Deutsch-Rapper 18 Karat, bürgerlich Ivo Vieira Silva, ist nicht nur mit seinen Beats und Bars auffällig geworden, sondern auch mit seinen kriminellen Machenschaften. Er musste sich wegen der Einfuhr und dem Handel von Drogen in “nicht geringfügigen Mengen” vor Gericht behaupten und wurde verurteilt.
Verurteilung wegen Drogenhandels
Im Dezember 2022 fiel am Landgericht Dortmund das Urteil: sechseinhalb Jahre Haft wegen des Handels mit rund 40 kg Marihuana. Die Polizei war bei einer Razzia auf fast zwölf Kilo Marihuana, mehrere Waffen, Blanko-Impfausweise, geringe Mengen an Ecstasy und Haschisch und zwei Heimplantagen gestoßen. Zusätzlich zur Haftstrafe hatte die Strafkammer den Rapper dazu verdonnert, 239.940 Euro zu zahlen, die er mit dem Drogenhandel eingenommen haben soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Er habe dem „Kick“ nachgegeben, „dass ich einen Songtext in die Tat umsetze“, sagte er damals. Er betonte außerdem, dass 18 Karat immer nur eine Kunstfigur gewesen sei.
Ivo V. hatte gestanden, mit seinem Kiffer-Freund Kai G. (42) Drogen geschmuggelt zu haben - bis zu 17 Kilo Gras soll er bei einzelnen Touren dabei gehabt haben.
Hochzeit und Baby im Gefängnis
Während 18 Karat bereits seit Ende 2022 hinter schwedischen Gardinen sitzt, heiratete er wenige Monate nach seinem Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Dortmund seine Verlobte Maya. Fotos von ihrer Eheschließung - samt Hochzeitskleid, Hochzeitstorte und Co. - veröffentlichte das Paar online.
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Das Paar erhielt auf Antrag die Erlaubnis für sogenannte „Langzeitbesuche“. Das bedeutet: Es steht unüberwachte Zeit in einem Raum zur Verfügung. Ehefrau Maya schreibt auf Instagram, habe es dabei seit eineinhalb Jahren den Wunsch gegeben, Nachwuchs zu zeugen.
… bevor sie die erste gemeinsame Schwangerschaft bestätigten: “Wir hatten durch die Umstände nur eine einzige Chance im Monat den richtigen Tag zu treffen. Und wie das Schicksal es so wollte, hat es beim allerletzten Langzeitbesuch und passend zu seinem Geburtstag geklappt”, schrieb Maya via Instagram und fügte hinzu: “In dem Raum befanden sich ein Bett aus Holz mit einer Gummimatratze und ein kleiner Abstelltisch, auf dem Kondome, Gleitgel und Shampoo standen. Da man absolut nichts mitnehmen darf, stellen die dies dort netterweise zur Verfügung.”
Zum Geburtstermin des Kindes im Juni 2025 wird Ivo S. wahrscheinlich noch in Haft sein. Es bestehe die Möglichkeit, dass er bei der Entbindung trotzdem dabei sein könne, teilt seine Ehefrau mit.
Am 21. September könnte er das schönste Geburtstagsgeschenk seines Lebens bekommen: Rapper 18 Karat (bürgerlich Ivo V.) wird zum ersten Mal Vater! Auf Instagram postete seine Frau Maya (31) am Muttertag Fotos von ihrem Babybauch - und ein Ultraschallfoto vom Fötus. „Der errechnete Geburtstermin fällt genau auf den Geburtstag von Ivo (21. September, Anm. d. Red.)“, verriet Maya BILD, und: „Es wird ein Mädchen.“
Der Rapper wurde Ende 2022 zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt - er hatte bis zu 48 Kilo Marihuana geschmuggelt. Rapper 18 Karat, der noch seine Haftstrafe wegen Drogenhandels absitzt, darf Maya bei der Geburt die Hand halten. Dafür wurde dem Paar schon ein kleiner Sonder-Hafturlaub in Aussicht gestellt.
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Doch bis das Familienglück der beiden perfekt ist, wird Ivo noch viele Monate alleine in der Zelle verbringen. Frühestens im Sommer 2026 kommt er nach zwei Dritteln der Haftstrafe vorzeitig frei, doch es könnte auch bis 2028 dauern. Außerdem droht eine Abschiebung in sein Geburtsland Portugal.
