Die UFC („Ultimate Fighting Championship“) ist die bekannteste MMA-Organisation der Welt und existiert erst seit weniger als 30 Jahren. Dennoch gehören die Events der Liga neben der NBA, NFL und NHL jetzt schon zu den beliebtesten der Welt.
Viele fragen sich, was die Pound for Pound Liste zu bedeuten hat. In der UFC gibt es ja unterschiedliche Gewichtsklassen, zB Schwergewicht, Mittelgewicht, Leichtgewicht und zu jeder Klasse gibts eine Rangliste. Dann gibts aber auch noch die Rangliste Pound for Pound und für was steht die? Sind das die besten UFC kämpfer aus allen Klassen oder wie?
Es geht dabei um die Kategorisierung beziehungsweise Rangordnung von Boxern gemäß ihrer Leistungsfähigkeit und entspricht einer Weltrangliste.
Was bedeutet Pound for Pound?
Im Kampfsport gibt es verschiedene Gewichtsklassen. Leichtgewicht, Schwergewicht und so weiter. Aber woher weiß man dann, wer der beste von allen ist, über alle Gewichtsklassen hinweg? Dafür gibt es das Pound-for-pound-Ranking, in dem alle Kämpfer aller Gewichtsklassen einer Organisation, zum Beispiel der UFC, miteinander verglichen und geranked werden.
Allerdings wird diese Liste nicht durch Kämpfe der besten Kämpfer gegeneinander ermittelt, sondern in der Regel durch Abstimmungen von Journalisten und Experten. Die Liste ist daher nur begrenzt aussagekräftig.
Lesen Sie auch: UFC Pound for Pound Rangliste verstehen
Das geht auch gar nicht anders, denn woher soll man jetzt wissen, ob ein Jon Jones besser als ein Khabib Nurmagomedov ist? Man kann es nicht wissen, man kann darüber ewig diskutieren. So etwas kann nur durch Kampf entschieden werden, aber ein Kampf zwischen einem 70-Kilo-Kerl und einem 120-Kilo-Kerl ist nun mal Quatsch. Der Schwerere gewinnt in der Regel. Daher sind Pound-for-pound-Rankings mehr eine zusätzliche Unterhaltung, eine zusätzliche Information, nichts, das wirklich belastbar wäre.
Es ist nicht wörtlich zu nehmen. Für seine Gewichtsklasse ist er der beste.
Im Schwergewicht ist es einfacher zu bestimmen, wer der "Beste Kämpfer der Welt" ist, weil man davon ausgeht das jeder Kampf im Ring ausgetragen werden kann.
Absolut gesehen hat fahrzeug a mehr leistung als fahrzeug b. bei den kämpfern ist es halt etwas subjektiver, weil man die technik, schnelligkeit, explosivität usw.
Allerdings hört man im (deutschsprachigen) Boxen öfter es bedeutet "Kampfkraft im Vergleich zum Körpergewicht". Das mag so sein, aber dann ist es nur im Boxen so. Im Free Fight oder auch z. B.
Lesen Sie auch: UFC Pound for Pound Rangliste verstehen
Will bedeuten, daß, wenn man von diversesten Boxern aus allen möglichen Gewichtsklassen ein Pfund rausschneidet (egal, ob Kamm, Lende oder Schulter), wird man zu dem Ergebnis kommen, daß "ein Pfund Paquiao" einfach besser boxt, bzw. im Schnitt "besseres Boxerfleisch" besiegt hat als z.B. "ein Pfund Valuev". Auch wenn's mehr Valuev in der Wursttheke hat!
Grundlagen des MMA
MMA ist die Abkürzung für Mixed Martial Arts. MMA ist eine junge und sehr populäre Kampfsportart im Vollkontakt, die nicht nur eine ganz bestimmte Kampfsportart, sondern verschiedene Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten oder Kampfsportstile, wie etwa Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen oder Karate, kombiniert.
Wie es MMA als Bezeichnung hergibt - Mixed Martial Arts - dürfen MMA-Kampfsportler andere Stilrichtungen anwenden. Nahezu alles ist erlaubt, sofern sich die Fighter während des Wettkampfes am Regelwerk ausrichtet.
