Seit über 2 ½ Jahren ist UFC 3 schon auf dem Markt, dass viele Fans schon nicht mehr an eine Fortsetzung der Spielserie glaubten. Lange hat es gedauert bis endlich ein neues UFC-Spiel angekündigt wurde.
Gameplay und Steuerung
Spielt sich UFC 4 besser? UFC 4 ist was Steuerung angeht tatsächlich besser als UFC 3, dennoch wird bei allen Funktionen immer noch Fingerakrobatik vorausgesetzt, jedoch sollte es nun für fast jeden Sport-Fan spielbar sein. Die Aktionstasten sind wie bei den meisten Kampfspielen für Tritte und Schläge zuständig, während die Schultertasten für Clinchen, Takedowns, hohe Schläge und Tritte ist. Es gibt auch ein „Hilfe-Modus“, der vieles erleichtert.
Für Neulinge in UFC empfiehlt es sich mit der Karriere zu beginnen, denn hier werdet ihr fast Schritt für Schritt in die Steuerung eingeführt und findet so ein schnelleres und vor allem leichteren Spieleinstieg.
Der Kern von UFC 4 ist natürlich der blutige Kampf im Octagon. Ob man nun den Karriere-Modus spielt oder schnelle Kämpfe gegen KI, Freunde oder Online bestreitet, es läuft immer auf das Selbe hinaus: Zwei durchtrainierte Kampfmaschinen, die zu Allem bereits sind und mit Händen, Füßen, Knien und Ellenbogen aufeinander losgehen. Genau in diesem Punkt weiß UFC 4 voll zu überzeugen.
Die Kämpfe fühlen sich gut an und sind spannend bis zum Schluss. Schafft man den Knockout oder geht einem vorher vielleicht die Puste aus? Die Balance aus schnellem Geprügel und guter Technik inklusive der Einteilung der Kräfte ist sehr gut gelungen.
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Wie im echten Leben kann ein Kampf durch einen Lucky Punch sehr schnell entschieden werden, meist siegt aber der Kämpfer, der besser auf die Ausdauer achtet und gezielt einzelne Körperregionen attackiert. Natürlich ist auch Blocken und Ausweichen sehr wichtig und erfordert ein gutes Auge und schnelle Reaktion.
Neuerungen im Gameplay
Eine gute Neuerung ist das Fortschrittsystem. Es gibt viele verschiedene Challenges die mit XP, Anpassungsgegenständen und in Game Währung (Coins) belohnt werden. Man muss die Belohnung aber immer manuell und einzeln einsammeln um sie zu erhalten. Einige Herausforderungen sind zeitlich begrenzt und werden vermutlich in regelmäßigen Abständen erneuert. Manche Challenges müssen in einer bestimmten Reihenfolge erledigt werden.
Leider verdient man nur extrem wenig Erfahrungspunkte durch normale Kämpfe. Um schnell im Level aufzusteigen sollte man also die Herausforderungen absolvieren.Das neu eingeführte Sterne-Bewertungssystem für die Kämpfer hilft dabei schneller die Stärken und Schwächen erkennen zu können. Das ist besonders bei Online-Kämpfen eine Erleichterung, wo man ja nicht ewig nach einem passenden Kämpfer suchen möchte.
Die komplexe Steuerung lässt sich leider nicht an eigene Vorlieben anpassen. Es gibt auch nur ein Preset aber das geht ok, da die Tastenbelegung sinnvoll gewählt ist. Die Basics hat man auch schnell verstanden: Es gibt je eine Taste für den linken und rechten Arm, sowie die beiden Beine.
Karriere-Modus
Im Karriere-Modus erstellt ihr euren eigenen Kämpfer oder Kämpferin mit dem ihr dann das Ziel habt eines Tages den Titel „Greatest of All Time“ zu gewinnen. Ist euer Charakter erstellt, bestimmt ihr die grundlegende Ausrichtung wie etwa Boxen oder Ringen und könnt dann langsam loslegen.
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Denn der Weg bis zum Ziel ist lang und Steinig, denn ihr müsst nicht nur zahlreiche Gegner besiegen und euch hochkämpfen, sondern auch im Trainingslager schwitzen was das Zeug hält, natürlich nur virtuell gesehen. Euren Kämpfer oder die Kämpferin stärkt ihr zum einen durch Trainingseinheiten in den Bereichen Boxen, Ringen, Muay Thai und Brasilianische Jiu-Jitsu (BJJ) sowie am Sandsack, wodurch grundlegende Attribute in den Kategorien Stand, Grappling und Gesundheit verbessert werden.
Die Sparring-Sessions machen Spaß, werden aber durch Wiederholung etwas langweilig mit der Zeit, die davongetragenen Verletzungen haben Einfluss auf die Planung und manche Gegner sagen kurzfristig noch ab, so dass ihr euch auf neue Gegner einstellen müsst.
