UFC 309: Jon Jones vs. Stipe Miocic im Schwergewichtstitelkampf

Die UFC kehrt am 16. November mit UFC 309 in den legendären Madison Square Garden in New York zurück. Im Hauptkampf kommt es zu einem lang erwarteten Titelduell im Schwergewicht zwischen Jon Jones und Stipe Miocic.

Am selben Wochenende, an dem der Jake Paul vs. Mike Tyson Boxkampf in Texas stattfindet, ist am UFC Kalender 2024 mit UFC 309 das nächste große Event in der Königsklasse des Mixed Martial Arts angesetzt. Der Hauptkampf kommt aus dem Schwergewicht und dabei geht es auch um den Titel!

Termin & Uhrzeit: Wann ist UFC 309 mit Jones vs. Miocic?

UFC 309 findet am Samstag, den 16. November in New York im legendären Madison Square Garden statt. Das Main Event des UFC-Spektakels findet in der Nacht von Samstag, dem 16. November auf Sonntag, dem 17. November, um 4:00 Uhr deutscher Zeit statt.

Wie bei UFC-Events üblich, ist auch dieser Kampfabend in drei Teile gegliedert: die Early Prelims, die Prelims und die Main Card.

Alle Infos zu UFC 309 im Überblick:

  • Datum: 17.11.2024
  • Uhrzeit (Main Event): 4 Uhr (MEZ)
  • Austragungsort: Madison Square Garden, New York

UFC 309 Fight Card: Welche Fights stehen am 16. November auf dem Programm?

Welche Kämpfe finden bei der neben dem Hauptkampf Jones vs. Miocic noch statt? Hier eine Übersicht der Main Card:

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Kämpfe Gewichtsklasse
Jon Jones (c) vs. Stipe Miocic Schwergewicht
Charles Oliveira vs. Michael Chandler Leichtgewicht
Viviane Araújo vs. Karine Silva Fliegengewicht - Frauen
Bo Nickal vs. Paul Craig Mittelgewicht
Mauricio Ruffy vs. James Llontop Leichtgewicht

Weitere Details zu den Kämpfen:

  • Jon Jones vs. Stipe Miocic: Schwergewichtstitelkampf.
  • Charles Oliveira vs. Michael Chandler: Leichtgewicht.
  • Viviane Araújo vs. Karine Silva: Der dritte Kampf der Main Card kommt aus dem Frauen-Fliegengewicht.

Jones vs. Miocic: Übertragung live im TV und Stream

Im Kampfsport live TV-Programm sind UFC-Events in Deutschland exklusiv beim Sportstreaming-Dienst DAZN zu finden. Die Übertragung von UFC 309 beginnt bei DAZN in der Nacht auf Sonntag (17.11.) um 4:00 Uhr deutscher Zeit mit Beginn der Main Card. Der Titelkampf von Jones vs. Miocic wird nach den vier Vorkämpfen ab 6:00 Uhr MEZ beginnen.

Mit dem kostenpflichtigen UFC Fightpass gibt es für Kampfsport-Fans eine weitere Alternative, wo die Übertragung von UFC 309 in der Nacht von Samstag auf Sonntag läuft. Zusätzlich zur Maincard und dem Titelkampf von Jones vs. Miocic sind beim UFC Fightpass auch die Prelims, also die Kämpfe vor der Maincard zu sehen.

Um die UFC-Events live bei DAZN zu verfolgen, ist ein aktives Abonnement beim Streamingdienst erforderlich. In Deutschland haben Fans dafür die Wahl zwischen den Paketen „Super Sports“ und „Unlimited“. Für UFC 309 geht es in der Nacht live ab 4:00 Uhr los, und die Übertragung wird von Kommentator Mark Bergmann sowie Experte Andreas Kraniotakes begleitet.

UFC 309 Preview zu Jones vs. Miocic

Der 37-jährige Jon Jones gilt weithin als der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten. Bei UFC 285 sicherte er sich den Titel im Schwergewicht, indem er Ciryl Gane in der ersten Runde durch Submission besiegte. Zuvor hatte er seinen Halbschwergewichtstitel bei UFC 247 gegen Dominick Reyes durch Punktentscheid zum dritten Mal verteidigt.

Sein Gegner wird der 42-jährige Stipe Miocic sein, der als das beste Schwergewicht in der UFC-Geschichte gilt und die meisten Titelverteidigungen in dieser Gewichtsklasse vorzuweisen hat. Miocic kehrt nach über drei Jahren Pause für dieses Comeback zurück. Sein letzter Kampf war ein Rückkampf gegen Francis Ngannou, den er in der zweiten Runde durch KO verlor.

