Die Geschichte des TSV Grunwald Karate

Hervorgegangen ist der TV Hemau aus der "Turnabteilung des Radfahrer-Clubs Hemau", dessen Mitglieder sich selbständig machten und am 28.

Aus den ersten Vereinsjahren sind leider keine Unterlagen mehr vorhanden, so dass erst wieder vom 3. Gauturnfest des Turngaues Oberpfalz III, welches am 15. und 16. Juli 1911 in Hemau stattfand, berichtet werden kann.

Für die heutige Zeit nicht mehr vorstellbar, begann das Wettturnen am Sonntag bereits um 6 Uhr Morgens.

Gemeldet waren über 400 Turner, unter denen Michael Rosskopf einen beachtlichen 23. Platz belegte.

Zu diesem Anlass wurde auch die erste Vereinsfahne von Pfarrer Mühlbauer geweiht.

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In der Generalversammlung am 3. Januar 1913 wurde der Metzgermeister und Gasthofbesitzer Georg Engl zum Vorstand gewählt.

In den Kriegswirren der Jahre 1914 - 1918 ruhte der Turnbetrieb.

Am 11. Januar 1919 fand eine gut besuchte Generalversammlung statt, wobei Georg Engl als Vorsitzender bestätigt wurde.

Josef Liebl sowie Karl Lochner wurden als Beisitzer gewählt und zum Fahnenjunker wurde Sebastian Ferstl bestimmt.

Der Mitgliederstand belief sich auf 47 Personen.

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Im Herbst des selben Jahres fand das Gauturnfest in Neumarkt statt, wobei Josef Ernstberger einen 32. Platz belegte.

Im Jahr 1920 wurde Georg Fellmeyer zum Vorstand gewählt.

Bei der außerordentlichen Generalversammlung am 30. Juli 1920 wurden neue Vereinsstatuten aufgestellt und auch genehmigt, wodurch der TV dann am 1. Juni 1921 als "e.V." beim Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen werden konnte.

Am 5./6. Juli 1924 wurde dann das 20-jährige Stiftungsfest mit Turnplatzeinweihung an der Riedenburger Straße (Falixfeld gegenüber Grunwald) und großem Festzug gebührend gefeiert.

Die Musik kam, wie sollte es auch anders sein, von der Stadtkapelle Binner.

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Der Turnplatz wurde von Alois Leibl überlassen, wofür er zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Urkunden für 20-jährige Mitgliedschaft erhielten Lorenz Hagen, Michael Scheck, Jakob Schneeberger, Georg Engl, Jakob Gailer, Dr.

In den Jahren 1925 bis 1929 hatte dann besonders das Faustballspiel Hochkonjunktur.

Hier wurden meistens Spiele mit den Vereinen TV Velburg, TSV Beratzhausen und TV Parsberg ausgetragen, wobei die Hemauer sogar zwei Mannschaften mit wechselnden Erfolgen stellen konnten.

Die Gründung der Fußball-Abteilung erfolgte im Jahr 1929.

Ab den Wintermonaten der Jahre 1933/34 wurde der Turnbetrieb von der SA durchgeführt, womit die Turnjugend vollständig in die HJ überging.

Im Jahr 1935 musste der alte Turnplatz dann pachtweise zur Errichtung des damaligen Arbeitslagers übergeben werden.

Die Bemühungen zur Beschaffung eines neuen Turnplatzes begannen sofort, waren aber erst 1949 von Erfolg gekrönt, als in Zusammenarbeit mit der Stadt Hemau hinter dem Postamt eine neue Anlage mit Gesamtbaukosten von 34.878 DM geschaffen werden konnte.

Durch den 2. Erste Regungen zeigten sich auch wieder im Bereich der Turn-, Faustball- und Leichtathletikmannschaften.

Zur Neugründung des Vereins kam es Dank des Bestrebens der alten Vorstandschaft und einiger junger nachdrängender Sportkameraden am 23. Dezember 1945.

Das sportliche Leben nahm wieder seinen Aufschwung und auch im kulturellen Bereich fanden wieder die beliebten Theateraufführungen statt, die es erleichterten, die Gedanken an den zurückliegenden Weltkrieg zu verwerfen.

Zu dieser Zeit hatte Hemau mit dem "FC Flüchtlingslager Hemau" sogar einen zweiten Fußballverein, der sich jedoch 1953 dem TV Hemau anschloss und die Mitgliederzahl auf 226 steigen ließ.

