
    • Judo: Würfe (Hip Throw, Shoulder Throw), Grifftechniken (Gi und No-Gi).
  • Clinch Fighting (Kampf im Clinch)
    • Muay Thai: Thai Clinch (Plum), Knie- und Ellbogenschläge aus dem Clinch.
    • Greco-Roman Wrestling: Oberkörperwürfe und Kontrolle im Clinch.
  • Ground and Pound (Bodenkampf mit Schlägen)
    • Positioning: Kontrolle der Position wie Mount, Side Control, Guard.
    • Strikes: Schläge und Ellbogenstöße am Boden, um den Gegner zu schwächen oder einen KO zu erzielen.
  • Defensive Techniken (Abwehr)
    • Striking Defense: Blocks, Slips, Parry, Head Movement.
    • Takedown Defense: Sprawls, Underhooks, Balance und Positionierung.
    • Submission Defense: Verteidigung gegen Würgegriffe und Gelenkhebel durch richtige Positionierung und Technik.
  • Kombinationsstrategien
    • Striking to Takedown: Kombination von Schlägen und Tritten, um den Gegner abzulenken und einen Takedown zu erzielen.
    • Ground Transitions: Fließende Übergänge zwischen verschiedenen Positionen am Boden, um Kontrolle zu behalten und Submissions anzusetzen.
    • Clinch to Strikes: Nutzung des Clinchs, um effektive Schläge zu landen.

MMA erfordert eine hohe Vielseitigkeit und die Fähigkeit, Techniken aus verschiedenen Kampfkünsten zu kombinieren und anzupassen. Fighter trainieren oft spezifische Disziplinen getrennt und integrieren diese dann in ihre Gesamtstrategie.

Was ist ein Takedown im MMA?

Ein Takedown im MMA ist eine Technik, bei der ein Kämpfer seinen Gegner von den Füßen auf den Boden bringt. Dies ist eine grundlegende und strategisch wichtige Fähigkeit im MMA, da es den Kämpfer in eine vorteilhafte Position bringt, um Schläge (Ground and Pound) anzusetzen oder Submissions zu versuchen. Takedowns kommen aus verschiedenen Kampfstilen, darunter Ringen, Judo und Sambo.

Gängige Takedown-Techniken

  • Double Leg Takedown: Der Kämpfer greift die Beine des Gegners mit beiden Armen, hebt und bringt ihn zu Boden. Diese Technik stammt hauptsächlich aus dem Wrestling.
  • Single Leg Takedown: Der Kämpfer greift ein Bein des Gegners, hebt es an und bringt ihn aus dem Gleichgewicht, um ihn zu Boden zu bringen.
  • High-Crotch Takedown: Eine Variation des Single Leg Takedowns, bei dem der Kämpfer tiefer in die Leiste des Gegners greift und ihn hochhebt.
  • Trip Takedown: Der Kämpfer benutzt seinen Fuß oder sein Bein, um das Bein des Gegners zu blockieren oder zu haken und ihn so zu Fall zu bringen.
  • Hip Throw (O Goshi): Eine Technik aus dem Judo, bei der der Kämpfer seine Hüfte als Drehpunkt nutzt, um den Gegner über die Hüfte zu werfen.
  • Body Lock Takedown: Der Kämpfer umklammert den Körper des Gegners, oft in einer Clinch-Position, und verwendet Hebelwirkung und Körperdrehungen, um ihn zu Boden zu bringen.
  • Suplex: Eine spektakuläre Technik aus dem Wrestling, bei der der Kämpfer den Gegner von hinten greift, ihn anhebt und rückwärts auf den Boden wirft.

Bedeutung von Takedowns im MMA

  • Positionskontrolle: Ein erfolgreicher Takedown kann dem Kämpfer eine dominante Position am Boden verschaffen, von der aus er den Gegner kontrollieren und angreifen kann.
  • Punktwertung: In MMA-Kämpfen werden Takedowns oft von den Punktrichtern hoch bewertet, da sie die Fähigkeit eines Kämpfers zeigen, den Kampf zu kontrollieren.
  • Übergänge zu Submissions: Ein Takedown kann den Weg zu verschiedenen Submission-Techniken eröffnen, wie z.B. Armbar, Triangle Choke oder Rear-Naked Choke.

Bekannte Kämpfer und ihre Takedowns

  • Georges St-Pierre (GSP): Bekannt für seine exzellenten Double Leg Takedowns.
  • Khabib Nurmagomedov: Berühmt für seine unaufhaltsamen Takedowns und Bodenkontrolle.
  • Daniel Cormier: Olympischer Ringer mit großartigen Takedown-Fähigkeiten.

