Der Rapper 18 Karat, mit bürgerlichem Namen Ivo Vieira Silva, sitzt derzeit eine langjährige Gefängnisstrafe ab. Wegen Drogenhandels musste der Dortmunder Rapper 2022 eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten antreten. Er hatte mit Komplizen bis zu 17 Kilo Marihuana aus dem Ausland nach Deutschland geschmuggelt.
Wenn der Musiker das Gefängnis 2028 - oder möglicherweise schon früher - verlassen darf, soll er direkt aus Deutschland abgeschoben werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat die Ausländerbehörde der Stadt Dortmund bereits einen Antrag gestellt.
Drohende Abschiebung nach Portugal
Ivo Vieira Silva sitzt wegen Drogenhandels im Gefängnis. Jetzt droht ihm möglicherweise die Abschiebung, wie „Bild“ berichtet. Jetzt droht im zudem die Abschiebung nach Portugal. Spätestens im nächsten Jahr könnte er allerdings nach Paragraf 456a der Strafprozessordnung in sein Heimatland Portugal abgeschoben werden.
Laut Informationen der „Bild“ habe die Ausländerbehörde bereits einen Antrag gestellt. Die Zustimmung der Staatsanwaltschaft gelte als Formsache. Die Abschiebung nach Portugal hätte für 18 Karat weitreichende Konsequenzen.
Statement der Frau von 18 Karat
In ihrer Instagram-Story äußert sich auch die Frau des Rappers zur im Raum stehenden Abschiebung. So beginnt Maya Vieira Silva ihre Nachricht mit der Aussage, dass es bekannt sei, dass sie und ihr Mann nach dem Verbüßen der Haftstrafe auswandern wollten. "Allerdings ist es ein Unterschied, ob man freiwillig geht oder dazu 'gezwungen' wird und nicht wiederkommen darf."
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Weiter schreibt sie: "Hätte man keine Familie in Deutschland, unter anderem eine Mutter, die bereits einen Schlaganfall hatte, wäre das Ganze auch irgendwie tragbar." Bei einer Abschiebung dürfte 18 Karat wohl für viele Jahre nicht nach Deutschland einreisen, selbst, wenn etwas mit seiner Familie sein sollte.
Maya Vieira Silva formuliert außerdem, dass ihr Mann mittlerweile "von selbst den legalen Weg gegangen" sei und "sich mit der Musik etwas Gutes aufgebaut" habe, wovon auch "der Staat profitiere". Zudem betont sie, dass ihr Anwalt sich der Sache bereits angenommen habe.
Gegenüber „Bild“ sagt sie: „Seine Resozialisierung im Gefängnis läuft super. Er hält sich an alles, er hat nie Probleme. Er ist ja auch eher jemand, der dem Staat einiges gebracht hat, wenn ich überlege, was er an Steuern bezahlt hat.“
Auch auf Instagram äußert sich Maya zu dem Fall. Es sei schon bekannt, dass sie nach der Haftstrafe auswandern wollten. „Allerdings ist es ein Unterschied, ob man freiwillig geht oder dazu ‚gezwungen‘ wird und nicht wiederkommen darf. Hätte man keine Familie in Deutschland, unter anderem eine Mutter, die bereits einen Schlaganfall hatte, wäre das Ganze auch irgendwie tragbar.“ Dass man im Falle eines Notfalls nicht zurück könne, sei nochmal etwas anderes, meint Maya.
Familiäre Situation
In diesem Jahr soll der Rapper erstmals Vater werden. Seine Frau und er erwarten ein Kind, das im September auf die Welt kommen soll. Klar ist wohl bereits, dass 18 Karat bei der Geburt dabei sein darf.
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Seine kranke Mutter lebt in Dortmund. Darüber hinaus erwartet der Rapper im September ein Kind. Für diesen besonderen Moment wurde ein Hafturlaub beantragt.
Mitte September war noch alles perfekt. Maya (31) eröffnete ihrem Mann, der aktuell im Gefängnis ist, dass sie Eltern werden. Nun meldet sie sich jedoch mit einem traurigen Update bei den Fans: Das Paar hat das ungeborene Baby verloren.
„Auch wenn deine kleinen Füße die Erde nie berührten, sind deine Spuren trotzdem da. Leider durften wir dich nie kennenlernen”, beginnt Maya ihren Beitrag bei Instagram. Dazu teilt sie unter anderem eine Aufnahme, die ein eingerahmtes Ultraschallbild und eine Kerze zeigt.
Klickt man sich weiter durch die Bildergalerie, erscheint auch ein Screenshot eines 45-minütigen Telefongesprächs, der vermuten lässt, dass ihr Mann übers Telefon von ihrer Fehlgeburt in der 12. Schwangerschaftswoche erfahren hat.
„Ich habe unterschätzt, wie belastend der Verlust von jemandem ist, den man nie ,gesehen’ hat”, hält Maya in ihrem Post weiter fest. Dann verabschiedet sie sich auf unbestimmte Zeit: „Das hier wird vorerst mein letzter Post sein, ich danke euch allen für eure liebevollen Nachrichten.
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Frühere Verurteilung und Geständnis
Ivo Vieira Silva wurde im Dezember 2022 zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Gemeinsam mit Komplizen hat er bis zu 17 Kilo Marihuana aus dem Ausland nach Deutschland geschmuggelt. Seine Gefängnisstrafe soll normalerweise noch bis zum 19. September 2028 gelten.
Seit Anfang Dezember steht der Rapper bereits vor Gericht. Ihm wird der Schmuggel von Drogen vorgeworfen. Dabei drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft. Doch mittlerweile hat er bereits fünf Monate in Untersuchungshaft verbracht, bis der Prozess überhaupt beginnen konnte. Und jetzt scheint er einen Teil der Anklage einzugestehen: 18 Karat gab zu, an dem Drogenhandel und -verkauf beteiligt gewesen zu sein.
Wie Bild berichtete, ließ Ivo Viera Silva, wie 18 Karat bürgerlich heißt, durch seinen Anwalt eine Stellungnahme verlesen. Darin hieß es, er sei tatsächlich in den Schmuggel von Marihuana verwickelt gewesen. "Ich stehe dazu und es tut mir leid. Ich habe in der U-Haft viel nachgedacht und gemerkt, was ich meiner Mutter, meiner Verlobten und meinem Ziehsohn angetan habe", lauten seine Worte. Die fünf Jahre und sechs Monate Gefängnis, die ihm drohen, halte er für realistisch.
"Es ging um den Kick, dass ich einen Songtext in die Realität umsetzte", erklärte er sein Verhalten. Als Rapper habe 18 Karat sich auch ein bestimmtes Image zulegen wollen, was einer der Gründe für seinen Einstieg ins Drogengeschäft war. "Das Ganze geht in Richtung Gangster und Image, welches ich mir geben wollte.
Vorwürfe der Beihilfe zum Mord
Im Oktober 2020 musste sich Deutsch-Rapper 18 Karat bereits vor Gericht behaupten und wurde wegen Beihilfe zum Mord an einem Friseursalon-Besitzer angeklagt. Kurz darauf stellte die Dortmunder Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn ein, woraufhin man in einem Schreiben an seinen Rechtsanwalt folgendes lesen konnte: “Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, das Ermittlungsverfahren gegen ihren Mandanten habe ich gemäß § 170 Abs.
Via Instagram fügte der Jurist hinzu: “18 Karat ist nicht nur Mandant und einer der besten Deutschrapper, sondern auch Freund. Die falsche Anschuldigung wegen Beihilfe zum Mord wurde endlich eingestellt.
