Der ultimative Kampfsportarten-Vergleich: Finde die beste Kampfkunst für Dich

Die Welt der Kampfsportarten ist vielfältig und bietet eine breite Auswahl, von traditionellen Disziplinen wie Karate und Judo bis hin zu modernen Stilen wie Kickboxen, MMA oder Krav Maga. Aber welche Kampfsportart passt am besten zu Deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen? Dieser Artikel bietet Dir einen umfassenden Vergleich, um die richtige Wahl zu treffen.

Warum Kampfsport?

In unserer Gesellschaft ist Gewalt leider eine Realität. Im Jahr 2021 gab es 5,05 Millionen Straftaten, davon rund 0,5 Millionen Gewaltdelikte. Auch wenn Gewalt keine Lösung ist, kann die Kenntnis von Kampfsporttechniken und Vitalpunkten sowie ein gutes Fitnesslevel in Notsituationen von Vorteil sein. Kampfsport kann Dir helfen, selbstbewusster und sicherer zu fühlen.

Ist Kampfsport effektiv in einer Notsituation?

Die Antwort ist ja, absolut. Allerdings kommt es natürlich auf die Situation an. Gegen einen Bären oder einen Angreifer mit Schusswaffen gibt es selbstverständlich Grenzen. Jedoch hat man durch die Kenntnis von Kampfsporttechniken und Vitalpunkten sowie Fitness einen erheblichen Vorteil in einer Notsituation, egal welcher Art.

Die richtige Kampfsportart finden

Die Wahl der besten Kampfsportart hängt von Deinen persönlichen Vorlieben und Zielen ab. Hier sind einige wichtige Überlegungen:

  1. Zielsetzung: Möchtest Du Dich verteidigen können, Deine Fitness verbessern oder Deine mentale Stärke trainieren?
  2. Härtegrad: Bist Du bereit für harte Stile wie Kickboxen und MMA, oder bevorzugst Du sanfte Abläufe wie beim Tai Chi?
  3. Probetraining: Besuche Schnupperkurse, um einen Einblick in verschiedene Stile zu bekommen und das Umfeld kennenzulernen.

Überlege Dir auch zunächst, was Dein Ziel ist. Wie schwer ist welche Kampfsportart? Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab? Grundsätzlich werden bei allen Kampfsportarten intuitive Bewegungsabläufe gelehrt und gesucht.

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Hervorzuheben sind hierbei ggf. Krav Maga, Sambo und ggf. Kickboxen. Denn diese Kampfsportarten wurden teilweise vom Militär entwickelt, mit dem Ziel, dass die Techniken schnell zu vermitteln und zu erlernen sind. Es gibt auch Kampfstile, die jahrelange Übung erfordern. Bis ihr allerdings schwierige Kicks gut beherrscht, vergehen Jahre.

Wie lange muss man Kampfsport üben bis man ihn beherrscht?

Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht.

Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?

Hier schneiden letztendlich alle Kampfsportarten gut ab. Denn ihr Hintergrund ist die Verteidigung. Davon ausgenommen sind nur sehr wenige, wo es eher um Fitness und Beweglichkeit geht.

Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport?

Wer schon einmal einen Trainingskampf hatte, weiß wie anstrengend das ist. Daher ist der Konditionspunkt ein wichtiger Faktor. Auch zur Selbstverteidigung ist es sehr sinnvoll eine gewisse Fitness mitzubringen. Das Gute an allen klassischen Kampfsportarten ist die Erhöhung der Fitness.

Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?

Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu. Aber auch sehr effektive Kampfsportarten gleichen diesen Faktor aus, so ist auch Krav Maga oder Sambo eine gute Wahl. Beim Training werdet ihr natürlich an Fitness zulegen. Allerdings werdet ihr dadurch nicht unbedingt Muskelpakete. Daher könnt ihr euer Kampfsport-Training noch um ein Muskeltraining ergänzen.

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Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?

Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte. In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern. Jedoch kann das Anfängertraining auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.

Kampfsportarten im Überblick

Im Folgenden findest Du eine Liste mit verschiedenen Kampfsportarten, um Dir einen ersten Überblick zu verschaffen:

  • Aikido: Eine defensive Kampfkunst, die darauf abzielt, die Energie des Angreifers umzuleiten.
  • Boxen: Eine der ältesten Kampfsportarten, bei der Schläge auf den Kopf und Oberkörper erlaubt sind.
  • Capoeira: Eine afro-brasilianische Kampfkunst, die Kampf, Musik und Tanz vereint.
  • Jiu Jitsu: Eine japanische Kampfkunst, die auf dem Prinzip "Siegen durch Nachgeben" basiert.
  • Judo: Eine Weiterentwicklung des Jiu Jitsu, die den Schwerpunkt auf Würfe und Haltegriffe legt.
  • Karate: Eine japanische Kampfkunst, die Stoß-, Schlag- und Tritttechniken lehrt.
  • Kickboxen: Eine Kombination aus Boxen und Tritttechniken aus Karate und Taekwondo.
  • Krav Maga: Ein israelisches Selbstverteidigungssystem, das auf intuitiven Reaktionen basiert.
  • MMA (Mixed Martial Arts): Eine Mischkampfkunst, die Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten kombiniert.
  • Ringen: Eine traditionelle Kampfsportart, bei der es darum geht, den Gegner auf die Matte zu bringen.
  • Taekwondo: Eine koreanische Kampfkunst, die sich durch ihre ausgeprägten Fußtechniken auszeichnet.
  • Wing Chun: Ein Kung-Fu-Stil, der darauf abzielt, die Kraft des Gegners abzuleiten.

Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.

Kampfsport für spezielle Zielgruppen

Kinder

Für Kinder gibt es eigentlich keine auszuschließende Kampfsportart. Wichtig ist nur, dass sie in einem guten Kurs landen und der Trainer ein gutes Händchen für den Umgang mit Kindern hat. Die meisten Kampfkünste sind für Kinder eher spielerischer Natur.

Senioren

Senioren sind zumeist in ihrer Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit eingeschränkt. Daher gilt es hierbei einen geeigneten Kampfsport zu finden. Fokussiert auf Selbstverteidigung ist Krav Maga oder ein Selbstverteidigungskurs.

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Frauen

Es gibt keine Einschränkungen bei Kampfsportarten für Frauen. Falls gewünscht, werden oft spezielle Frauenkurse angeboten, die ohne Männer stattfinden. Beliebt sind auch Kampfarten, die eine gewisse Härte mit sich bringen. Effektiv ist u.a.

Häufige Fragen zum Thema Kampfsport

Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen?

Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben. Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken. Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe. Im Verein oder mit erfahrenen Übungspartner lernt ihr die richtigen Grundlagen, macht schneller Fortschritte und schärft euer Auge für Bewegungen. Kurzum, zu Beginn solltet ihr auf alle Fälle in einen Verein gehen, Bewegungsabläufe können und sollten aber zuhause vertieft werden.

Wann ist man bereit für einen Wettkampf?

Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist. Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.

Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?

Das ist ganz von eurem Ziel abhängig:

  • Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre.
  • Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt.
  • Wenn euer Ziel ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, dann solltet ihr ein paar Intensivkurse besuchen (bspw.

Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein?

Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist. Ein reiner Selbstverteidigungskurs, der einen Nachmittag lang geht, kostet meist um die 100€.