Ihr müsst auch die richtige Balance finden zwischen Training und PR-Terminen, denn macht ihr zu viel PR, seid ihr womöglich nicht fit für den nächsten Kampf, trainiert ihr stattdessen zu hart, seid ihr bereits im Vorfeld kaputt und eventuell zu schwach um euren Gegner im Match dann zu besiegen.
Kampfangebote kann man natürlich auch ablehnen aber daraus könnten sich dann negative Effekte für Verträge und Boni ergeben oder eine künftige Rivalität entstehen. Durch Sparring trainiert und verbessert man den Kämpfer. Nebenbei kümmert man sich noch um Sponsorenverträge und Social Media, um Geld und Follower anzuhäufen.
Man kann auch die komplette Woche simulieren lassen, hat dann aber keinen direkten Einfluss darauf, was passiert und meist sind die Resultate besser, wenn man die Punktevergabe selbst macht und die Sparrings zum Training nutzt. Dann kann man sich auch andere UFC Kämpfer einladen, um mit ihnen zu trainieren und dadurch ihre Moves zu erlernen.
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Große Überraschungen gab es in der Karriere nicht, weder positiv noch negativ. Besonders spannend oder gar innovativ empfand ich den Story Modus leider nicht, hier hatte ich mir mehr erhofft.
Weitere Spielmodi
Neben dem schnellen MMA Kampf, gibt es auch wieder den in UFC 3 eingeführten K.O. Modus, der sich mehr an Arcade-Prüglern wie Tekken orientiert. Auch der Stand & Bang Modus ist erneut mit an Bord. Wie der Name schon vermuten lässt, sind hier der Bodenkampf und die Submissions deaktiviert und man kämpft nur im Stehen.
Für Individualisten gibt es auch die Möglichkeit den Kampf mit 37 verschiedenen Einstellungen sehr präzise an die eigenen Vorlieben anzupassen.
Im Blitzkampf habt ihr immer nur 60 Sekunden Zeit, um euren Kontrahenten online in die Schranken zu weisen. Das Ganze geht über maximal sechs Runden, falls ihr nicht zuvor ausscheidet. Wer sich einfach nur mit einem beliebigen Online-Gegner messen möchte, kann das im Schnellkampf tun.
Grafik und Sound
Grafisch ist UFC 4 kein Highlight, ich persönlich finde die Grafik in UFC minimal besser als in UFC 3, dafür sehen aber die Charakter Modelle in UFC 3 wesentlich besser als in UFC 4 aus, besonders bei Conor McGregor fällt dies sehr stark auf. Manche Texturen sehen etwas Matschig aus, für 2 ½ Jahre warten aber etwas zu wenig. Technisch läuft der PS4 Port stabil.
Die Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen, während des Karriere-Modus gebt ihr immer wieder Präsentationen ab, aber auch der Einzug, die Originalen Kämpfer und vor allem die Moves und Kampfstile sehen sehr gut und authentisch aus. Auch die Zuschauer und die Kulisse sorgt für eine tolle Atmosphäre im Spiel, der Soundtrack bietet viele Songs, bei denen jeder sicherlich den ein oder anderen Titel mag, insgesamt sind 28 Künstler vertreten.
Mikrotransaktionen
In UFC 4 gibt es, wie bereits in anderen Sport-Titel von EA wieder Mikrotransaktionen, jedoch haben diese keinen Einfluss auf den Spielverlauf, sondern sind lediglich für Cosmetics. Es gibt also keinerlei Vor- oder Nachteil im Spiel, wenn ihr kein Gebrauch davon macht.
Im PS4 Store gibt es aktuell zudem die beiden Kämpfer Tyson Fury und Anthony Joshua kostenlos als DLC. Käuflich erwerben könnt ihr, wie auch schon bei UFC3 usw. wieder Bruce Lee in allen drei Gewichtsklassen (Solo- oder als Bundle) wie auch weitere DLC`s und UFC Points.
Tipps zur Submission
Dann geht ihr in den Schaukampf Modus, (vorher noch Schwierigkeit auf Experte stellen, weil es nur hier klappt), und wählt eure Submission Maschiene. Ach ja. Stamina anmachen. Wenn ihr Glück habt, wird der gegner schnell hintereinander eine Transition versuchen. Ihr blockt sie natürlich immer. Jetzt müsst ihr warten.
Ihr könnt das ganze, natürlich auch mit fertigen fightern Probieren, doch hat keiner Sub über 100. Aber es ist nicht unmöglich. Falls ihr euch fragt, warum auf Experte. Nur auf Experte sind die Gegner aktiv. Bei den anderen Stuffen, muss man froh sein, wenn sie eine Transition in einer Minute versuchen. Aber ausproboeren könnt ihr es schon.
