Die Bedeutung der UFC-Zahlen im MMA

Conor McGregor traf am 7. Oktober in der T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada, auf Titelverteidiger Khabib Nurmagomedov. Hier gibt es alle Informationen zum bevorstehenden Kampf, zur MMA und zur UFC.

Was ist MMA: Ursprung, Kritik, Unterschiede

MMA steht für Mixed Martial Arts und ist eine Vollkontaktsportart, die ihre Ursprünge in altgriechischen Olympia-Wettbewerben hat. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob Boxer oder Ringer die insgesamt besseren Kämpfer seien. Diese Frage beschäftigt die MMA bis heute: Ein Vergleich zwischen verschiedenen Kampfstilen und die Kombination derer.

Schläge, Tritte, Würfe und Ringen sind erlaubt, was der Kampfsportart später den Namen Free Fight einbrachte. Unter diesem Namen verbreiteten sich die MMA vor allem in den USA und Brasilien, ehe der Sport über den Atlantik nach Europa schwappte und dort zuerst in den Niederlanden Fuß fasste.

Die oftmals sehr blutigen Kämpfe wurden in Europa lange kritisch beäugt, haben sich aber inzwischen ein besseres Ansehen erarbeitet. Vergleiche mit den Gladiatorenkämpfen aus dem alten Rom sind seltener geworden, zumal die MMA in den USA inzwischen oftmals ein größeres Publikum erreichen als der Boxsport.

Was ist die UFC: Gründung, Regeln, Octagon

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) wurde 1993 gegründet und ist inzwischen der größte Veranstalter von MMA-Kämpfen. Das Unternehmen setzt auf eine klare Regulierung der freien MMA-Kämpfe, um für verbesserte Sicherheit der Sportler und eine damit gesellschaftlich breitere Akzeptanz zu sorgen.

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Gekämpft wird im sogenannten Octagon, einem Käfig mit acht Ecken. Die Kontrahenten stehen sich, je nach Ansetzung, in drei oder fünf Runden à fünf Minuten gegenüber und kämpfen bis zu einem K.o, einem technischen K.o, einer Aufgabe oder dem Zeitlimit. Nach voller Dauer entscheiden drei Ringrichter per Wertung über den Sieger.

Dabei sind im Grunde alle Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten erlaubt. Die UFC hat allerdings einige Manöver unter Strafe gestellt. Typische Fouls sind Würgen, Einhaken von Fingern, Schläge auf den Hinterkopf, Tritte auf liegende Gegner oder das Festhalten an der Kleidung des Gegners.

Ein UFC-Kampf geht über 3 Runden je 5 Minuten. Kämpfe um große Titel gehen hingegen über 5 Runden zu je 5 Minuten. Zwischen den Runden gilt eine „rest period“ von einer Minute. Gekämpft wird in einem Oktagon, einem Feld mit acht Ecken. Je nach UFC-Regel hat er einen Durchmesser von knapp 10 Metern. Das Oktagon wird in der Umgangssprache auch „Cage“ oder „Käfig“ genannt.

Die aktuellen männlichen Titelträger der UFC

Gewichtsklasse Titelträger seit
Fliegengewicht Henry Cejudo 4. August 2018
Bantamgewicht TJ Dillashaw 4. November 2017
Federgewicht Max Holloway 26. November 2016
Leichtgewicht Khabib Nurmagomedov 7. April 2018
Weltergewicht Tyron Woodley 30. Juli 2016
Mittelgewicht Robert Whittaker 4. November 2017
Halbschwergewicht Daniel Cormier 29. Juli 2017
Schwergewicht Daniel Cormier 7. Juli 2018

UFC in Deutschland: Verbot und Expansion

Die größeren Events der UFC, die nach Nummern sortiert werden, finden mit wenigen Ausnahmen in den USA statt. Die UFC trägt allerdings kleinere Fight Nights aus, die auch schon ihren Weg nach Europa und Deutschland (zuletzt Hamburg) fanden. Dabei wurde die UFC in Deutschland lange kritisch beäugt und war sogar eine Zeit lang verboten.

Im März 2010 wurde die Übertragung von UFC-Events in Deutschland verboten. Die UFC ging gegen das Verbot vor und führte einige Events in Deutschland durch. Das Verbot wurde inzwischen aufgehoben, seit 2015 werden wieder Events der Organisation in Deutschland ausgestrahlt.