Im weiteren Verlauf erklärte Maya, welche den Rapper am 01. Mai 2021 kennen und lieben lernte, dass sie kein Problem damit habe, dass ihr Ehemann im Gefängnis sitzt. Sie fügte laut BILD hinzu: “Schwanger bin ich lieber alleine, hört sich blöd an, aber ich weiß, dass meine Hormone in der Zeit komplett durchdrehen und ich nicht ich selbst bin.
Drohende Abschiebung nach Portugal
Nach dem Ende seiner aktuell laufenden Haftstrafe droht 18 Karat offenbar die Abschiebung. Das berichtet unter anderem die Bild unter Berufung auf die Ausländerbehörde in Dortmund.
Ivo Vieira Silva, so 18 Karats bürgerlicher Name, könnte dem Bericht nach zum Ende seiner Haftstrafe in sein Heimatland Portugal abgeschoben werden. Ein entsprechender Antrag sei bereits gestellt worden und man warte lediglich noch auf die Zustimmung durch die Staatsanwaltschaft. Dabei handele es sich aber angeblich um eine reine "Formsache".
Seine Gefängnisstrafe soll normalerweise noch bis zum 19. September 2028 gelten. Spätestens im nächsten Jahr könnte er allerdings nach Paragraf 456a der Strafprozessordnung in sein Heimatland Portugal abgeschoben werden.
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Ehefrau Maya hat über ihre Instagram-Story ein längeres Statement zu den Plänen der deutschen Behörden geteilt. Darin schreibt sie, dass sie als Ehepaar ohnehin damit geplant hätten, nach Karats Haftstrafe aus Deutschland auszuwandern. Eine Abschiebung würde allerdings bedeuten, dass die zwischenzeitliche Einreise nach Deutschland nicht mehr möglich sei, und da sie teilweise pflegebedürftige Familienmitglieder hier hätten, wollen sie trotzdem dagegen vorgehen.
Auch zu den angeblichen Gründen für die Abschiebung äußert sie sich. Die würden in ihren Augen nämlich "keinen Sinn" ergeben. So führt sie als Beispiel an, dass ihr das "FREE18KARAT" in ihrer Instagram-Bio so ausgelegt worden sei, dass das Ehepaar die Haftstrafe nicht ernstnehmen würde. "Hätte ich schreiben sollen: 'Lasst meinen Mann bitte länger eingesperrt'", fragt sie dahingehend.
Seine Ehefrau Maya kämpft auf Social Media gegen diese Entscheidung und hebt die gute Führung ihres Mannes hervor.
Sie weist auf die Mutter des Rappers hin, die „bereits einen Schlaganfall hatte“. Es sei „ein Unterschied ob man freiwillig geht oder dazu ‚gezwungen‘ wird und nicht wieder kommen darf.“
Auch für das Vergehen, wegen dessen ihr Mann in Haft sitzt, zeigt Ehefrau Maya wenig Verständnis: „Bei aller Liebe, mein Mann hat Gras verkauft - niemand will das verherrlichen, dennoch ist Gras mittlerweile LEGAL?“. Sie unterstellt den Behörden zudem indirekt, dass ihr Mann aufgrund seiner Karriere als Gangster-Rapper vorverurteilt würde: „Es ist immer wieder dasselbe, jedesmal wird er als Mensch durch seine Musik bewertet ohne sich je ein eigenes Bild zu machen.“
Abschließend weist Maya darauf hin, dass sich der Anwalt ihres Mannes um den Fall kümmere. Und sie übermittelt eine Botschaft an die Fans des Rappers: „macht euch keine Sorgen - 18Karat wird nicht schlafen“. Musik könne schließlich „von der ganzen Welt aus produziert werden“.
Frühere Auseinandersetzungen
2017 war ein Streit mit einem weiteren Dortmunder Rapper, Miami Yacine, eskaliert. Nach Social-Media-Provokationen gab es Gewalttaten und Schüsse auf ein Shisha-Café.
Reaktionen der Fans
Was auffällt: In sozialen Medien und auf Portalen, die sich mit Entwicklungen und Gerüchten in der Rap-Szene befassen, erhält 18 Karat viel Zuspruch. „Wir vermissen dich“, heißt es etwa in vielen Kommentaren von Fans.