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Nach über drei Jahren Abstinenz will der 42-jährige Miocic seinen verlorenen Titel im Schwergewicht zurückgewinnen - einen Titel, den er 2021 an Francis Ngannou abgegeben hatte. Schon im letzten Jahr war das Aufeinandertreffen gegen Jones geplant, doch eine Verletzung des amtierenden Champions verzögerte das Duell. Nun ist der Kampf endlich angesetzt und verspricht Hochspannung, wenn die beiden Giganten im legendären Madison Square Garden in New York aufeinandertreffen.

Jon Jones holte sich die Krone in der schwersten Gewichtsklasse der „Elite-Liga des MMA“ im März 2023. Nun steht die erste Titelverteidigung an.

Jon Jones ist einer der erfolgreichsten Kämpfer in der UFC-Geschichte und er gilt generell als einer der besten Mixed Martial Kämpfer aller Zeiten. Dabei stellte Jones in dieser Gewichtsklasse gleich mehrere Rekorde auf. Danach wechselte „Bones“ ins Schwergewicht. Und auch dort hat Jones sofort die Herrschaft übernommen. Nun steigt Jones in der UFC 309 Übertragung für seine erste „Heavyweight“-Titelverteidigung gegen Stipe Miocic in den Käfig.

Stipe Miocic ist aber auch alles andere als ein Youngster. Zwei Mal holte sich Miocic den Titel im Schwergewicht: 2016 und 2019. Den ersten Titelgewinn konnte er drei Mal verteidigen, den zweiten nur ein Mal. Das war zugleich der letzten UFC-Fight von Miocic. Er machte zwei Jahre Pause.

Miocic wird aktuell auf Position 8 in der UFC-Rangliste der Schwergewicht-Division geführt. Mit Stipe Miocic steht ihm aber einer der besten MMA-Schwergewichtkämpfer aller Zeiten gegenüber. Nicht nur zwei Titelgewinne zeigen das, sondern auch andere statistischen Werte, die für Jones beim UFC 309 Titelfight gefährlich werden könnten.

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Das Who is Who der USA läuft bei UFC 309 in New York auf

Mit dabei der designierte Präsident Trump und Tesla-Boss Musk. Der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten gegen das beste Schwergewicht des Sports: An Superlativen mangelt es UFC 309 im New Yorker Madison Square Garden nicht. Vor den Augen des designierten US-Präsidenten Donald Trump konnte Kampfsportlegende Jon Jones seinen Schwergewichtstitel auf beeindruckende Weise gegen Stipe Miocic verteidigen.

Trump, der zusammen mit Tesla-Chef Elon Musk und Rockmusiker Kid Rock direkt neben UFC-Boss Dana White am Käfig saß, bekam im Main Event einen dominanten Jon Jones zu sehen. Der 37-Jährige hatte zwar mit seinem Striking vorerst keinen Erfolg, aber mit einem Fußfeger schickte er Miocic zu Boden und setzte nach.

Es hagelte Ellbogenstöße für den ehemaligen Heavyweight-Champion. Gegen Ende der Runde öffnete sich dann auch ein Cut unter dem Auge des 42-Jährigen, der sich über die Zeit rettete.

Die beiden Kontrahenten hielten es in Runde zwei im Stand. Gut für Miocic, der hier deutlich besser aussah. Dominanter war aber MMA-Ikone Jones, der einfach ein besseres Repertoire an Attacken präsentierte. Der Jab traf immer wieder, Kicks zum Körper fanden ihr Ziel und Jones war deutlich agiler als sein Gegner.

Das sollte auch in Runde drei zum vorzeitigen Ende des Kampfes führen. Erst landete ein Jones-Jab genau auf dem Cut des Herausforderers, dann rüttelte eine rechte Gerade Miocic durch. Nach einem Spinning Kick, der genau auf den Rippen landete, ging Miocic zu Boden. Der Kampf war entschieden, Jones weiterhin der Champion.

Den Sieg feierte er mit Trump, der ihm den Bro Handshake anbot. Beide überschütteten einander mit Lobeshymnen. "Es war, wie gegen den Terminator zu kämpfen. Stipe ist weiter nach vorne marschiert, egal wie hart ich ihn getroffen habe", sagte Jones nach dem Kampf und zollte seinem Gegner Respekt.

"Ich werde wohl nicht zurücktreten und den Fans geben, was sie sehen wollen", sagte der Champion. Damit wird ein Kampf gegen den Interimschampion Tom Aspinall oder den Light-Heavyweight-Champion Alex Pereira wahrscheinlicher. Konkretisieren wollte Jones das allerdings nicht.