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Ab Oktober 2018 hält der Streaming-Anbieter DAZN die Rechte für Deutschland und Österreich.

Kampf zwischen Khabib und McGregor: Bedeutung für die UFC

Das nächste große Event der UFC ist UFC 229, das in der Nacht vom 6. Oktober auf den 7. Oktober deutscher Zeit stattfindet. Main Event des Abends ist der Kampf zwischen Khabib Nurmagomedov und Conor McGregor, der für die UFC laut Präsident Dana White das größte Event der bisherigen Geschichte darstellt.

Khabib ist Titelträger im Leichtgewicht und gilt als die bislang schwerste Herausforderung für McGregor. Der Ire wurde im Sommer 2017 der erste Kämpfer der UFC-Geschichte, der Titel in zwei Gewichtsklassen vereinte. Aufgrund von Inaktivität in Folge eines Boxkampfes gegen Floyd Mayweather wurden McGregor inzwischen beide Titel aberkannt.

Dennoch ist der Kämpfer weiterhin als größtes Zugpferd der UFC bekannt, verbuchten seine Kämpfe doch die bislang größten Zuschauerzahlen.

UFC: Die „Ultimate Fighting Championship“ ist die weltweit bekannteste MMA-Organisation

Sie wurde 1993 in den USA gegründet. Sie ist zudem Vorreiter, wenn es um Ringgröße, Kampfdauer und weitere Regularien geht. Die Kämpfer der UFC erzielen in der Regel die höchsten Einnahmen bei ihren Duellen im Oktagon.

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UFC und MMA Gewichtsklassen

In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.

Unsere Übersicht enthält die 15 anerkannten Gewichtsklassen. Derzeit gibt es neun offizielle MMA Gewichtsklassen, die vom Fliegengewicht bis zum Superschwergewicht reichen, wobei die Kategorien Super Leicht-, Super Welter- und Cruisergewicht nicht genutzt werden.Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.

MMA Kampftechniken beim UFC

In der MMA geht’s mächtig zur Sache. UFC Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten treten gegeneinander an, so kommt der Großteil aus dem Thai-Boxen, Karate oder dem Brazilian- Jio-Jitsu zum Mixed Martial Arts. Was ist im MMA verboten? Ganz einfach: Gekämpft wird im „Stand Up“, jeder Kampf beginnt dementsprechend im Stehen. Im Verlauf der UFC Kämpfe kommt es meistens zum Clinch, das bedeutet, dass sich beide Kämpfer mit Faustschlägen oder Tritten duellieren. Des Weiteren wird ebenfalls am Ground / Boden gekämpft. Eine Position, in der die meisten UFC Kämpfe durch K.O. beendet werden. Die Kombination verschiedener Sportarten macht die UFC besonders attraktiv.

Hier können wir den GOAT Anderson „The Spider“ Silva nennen. Der Brasilianer beherrscht neben Brazilian Jiu-Jitsu auch Capoeira, Muy Thai und Judo. Anderson Spider Silva wurde unter anderem aufgrund seiner Flexibilität zum „Greatest of All Time“. Zudem hielt er den Rekord von 16 Siegen in Folge. Ein weiterer UFC Kämpfer, der in der GOAT-Reihe einzuordnen ist, ist Khabib Nurmagodmedov. Nurmagodmedov verließ die UFC-Bühne mit einer Bilanz von 29 - 0 Siegen. Nurmagodmedov besiegte unter anderem den Iren Conor McGregor im Jahr 2018 und gewann damit die UFC-Leichtgewicht-Weltmeisterschaft. Im Gegensatz zu den flinken Anderson Spider setzt Nurmagodmedov auf einen Wrestling-Stil. Der den Vorteil des großen Drucks bietet, so gewann er die meisten seine Kämpfe dadurch, dass er den Gegner an den Käfig drückte und dabei Arme sowie Beine zusammendrückte.

Was ist der beste Kampfstil in MMA?

