Was braucht man für die Karate Ausrüstung?

Karate ist eine Kampfkunst, die Körper und Geist gleichermaßen schult und auf Selbstdisziplin, Präzision und innere Stärke setzt. Durch gezielte Techniken wie Schläge, Tritte und Blockbewegungen lernen Karatekas, ihre Energie kontrolliert und kraftvoll einzusetzen, um sich selbst und andere zu schützen. Um mit dem Karate-Training zu beginnen, ist es wichtig, über eine geeignete Ausrüstung zu verfügen, die das Erlernen der Techniken erleichtert und die Sicherheit im Training und Wettkampf gewährleistet.

Die Grundausstattung für Karate

Es ist natürlich naheliegend, dass für das Karate Training der Karate Gi, also der Anzug bestehend aus Jacke, Hose und Gürtel, eine wichtige Voraussetzung ist. Für euer erstes Schnuppertraining benötigt ihr noch keine Ausrüstung, Sporthose und T-Shirt reichen aus. Es gibt aber noch eine Reihe von anderem Karate Zubehör, das spätestens für Fortgeschrittene Sportler wichtig wird.

1. Karate-Gi (Karateanzug)

Das wichtigste Kleidungsstück für jeden Karateka ist der Karate-Gi, oft einfach „Gi“ genannt. Es handelt sich um eine widerstandsfähige Baumwolluniform, traditionell in Weiß gehalten. Der Karate-Gi sollte geräumig genug sein, um große Bewegungen zu ermöglichen, aber nicht zu weit, um die Technik nicht zu behindern. Das Material, oft schwere Baumwolle, muss reißfest und waschbeständig sein.

Karate Keikogi, Internatinal wird der Begriff Keikogi ausschließlich für traditionelle Kampfkunst Bekleidung, Anzüge des Budo verwendet. In japan werden Karateanzüge DOGI genannt, eine Unterart der traditionellen Kampfsportbekleidung. In Europa hat sich der einfache Begriff Gi durchgesetzt. Ein Karateanzug besteht grundsätzlich aus einer Jacke (Uwagi) einer Hose mit Schnürbund (Zubon) und einem Gürtel aus Stoff (Obi).

Der Karate Gi ist sehr robust und besteht meist aus Baumwolle, moderne Karateanzüge hingegen sind mitlerweile auch in einem reißfesten Baumwoll Synthetikgewebe gearbeitet. Die Materialstärken beginnen bei 8 oz ,12 oz, 14 oz und 16 oz (271 bis 542 g/m²). Man unterscheidet den Karateanzug in drei unterschiedlichen Schnitten, den traditionellen Karate Gi, den Kata Gi und den Kumite Gi.

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Wenn ihr nun ganz nach unten scrollt findet ihr als Kaufhilfe erklärende Beschreibungen zu den verschiedenen Schnitten und besonderheiten des Karateanzugs. So fällt es euch leicht den für euch passenden karate Gi zu kaufen.

2. Gürtel (Obi)

Der Gürtel oder Obi ist nicht nur ein funktionales Element, das die Jacke des Karate-Gi zusammenhält, sondern symbolisiert auch das Fähigkeits- und Wissensniveau des Athleten. In traditionellen Karate-Schulen gibt es unterschiedliche Farbsequenzen je nach Stil (Shotokan, Wado-Ryu, Goju-Ryu, Shito-Ryu usw.). Hat ein Karateka den schwarzen Gürtel erreicht, setzt er sein Studium mit den Dan-Graden fort, die bis zum zehnten Dan reichen können.

Dieser Gürtel zeigt zugleich durch seine Farbe den erreichten Grad im Karate Sport an. Bekannt ist dieses Vorgehen bereits von der Sportart Judo. Ziel ist das Erreichen des schwarzen Gürtels bzw. des dritten DANs.

3. Schutzausrüstung

Im Karate ist Sicherheit von zentraler Bedeutung, insbesondere während Sparring-Trainingseinheiten (Kumite) und Wettkämpfen. Um den Karatesport sicher und verletzungsfrei ausführen zu können, benötigt es eine entsprechende Schutzausrüstung.

  • Kopfschutz: Der Kopf ist der mit Abstand empfindlichste Körperteil des Menschen, schon kleinste Verletzungen können sich sehr drastisch auswirken. Daher sollte der Kopf im Kampfsport - besonders auch bei Karate - so gut wie möglich geschützt werden. Die bei KWON erhältlichen Kopfschützer sind allesamt geprüft und mit anerkannten Gütesiegeln ausgezeichnet.
  • Mundschutz: Ein Karate Zahnschutz ist nicht in allen Regelwerken als Pflicht verankert, macht aber durchaus Sinn. Ein Mundschutz schützt die Zähne und das Zahnfleisch vor Schlägen ins Gesicht.
  • Körperschutz: Zum Schutz vor Tritten und Schlägen empfiehlt sich das Tragen einer Körperschutzweste.
  • Schienbein- und Spannschützer: Ebenfalls weich ausgepolstert sind die KWON Schienbein- und Spannschützer. Die Karate Schienbeinschützer dienen des Schutzes vor Treffern mit dem Schienbein, weil dieser Knochen extrem widerstandsfähig ist.

4. WKF-Zulassung

Die WKF (World Karate Federation) ist die weltweit führende Organisation für Wettkampf-Karate und legt Standards für internationale Veranstaltungen fest, einschließlich der Wettkampfregeln und der technischen Spezifikationen für die Ausrüstung. Für die Teilnahme an offiziellen WKF-Wettkämpfen müssen Athleten Schutzkleidung mit dem offiziellen Logo oder einer entsprechenden Zertifizierung tragen. Dies gilt für Handschuhe sowie Schienbein- und Fußschutz. Die WKF-Zulassung garantiert, dass die Schutzausrüstung auf Stoßfestigkeit, Schutzwirkung und Haltbarkeit getestet wurde.

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5. Trainingszubehör

Unverzichtbar für das Training kraftvoller Schlagtechniken sind verschiedene Varianten von Schlagpolstern. Es gibt sie für eine Hand, für den ganzen Oberkörper, zum freien Aufhängen oder zur Wandmontage.

Wo kann man Karate Zubehör kaufen?

Das benötigte Karate Zubehör lässt sich einfach online bestellen. Bei kwon.de, Ihrem Onlineshop für professionelles und hochwertiges Kampfsport-Equipment, erhalten Sie das gesamte Sortiment von Schutzausrüstungen für den Karatesport, angefangen vom Trainings-Kopfschutz bis hin zum Handkantenschoner für gezielte, aber für den Sportler ungefährliche Schläge.

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