Auf der anderen Seite endete allerdings eine sportliche Laufbahn. Miocic sagte nach dem Kampf, dass seine Karriere nun "Gott sei Dank" beendet sei. Er habe mit allem gerechnet, aber gegen den Besten aller Zeiten verloren. Es sei an der Zeit, aufzuhören.

Oliveira zeigt Dominanz, bis das Drama einsetzt

Im Rematch zwischen Charles Oliveira und Michael Chandler sollte sich herausstellen, wer als Nächstes um den Titel im Leichtgewicht kämpft. Das erste Aufeinandertreffen ging an den Brasilianer Oliveira, der sich auch in der ersten Runde des erneuten Duells effektiver zeigte. Schnelle Schlagkombinationen und Tritte zum Körper beschäftigten Chandler, ehe Oliveira einen Takedown durchbrachte.

Am Boden ist der 35-Jährige ohnehin unnachahmlich gut, aber der US-Amerikaner konnte hier vermeiden, viel Schaden zu nehmen.

In Runde zwei das gleiche Bild: Oliveira trieb Chandler mit Schlagkombinationen vor sich her, landete Treffer um Treffer. Ein erneuter Takedown endete in Top-Position für den Brasilianer, der seinen Gegner den Rest der Runde mit Ellbogen bearbeitete, die Spuren hinterließen.

Auch in Runde drei setzte der ehemalige Lightweight-Champion dem US-Amerikaner ordentlich zu. Mit Uppercuts durchbrach er immer wieder die Deckung und erneut ein Takedown verlagerte den Kampf auf den Boden. Hier eroberte Oliveira den Rücken und setzte Aufgabegriffe an, Chandler wusste sich aber zu verteidigen.

In Runde vier hatte Chandler entsprechend nichts mehr zu verlieren. Wild schwingend landete er auch einige heftige Treffer, der Brasilianer nahm sie alle hin und antwortete mit Legkicks, Uppercuts und Haken. Auf Chandlers Vorstöße wusste er immer eine Antwort.

Zur Mitte der Runde eroberte er erneut den Rücken des Amerikaners, versuchte einen Aufgabegriff durchzubringen. Was man Chandler zugutehalten musste, war, dass er dies am Boden zumindest zu verhindern wusste.

In der letzten Runde kam es dann fast noch zur Überraschung: Mit einer rechten Geraden schüttelte Chandler seinen Kontrahenten heftig durch. Erstmals war der Brasilianer in diesem Fight im Rückwärtsgang, nach weiteren Treffern ging er sogar zu Boden. Chandler setzte alles daran, den Kampf zu beenden und ließ einen Schlaghagel folgen.

Oliveira nahm die Deckung hoch, verbesserte geschickt seine Position, ehe er seinen Gegner von sich wegdrücken konnte. Wieder im Stand setzte der 35-Jährige einen gezielten Tritt ans Knie Chandlers, der ihm die Balance nahm. Erneut verkürzte Oliveira schnell die Distanz und kletterte auf den Rücken seines Gegners - dort kontrollierte er das Geschehen.

Mit dem Brasilianer auf dem Rücken stand Chandler sogar auf und warf sich rückwärts auf den Boden - gleich zweimal. Oliveira konnte er aber nicht abschütteln. Der Brasilianer war letztlich der verdiente Sieger.

Bo Nickal enttäuscht das Publikum

Die große UFC-Hoffnung Bo Nickal hatte mit dem Schotten Paul Craig seinen ersten großen Härtetest vor der Brust. Und der schien den Ringer etwas zu überfordern, denn der US-Amerikaner brachte bis auf Overhands und Legkicks wenig zustande. Craig dagegen hatte mit Konterhaken und Tritten zum Körper Erfolg.

Die erste Runde sollte entsprechend an den Schotten gehen. Nickal konzentrierte sich fortan auf Körpertreffer. Die Schläge eröffneten ihm auch immer wieder Treffer zum Kopf des Schotten, auch wenn sie kaum Wirkung hinterließen. Craig blieb mit Kicks zum Körper auch in Runde zwei gefährlich.

Erstaunlich war, dass der gelernte Elite-Ringer und der BJJ-Spezialist nicht den Bodenkampf suchten.

In Runde drei hatte Nickal dann mit einer wilden Overhand Erfolg - der Treffer hinterließ einen Cut bei Craig unter dem rechten Auge. Angesichts der Promo, die die UFC in Nickal gesteckt hatte, quittiert das Publikum die Leistung des Amerikaners noch vor Ende des Kampfes mit "Overrated"-Rufen.

Auch wenn die Zuschauer Nickal als "überbewertet" betrachteten, konnte der 28-Jährige den Punktsieg für sich verbuchen.