Zur Feier des 50-jährigen Gründungsfestes am 18./19. September 1954 erfolgte die Weihe einer neuen Fahne, da die alte Fahne durch die am Kriegsende einziehenden Truppen abhanden gekommen war.

Am 17. Juni 1955 fand unter der Führung von Wanderwart Josef Lochner die erste der äußerst geschätzten Turnerwanderungen ins Labertal statt.

Im April 1957 schloss sich der Schachclub als Unterabteilung dem TV Hemau an.

Ihr Filmdebüt gaben einige Vereinsmitglieder am 1. August 1959 als sie bei der Entstehung eines Heimatfilmes mitwirken durften.

Am gleichen Tag erfolgte die Gründung einer Versehrtensportgruppe mit 22 Mitgliedern.

Nach der Kündigung des Turnraumes in der Knabenschule kam der Turnbetrieb im Jahr 1960 aufgrund des Fehlens geeigneter Räume völlig zum Erliegen, was auch durch den Austritt von 36 Mitgliedern dokumentiert werden kann.

Die neue Zeitrechnung des TV Hemau beginnt im Jahr 1965.

Am 4. April besichtigten die Ausschussmitglieder um Vorstand Jakob Semmler das jetzige Sportgelände an der Dietfurter Straße.

Die notarielle Beurkundung des Grundstückskaufes wurde dann am 15. April vorgenommen.

In einer der folgenden Ausschusssitzungen wurde der Beschluss gefasst, den als Wohnbaugebiet ausgewiesenen alten Turnplatz an der Riedenburger Straße zu verkaufen, wodurch ein außergewöhnlich großes Finanzpolster angesammelt werden konnte.

Pech bei der Anlegung des Rasenspielfeldes führte zu einer ungenügenden Grasnarbe und auch zu bissigen Bemerkungen über das Unterfangen der Hemauer Sportler.

Die Versicherung des Architekten zahlte jedoch DM 50.000 und minderte somit den 65.000 DM - Schaden merklich.

Als dann mit fortschreitender Ausführung der Baumaßnahme das Finanzpolster schmolz, ging der TV mit dem Schulverband eine Vernunftehe ein.

Die Einweihung des neuen Vereinsheimes erfolgte am 28. August 1976 durch Vorstand Franz Lell, nachdem bereits vier Jahre vorher der erste Spatenstich getan wurde und das Sportheim ursprünglich auch wesentlich kleiner hätte ausfallen sollen.

Bei Betrachtung dieser Summen kommt man nicht um die Feststellung herum, dass es wahrscheinlich im weiten Umkreis keinen Verein dieser Größenordnung gegeben hat, der finanziell so belastbar war.

Im Jahre 1966 gehörten dem TV 329 Mitglieder an.

Eine Steigerung der Mitgliederzahlen erfolgte 1967 durch die Gründung einer Prinzengarde und von verschiedenen Damenturngruppen.

Am 5. März 1971 wurde im Gasthof Radlmeier die Tischtennisabteilung aus der Taufe gehoben und die in über 3.000 freiwilligen Arbeitsstunden neugeschaffene Sportstätte im Bruckmeier-Stadel konnte am 29. August 1975 eingeweiht werden.

In den Jahren 1978/79 schnellte die Mitgliederzahl durch die am 12. Mai 1978 gegründeten Tennisabteilung in die Höhe.

Durch mehrmaliges kräftiges Wiehern des Amtsschimmels verzögerte sich der Bau der beiden Tennisplätze fast um ein Jahr, so dass die zwei Plätze erst am 3. Juni 1979 ihrer Bestimmung übergeben werden konnten.

Im Juli desselben Jahres feierte der TV mit einer Sportwoche seinen 75.

Im selben Jahr erfolgte der Bau eines dritten Tennisplatzes, da die Mitgliederzahl der noch jungen Tennisabteilung sehr stark anwuchs.

Von der Mitgliederversammlung das Jahres 1982 unter dem Vorsitz von Hans Bart gibt es nur zu berichten, dass der Verein mittlerweile über 900 Mitglieder zählte und dass die Turnabteilung mit ca.

Im Jahr 1983 errangen die Damenmannschaft der Volleyballabteilung den Aufstieg in die Bezirksklasse und mit Andrea Luge wechselte die beste Spielerin in die 1.