UFC 306: Ein unvergessliches Spektakel in The Sphere

Mit der Kampfsportveranstaltung UFC 306 will die größte MMA-Organisation der Welt in der brandneuen und doch schon ikonischen Arena The Sphere neue, einmalige Maßstäbe in der Sportübertragung liefern. Eine traumhafte Kulisse bietet die ikonische kuppelförmige Arena The Sphere für UFC 306. Der Cage gerät bei UFC 306 fast zur Nebensache.

Die Inszenierung in The Sphere war bombastisch. Die kuppelförmige Arena, die im Gegensatz zu einem Rundum-Kino eine Tiefe in die projizierten Bilder geben kann, versprühte den Charme eines römischen Atriums, das von der einen auf die nächsten Sekunden in einer anderen Szenerie platziert zu sein schien. Gepaart mit den historischen Szenen der mexikanischen Geschichte, war der Rahmen für denkwürdige Fights gegeben.

Titelwechsel und denkwürdige Kämpfe

Gepaart mit zwei Titelwechseln, wird das Event wohl tatsächlich vielen in Erinnerung bleiben. Was so traumhaft in jeder Präsentation und jedem Einmarsch der Fighter rüberkam, wurde für zwei Champions an diesem Abend zum Albtraum.

Sean O'Malley vs. Merab Dvalishvili

Der Hauptkampf von Superstar und Bantamgewicht-Champion Sean Malley sollte sich Herausforderer Merab Dvalishvili als der denkbar unpassendste Gegner für den Striker herausstellen. O'Malley startete sehr konzentriert gegen einen Dvalishvili, der sehr agil immer wieder versuchte, die Reichweite zu verkürzen. Der Champion arbeitete mit Körpertreffern, Dvalishvili mit Legkicks.

Die Runde sicherte sich der Herausforderer mit einem Takedown, nachdem er O'Malley an den Käfigzaun zurückgedrängt hatte. Fortan hatte der Georgier die Kontrolle, der Champion wusste sich zu verteidigen. In der zweiten Runde gelang Dvalishvili erneut der Takedown, nachdem er unter einer wilden Overhand des 29-Jährigen abgetaucht war. Es folgten Schläge, Kniestöße und Ellbogen gegen einen Champion, der sichtlich Probleme hatte. In einem Head-and-Arm-Choke küsste der Georgier O'Malley auf den Kopf - die absolute Demütigung.

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Wenige Sekunden vor dem Ende ließ Dvalishvili dann ab und fing sich noch eine harte Hand des Titelträgers ein. Merab hatte in Vegas das größere Waffenarsenal. In Runde drei bemühte sich O'Malley, nicht erneut in einen Takedown zu laufen. Das gelang, allerdings hatte der Herausforderer bei Schlägen und Treffern einfach die höhere Frequenz. Auf einen Treffer des Champions folgten zwei bis drei von Dvalishvili.

In Runde vier gelang dem Georgier dann wieder der Takedown und O'Malley wirkte am Boden wirkungslos. Hier sammelte Dvalishvili Kontrollzeit, landete kleinere Treffer und blieb aktiv. Viel zu spät in der finalen Runde landete O'Malley mit einem Frontkick seinen effektivsten Treffer. Schmerzverzerrt dreht der Georgier ab, der Champion konnte aber nicht nachsetzen. Letztlich schnappte sich Dvalishvili nach einer dominanten Leistung den Titel, auch wenn es bei den Punktrichtern nach einem knappen Duell aussah.

Alexa Grasso vs. Valentina Shevchenko

Das "Heimspiel" bei "Noche UFC" in Las Vegas sollte für die Mexikanerin Alexa Grasso zu einer schmerzhaften Erfahrung werden. Herausforderin Valentina Shevchenko hatte im Titelkampf um den Gürtel im Fliegengewicht der Frauen den besseren Gameplan gewählt. In der ersten Runde verließ sich die Championesse zunächst auf ihr Striking, stürmte aber früh in einen Takedown von Shevchenko. Die ehemalige Titelträgerin war dort ganz in ihrem Element, auch wenn es Grasso verstand, möglichst wenige Treffer zu kassieren. Allerdings konnte sie selbst kaum eigene Treffer landen.

In Runde zwei und drei das gleiche Bild: Shevchenko gelang erneut ein Takedown und arbeitete sich in immer bessere Positionen, teilte kleine Schläge aus. Grasso versuchte, die Kasachin mit Ansätzen zu Aufgabegriffen aus dem Konzept zu bringen. Das gelang auch, wenn auch ohne den finalen Erfolg für die Mexikanerin. Die vierte Runde verlief für die Championesse ebenfalls nicht nach Plan. Wieder brachte die Herausforderin einen Takedown durch. Grasso setzte aber dieses Mal einen Guillotine-Aufgabegriff an, der zunächst eng war, letztlich rutschte Shevchenko aber heraus und setzte selbst einen Aufgabegriff an.