Das primäre Ziel ist es, den Gegner im Wettstreit / Kampf durch Schläge, Tritte, Würfe und Bodenkampftechniken zu besiegen. Üblicher Weise finden Wettkämpfe in einem Oktagon statt, einem achteckigen Käfig, der die Kampffläche eingrenzt.
MMA erfordert sowohl physische Härte als auch ausgeprägte technische Fähigkeiten, taktisches Denken und mentale Stärke des MMA-Sportlers ein. Die Kämpfer sollten grudsätzlich gut trainiert und vielseitig ausgerichtet sein, da sie in verschiedenen Szenarien des Kampfes adäquat und souverän handeln müssen.
Lesen Sie auch: Khabib gegen McGregor: Hintergründe und Analyse
Ein MMA-Kampf kann durch Knockout, Aufgabe oder Punktrichterentscheidung entschieden werden. Diese Sportart erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und ist für ihre Intensität und Vielseitigkeit bekannt.
Die elementaren Grundlagen für Mixed Martial Arts (MMA) umfassen mehrere Aspekte:
- Vielseitige Kampfstile: MMA kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen und Karate. Ganz selten Anwendungsfällen kommen auch Wing Tsun Elemente wie z.B. Kettenfaustschlag zum Einsatz. Kämpfer müssen in der Lage sein, diese Techniken nahtlos zu integrieren und situationsbedingt anzuwenden.
- Regelwerk: Obwohl viele Techniken erlaubt sind, gibt es ein festgelegtes Regelwerk, das die Sicherheit der Kämpfer gewährleistet und illegale Aktionen wie Augenstechen, Schläge auf den Hinterkopf oder der Einsatz von Waffen / Gegenständen verbietet.
- Physische Fitness: MMA erfordert eine herausragende körperliche Verfassung. Kämpfer müssen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Flexibilität besitzen, um sowohl im Standkampf als auch im Bodenkampf bestehen zu können.
- Technische Fähigkeiten: Um in MMA erfolgreich zu sein, müssen Kämpfer ein breites Spektrum an Techniken beherrschen. Dazu gehören Schläge und Tritte im Standkampf sowie Würfe, Hebel und Aufgabegriffe im Bodenkampf.
- Mentale Stärke: Neben der physischen Vorbereitung ist mentale Stärke entscheidend. Kämpfer müssen fokussiert, selbstbewusst und in der Lage sein, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
- Taktisches Denken: Strategisches Planen und Anpassungsfähigkeit sind essenziell. Kämpfer müssen ihre Taktik je nach Gegner und Kampfsituation flexibel anpassen können.
- Training und Vorbereitung: Kontinuierliches Training, Sport- und Fitness-Übungen und eine sorgfältige Vorbereitung auf den Kampf sind unerlässlich. Dies beinhaltet Sparring, Techniktraining, Konditionstraining und das Studium von Gegnern.
- Kampf im Oktagon: Die meisten MMA-Kämpfe finden in einem achteckigen Käfig, dem Oktagon, statt. Dieser bietet eine sichere Umgebung, in der die Kämpfer ihre Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen messen können.
UFC Regeln
Die wichtigsten Regeln im Mixed Martial Arts (MMA) sind darauf ausgelegt, die Sicherheit der Kämpfer zu gewährleisten und faire Wettkämpfe zu ermöglichen. Hier sind die zentralen Regeln:
- Erlaubte Techniken: Schläge und Tritte sind sowohl im Stehen als auch am Boden gestattet. Würfe und Takedowns können eingesetzt werden, um den Gegner zu Boden zu bringen. Im Bodenkampf sind Hebeltechniken und Würgegriffe erlaubt, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.
- Verbotene Techniken: Schläge auf den Hinterkopf oder Nacken, Augenstechen, Beißen, Ziehen an den Haaren, Angriffe auf die Genitalien, Schläge oder Tritte auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners, Finger in den Mund des Gegners stecken.