Zunächst einmal sollte sich jeder (potenzielle) Kämpfer beim Mixed Martial Arts die Frage stellen, welcher Kampfstil für seine individuellen Fähigkeiten der Beste ist. Wenn der MMA Kämpfer den Standkampf bevorzugt, eignen sich Boxen oder Thai-Boxen hervorragend. Möchte der Kampfsportler eher flexibel agieren und sowohl auf dem Boden als auch im Stehen fighten, empfehlen sich Ringen und Judo. Brazilian Jiu-Jitsu, wie es Anderson Spider Silva wie kein Zweiter beherrscht, eignet sich super für den kompletten Bodenkampf, da die UFC Kämpfe meistens über Würgen und Hebelgriffe entschieden werden. Generell können Sie die MMA in drei Hauptbereiche unterteilen. Einmal in Schlagen und Treten im Stand und die anderen Male in Ringen plus würgen und hebeln am Boden sowie werfen und hebeln im Stand. Die Mehrheit der Fighter beginnt nicht sofort mit Mixed Martial Arts, sondern vertieft sich, bevor es in die Details der MMA Kampf Regeln geht, zunächst in eine spezifische Kampfkunst.

Es ist essenziell, dass jeder Kämpfer seinen eigenen, optimalen Kampfstil herausarbeitet. Üblicherweise sind Boxer tendenziell größer als Kämpfer aus Jiu-Jitsu oder Judo.

MMA Begriffe

Sie fragen sich zum Unterschied MMA UFC? UFC steht für „Ultimate Fighting Championship” und hat seinen Hauptsitz in Nevada / USA. Ziel der Organisation ist die Durchführung von kommerziellen MMA-Kämpfen. Um Ihnen die UFC etwas näherzubringen, haben wir einige wichtige Begriffserklärungen bereit:

  • Submission: In der Submission nutzt ein Kämpfer bestimmte Griffe, um den Gegner kampfunfähig zu machen. Unter anderem werden bestimmte Hebelgriffe im Bereich der Arme, der Beine oder der Schultern angewendet. Nicht selten beendet der Schiedsrichter den Wettkampf nach einer erfolgreichen Submission.
  • Knockout: Bei einem Knockout stoppt der Schiedsrichter den Kampf aufgrund Kampfunfähigkeit von einem der Kämpfer. Beispielsweise dann, wenn ein Kämpfer nach einem Schlag oder einem Kick zu Boden gestreckt wird. Als technischer Knockout (K.O.) wird die Situation beschreiben, wenn der Schiedsrichter den Kampf aufgrund eines zu großen Schadens bzw. einer zu großen Verletzung bei einem der Kämpfer abbrechen muss.
  • Takedown: Als Takedown wird eine Kampftechnik bezeichnet, die den gegnerischen Kämpfer zu Boden bringt. Beim MMA setzen die Kämpfer in der Regel dann zum Takedown an, wenn sie den Gegner überraschen können.
  • Ground and Pound: Als Ground and Pound werden Schläge von oben herab bezeichnet, wenn der Gegner bereits auf dem Rücken liegt. Nicht selten werden Wettkämpfe mit einem Ground and Pound beendet.
  • Judges: Als Judges werden die drei Punktrichter genannt, die neben dem Oktagon sitzen. Die Judges bewerten die Kämpfer und ihre Runden. Sollte ein Wettkampf nicht nach K.O. entschieden werden, entscheiden die Judges.
  • Decision (Unanimous & Split): Die Decision wird in Unanimous decision und in Split decision unterteilt. Bei der Unanimous decision haben alle drei Judges für den gleichen ...

Die Gewichtsklassen der UFC

Die Gewichtsklassen sind ein grundlegender Bestandteil der UFC, der bekanntesten Mixed-Martial-Arts-Organisation der Welt. Diese Gewichtsbeschränkungen sorgen nicht nur für einen fairen Wettbewerb, sondern fügen den Kämpfen auch eine strategische und erzählerische Dimension hinzu. Gewichtsklassen sind Kategorien, die Kämpfer nach ihrem Körpergewicht unterteilen. Dieses System verhindert, dass Athleten mit großen Gewichtsunterschieden gegeneinander antreten, was ausgewogenere und sicherere Kämpfe gewährleistet. Die UFC unterteilt die Kämpfer derzeit in 12 Hauptklassen, 8 für Männer und 4 für Frauen. Zu Beginn hatte die UFC keine Gewichtsbeschränkungen. Die Kämpfe waren echte Stilduelle ohne Rücksicht auf Körperbauunterschiede. 1997 revolutionierte die Einführung der ersten Gewichtsklassen den Sport.