Damit konnte die Grasso zwar nicht zum Abklopfen bringen, beendete die Runde aber dominant. Auch in der finalen Runde hatte Grasso nicht die Mittel, um dem Groundgame von Shevchenko etwas entgegenzusetzen. Die Punktrichter entschieden verdient für die ehemalige und nun neue Championesse Valentina Shevchenko.

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Brian Ortega vs. Diego Lopes

Zwischen Brian Ortega und Diego Lopes sollte sich ein neuer Herausforderer um den Federgewicht-Titel herauskristallisieren, sofern die Leistung stimmt. Ortega erwischte einen katastrophalen Start und fand sich nach ein paar heftigen Treffern schnell am Boden wieder. Eigentlich ein Bereich, in dem der US-Amerikaner besonders stark ist, doch Lopes tat ihm nicht den Gefallen und ließ sich darauf ein.

Auch in Runde zwei war der Brasilianer, der in Mexiko lebt, der dominierende Fighter. Mit einer Eins-Zwei-Kombinationen brachte er Ortega erneut ins Wanken. Es folgte ein wuchtiger Tritt gegen den Kopf, den Ortega überraschend gut verkraftete. Später schickt Lopes ihn mit einem Legkick zu Boden. Auch hier ging der 29-Jährige nicht nach, im Wissen, dass er am Boden womöglich schlechtere Karten haben würde. Mit zwei gewonnenen Runden in der Tasche ließ es Lopes in Runde drei dann ruhiger angehen. Er kassierte zwar mehr Treffer, doch Ortega schaffte es nie, den Brasilianer zu Boden zu bekommen.

Wenige Sekunden vor dem Ende schickte Lopes seinen Kontrahenten mit einem linken Haken erneut zu Boden und setzte dieses Mal nach. Ortega rettete sich jedoch über die Zeit, so dass die Punktrichter ein Urteil fällen mussten. Eine einfache Entscheidung: Lopes siegte klar nach Punkten und dürfte sich in eine gute Position gebracht haben, als nächster um den Titel zu kämpfen.

Raul Rosas Jr. vs. Qileng Aori

Heute Abend stehen sich im The Sphere in Las Vegas, Nevada, die aufstrebenden Bantamgewichts-Stars Raul Rosas Jr. und Qileng Aori im Rahmen der UFC 306 Undercard-Action gegenüber. Der erst 19-jährige Raul Rosas Jr. kann bereits eine vielversprechende Bilanz von neun Siegen vorweisen, wobei er vor allem seine Grappling-Fähigkeiten mit Siegen durch Submissionen unter Beweis gestellt hat. Zuletzt besiegte er im Juni 2024 Ricky Turcios durch Submission.

Qileng Aori hingegen weist mit 25 Siegen eine eher gemischte Bilanz auf, hat aber mit einer Konstanz zu kämpfen, die durch elf Niederlagen gekennzeichnet ist; sein letzter Kampf wurde aufgrund eines versehentlichen Fouls als "no contest" gewertet.

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Raul Rosas Jr. ist mit einer Quote von 1,1 (-1000) klarer Favorit, was auf eine hohe Wahrscheinlichkeit seines Sieges über Qileng Aori hindeutet, der mit einer Quote von 7,0 (+600) als deutlicher Außenseiter gehandelt wird.

Die Wettquoten zeigen, dass Rosas Jr. mit einer Quote von 5,5 (+450) die besten Chancen hat, nach Punkten oder durch Entscheidung zu gewinnen, während ein KO/TKO/DQ-Ergebnis mit 5,6 (+460) eine etwas höhere Quote bietet.

Weitere UFC Termine 2025

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist die Königsklasse im Mixed Martial Arts - und erfreut sich auch in Deutschland sehr großer Beliebtheit.

Der nächste UFC Kampf 2025 findet am Samstag, den 27. September statt. Bei UFC 320 am 4. Oktober in Las Vegas (USA) steigt das Duell zwischen Magomed Ankalaev und Alex Pereira um die Krone im Halbschwergewicht. Am 11. Oktober findet in Rio de Janeiro die UFC Fight Night 261 statt. Der Headliner kommt aus dem Leichtgewicht und lautet Charles Oliveira vs. Rafael Fiziev.

Duell Gewichtsklasse
Magomed Ankalaev (c) vs. Alex Pereira Halbschwergewicht
Merab Dvalishvili (c) vs. Cory Sandhagen Bantamgewicht
Jiří Procházka vs. Khalil Rountree Jr. Halbgewicht
Josh Emmett vs. Youssef Zalal Federgewicht
Abusupiyan Magomedov vs.