Die Geschichte des MMA

Mixed Martial Arts (MMA) ist eine relativ moderne Art des Vollkontaktwettkampfes. Ziel des MMA ist es, den Gegner in einem Kampf zu besiegen, bis er durch Abklopfen aufgibt, k. o. geht (ohnmächtig wird) oder der Schiedsrichter den Kampf abbricht. Auch ein Punktsieg ist möglich. Beim MMA kommt es im Gegensatz zum klassischen Ringkampf nicht darauf an, den Gegner mit beiden Schultern auf dem Boden zu fixieren.

Die Ursprünge des Mixed Martial Arts reichen weit zurück und können bis zu den Olympischen Spielen im Jahr 648 v. Chr. zurückverfolgt werden. Damals wurde Pankration, das Kampftraining der griechischen Armeen, als Kampfsport des antiken Griechenlands angesehen. Dieser brutale Wettkampf vereinte Elemente des Ringens, Boxens und Straßenkampfes. Es waren Tritte und Schläge gegen einen am Boden liegenden Gegner erlaubt, während Beißen und Augenausstechen verboten waren. Ein Kampf endete entweder, wenn einer der Kämpfer aufgab oder bewusstlos wurde.

Lesen Sie auch: MMA Kampfsportarten: Ein Überblick

Schon in der Antike gab es auch in China Formen des gemischten Kampfsports. In Form von Leitai. Leitai war eine Form des Kampfsports, die traditionelle chinesische Kampfkünste mit Boxen und Ringen mischte.

Die gemischten Kampfkünste haben sich seit der Antike in der Praxis weiterentwickelt und an Popularität gewonnen. Es nahm verschiedene Formen und Stile an, von Europa bis nach Amerika. Die vielleicht früheste Version von MMA, die wir in der modernen Ära sehen, war French Savate. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen professionelle französische Savate-Kämpfer, ihre Fähigkeiten gegen englische Profiboxer jener Zeit zu testen. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch in den USA von Wettkämpfen zwischen Profiboxern und Profi-Ringern berichtet.

In den frühen 1920er Jahren war Vale Tudo in Brasilien auf dem Vormarsch. Vale Tudo ist ein Begriff, der in Brasilien zur Beschreibung von Vollkontakt Kämpfen verwendet wurde. Bei diesen Kämpfen traten Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander an. Judo gegen Karate, Boxen gegen Wrestling usw. Der Begriff Vale Tudo hat seine Wurzeln in einer Nebenattraktion im brasilianischen Zirkus. Da wurden zunächst die Vale Tudo Kämpfe ausgetragen.

Die Gracie Challenge wurde erstmals in den frühen 1920er Jahren von dem Judoka Carlos Gracie ins Leben gerufen. Die Brüder Carlos und Hélio Gracie eröffneten 1925 in Rio de Janeiro eine Jiu Jitsu Schule und riefen die „Gracie Challenge“ aus, bei der sie gegen alle Herausforderer antraten. Mit dieser Herausforderung wollte er der Welt beweisen, dass das brasilianische Jiu-Jitsu der Gracie-Familie besser ist als jede andere Form der Kampfsportart.

Zusammen mit Vale Tudo und Heroes of the Ring begannen die Mixed Martial Arts auch in Japan zu wachsen. In Form von Shooto und Pancrase. Im Jahr 1985 entwickelte der professionelle Shoot-Wrestler Satoru Sayama Shooto. Shooto war vielleicht eine der frühesten Formen des professionellen MMA-Verbandes.

MMA erlangte in Nordamerika erstmals Bekanntheit, als die Gracie-Familie beschloss, ihr brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ) in den USA vorzustellen. Hélio Gracies Sohn Royce vertrat die Familie 1993 bei einem Turnier in Denver, Colorado, das später als UFC 1 bekannt wurde.

Anfangs bestand das Ziel der UFC darin, Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander antreten zu lassen, wie zum Beispiel Ringer gegen Boxer oder Kickboxer gegen Judoka. Die einzigen Regeln waren, dass Beißen und Augenausstechen nicht erlaubt waren. Die Kämpfe endeten, wenn einer der Kämpfer aufgab oder das Handtuch geworfen wurde.

Allerdings stieß die UFC in ihren Anfangsjahren auf Schwierigkeiten, Geld zu verdienen, und stand aufgrund ihrer Brutalität in der Kritik. Im Jahr 2001 wurden jedoch Regeln eingeführt, um den Sport sicherer zu machen. Gewichtsklassen, Runden und Zeitlimits wurden eingeführt, und die Liste der Fouls im Ring wurde erweitert.