Das „Cutting“

Eines der kontroversesten Themen in den Gewichtsklassen ist das sogenannte „Cutting“, also das schnelle Abnehmen, um das Gewichtslimit der eigenen Klasse einzuhalten. Obwohl es eine gängige Praxis ist, kann sie verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Athleten haben, wie extreme Dehydrierung und Erschöpfung. Jede Klasse hat Besonderheiten, die die Kampfstrategien beeinflussen. In den leichteren Klassen sind Geschwindigkeit und Technik entscheidend, während in den schwereren Klassen die Schlagkraft eine zentrale Rolle spielt.

Die Rolle der Kampfrichter

Bei MMA-Veranstaltungen der UFC werden Knockouts von den Fans frenetisch gefeiert. Endet der Kampf nicht vorzeitig, entscheiden drei Punktrichter über den Ausgang des Käfigduells. Die Urteile werden heiß diskutiert und sind nicht immer eindeutig. Ein krachender Knockout oder eine geschickte Submission - Mixed-Martial-Arts-Kämpfer legen es darauf an, das Duell im Käfig vorzeitig zu beenden. Auch in der Ultimate Fighting Championship (UFC), der Champions League des Kampfsports, ist ein Finish erwünscht. Geht ein Kampf über die volle Distanz, entscheiden drei Punktrichter, welcher Fighter sich besser geschlagen hat. Dabei kommt es immer wieder zu Wertungen, die sowohl Kämpfer und Zuschauer als auch Veranstalter überraschen. "Das liegt vor allem daran, dass viele Beteiligte das Regelwerk nicht kennen und nicht wissen, welche Kriterien für die Punktrichter entscheidend sind", erklärt Clemens Werner, der einzige aktive deutsche "Judge" in der UFC.

Zusammen mit zwei anderen Punktrichtern, die in Dreiecksformation direkt am Käfig sitzen, soll der Fight "möglichst allumfassend aus verschiedenen Perspektiven eingefangen werden", erklärt der 30-Jährige. Das passiert anhand der visuellen und akustischen Eindrücke, die am Käfig noch einmal anders sind als für einen TV-Zuschauer oder einen Besucher vor Ort. "Du siehst die Kämpfer in realer Größe, du siehst die Augen und Bewegungssignale einfach besser."

Bewertungskriterien der Punktrichter

Bewertet wird dann vor allem ein Kriterium: Effektivität. Effektivität kann durch Striking (Schläge und Tritte) und Grappling (frei übersetzt "Griffmethoden") erzielt werden. Elemente des Grappling sind zum Beispiel das zu Boden bringen des Gegners ("Takedowns") oder Aufgabegriffe ("Submission"), ebenso wie Positionsverbesserungen am Boden.

Laut Werner bestehe oft ein großes Missverständnis: "Effektivität sollte man nicht ausschließlich mit Schaden gleichsetzen." Bei dem Wort Schaden denke man in erster Linie an Striking, aber ein Kämpfer könne mit seinem Grappling genauso effektiv sein, wie der Striker, ohne dabei enormen Schaden anzurichten. "Striking bewirkt eine physische Schädigung des Kontrahenten, Grappling führt eher dazu, den Gegner müde und mürbe zu machen und ihn seines Kampfeswillen zu berauben". Primär würden die Richter im Sinne der Effektivität also wie folgt bewerten: Welcher Athlet führt welche Aktion aus und wie effektiv ist sie.

Und dennoch gibt es häufig Kämpfe, bei denen die Effektivität der beiden Kämpfer nah beieinander liegt. Die Bewertungskriterien der Punktrichter folgen immer einer Hierarchie, erklärt Werner. "Das primäre Kriterium: Effektivität. Das ist entscheidend. Der eine Kämpfer kann so viel Druck machen und kontrollieren, wenn er nicht effektiver ist, gewinnt der andere die Runde. Erst wenn die Effektivität ausgeglichen ist, geht man als Judge zum zweiten Kriterium - effektive Aggressivität." Dabei spielen verschiedene Fragen eine Rolle. Wer geht nach vorne? Wer sucht den Schlagabtausch und wer will den Kampf beenden? Das dritte Kriterium sei schließlich die Kontrolle der Ringfläche. "Wer kontrolliert die Position am Käfigrand, wer kontrolliert die Ringmitte. Spätestens bei diesem Kriterium muss sich der Punktrichter entscheiden", so Werner.

Nach jeder Runde erfolgt dann in der UFC und vielen anderen Organisationen eine Punktvergabe wie im Boxen. Der Gewinner der Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9, 8 oder 7. Je nachdem wie deutlich der Unterschied war. Nach drei oder fünf Runden werden die Punkte addiert und der Sieger steht fest.