Karate Kid: Legends – Eine neue Generation betritt die Bühne

Karate Kid: Legends ist mehr vom gleichen, und doch eine neue Geschichte. Der Film knüpft 15 Jahre nach den Geschehnissen des 2010er-Reboots an und verbindet die Geschichte des dort etablierten Kung Fu Meisters Mr. Li Fong (Ben Wang).

Eine vertraute Geschichte mit frischem Wind

Die erzählerische Zweiteilung in das Training von Victor, bei dem der Schüler schon zu Beginn des Films zum Lehrer wird, und die Teilnahme am Five Boroughs Turnier, bei dem der üblich charakterisierte Rivale besiegt werden muss, bringt frischen Wind in die altbekannte Formel.

Dass Li bereits in Kung-Fu trainiert wurde und ihn nicht nur seine Mutter, sondern auch sein Trauma, vom Kämpfen abhält, macht ihn zu einer deutlich spannenderen und eigenständigeren Figur als es der Untertitel Legends vermuten lässt.

In ihrer Rolle als Trainer nehmen Mr. Han und LaRusso hingegen eine deutlich reduziertere Rolle ein, die durch das durchweg präsente „Two Branches, one Tree“ Motiv allerdings angenehm begründet wird. Sie dienen primär als liebenswürdiger Comic Relief, treiben durch ihr Training die Handlung voran, sobald es notwendig wird, und erinnern mit vielen kleinen Anspielungen und bekannten Trainingseinheiten an vergangene Tage.

Handlung im Detail

Als Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) mit seiner Mutter nach New York City zieht, findet er Halt bei einer neuen Klassenkameradin und deren Vater. Doch der Frieden ist nur von kurzer Dauer, als Li unfreiwillig die Aufmerksamkeit des lokalen Karatemeisters auf sich zieht. Um sich und seine neuen Freunde zu verteidigen, tritt Li beim ultimativen Karatewettbewerb an.

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Mit der Unterstützung seines Kung-Fu-Lehrers Mr. Han (Jackie Chan) und des legendären Karate Kids Daniel LaRusso (Ralph Macchio) bereitet er sich auf einen spektakulären Showdown vor, der nicht nur seine Fähigkeiten, sondern auch seinen Mut und seine Werte auf die Probe stellen soll.

Nach einer Familientragödie wird das Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) aus seinem Zuhause in Peking gerissen und muss mit seiner Mutter nach New York City ziehen. Li kämpft damit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, während er versucht, Anschluss bei seinen neuen Klassenkameraden zu finden.

Doch obwohl er nicht kämpfen will, scheint der Ärger ihn zu verfolgen. Als ein neuer Freund seine Hilfe braucht, nimmt Li an einem Karatewettbewerb teil - aber seine Fähigkeiten allein reichen nicht aus. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) holt das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso (Ralph Macchio) zu Hilfe, und Li lernt eine neue Art zu kämpfen, indem er die Stile der beiden Meister für den ultimativen Martial-Arts-Showdown miteinander vereint.

Bekannte Gesichter und neue Talente

In Karate Kid: Legends treffen zwei ikonische Kampfkunstmeister in einem der beliebtesten Filmfranchises aufeinander. Ebenfalls mit von der Partie sind Joshua Jackson, Sadie Stanley und Ming-Na Wen.

Besetzung:

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  • Jackie Chan als Mr. Han
  • Ralph Macchio als Daniel LaRusso
  • Ben Wang als Li Fong

Kritikpunkte

Aber natürlich ist Legends nicht perfekt: Während die Kämpfe durch gelungene Choreografien und wuchtiges Sounddesign durchweg eindrucksvoll bleiben, ist das Editing und die Kameraführung auch in den ruhigeren Sequenzen deutlich zu hektisch.

Die Needle Drops aktueller Pop-Songs, sowie die humorvoll eingesetzten Unterbrechungen dieser, hätten nicht in jeder einzelnen Szene stattfinden müssen und die erzählerische Zweiteilung sorgt leider dafür, dass einige Themen wie beispielsweise Lis Trauma zu kurz kommen und sich so insbesondere die zweite Hälfte des Films etwas gehetzt anfühlt.

Karate Kid: Legends treibt ganz eindeutig keine künstlerische Vision eines einzelnen Auteurs an. Stattdessen handelt es sich schlicht um einen gut vermarktbaren Mainstream-Film aus Hollywood, bei dem die emotionalen Momente so cheesy wie die Pizza von Victor und die Wendungen so vorhersehbar wie der Sieg des Protagonisten ist.

Hinter den Kulissen

Die 26 Jahre, die zwischen Karate Kid von 1984 und seinem Remake liegen, machen sich an einigen Veränderungen des Remakes gegenüber dem Original bemerkbar. Da ist zum einen die Form der Kampfkunst, die Karate Kid Dre zu erlernen hat. Anstelle von japanischem Karate gibt es jetzt chinesisches Kung-Fu, anstelle von ‘Wischen und Polieren’ wird jetzt die Jacke aufgehängt und wieder abgenommen.

Die Hauptrolle wird von Jaden Smith gespielt, der damit in die Fußstapfen von Ralph Macchio tritt. Während letzterer ganze 22 Jahre alt war, als er Karate Kid mimte, entspricht Jaden Smiths reales Alter auch dem seiner Leinwand-Figur.

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Neben Jackie Chan tritt eine weitere chinesische Filmikone in Karate Kid auf: Michelle Yeoh. Sie hat einen Gastauftritt als trainierende Kung-Fu-Kämpferin.

Zusätzliche Informationen

Karate Kid: Legends kommt am 29. Mai 2025 in die Kinos.

Information Details
Laufzeit 118 Minuten
Altersfreigabe Ab 12 Jahre
Verleih Sony Pictures
Kinostart 29. Mai 2025