Eine Trilogie von Kämpfen zwischen Randy Couture und Chuck Liddell trug dazu bei, MMA und die UFC bekannt zu machen. Die Reality-TV-Show The Ultimate Fighter, die 2005 erstmals ausgestrahlt wurde, verlieh dem Sport ebenfalls einen Aufschwung.

Die UFC setzte sich maßgeblich für ein weltweit einheitliches Regelwerk für den Sport ein, und bis 2009 hatten die Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten und viele Kampfsportorganisationen weltweit die sogenannten Unified Rules of Mixed Martial Arts angenommen.

Die führende MMA-Veranstaltungsorganisation auf professioneller Ebene ist die UFC mit Sitz in Las Vegas, Nevada. UFC-Präsident Dana White wurde zu einer prominenten Persönlichkeit des Sports. Um ihr Wachstum zu fördern, hat die UFC andere MMA-Organisationen aufgekauft, darunter die World Fighting Alliance (WFA) und World Extreme Cagefighting (WEC). Die UFC kaufte auch die japanische Pride Fighting Championships.

Neben der UFC gibt es noch weitere professionelle MMA-Organisationen, die in der Branche bekannt sind. Die Bellator MMA wurde 2008 gegründet und hat ihren Sitz in Newport Beach, Kalifornien. Sie ist eine der führenden MMA-Organisationen und hat viele bekannte Kämpfer unter Vertrag. Eine weitere wichtige Organisation ist ONE Championship mit Sitz in Singapur. Sie fördert MMA in Asien und hat viele erstklassige Kämpfer unter Vertrag. Die International Mixed Martial Arts Federation (IMMAF) wurde 2012 in Schweden gegründet und hat das Ziel, die Entwicklung des Sports zu fördern und als globaler Dachverband für Amateur-MMA zu dienen.

Im Laufe der Geschichte des MMA gab es viele bemerkenswerte Kämpfer, die den Sport geprägt haben. Einer dieser Kämpfer ist Royce Gracie aus Brasilien. Er gewann die erste UFC-Veranstaltung im Jahr 1993 und trug maßgeblich dazu bei, MMA in den 1990er Jahren bekannt zu machen. Randy Couture und Chuck Liddell gehören ebenfalls zu den frühen Stars des Sports. Anderson Silva, ein brasilianischer Kämpfer im Mittelgewicht, wird als einer der fähigsten MMA-Kämpfer aller Zeiten angesehen. Weitere bemerkenswerte Kämpfer sind Rashad Evans und Conor McGregor.

Im MMA gibt es verschiedene Gewichtsklassen, die je nach Region oder Organisation variieren können. Die UFC erkennt derzeit neun Gewichtsklassen für Männer an, darunter das Strohgewicht, Fliegengewicht, Bantamgewicht, Federgewicht, Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht und Schwergewicht. Für Frauen gibt es in der UFC derzeit zwei Gewichtsklassen, das Strohgewicht und das Bantamgewicht.

Die Kämpfe im MMA folgen den Unified Rules of Mixed Martial Arts. Sie bestehen in der Regel aus drei fünfminütigen Runden mit einer einminütigen Pause zwischen den Runden. Meisterschaftskämpfe werden über fünf Runden ausgetragen. Ein Kämpfer kann einen Kampf gewinnen, indem er den anderen Kämpfer k.o. schlägt oder zur Aufgabe zwingt.

MMA in Deutschland

Kampfsport wird in Deutschland immer beliebter. Das gilt vor allem für MMA - Mixed Martial Arts. Jedoch sucht MMA - Mixed Martial Arts - in Deutschland immer noch nach Anerkennung. Dabei füllen Events dieses Kampfsports schon seit Jahren regelmäßig die großen Hallen des Landes.

Einer der Stars der deutschen MMA-Szene ist Christian Jungwirth aus Bopfingen im Ostalbkreis. Christian Jungwirth kämpft seit sechs Jahren als professioneller MMA-Kämpfer. Seine Bilanz: 22 Kämpfe, 14 Siege, 8 Niederlagen.

Wie beliebt sind Mixed Martial Arts?

In den USA sind Mixed Martial Arts längst beliebter als Boxen, weil die Zuschauer die Sportart wegen der verschiedenen Kampfstile und der wenigen Beschränkungen spektakulärer finden. Mehr als 100 Millionen Zuschauer weltweit verfolgen mittlerweile die erstmals 1993 stattfindenden Kämpfe der „Ultimate Fighting Championship“ (UFC), der bekanntesten MMA-Organisation in den USA. Seitdem hat es Hunderte MMA-Veranstaltungen der UFC in der ganzen Welt gegeben.