Die 10 gefährlichsten Kampfsportarten laut Experte Andreas Leffler

Kampfsport-Experte Andreas Leffler hat für BILD ein Ranking der wirkungsvollsten Kampfarten erstellt. Hier ist seine Analyse:

  1. Mixed Martial Arts (MMA): Das Beste aus allen Kampfarten.
  2. Muay Thai: Vollkontakt mit Knien und Ellbogen.
  3. Kickboxen: Vollkontakt mit Händen und Fäusten.
  4. Boxen, Ringen: Traditionelle europäische Kampfarten.
  5. Jeet Kune Do: Die Mutter aller Hybridsysteme.
  6. Filipino Martials Arts - Escrima, Kali, Arnis: Vollkontakt-Stockkampf.
  7. Krav Maga, Wing Tsun: Schnelle und direkte Selbstverteidigung.
  8. Kajukenbo: Neuere oder erneuerte Systeme zum Überleben auf der Straße.
  9. Tang Lang: Traditionelle Systeme mit alternativen Kampfansätzen.
  10. Historical Medieval Battle (HMB): Gerüsteter Vollkontakt-Schwertkampf.

Die beliebtesten Kampfsportarten und warum Kampfsport so gesund ist

Wer heute Kampfsport ausübt, möchte oft außerdem die körperliche Fitness und das Selbstbewusstsein stärken. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen.

Olympische Kampfsportarten

Olympische Kampfsportarten sind Boxen, Fechten, Judo, Karate, Ringen und Taekwondo.

Kampfsportarten mit Waffen

Kampfsportarten mit Waffen sind eine faszinierende Art des Trainings und der Selbstverteidigung. Durch den Einsatz verschiedener Waffen wie Schwerter, Stöcke oder Messer erlernen die Teilnehmer traditionelle Techniken und Kampfstrategien. Es gibt sehr viele verschiedene Kampfkunststile, welche Waffen beinhalten.

Wir haben dir hierfür eine extra Seite zusammengestellt bei der die Top 25 Kampfsportarten mit Waffen zusammengefasst und beschrieben sind.

Umfassende Kampfsportarten Liste

Wir haben die Liste alphabetisch sortiert, um dir eine einfache Navigation zu ermöglichen. In der Übersicht findest du die gängigsten Kampfstile, die in Deutschland praktiziert und unterrichtet werden. Wir arbeiten ständig daran, die Liste zu aktualisieren und mit weiteren Kampfkünsten zu ergänzen. Wenn du eine bestimmte Kampfkunst in unserer Liste der Kampfsportarten sehen möchtest, lass uns das gerne wissen.

Kampfsportart Beschreibung
Aikido Defensive Kampfkunst, die darauf abzielt, die Kraft des Gegners abzuleiten und sie auf intelligente Weise zu nutzen.
Boxen Kontaktsportart, bei der es auch mal eins auf die Nase gibt oder auszuteilen gilt.
Capoeira Weiterentwicklung der Wushu-Kampfsportarten, die die afrikanische Bevölkerung ehemals im Geheimen ausübte.
Kalaripayattu Aus Südindien stammende Kampfsportart ist eng verwandt mit Hatha Yoga, Ayurveda und dem indischen Tanz.
Kendo Japanische Kampfsportart. "Ken" bedeutet Schwert und "do" bezeichnet den Weg.
Kung-Fu Vereint verschiedene chinesische Kampfkünste des Wushu.
Krav Maga Israelischer Kampfsport, welcher heutzutage auch für die private Selbstverteidigung genutzt wird.
Muay Thai Thailändische Nationalsport. Das Thaiboxen erfolgt waffenlos, es gibt allerdings auch Abwandlungen mit Waffen.
Tai Chi Chuan Chinesische Bewegungskunst ist auch unter dem Namen “Taijiquan” bekannt und bedeutet Schattenboxen.
Taekwondo Weltbekannte und modernen Wettkampfsport, bei dem vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft wird.

Fazit

Die Wahl der richtigen Kampfsportart ist eine persönliche Entscheidung, die von Deinen individuellen Zielen, Vorlieben und körperlichen Voraussetzungen abhängt. Nimm Dir die Zeit, verschiedene Stile auszuprobieren und das Umfeld kennenzulernen, um die perfekte Kampfkunst für Dich zu finden.