- Ausrüstung: Kämpfer müssen speziell für MMA entwickelte Handschuhe tragen. Zahnschutz und Tiefschutz sind obligatorisch aber empfehlenswert. Frauen müssen zusätzlich einen Brustschutz tragen. Der Einsatz von Waffen oder der Gebrauch von Gegenständen ist verboten.
- Runden und Dauer: Ein typischer MMA-Kampf besteht aus drei Runden, jede von fünf Minuten Dauer. Titelkämpfe haben fünf Runden. Zwischen den Runden gibt es eine Pause von einer Minute.
- Kampfrichterentscheidungen: Ein Kampf kann durch Knockout (KO), technischen Knockout (TKO), Aufgabe (Submission) oder Punktrichterentscheidung (Decision) enden. Geht der Kampf über die volle Zeit, entscheiden die Punktrichter anhand der Effektivität der Angriffe, Kontrolle und Aggressivität der Kämpfer.
- Verhalten im Kampf: Respektloses Verhalten, wie das Schlagen nach dem Glockenzeichen oder das Missachten der Anweisungen des Schiedsrichters, wird nicht toleriert. Kämpfer müssen den Kampf sofort unterbrechen, wenn der Schiedsrichter eingreift.
- Ärztliche Untersuchung: Vor und nach dem Kampf müssen die Kämpfer eine ärztliche Untersuchung durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und keine Verletzungen davongetragen haben.
Diese Regeln sind in den meisten professionellen MMA-Organisationen wie der UFC (Ultimate Fighting Championship) standardisiert und tragen dazu bei, die Kämpfe sicher und fair zu gestalten.
Gewichtsklassen in der UFC
In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.
Derzeit gibt es neun offizielle MMA Gewichtsklassen, die vom Fliegengewicht bis zum Superschwergewicht reichen, wobei die Kategorien Super Leicht-, Super Welter- und Cruisergewicht nicht genutzt werden.Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.
Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.
Die MMA Gewichtsklassen beziehen sich jeweils auf das maximale Gewichts-Limit, um an der angegebenen UFC Gewichtsklasse teilnehmen zu dürfen.
Übersicht der MMA / UFC Gewichtsklassen
| Gewichtsklasse | Gewicht (KG) |
|---|---|
| Atomweight / Atomgewicht | 47,6 |
| Strawweight / Strohgewicht | 52,2 |
| Flyweight / Fliegengewicht | 56,7 |
| Bantamweight / Bantamgewicht | 61,2 |
| Featherweight / Federgewicht | 65,8 |
| Lightweight / Leichtgewicht | 70,3 |
| Super Lightweight / Super Leichtgewicht | 74,8 |
| Welterweight / Weltergewicht | 77,1 |
| Super Welterweight / Super Weltergewicht | 79,4 |
| Middleweight / Mittelgewicht | 83,9 |
| Super Middleweight / Super Mittelgewicht | 88,5 |
| Light heavyweight / Halbschwergewicht | 93,0 |
| Cruiserweight / Cruisergewicht | 102,1 |
| Heavyweight / Schwergewicht | 120,2 |
| Super Heavyweight / Super Schwergewicht | kein Limit |
MMA Kampftechniken beim UFC
In der MMA geht’s mächtig zur Sache. UFC Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten treten gegeneinander an, so kommt der Großteil aus dem Thai-Boxen, Karate oder dem Brazilian- Jio-Jitsu zum Mixed Martial Arts. Gekämpft wird im „Stand Up“, jeder Kampf beginnt dementsprechend im Stehen.
Im Verlauf der UFC Kämpfe kommt es meistens zum Clinch, das bedeutet, dass sich beide Kämpfer mit Faustschlägen oder Tritten duellieren. Des Weiteren wird ebenfalls am Ground / Boden gekämpft. Eine Position, in der die meisten UFC Kämpfe durch K.O. beendet werden.
Bekannte Kampfstile im MMA
- Boxen
- Judo
- Kickboxen
- Freestyle
- Brazilian Jiu-Jitsu
- Muay Thai
- Ringen
- Catch Wrestling
- Karate
- Sambo
- Taekwondo
- San Shou
- Submission Wrestling
- Capoeira
- Muay Thai-Combat Sambo
- Savate
